Die GBW sorgt seit Monaten für Aufregung, vor allem aber bei den Mietern. Die GBW wurde laut AZ vom Donnerstag, den 10.4.2014 im Jahr 1936 als Bauträger-AG des bayerischen Handwerks in München gegründet. Nach dem Krieg wurde sie als gemeinnütziges Unternehmen anerkannt. Seit 1991 ist die GBW nicht mehr gemeinnützig laut diesem Bericht.

Ich meine, dass hier unter Billigung der deutschen Inlands-Politik der ehemals gemeinnützige Bauträger zum "gemeinen" Bauträger mutierte. Hier könnten sich alle politischen Kräfte, egal welcher Farbe sie angehören, einen wirklich guten Namen machen, indem sie solchen miserablen Schauspielen endlich kräftige Riegel vorschieben. Es kommt mir vor, wie bei der damals gewerkschaftseigenen Wohnungsbaugesellschaft "Neue Heimat". Zuerst wird mit viel Geld aus der Gemeinschaft finanziert und gearbeitet, hinterher verlieren die darin wohnenden Mieter ihr Bleiberecht, weil sie die explodierten Mieten nicht mehr bezahlen können. Die Schweinerei war ja, dass die "Neue Heimat" dann soviel wie an Heuschrecken verschenkt wurde.
Bei der GBW wurde in diesem Falle zwar nichts verschenkt, es wurde solange umfunktioniert und umstrukturiert, wichtige Personen ausgeschaltet, sodass heute keiner mehr sicher weiß, wer überhaupt das "Sagen" hat. Zug um Zug werden die Filetstücke mit einem Riesengewinn verscherbelt, die Dummen sind wie immer "die Mieter", das kleine Volk also. Die Politik schaut seelenruhig zu, weil sie entweder auch nicht mehr durchblickt, über ihren eigenen Tellerrand nicht mehr hinaussieht, oder gar noch über Umwege an solchen Gesellschaften in irgendeiner Form involviert sind.
 
Politiker aller Farben, bewegt endlich einmal den Hintern und handelt "zum Wohle des Volkes"! Dann würde der Amtseid Wirkung aufzeigen und nicht immer nur leeres Geschwätz darstellen.
 
Liest man so einzelne Berichte in den Medien, würde die GBW einen satten Gewinn von etwa 900 Mio.-Euro einstreichen, wenn man nur die Mindestsumme für die veräusserten Wohnungen rechnet. Kann man nur sagen: "Arme Mieter", die sich ihre eigene Wohnung nicht kaufen oder nach der Sanierung nicht mehr leisten können!
Alois Sepp

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