{jcomments on}AZ vom 29./30.09.2012, Seite IV, Haupttitel "Zweierlei Maß beim Feinstaub", Titel "Ungerecht"
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In der Abendzeitung vom 26.09.12 lese ich, dass München ab 1. Oktober 2012 grün wird, das heißt, es dürfen nur noch Fahrzeuge mit der grünen Plakette in die Umweltzone einfahren. Fahrzeuge mit gelber Plakette dürfen mit Ausnahmegenehmigung nach wie vor innerhalb des mittleren Rings fahren.
Mit welchen Maßen misst hier die Stadtverwaltung? Die Feinstaubbelastung durch den Kfz-Verkehr wird rigoros reglementiert, wird als gesundheitsschädlich probagiert. Während dessen dürfen aber Umweltsünder, deren Kaminausstoß die gesamte Nachbarschaft schädigt und belästigt, offensichtlich mit behördlicher Genehmigung weiter ihr Unwesen treiben. Bei den Dieselfahrzeugen wurde der Rußausstoß jedoch als gesundheitsschädlich eingestuft und entsprechende Abgasfilter vorgeschrieben.
Hier bei massiven Umweltsündern werden keinerlei Filtereinbauten oder sonstige Schutzmechanismen vorgegeben, das klingt in unseren Ohren schon etwas sehr merkwürdig!
Ist das die offensichtliche Gleichbehandlung Aller, ist dieser stete Rußausstoß, nämlich 365 Tage im Jahr dann nicht auch als gesundheitsschädlich zu betrachten?
Wir geschädigten Bürger in Untersendling dürfen weiterhin Fenster und Türen verrammeln, Balkone und Wohnungen putzen, Bettwäsche und zum Lüften ausgehängte Kleidung zu unseren Lasten in die Reinigung oder vermehrt in die Waschmaschine geben, nur weil unsere Behörden tatenlos zusehen. (zumindestens ist uns bisher nichts konkretes bekannt geworden, die auf eine Handlung der Behörde hinweisen würde!!) Durch diesen unmöglichen Zustand wird nicht nur die Wohnqualität in unserem Hause weit herabgestuft, sondern auch der Wert unserer Immobilie. Das kann es doch nicht sein, verehrte Überwachungsbehörden?
Bin mir ziemlich sicher, wenn hier ein Herr Edmund Stoiber, Horst Seehofer, unser Oberbürgermeister Christian Ude oder gar Frau Merkel wohnen würde, um nur einige Großkopferte zu nennen, wäre längst Abhilfe geschaffen.
Alois Sepp