Leserbrief an den Sendlinger Anzeiger in München, sowie an den BA-Vorsitzenden, Herrn Markus Lutz:
Abgedruckt im Sendlinger Anzeiger Nr. 2, vom Mittwoch, den 9.1.2013, Seite 2 unter Artikel: Größer, würdiger, länger

Zunächst besten Dank für Ihre Rückmeldung. Dann bin ich aber froh, wenn Sie nur eine kritische Bemerkung gehört oder gelesen haben. Leider ist es bei mir im Hause etwas anders. Bei der Bemerkung blamabelster Weihnachtsmarkt bleibe ich jedoch, weil es für einen Normalbürger nicht erklärbar ist, dass man einen Weihnachtsmarkt nur 3 Tage offen halten kann und darf. Es ist zwar löblich, dass Sie dem Minichristkindlmark
einen sozialen Tatsch gegeben haben, was ich durchaus richtig finde. Es ist für mich aus rein wirtschaftlichen Gründen nicht nachvollziehbar, dass sich der Aufwand, die Mühen, die Kosten für die Budenerrichtung und
-abholung für einen so kurzen Zeitraum rechnen sollten. Daher kann ich mir von den Geschäftsleuten nicht recht vorstellen, dass sich mit dem ganzen Budenzauber eine positive Durchführung ergeben hat.

Ich meine, dass der Harras in Sendling mit all seinem gesamten Aufwand, sowie der alteingesessene Stadtteil Sendling mehr wert gewesen wäre als ein solcher Miniaufwand der wenigen Buden für die extrem kurze Zeit. Ich kann ferner nicht nachvollziehen, dass eine vom BA als Stadteigene Einrichtung und Behörde es nicht fertigbringen kann, so idiotische Verwaltungsbeschränkungen außer Kraft zu setzen. Diese verzopften alten
Marktregeln gehörten dann schnellstens abgeschafft. Ein Weihnachtsmarkt, egal ob jetzt rein oder teilweise gewerblicher Art ist und bleibt ein Weihnachtsmarkt. Erst recht, wenn dieser zur Einweihung eines neu in
Betrieb genommenen Platzes ist. 

Was ich nicht ganz nachvollziehen kann ist die Aussage, dass die Stadt München sich selbst diese Buden mietet. Mit meiner Aussage: "Minibuden" meinte ich nicht die räumliche und körperliche Größe der Buden, sondern die insgesamte Größe des Weihnachtsmarktes. Ferner gestehe ich Ihnen sicherlich zu, dass sich im Vorfeld eine Menge Gedanken gemacht wurden um die Ausgestaltung. Es sollte keinerlei Herabwürdigung der
Vorfeldhandlungen sein, es war und bleibt in mir und auch einigen anderen der negative Eindruck über das Gesamte gesehen. Es entstand jedenfalls der Eindruck, als wollte man, aber konnte nicht! Tut mir leid.

An einem Weihnachtsmarkt stelle ich mir, kann altmodisch klingen, wirkliche Standl mit weihnachtlichen Sachen (Krippen, Figuren, Sterne, Lichter usw.) vor. , nicht so viele Freß- und Saufbuden wie man es leider
überall erlebt. Weihnachten hat etwas mit alt hergebrachter Kultur zu tun, sollte auch etwas besinnlicher und der Jahreszeit angepasst begangen werden. Wenn es seitens des BA und auch ausstellenden Budenbetreibern künftig gedacht ist, den Weihnachtsmarkt am Harras größer, würdiger und länger zu gestalten, kann ich es nur unterstützen und befürworten. Meine Kritik ist sicherlich dann verstummt, bzw. gar nicht von Nöten. Ich hoffe nur sehnlichst, dass der schöne, neue Platz für uns Bürger in Sendling erhalten bleibt und nicht Vandalen zum Opfer fällt. Ich könnte mir für diesen schönen und jetzt geräumigen Platz auch gut vorstellen, das gesamte Jahr über an bestimmten Tagen einen kleinen Verkaufsmarkt abzuhalten. (wie an vielen anderen Stellen in München auch). Diese Nebeneinnahmen täten dem Stadtsäckel sicherlich gut. Sollten es ortsansässige Gewerbetreibende sein, so stünde das in keinem Gegensatz zu vorhandenen Geschäften.

Mit freundlichen Grüßen,

Alois Sepp

Teilen, Hinweis der Redaktion, Kommentieren und Bewerten in den sozialen Netzwerken und in der Bürgerredaktion:

Keine Kommentare