Abendzeitung vom Montag, den 27.10.2014, Seite TV 21
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Man soll das Kind nicht mit dem Bade ausschütten, heißt es bekanntlich in einem Sprichwort. Ich bin der Überzeugung, dass die ehemalige "Bundesbahn" mehr für ihr Streckennetz und die Streckensicherung getan hat, als die jetzige Bahn AG seit dem Gang an die Börse und der Verprivatisierung. Sicherlich wird es trotz noch so guter Vorsicht immer wieder technische Vorkommnisse geben, die den Fahrplan durcheinander werfen. Aber eine Kritik übers Ganze gesehen ist wirklich angebracht.
In einem mir bekannten kleinen Streckenabschnitt bei der Haltestelle "Fasangarten", wachsen Bäume und Sträucher lustvoll in den Himmel, verschmälern die Zufahrtstraße des Anwesens. Das ist offensichtlich der Bahn egal, ob die Zufahrt für normale PKWs oder gar für Rettungsfahrzeuge gewährleistet ist. Mit dem stinknormalen PKW kann man die Zufahrtstraße zum Anwesen Fasangartenstr. 128 nur noch unter Einbuße der Karosserie-Unversehrtheit befahren. Wenn Fußgänger oder Radfahrer zeitgleich mit einem normalen PKW auf diesem kleinen Straßenstück unterwegs sind, muss man stehenbleiben, Fußgänger weichen über den Straßenrand in den Dreck aus, Fahrräder kann man auch nicht im Schritttempo gefahrlos überholen. Aber wichtig ist, dass die Preise stets um gewaltige Sprünge nach oben erhoben werden.
Bei etwas stärkeren Winden kippen Bäume auf die Gleise oder die Oberleitungen. Dieses alljährliche Schauspiel nimmt man bei der Bahn gerne in Kauf. Die bösen und zahlenden Bahn-Kunden dürfen einen Ausfall nach dem anderen hinehmen, auch darin sieht die Bahn offensichtlich keinen Handlungsbedarf.
Alois Sepp
Man soll das Kind nicht mit dem Bade ausschütten.... (gedruckt)
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- Geschrieben von: Handwerksmeister Alois Sepp
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