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Schlagwörter Leserbriefe

15 Autoren: 15 neue Leserbriefe im Überblick:

  • Erwin Rohleder
    Dienstag 04. Aug. 2026

    Rohleder250

    Währe das nicht ein entscheidender Schritt!?

    Wie wir gerade erleben können, zeigt uns die Politik in den USA, dass ein Mensch mit unermesslich großer Finanzkraft, gefährlichen Einfluss auf das Funktionieren einer demokratischen Gesellschaft nehmen kann. Daraus entstehenden Allmachts Gebaren muss unbedingt ein Rieger vorgeschoben werden. Es darf grundsätzlich nicht möglich sein, dass "Ein Mensch" solchen Reichtum erlangen kann. Womit sich dann ein gebärdendes Machtpotential aufbauen lässt. Ein Einzelner...

    Weiterlesen: Währe das nicht ein entscheidender Schritt!?

  • Alfred Kastner
    Dienstag 04. Aug. 2026

    Kastner400

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    die Debatte um die Rente mit 63 wird oft zu emotional und an den Realitäten der arbeitenden Bevölkerung vorbei geführt. 

    Es ist absolut angemessen und eine Frage der Generationengerechtigkeit, dass Menschen nach 45 Beitragsjahren abschlagsfrei in den Ruhestand gehen können.

    Der entscheidende Gradmesser für den Renteneintritt darf nicht das biologische Lebensjahr sein, sondern die Lebensarbeitszeit.

    Wer mit 16 oder 17 Jahren eine handwerkliche oder pflegerische Ausbildung...

    Weiterlesen: Rente mit 63 (04.08.2026) (+1 neuerer Brief)

  • Nina Brand
    Dienstag 04. Aug. 2026

    „Wir wollen den Fokus auf die Opfer legen, nicht auf die Täter.“

    Mit diesem Zitat von Lara Bosch möchte ich meinen Leserbrief beginnen.

    Am 01. August 2026 erschien ein Artikel bezüglich der Mahnwache, welche am 30. Juli 2026 vom Kreisverband Die Linke Siegen-Wittgenstein am Herrengarten organisiert wurde. Zu dem Artikel hat derselbige Verfasser auch seine persönliche Meinung offen gelegt. Sowohl der Artikel, aber vor allem die persönliche Meinung und Schwerpunktsetzung haben mich tief...

    Weiterlesen: Wir wollen den Fokus auf die Opfer legen, nicht auf die Täter.

  • Anton Heim
    Freitag 31. Juli 2026

    TAZ Aussteigen 7 26

    Der Artikel von Leif Kramp und Stephan Weichert ist anregend und ein wichtiger Beitrag zu weniger Abhängigkeit von Demokratieverächtern und zurück zur gemeinwohlorientierten Teilhabe in unserer Demokratie. Das ursprünglich dezentrale Internet hat sich inzwischen zur Oligopolen in Ballungsgebieten wie Google, Microsoft, Meta, Amazon und Co entwickelt, mit allen zerstörerischen Auswirkungen auf unsere menschlichen und planetaren Grundlagen. Die Autoren machen Mut über die „Rückeroberung“ von...

    Weiterlesen: TAZ: Alle aussteigen bitte

  • Joachim Zieseler
    Donnerstag 30. Juli 2026

    Es ist eine immer wiederkehrende, nahezu gebetsmühlenartig vorgetragene Reaktion auf Gewaltdelikte mit islamistischem Hintergrund. Die verantwortlichen Behörden hätten verantwortungsvoll gehandelt, Urteile würden im Rahmen der deutschen Gesetzeslage sorgfältig geprüft und ausgesprochen. Es habe keine Hinweise auf eine weitere Radikalisierung gegeben, die zuvor begangenen Straftaten der Attentäter hätten allenfalls zur Kleinkriminalität gerechnet werden müssen und würden eine harte Bestrafung nicht...

