Die Ukraine trifft Putin, wo es ihm wirklich weh tut - und alle können es sehen
"Doch uns ist gegeben, Auf keiner Stätte zu ruhn, Es schwinden, es fallen Die leidenden Menschen Blindlings von einer Stunde zur andern, Wie Wasser von Klippe Zu Klippe geworfen, Jahrelang ins Ungewisse hinab. (Zitat: Friedrich Hölderlin; Hyperions Schicksalslied) Es ist erschreckend, wie sich die Geschichte im Kreis zu drehen scheint. Sankt Petersburg wurde vom Zaren Peter dem Großen als das "Fenster nach Europa" konzipiert. Er wollte Russland radikal öffnen und an die westeuropäische Kultur anbinden. Isaac von Sinclair - Hölderlins Herzensfreund - versuchte im Jahr 1800 diplomatische Verhandlungen zu führen, als das "Tor zum Westen" sich zu schließen drohte.
Es ist mir absolut unbegreiflich - und ich scheue mich nicht eine Träne, ob der Welten Übermut, zu vergießen - dass vermeintlich die halbe Welt gern dabei zuschaut, wie über den Globus verteilt gemordet und geschändet wird. Hat sich der Mensch so weit weg vom Menschsein entwickelt, dass alle Errungenschaften der Seele und des Herzens für eine neue, künstliche Welt geopfert werden? Selbst Tod und Zerstörung wurde digitalisiert und geradezu perfektioniert, dass sie weder Herz noch Seele erreichen können. Während Russland versucht nach vorn zu schauen und Verbindungen zu schaffen, sollen wir uns hier an Zerstörung und Tod ergötzen? Ist das wirklich die Zeitenwende, der wir entgegen sehen sollen?
Uwe Reetz












































































































