Die Stromversorgungs GmbH in München betreibt mit den heutigen Werbetricks nur Bauernfängerei und Schönfärberei.
Sachverhalt:
Es wird in den Rundschreiben an die Kunden des Münchner M-Stroms mitgeteilt, dass sich ab 1.1.2015 ab einem Mindestverbrauch von 850 Kilowattstunden im Jahr sich der Arbeitspreis, also Verbrauchspreis, erniedrigt. Bei einem Jahresverbrauch von z.B. 2500 kWh spart man laut diesen Schreiben 18,20 Euro brutto. Jetzt kostet die kWh 25,64 Cent, ab 1.1.15 dann 24,55 Cent. Das sind also genau 1,09 Cent/kWh weniger. Geht man einmal von nur 850 kWh im Jahr an Verbrauch aus, so wäre die Ersparnis 9,26 Euro. Es wird damit argumentiert, dass die staatlichen Abgaben insgesamt leicht zurückgehen und die Netzkosten sinken. Wird schön in rosarot geschminkt dargestellt. Liest der unbedarfte Kunde nicht weiter, freut er sich, dass einmal etwas "billiger" wird.
Dreht man das Blatt um und liest weiter, so kommt gleich der Hammerschlag bei der Grundgebühr, also dem Jahres-Grundpreis. Hier wird schlicht darauf hingewiesen, dass der Grundbetrag jetzt 87,16 Euro brutto beträgt, ab dem 1.1.2015 jedoch mit 96,33 Euro brutto zu Buche schlägt. Das ist also eine Verteuerung von 9,17 Euro.
Sieht man die Augenwischerei genau an, so errechnet sich die Ersparnis bei 850 kWh/Jahr 9,26 Euro zu 9,17 Euro, also von genau 0,09 Euro pro Jahr. Das ist doch eine wuchtige Leistung unserer Energieerzeuger und Lieferanten, liebe Kunden der Stadtwerke München!
 
Bei diesen Rundschreiben handelt es sich um eine reine Bauernfängerei und Schönmalerei zu Gunsten der SWM Versorgungs GmbH in München. Zuerst schmiert man den langen und treuen Kunden Honig ums Maul, wie das Sprichwort sagt, zieht im gleichen Atemzug den Grundpreis an, um beim bisherigen Reibach zu Gunsten der Oberen der SWM zu bleiben.
 
Das sind die heutigen Werbetricks der SWM Versorgungs GmbH, wie man sieht. Auf der Vorderseite wird vollmundig Kostensenkung vorgegaukelt, auf der Rückseite wird die Kostensenkung gleich wieder zu Fall gebracht. Für die Stadt München eine blamable Wirklichkeit, für die privatisierte Versorgungs GmbH ein Armutszeugnis. Wir Kunden werden nur gewaltig an der Nase herumgeführt.
  
Alois Sepp


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