    Weiterlesen: Reaktion auf Berliner CSD Attentat

  • Johann Eggers
    Mittwoch 29. Juli 2026

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    Terroranschlag in Berlin

    Bei dem Tatverdächtigen, der am Samstagabend beim Christopher Street Day in Berlin in eine Menschenmenge raste, handelt es sich laut Ermittlern um den polizeibekannten Abdul B. Er ist 21 Jahre alt, arabischer Herkunft und gehört laut Polizei zur islamistischen Szene in Berlin.

    Vor welcher Gefahr hat sich der Mann denn bei uns in Sicherheit gebracht - lebt er von unseren Steuergeldern?

    Sie morden, stechen zu, oder begehen andere blutige...

    Weiterlesen: Täter rast in Menschenmenge

  • Hans Haug
    Mittwoch 29. Juli 2026

    Die nachfolgende e-mail habe ich an alle Bundestagsabgeordnete versendet, da ich mir nicht mehr anders zu helfen weiß. Wie können wir den Kipppunkt des AMOC verhindern und somit den globalen Kollaps vermeiden?

    Mit freundlichem Gruß

    Hans Haug

    Sehr geehrte Bundestagsabgeordnete,

    Ich schreibe Sie hier in Ihrer Funktion als gewählte VertreterInnen des Volkes, und nicht in Ihren Ämtern als Kanzler oder MinisterInnen, an. Warum schreibe ich Sie an? Mich beschäftigen Ihre getroffenen und zukünftigen...

    Weiterlesen: Da ich mir nicht mehr anders zu helfen weiß.

  • Anny Schmitter
    Mittwoch 29. Juli 2026

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    zu o.a.  Artikel in der  WZ vom 25.7. hier mein Leserbrief, den sie gerne mit Nennung meines Namens und Wohnort veröffentlichen dürfen. Eine Kopie dieser Stellungnahme sende ich z.K. an den Ministerpräsidenten,  zuständige Minister und die Parteien  im Landtag NRW.

    Hier mein Brief:

    Das  Robert Koch Institut hat ermittelt, das durch die aktuellen Hitzerekorde allein in NRW mehr als 5000 Menschen an den Folgen der Hitze gestorben sind. Frau Ministerin  Neubaur will nun...

    Weiterlesen: WZ: zu Artikel "Neubaur: "Das Wort dafür heißt Klimakrise"

  • Hans Iffland
    Mittwoch 22. Juli 2026

    Kap. 5) Die Rente

    Rente (Stand Dez. 2016):

    Die Arbeitnehmerrente ist eine personenbezogene, beitragsabhängige Rente, die jedem Arbeitnehmer ausgezahlt wird, der seinem Gehalt entsprechend in die Allgemeine Rentenversicherung regelmäßig seine Beiträge eingezahlt hat. Wer diesen Abschnitt liest, sollte vorher einige Beruhigungspillen zu sich nehmen, um einem möglichen Herzinfarkt aus Wut und Ärger vorzubeugen. Die Politiker sprechen hier immer gerne vom Generationenvertrag. Soziale Gerechtigkeit...

    Weiterlesen: Rentendiskussion

  • Dr. med. Helge Scheibe
    Sonntag 19. Juli 2026

    Dr. Helge Scheibe

    Meine Meinung:

    Allein schon der Name „Leihmutter“ ist eine Lüge, denn die Frau wird weder geliehen, noch erfüllt sie die Funktion einer Mutter. Die Frau wird zum Lieferanten degradiert. Im Prinzip ähnelt das Leihmuttersystem der Lebensborn Idee der Nazis, denn es wird ein Mensch, wie man ihn sich wünscht, herangezüchtet. Die betreffende Frau wird auch nicht als Mutter geliehen, sondern lediglich als Produktionsmittel benutzt und bezahlt. Von einer Mutter unterscheidet sie sich elementar, denn das...

