Unterrichtsausfall an Schulen in NRW ist nicht erst seit dem schlechten Abschneiden bei der Pisa-Studie ein großes Ärgernis, sondern bereits seit Jahren. Die rot-grüne Landesregierung unter Führung von Hannelore Kraft (SPD) hat immer wieder Besserung versprochen. Und jetzt das. Zum Schuljahresbeginn am 12.08.2015 waren noch viele Turnhallen an Schulen z. B. in Gladbeck, Herne, Kerpen, Witten, Viersen, Hagen, Dortmund, Bielefeld, Coesfeld, Lengerich, Dormagen, Köln und Bochum mit Asylbewerbern belegt, die eigentlich nur übergangsweise in den Sommerferien dort untergebracht werden sollten.

Ein absolutes Armutszeugnis unserer sog. Regierungspolitiker, die doch das Asylrecht immer so hoch halten, aber dem Ansturm von Asylbewerbern anscheinend nicht mehr gewachsen sind. In Deutschland braucht kein Asylbewerber in Zelten im Freien oder in Turnhallen und Schulen zu leben und zu schlafen. Es steht genügend Wohnraum leer wegen des demographischen Wandels, der Kirchenverdrossenheit, des Strukturwandels und der Einsparungen im Gesundheitswesen: in Wohnhäusern, in Kirchen, in Einzelhandelsgeschäften wegen des Internet-Online-Handels, in Krankenhäusern und in Kliniken. Wo also liegt das Problem? Das Problem sind die Kommunalpolitiker, die bei den nächsten Kommunalwahlen wieder gewählt werden wollen, und die leeren kommunalen Kassen. Denn, die dramatisch weiter steigenden Kosten für die Flüchtlingsunterbringung, -versorgung und -betreuung müssen die Kommunen zum großen Teil selber tragen und an anderer Stelle natürlich zulasten ihrer eigenen Bürger wieder einsparen. Da hat die viel gepriesene Willkommenskultur verständlicherweise ihre Grenzen.

Roland Klose, Bad Fredeburg

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