Als Klaus Zumwinkel 2008 angeklagt wurde, nannte man seine Steuerhinterziehung umgangssprachlich "zumwinkeln". Daher schlage ich in der Steueraffäre um Uli Hoeneß die Wortschöpfung "hoen(a)essen" vor. Begründung: Als das Steuerabkommen mit der Schweiz im Bundesrat scheiterte, bekam Hoeneß die große Flatter und es drohte sein Einn(a)essen - eben das Hoen(a)essen. Deshalb griff er zum Mittel der Steuer-Selbstanzeige, weil er sich dadurch Straffreiheit erhoffte. Meines Erachtens darf die Steuer-Selbstanzeige aber niemals zur Straffreiheit, sondern lediglich zu mildernden Umständen führen.

Roland Klose, Bad Fredeburg

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