    Weiterlesen: Spahn Rücktritt wegen Leihmutterskandal Ⓚ (+1 neuerer Brief)

  • Unternehmer - Erfinder Michael Maresch
    Samstag 18. Juli 2026

    Ein Baby dauert neun Monate.
    Bei einer Leihmutterschaft können da mindestens drei bis vier Monate dazukommen. Um die richtige Mutter unter Vertrag zu bekommen, das Ei zu entnehmen, es zu befruchten, usw.

    Damit steht fest: Jens Spahn wußte seit über einem Jahr von diesem Kind. Die Entscheidung dafür, dürfte in etwa zur Zeit der Koalitionsgespräche zwischen CDU/CSU und SPD gefallen sein.

    Hätte Jens Spahn diese Entscheidung, so wie es seine Pflicht gewesen wäre, damals, vor einem Jahr, publik...

    Weiterlesen: Was wußten Sie, Herr Scholz?

  • Hubertus Stahl
    Freitag 17. Juli 2026

    Endlich Eltern! Super gemacht!!

    Sehr geehrter Herr Span und Ehemann,

    auch ich wünsche ihnen nur das Beste zur käuflich erworbenen Elternschaft.

    Viele gleichgeschlechtlichen Paare streben diesen Wunsch an, geht aber nicht bei allen Paaren in Erfüllung.

    Ihre Elternschaft hat natürlich einen ganz miesen Beigeschmack.

    Sie, als Bundesgesundheitsminister a.D. waren doch ein absoluter Gegner, sich gegen Geld ein Kind von einer Leihmutter austragen zu lassen.

    Dies ist in Deutschland verboten!

    Über einen...

    Weiterlesen: Elternschaft Herr Span und Ehemann

  • Bruno Dieterle
    Freitag 17. Juli 2026

    Es wird Zeit das Relikt Beamtentum stark zu reduzieren oder abzuschaffen.

    Militär, Polizei und Judikative dürfen nur noch verbeamtet werden, für alle anderen Berufe gehört dass Beamtentum abgeschafft.

    Immer Scheibchenweise wird dem gemeinen Volk klar, welche Sonderstatuse der Beamte hat.

    Mit sofortiger Wirkung gehören die 1000€ zusätzlich ab dem dritten Kind gestrichen. Oder sind das super Kinder bei Beamten??

    Man sollte bei Krankmeldungen den ersten Tag selber bezahlen, trifft dann alle und die...

    Weiterlesen: Zweiklassen-Gesellschaft arbeitendes Volk und Beamte

  • Nachhaltigkeits Ökonom Helmut Federmann
    Mittwoch 15. Juli 2026

    Federmann

    Familienministerin Karin Prien (CDU) will den staatlichen Unterhaltsvorschuss nur noch bis zum 16. Geburtstag gewähren. Sozialverbände, Gewerkschaften und Betroffene laufen Sturm.

    Bereits vor mehreren Jahrzehnten mahnte und warnte  der Soziologe Ulrich Beck:

     "Nur Menschen, die eine Wohnung und einen sicheren Arbeitsplatz und damit eine materielle Zukunft haben, sind Bürger, die sich die Demokratie zu eigen und sie lebendig machen.

     Die einfache Wahrheit lautet: Ohne materielle Sicherheit keine...

    Weiterlesen: Kürzung Unterhaltsvorschuss höchst demokratiegefährdend! (+1 neuerer Brief)

  • Ulrich J. Heinz
    Dienstag 14. Juli 2026

    Bewerber/:_*Innen-Hohn(m/w/d):

    Kann man bei der Bewerbersuche Niemanden "diskrminieren", indem man Alle als begriffsstutzig anspricht? 

    Die "geschlechtergerechte" Sprache deutet den Wortgehalt von der Wortgestalt aus. Dem gemäß sind die üblich gewordenen Stellenausschreibungen rätselhaft;  indem mehrfach Geschlechter genannt werden.

    A) 

    Doch haben die Arbeitsstelle und der -platz ein Leibesgeschlecht? Gar verschiedene?

