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Was bildet sich der Chef der Lufthansa, Christoph Franz eigentlich ein? Laut Pressebericht in der AZ bezeichnet er die Münchner kurzsichtig und arrogant.

Wenn hier jemand kurzsichtig und arrogant zu sein scheint, ist es er selbst. Ihn ärgert der Ausgang des Bürgerentscheids zur dritten Startbahn ganz mächtig. Er behauptet laut Medienbericht: "Wie können einige wenige sagen, wir verzichten auf dieses zusätzliche Wachstum für viele andere?"

Er soll uns bitteschön mal klar sagen, wer die vielen anderen sind. Sich hinzustellen und zu lamentieren wie ein kleines Kind dem man sein Lieblingsspielzeug weggenommen hat, ist keine große Kunst, fördert sicherlich kein Wachstum.

Ausgerechnet die Lufthansa, deren Preise ohnehin an der oberen Latte angebracht sind, sollte besser erst darüber nachdenken, wie man zu Gunsten des Kunden, also Flugpassagiers, den Service verbessert. Der Service an Bord ist den Preisen absolut nicht angepasst, da kann die Konkurrenz locker mithalten.

Das Votum gegen die 3. Startbahn haben sich die Gener beim Bürgerentscheid sicherlich nicht leicht gemacht, sondern, es wurde sorgfältig abgewägt zwischen Für und Wider!

Sollte sich wider Erwarten die Notwendigkeit der Erweiterung ergeben, so wird dies die Zukunft sicherlich zeigen. Vor allem, sollten die lieben Befürworter einmal in die Haut derer schlüpfen, die unter Fluglärm massiv zu leiden haben. Herr Christoph Franz leidet bestimmt nicht darunter, deshalb kann er auch den Mund so voll nehmen und die Münchner beschimpfen.

Wenn er behauptet, dass die Lufthansa eben dann wo anders wachsen wird, soll er erst mal darüber nachdenken, wie hoch die Flugkosten jetzt schon sind. Die Kosten am Münchner Flughafen sind jetzt schon in einer Größenordnung, die manche andere Aireline davon abhält, diesen Flughafen zu benutzen. Nach Bau und Inbetriebnahme einer 3. Startbahn würden die Kosten mit absoluter Sicherheit nochmals in die Höhe schnellen.

Alois Sepp

 


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