Nach den Enthüllungen der "Panama Papers" hat Bundes-Finanzminister Schäuble einen Zehn-Punkte-Plan gegen Steuerflucht vorgelegt. Kernstück sind Transparenz-Register, in denen die wahren Eigentümer von Firmen aufgelistet werden. Der Plan solle es erschweren, Geld vor dem Staat in Steueroasen zu verstecken. Konkret solle in Deutschland zügig ein sogenanntes Geldwäsche-Register entstehen. Justizminister Heiko Maas (SPD) will mit Transparenzrichtlinien und Transparenzregister die Flucht in Steueroasen eindämmen.

Wieviel Transparenz denn noch, werte Minister? Haben wir in Deutschland noch nicht genügend "Schnüffelei" durch unsere Finanzämter? Es gibt ja kaum mehr etwas, das vor Auszahlung (z.B.: lang angesparte Versicherungen, Bausparverträgen usw.) nicht bereits durch gesetzliche Auflagen zuerst dem Finanzamt, ja sogar den Kirchensteuerämtern mitgeteilt wird. Läuft das nicht alles schon unter dem Vorwand mit dem Geldwäschegesetz? Wenn es bis jetzt nicht gelungen ist Fluchtkapital zu erfassen, dann ist das System sowieso schon falsch. Was soll ein so genanntes Transparenzregister überhaupt noch bringen? In meinen Augen nur wieder ein Papiermonster der deutschen Bundesregierung, nur wieder die Gelegenheit noch eine ordentliche Anzahl an gut bezahlten Beamten in den Ministerien unterzubringen. Meiner Meinung nach könnte man das Gesamte unter dem Titel: "Deutschland-Papers" sehen. Wir blöden Steuerzahler und Wähler bezahlen es ja!
 
Alois Sepp


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