    B) 

    Wieviele Geschlechter nennen die Einschübe /:_*I in weiblichen Wortformen?

    C)

    Gelten...

    Weiterlesen: Ihre ständige Mahnung zu diskriminierungslosen Stellenanzeigen

Lieber Herr Maresch,

ich wollte Sie nicht verunsichern. Sie handhaben das schon seit vielen Jahren so und sehen sich damit auf der Erfolgsspur, also gibt es wohl tatsächlich keine Gründe, etwas an Ihrem Konzept zu ändern. Auch ich werde Sie ja weiterhin gelegentlich veröffentlichen.

Sie dürfen meine Mail gern veröffentlichen, wenn Sie das meinten mit "Briefe zum Thema in die Bürgerredaktion stellen".

Auch die Sache mit dem Blogtalk habe ich noch nicht vergessen.

Freundliche Grüße

 

 

Ihr Bronski

FR-Leserbriefredaktion

 


Von: Michael Maresch [Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.]
Gesendet: Mittwoch, 15. Mai 2013 19:12
An: Bronski
Betreff: Fwd: AW: Leser am Gängelband
 
Zwei Dinge noch, Herr Bronski,
 
ich denke, wenn ein Briefschreiber es schafft, sich so ins Herz von vielen Entscheidern zu schreiben, dass die ihn dauernd drucken, erreicht er 1. sicher auch deren Leser und 2. ist es dann egal ob der aus Buxtehude schreibt.
Außerdem will ich, wenn Sie keinen Einwand haben, die Briefe zum Thema in die Bürgerredaktion stellen.
 
Jetzt, denke ich, habe ich zu diesem Thema fertig.
 
Gruß

Michael Maresch
Luisenstr. 43
D - 80333 München
0049 171 / 3344510
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Anfang der weitergeleiteten E‑Mail:

Von: Michael Maresch <Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.>
Datum: 15. Mai 2013 18:47:00 MESZ
An: Bronski <Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.>
Betreff: Re: AW: Leser am Gängelband

 
Hallo Herr Bronski,
ich stimme in allen Aussagen mit Ihrer Meinung überein. Zwei, drei Redakteure haben die Zeichen der Zeit erkannt und handeln danach. Zu den gehören Sie.
Zu den allgemein gehaltenen Briefen bitte ich um Nachsicht. Wenn man 15 Jahre massenhaft in Zeitungen gedruckt wurde die keine Diskussion zulassen, sucht man sich, jedenfalls ich, einen Weg zu mehr Einfluss, also zur Diskussion. Ich habe also München verlassen und festgestellt, dass ich in der ganzen Republik gedruckt werde. So what? Ich kann nicht alle Zeitungen die mich drucken lesen. Also die Bürgerredaktion als Angebot an Leser und Zeitungen, als überregionales Diskussionsangebot. Aber auch, durch das Nebeneinanderstehen von sehr vielen Briefen eines Autors, ein Angebot diesen Autor kennen zu lernen und sich mit ihm auseinander zu setzen.
Also ergänzenden Service und der Wunsch ein wenig aus der Anonymität des Leserbriefschreibens heraus zu treten. 
 
Viele Grüße

Michael Maresch
Luisenstr. 43
D - 80333 München
0049 171 / 3344510
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Am 15.05.2013 um 16:27 schrieb Bronski <Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.>:

 

Hallo Herr Maresch,

 

ich habe eigentlich zu wenig Zeit, um eine solche Debatte zu führen, aber andererseits kann und will ich Ihre kritischen Anmerkungen nicht einfach beiseiteschieben.

