Mit einer Sternfahrt zur Theresienwiese am Fuße der Bavaria in München haben Ehrenamtliche von mehr als 120 Asyl-Helferkreisen an diesem Samstag gegen Abschiebungen nach Afghanistan protestiert. Mit dieser Anweisung habe das Ministerium "eine Grenze überschritten", sagen die Helfer – und fordern die Rücknahme der rigiden Regelung.

Den ersten Termin zur Übergabe einer Resolution ließ Innenminister Herrmann platzen, zur Verärgerung der Ehrenamtlichen. Sie seien schließlich keine "linken Spinner", sagt Pfarrer Jost Herrmann. "Viele von uns sind für ihr Engagement von Bürgermeistern oder Landräten geehrt worden."

--- so liest man auszugsweise in der Presse

In den Abschiebemaßnahmen seitens der Politik ist unschwer zu erkennen, dass Deutschland, aber auch einzelne Bundesländer wie z.B. Bayern nicht mehr in der Lage ist, alle aufzunehmen, die an unseren Grenzen anklopfen. Deutschland kann bei aller Problematik der einzelnen Menschen nicht das Auffanglager und der Sozialversorgungs-Punkt für all die Fremden sein. Auch wir haben im eigenen Lande viel Armut der eigenen Menschen zu beklagen. Es gibt bei uns immer mehr Altersarmut, die Tafeln können sich des traurigen Ansturms von Hilfsbedürftigen nicht mehr erwehren. Wie sollen wir jetzt auch noch all die Fremden zu Lasten der Steuerzahler hier im Lande kostenlos versorgen? Wir haben diese Menschen nicht gerufen, sie kamen sicherlich auch aus der Not in ihrem eigenen Lande geboren, aber auch aus rein wirtschaftlichen Gründen in unser Land, doch sind wir nicht das "Sozialamt" für die ganze Welt.

Es ist nicht mehr als legitim, dass Menschen mit keiner "Bleibeperspektive" wieder in ihr eigenes Land zurück müssen. Das Engagement der ehrenamtlichen Helfer kann nicht genug hervorgehoben werden. Allerdings gibt es bei uns im eigenen Land mehr als genügende Ansatzpunkte um zu helfen. Ich denke hier nur an alle sozialen Einrichtungen der Kirchen, der Altenzentren, der Krankenhäuser wie auch Pflegeeinrichtungen aller Art. So hart dies klingen mag, wir können nicht alle bei uns aufnehmen und zu unseren Lasten durchfüttern und versorgen. Unsere Sozialkassen werden Dank der Politik ohnehin "zweckfremd" geplündert und viele Leistungen gestrichen, weil das Geld dazu fehlt! Es fehlt auch das Geld für alle Leistungen, das wir ohne vorheriger Gegenleistung und Beitragsentrichtung erhalten hätten.

Alois Sepp


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