Münchner AZ vom Freitag, den 25.09.2015, Leserforum Seite 30, Titel: "Raffgier"
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Scheinbar hatte der alte Patriarch Piech Martin Winterkorn doch besser eingeschätzt, als diejenigen, die Winterkorns Wahl unterstützt haben. Das Bestreben, immer mehr, immer größer, immer reicher, immer Einflussreicher, oder auch immer raffgieriger war offensichtlich die Triebfeder des Martin Winterkorn. Auch wenn Winterkorn jetzt nach außen hin die so genannte "Verantwortung" für den Manipulations-Skandal bei VW übernommen hat und seinen Hut nimmt, ist die Sache noch nicht aus der Welt geschafft.
Bin mir sicher, dass der Imageschaden wieder einmal vielen VW-Mitarbeitern die Existenz kosten wird. Wenn es dumm geht, ausgerechnet wieder zu den Weihnachtsfeiertagen. Herr Winterkorn trägt sicherlich keinen Schaden davon, zumindest keinen finanziellen. Mal sehen, wo er dennoch wieder einen sehr gut bezahlten Unterschlupf findet?

In der ganzen Welt ist die Marke: "Made in Germany" ein gutes Stück angekratzter!. Die armen Produktions-Mitarbeiter dürfen die Suppe wieder auslöffeln, was das Management an Schaden angerichtet hat, aber das stört Winterkorn vermutlich wenig. Irgendwelche Schlussfolgerungen aus dem bekannt gewordenen Skandal beim ADAC, hat man bei VW offensichtlich nicht gezogen!
 
Alois Sepp

Nachtrag vom 02.10.15:
Es wundert mich, dass ausgerechnet in den USA der Schwindel aufgeflogen ist. In Deutschland, also im so genannten Land der Technik, ist es bisher offensichtlich niemandem aufgefallen. Sind unsere Prüfmethoden an allen Prüfstellen unseres Landes überhaupt zeitgemäß und Stand der Technik?


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