 

Zunächst einmal: Die Seite heißt Leserbriefe. Es geht um Briefe von Lesern, in diesem Fall einer Zeitung, die sich zu Inhalten ihrer Zeitung äußern. Das ist das ganz klassische Verständnis von Leserbriefseiten und impliziert, dass die Wortmeldungen der Leserinnen und Leser einen klaren Bezug zur Berichterstattung der Zeitung haben. Es geht dabei um Leser-Blatt-Bindung, es geht darum, Debatten zu führen, die von den Leserinnen und Lesern für relevant gehalten werden, und es geht darum, die Inhalte der Zeitung zu diskutieren. Das ist auch der Grund dafür, dass es bei der Diskussion zu Zeitverzögerungen kommt, denn auch jene Leserinnen und Leser, die nicht über Mail verfügen, sollen die Chance erhalten, an der Debatte teilzunehmen. Bei der FR ist es so, dass Leserbriefe zu einem bestimmten Artikel frühestens zwei Tage bis spätestens eine Woche nach dessen Veröffentlichung erscheinen.

 

Es liegt auf der Hand, dass die Leserinnen und Leser einer Zeitung wie der FR andere Haltungen zu bestimmten Themen haben als beispielsweise die Leserinnen und Leser der FAZ. Daher unterscheiden sich die Leserbriefseiten verschiedener Zeitungen stark und sind für die Zeitungen identitätsstiftend. Sie, Herr Maresch, brauchen uns nicht für so blöd halten, dass wir das nicht erkannt hätten. Diese Tatsache begleitet Zeitungsmacher, seit es Zeitungen gibt. Ich für mein Teil bekomme viel Feedback von den FR-Leserinnen und -Lesern, das mich in meiner Haltung bestätigt, dass die Leserbriefseite eine der wichtigsten Seiten der FR generell ist. Das sieht auch die Chefredaktion so, und deswegen wird es ab 1.6. deutlich mehr Platz für Leserbriefe in der FR geben.

 

Und hier entsteht das Problem, dass ich mit Ihrer Bürgerredaktion habe: Ihre Zuschriften sind eben nicht identitätsstiftend, weil Sie sie so verfassen, dass sie in so gut wie jeder Zeitung veröffentlicht werden können, die halbwegs kritische Meinungsäußerungen auf ihren Leserbriefseiten zulässt. Sie beziehen sich in Ihren Zuschriften nicht auf bestimmte Artikel einer Zeitung, die Sie diskutieren, sondern Sie äußern sich immer in einer grundsätzlichen Weise, die durchaus erkennen lässt, dass Sie einen eigenen Kopf haben, die aber keinen oder nur einen verschwindend geringen Bezug zu meiner Zeitung hat. Immerhin: Sie wollen erkennbar Debatten führen. Das will ich auch, das ist so was wie der kleinste gemeinsame Nenner zwischen uns. Deswegen veröffentliche ich hin und wieder Zuschriften von Ihnen. Dabei erwarte ich allerdings, dass Sie meine Arbeit verfolgen, indem Sie sich die Leserbriefseiten der FR ansehen und so am Diskurs teilnehmen, den Sie mit Ihren Zuschriften teilweise mit anstoßen. Wenn Sie das nicht tun, gilt für Ihr Schaffen das, was Sie den Machern von Leserbriefseiten vorwerfen: einmal abgesondert, stehengelassen, vergessen. Wenn Sie Debatten anstoßen, müssen Sie sie auch begleiten. Oder interessiert Sie, frei nach Adenauer, Ihr "Geschwätz" von gestern nicht mehr? Ich habe jedenfalls noch keinen Kommentar von Ihnen oder Herrn Klose im FR-Blog gelesen, obwohl ich gerade von Herrn Klose schon viele Zuschriften veröffentlicht habe.

 

Wir von der FR führen diese Debatten, indem wir Leserbriefe im FR-Blog online zur Diskussion stellen - in einem Ausmaß, das allerdings handhabbar bleiben muss, denn diese Diskussionen müssen, das sagt die Erfahrung, moderiert werden - und zwar durch einen einzigen Mitarbeiter, mich. Und so machen wir das schon seit sechs Jahren. Dass dieselben Leserbriefe nicht noch einmal auf FR-online.de veröffentlicht werden, bedarf dann keiner weiteren Erklärung. Darüber hinaus veröffentliche ich im FR-Blog zusätzliche Leserbriefe, die im Print keinen Platz gefunden haben - denn der ist in einer gedruckten Zeitung nun einmal naturgemäß begrenzt.

