München, Weltstadt mit Herz! So wird es vollmundig immer wieder verkündet. Es gäbe viele Vorfälle in München, die man eher als "moderne Wegelagerei" aufzählen könnte. Die "Schmidtchen Schleichers" des Ordnungsamtes kümmern sich vorzüglich um den ruhenden Verkehr, sogar dort wo es weder Behinderungen noch Ärgernisse gibt. Dort wo es Behinderungen zu Hauf gibt, geht man entweder gar nicht hin oder sieht lieber auf die andere Straßenseite um  n i c h t  aktiv werden zu müssen. (erlebt man tagtäglich vor unserer Haustüre in der Kidlerstraße)
 
Jedoch ein Fall, nämlich zugetragen am vergangenen Montag, den 11. Juli 2016, Mittag um 14.00 Uhr am Münchner Harras vor Haus Nr. 12, hat mir schon die Zornesröte ins Gesicht getrieben. Ich als echter Münchner Bürger schäme mich für meine Vaterstadt!  Ein kleiner Kastenwagen einer Baufirma mit Garmischer Kennzeichen, stand vor besagter Hausnummer. Platz ist genug vorhanden, es gab keinerlei Behinderung, weder für Fußgänger noch für Gäste der umliegenden Geschäfte. Da kam der große Manitou des Ordnungsamtes, sah sich den Klein-Kastenwagen eindringlich an und steckte ihm nach etwa 5 Minuten einen "gelb-roten Parkgutschein" an die Windschutzscheibe. Nicht genug dessen, er telefonierte sogar vom Handy aus irgend jemanden an. Kurze Zeit darauf erschienen die beiden Bauarbeiter und sahen sich etwas ratlos um. Es wurde das Auto und die Hofeinfahrt vermessen. Schließlich wurden beide Aussenspiegel des Fahrzeugs eingeklappt und das Fahrzeug wurde mit fast Millimeter-Abstand rückwärts durch die Hofeinfahrt bugsiert. Ich brauche nicht zu beschreiben, dass dies ein sehr zeitraubender Vorgang war. Man wollte ja weder Hofeinfahrt wie auch das Auto selbst beschädigen. Im Übrigen ist es ja der Geldbeutel der Kunden, der durch unnütz verschleuderte Arbeitszeit belastet wird. Unsere Ämter samt ihrer Belegschaft zahlen es ja nicht!
 
Nach etwa einer halben Stunde war das Fahrzeug optisch vom riesigen Platz des Harras verschwunden. Schmidtchen Schleicher hat sich selbstverständlich vorher aus dem Staub gemacht und ist in Richtung K & K-Hotel der Albert-Roßhaupter-Straße verschwunden.
 
Alois Sepp

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