Abendzeitung vom Montag, den 31.10.2016, Leserforum, Titel: "Aus der Tasche ziehen"
Für seine Beratungsleistung in der Flüchtlingskrise hat das Unternehmen McKinsey bisher mehr als 20 Millionen Euro vom Bund erhalten. Seit Herbst 2015 kassierte das Beratungsunternehmen 15,5 Millionen Euro für Aufträge des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF), so ist heute im Internetbericht zu lesen.
Für seine Beratungsleistung in der Flüchtlingskrise hat das Unternehmen McKinsey bisher mehr als 20 Millionen Euro vom Bund erhalten. Seit Herbst 2015 kassierte das Beratungsunternehmen 15,5 Millionen Euro für Aufträge des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF), so ist heute im Internetbericht zu lesen.
Wie schrecklich ineffizient müssen unsere Behörden und Amtsstuben sein, wenn schon zur Durchforstung ein so bekanntes Unternehmen verpflichtet werden muss? Wie erschreckend ist es für jeden Bürger oder Gewerbetreibenden zu vermuten, dass offensichtlich in den eigenen Reihen der Behörden keine diesbezüglichen "Fachleute" beschäftigt sind. Jedes privatwirtschaftliche Unternehmen würde Konkurs anmelden müssen, wenn es nicht selbst dafür sorgte, kostendeckend zu wirtschaften. Kann man unschwer wieder einmal feststellen, dass es in den Behörden nicht um das eigene und selbst erwirtschaftete Geld geht, sondern nur um Steuergelder. Steuergelder die man den Bürgern aus der Tasche zieht, wenns der Behörde nicht mehr reicht.
Alois Sepp
Alois Sepp