 

Dass es immer mal Kritik an meiner Leserbrief-Auswahl gibt, liegt in der Natur der Sache. Dabei gilt: Die Leserinnen und Leser selbst setzen das Hauptthema, und zwar durch die Zahl ihrer Zuschriften zu den unterschiedlichen Themen. Erzeugt ein Thema viel Nachhall, dann brennt es den Leuten unter den Fingern. Die Themensetzung ist also gewissermaßen Ergebnis einer Abstimmung. Ich bemühe mich dann darum, alle Facetten des Themas durch möglichst verschiedene Leserbriefe abzubilden. Es versteht sich von selbst, dass dabei nicht alle Leserinnen und Leser zum Zug kommen können. Doch dann klappt es für die Enttäuschten beim nächsten Mal. Einmal ist keinmal.

 

Zum Schluss möchte ich bei aller Kritik aber auch noch ein Lob loswerden: Ihr bürgerschaftliches Engagement ist aller Ehren wert, und ich hoffe, dass Sie sich nicht darin irre machen lassen werden, nur weil Macher von Leserbriefseiten, die vielleicht allzu eingefahren sind, Ihr Engagement nicht zu würdigen wissen oder gar davon genervt sind. In solchen Fällen sagen Sie sich bitte einfach: Es ist deren Job, Ihre Einmischung auszuhalten. Die werden dafür bezahlt.

 

Freundliche Grüße

 

 

Ihr Bronski

FR-Leserbriefredaktion

 

 

 

 


 

Von: Michael Maresch [Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.]
Gesendet: Mittwoch, 15. Mai 2013 10:30
An: Bronski
Betreff: Fwd: Leser am Gängelband
 
Hallo Herr Bronski,
 
ich übersende Ihnen den Rohbau einer Arbeit die Ihre Frage zu beantworten sucht.
Schimpfen Sie mich ruhig.
 
Gruß

Michael Maresch
Luisenstr. 43
D - 80333 München
0049 171 / 3344510
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Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Anfang der weitergeleiteten E‑Mail:

Von: Michael Maresch <Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.>
Datum: 15. Mai 2013 10:00:33 MESZ
An: Michael Maresch <Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.>
Betreff: Leser am Gängelband

Wie die Zeitungen mit Bürgermeinung umgehen.

1. Die Süddeutsche Zeitung

Die SZ hat zwei Leserbriefbereiche. Einen im Hauptblatt, der drei bis vier mal pro Woche erscheint und einen im Lokalteil, der sporadisch gedruckt wird.
Die Leserbriefseite im Hauptblatt:
Schon beim Überfliegen der Seite fällt auf, dass sie in zwei Teile zerfällt: ein "Hauptthema" und "Weitere Leserbriefe". Das Hauptthema ist nie aktuell. In der Regel hinkt es dem täglichen Geschehen ein bis zwei Wochen hinterher. Zu Wort kommen in der Regel (bis zu 100%) Akademiker. Da wimmelt es nur so von Professoren und Doktoren. Wenn man es, als Normalsterblicher, geschafft hat, dort gedruckt zu werden, hat das was mit Ritterschlag zu tun.
Die SZ verlangt von ihren Leserbriefschreibern den Bezug auf einen bestimmten Artikel aus der Vergangenheit der SZ. Wenn man dann bei der Redaktion nachfragt, ob damit freie Leser nicht zu Jubelpersern degradiert werden, ob es dann nicht unmöglich sei, kreative, übergreifende, inhaltlich neue Briefe zu schreiben, rudert die Redaktion zurück und verzichtet auf den Themenbezug, um eine Woche später wieder darauf zu bestehen.
Fazit: Wenn Sie wollen, dass Ihr Brief im Themenbereich gedruckt wird, sollten Sie mindestens Prof.Dr.Dr. sein, sollten möglichst lange Briefe schreiben und sollten dabei keine neuen Ideen entwickeln, sondern den Ursprungsartikel loben oder schimpfen.

