In einem Pressebericht heißt es: "Weniger Operationen, mehr Qualität" Es werden u.A. Kernpunkte zur Krankenhausreform vorgelegt, die unser Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) zur "Krankenhausstrukturreform" zur Abstimmung gegeben hat.
- Qualität wird künftig eine zentrale Rolle bei der Krankenhausplanung spielen. Qualitätsberichte der Häuser sollen zur besseren Orientierung patientenfreundlicher gestaltet werden. Herr Gröhe, wer schreibt denn diese Berichte?
- Krankenhäuser, die durch schlechte Operationen und Patientenversorgung auffallen, sollen künftig wenger Geld bekommen. Was soll dieser ausgemachte Blödsinn Herr Minister? Man bringt ja nicht einmal fertig, ärzliche Kunstfehler offen zuzugeben und zu verantworten. Die Laufzeit solcher Gerichts-Prozesse dauern oft so lange, dass der geschädigte Patient eher verstirbt! Wer soll die "Schlechte Operation" denn bescheinigen?
- Generell soll es für außerordentlich gute Leistungen bei Operationen und Patientenversorgung Zuschläge geben und für schlechte Abschläge. Herr Gröhe, Sie dürfen getrost davon ausgehen, dass Sie künftig n u r noch mit außerordentlich guten Leistungen überschüttet werden. Die Krankenhäuser sind massiven finanziellen Nöten unterlegen, also werden sie einen Teufel tun, nach außen hin auch nur das Geringste an "Schlechtheit" ans Licht kommen zu lassen.
- Krankenhäuser sollen sich spezialisieren, die Patientensicherheit soll erhöht werden. Wie soll dies unvoreingenommen geschehen, Herr Minister?
- Das Phänomen unnötiger Operationen soll dadurch eingedämmt werden können, indem sich der Patient ein Zweitgutachten einholen kann. Wie soll das denn bitteschön funktionieren? Wie soll der Patient, der bereits im Krankenhaus liegt und mit der Aussage überrascht wird, dass eine Operation unumgänglich sei, dies bewerkstelligen? Soll dann aus dem gleichen Operationsschuppen ein zweiter Arzt das nachplappern, was der erste im gleichen Haus schon vorgeplappert hat?
- Da die Pflegekräfte und das Personal allgemein durch finanziellen Druck in den vergangenen Jahren stets abgebaut wurde, werden 2016 bis 2018 bis zu 660 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, heißt es! Herr Minister glauben Sie denn wirklich, dass dieses Geld bei den Pflegekräften ankommt?
Herr Bundesminister ich bin mir sicher, dass diese theoretisch von Ihnen vorgeschlagenen Maßnahmen eher ein Schuss in den Ofen werden. Ihre gemachten Vorschläge nie das Ziel erreichen, dem nach "schon wieder eine Totgeburt" auf hohem, theoretischen Niveau entsteht.
Alois Sepp
Herr Gröhe, schon wieder eine Totgeburt!
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- Geschrieben von: Handwerksmeister Alois Sepp
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