Guten Tag,

Man muss Herrn Klingbeil wirklich für seine kompromisslose Ehrlichkeit loben: Kein Geld da für die Senkung der Stromsteuer. Punkt. Aus. Der Bürger möge bitte weiter brav jeden Kilowattstunden-Aufschlag bezahlen. Es gibt schließlich Dinge, die sind alternativlos – das Verschenken von Handlungsspielräumen zum Beispiel.

Dabei bräuchte die Politik eigentlich gar keine neue Druckpresse anzuschaffen; ein kurzer Blick aus dem Fenster würde schon reichen, um zu sehen, wo das Geld literweise zum Schornstein hinausgeblasen wird.

Da wird uns gebetsmühlenartig erklärt, dass die Bundeswehr mit gigantischen Milliardenbeträgen aufgerüstet werden muss, weil die Gefahr aus dem Osten droht. Dass das europäische NATO-Bündnis dem russischen Militärhaushalt und seinen Kapazitäten bereits um ein Vielfaches überlegen ist? Geschenkt. Vorfahrt hat, was Ängste schürt und Sondervermögen füllt.

Und wenn dann noch ein paar Milliarden übrig sind, greift man Großkonzernen tatkräftig unter die Arme. Wie beruhigend zu wissen, dass Großunternehmen selbst in Zeiten von Rekordgewinnen verlässlich mit Steuergeldern aufgeppelt werden. Als Dankeschön parken viele von ihnen ihre Gewinne dann ganz uneigennützig in angenehm temperierten Steueroasen. Ein Schelm, wer da an fehlende Gegenleistungen denkt!

Aber klar: Für eine spürbare Entlastung der Bürgerinnen und Bürger beim Strompreis fehlen schlicht die Mittel. Vielleicht sollte der Bundesbürger seine Stromrechnung künftig einfach in die Karibik umleiten oder sich als förderfähiges Großunternehmen umbenennen. Dann klappt’s bestimmt auch wieder mit der finanziellen Aufmerksamkeit aus Berlin.

Ein besorgter Bürger

MfG

Frank-Michael Grigo

 

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