Etwas leichter ist es in der Unterrubrik "weitere Leserbriefe". Dort sind die Themen aktueller und ein bisschen ist diese Rubrik so wie sich Bürger Huber eine Leserbriefseite vorstellt: gescheit, öffnend, aktuell, anders eben.
Leider aber, ist der Platz, für eine so große Zeitung, einfach zu gering. Da passen vier, fünf Briefe rein, nicht zu lange, sonst wird gekürzt.

Fazit für die Leserbriefseite im Hauptteil der SZ: eine glatte fünf.

Die Leserbriefe im Lokalteil erscheinen sporadisch. Wer also Leserbriefe liebt, blättert zuerst mal durch, weil sie selten bis nie auf der Startseite angekündigt werden, aha, wieder nichts, und fängt dann u.U. zu lesen an.   
Sonst gibt es nichts auszusetzen. Alles was der Hauptteil vermissen läßt, ist dem Münchner Bürger gewährt.

Ich vergebe eine zwei.

Nachtrag: Die SZ veröffentlicht die Leserbriefe nicht im Internet. Dafür benachrichtigt sie die Schreiber, wenn sie ihren Brief gedruckt hat. Sehr löblich. Wir fügen der fünf und der zwei ein Plus hinzu.

2. Der Münchner Merkur

Schon der erste Eindruck entlockt dem geübten Leserbriefleser ein "Wow".
Eine ganze Seite! Regelmäßig ! Bilder möglich! Im Internet veröffentlicht, also jeder Brief diskutierbar!
"Der Kandidat hat 100 Punkte", möchte man rufen und ruft es auch lange.
Denn einen kleinen Wermutstropfen hat auch diese wunderbare Seite Bürgermeinung.
Sie sollten, als Bürger, nicht zu viel Meinung haben. Eine Meinung im Monat reicht. Ihre andere Meinung schicken Sie besser nicht, sonst erreicht Sie bald eine Mail des genervten Redakteurs, dass Sie zu viel Meinung haben und ihm dann besser gar keine Meinung mehr zu schicken haben.

Weil aber die meisten Leserbriefschreiber eh nicht mehr als eine Meinung im Monat haben, verdient die Leserbriefseite des Münchner Merkurs die Note eins Minus, die leicht zu einer eins plus werden könnte, lernte man von der SZ und benachrichtigte die Schreiber im Druckfall. Und hätte man ein wenig Geduld mit seinen Lesern und würde sie strickt nach Qualität und nicht zusätzlich nach Menge beurteilen.

3. Die Abendzeitung

Die Leserbriefseite der AZ erscheint zwar beinahe täglich, aber sie vermittelt dem AZ-Stammkunden den Eindruck eines Stiefkindes. Eines Lückenbüßers. Mal ist es die halbe Seite, mal grade zwei Spalten, mal fehlt sie ganz. Und: wahrscheinlich von Existenznöten bedroht, experimentiert die AZ mit der Leserbriefseite. Da kommt es schon mal vor, dass anonyme Netzmeinung neben unterschriebener, verantworteter Meinung gedruckt wird, da werden Leserbriefschreiber, die die AZ selbst jahrelang, durch immer wieder Drucken, aufgebaut hat, von heute auf morgen geschasst, da wird Artikelbezug gefordert oder auch nicht, wie es der AZ gerade in den Kram passt. Bei all den Versuchen, auf die einfache Idee, ein kleiner Weg aus der finanziellen Misere könnte das Ernsternehmen der Bürger sein, die stärkere Einbindung der Bürger, mehr Platz, mehr durchschaubare Struktur, mehr Diskussion im Internet vor allem mit verantworteter Meinung nicht nur mit dem Netzgeschwafel, darauf kommt die AZ nicht.

Und so bekommt die AZ von mir eine vier, die nur deshalb keine fünf geworden ist, weil die AZ, mehr als die anderen Münchner Zeitungen, die Identifikation ihrer Leser mit den Leserbriefschreibern zulässt, indem sie, jedenfalls bis vor einer Woche, manche der Schreiber immer wieder druckt.

4. Die TZ

Die TZ hat keine Leserbriefseite. Irgendwo, irgendwann, findet jeder ihrer Leser mal irgendeinen Schnipsel, der unterschrieben ist.
Die TZ hat auch als einzige namhafte Zeitung in Deutschland keine Mailadresse für Leserbriefe. Fragt man da nach, erhält man die Adresse des Sekretariats der TZ. Das nenne ich mal Bürgernähe!
Weil es sonst keinerlei Instrument gibt, das die Einbindung der Bürgermeinung in die TZ ermöglicht und das mir bekannt wäre, erhält die TZ die glatte Note sechs in Bürgernähe. Die sollten mal bei ihren Kollegen von Münchner Merkur vorbeisehen. Ist ja nicht weit.

5. Die BILD

Findet der Leser in der großen BILD die kleine Lesermeinung? Eher nicht. Wenn doch, dann kurz, knapp, zwei drei Sätze, fertig.
Als einzige Zeitung in Deutschland druckt die BILD aber gerne Leserschnellschüsse mit Bild des Autors. Bleibt zu hoffen, dass sie das tut, nicht nur weil sie "Bild" heißt, sondern weil sie als einzige Zeitung begriffen hat, dass Leser gerne wissen wer ihnen denn da schreibt. Weil sie als einzige Zeitung den Schreiber ein wenig aus der Anonymität hebt. Und sich damit wirklich wirksam gegen das Internet zur Wehr setzt.

Allein deshalb erhält die BILD eine Drei. Obwohl sie eher eine Fünf (sie informiert den Schreiber nicht, wenig Platz, kein Internet, "Bild kämpft für Sie", ja wo denn? Usw.,usw..) verdient hätte.

All die beschriebenen Zustände bei den Münchner Zeitungen sind, jeweils in anderen Zusammenstellungen für die Behandlung der Bürgermeinung in deutschen Zeitungen symptomatisch. Das geht von Belegzeitung für den Autor (TAZ, Spiegel, Focus) bis zum "Verschlucken" hunderter Briefe wie in einem schwarzen Loch: Dialog findet schlicht nicht statt. Das geht von immer ungekürzt drucken, bis zur vollständigen Verstümmelung. Manchmal gar zu Neudichtungen.
Nur, ich warne. Der Trend der Bürger steht auf Beteiligung. Auf Einmischen. Auf Selbstverwaltung der Macht. Und das wird die Politiker genau so treffen wie die Zeitungen. Da werden zwei, drei Redakteure bei der Frankfurter Rundschau (der auch noch ums Überleben kämpft), beim Münchner Merkur (dem's über den Kopf zu wachsen scheint) oder bei der TAZ nicht reichen. Denn, auch wenn das nicht wahrgenommen werden will: Die Leserbriefseite ist einer der Hauptkriegsschauplätze der Printmedien gegen das Internet. Wenn es nicht gelingt, die Leser mit ihrer vom Redaktionskalkül freien Meinung so zu integrieren, dass sich Leser auch mit Lesern identifizieren können, wenn es also nicht gelingt, die personenbezogene, verantwortete Meinung von den Redakteuren auf die Leserbriefschreiber auszudehnen, wird das Internet mittelfristig alle Funktionen übernehmen.

Und das fände ich schade.

Michael Maresch
Luisenstr. 43
D - 80333 München
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Von AVG überprüft - avg.de
Version: 2013.0.3336 / Virendatenbank: 3162/6326 - Ausgabedatum: 15.05.2013

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