Traurig genug, dass sich für eine solche Drahtzieherin im NSU-Prozess ein Arzt findet, der der Hauptangeklagten Zschäpe "Verhandlungsunfähigkeit" attestiert. Wer hatte den Angehörigen der Opfer Krankheit attestiert oder sonstige Unterstützung zukommen lassen? In einem Internetbericht von heute ist u.A. zu lesen:
Zschäpe habe über Kopfschmerzen geklagt, berichtete der Arzt nach der Untersuchung. Sie fühle sich abgeschlagen, müde und unkonzentriert. Man könne jedoch davon ausgehen, "dass sich das bis morgen wieder deutlich verändert". Der Prozess soll am Donnerstag fortgesetzt werden.
Hauptangeklagte schweigt beharrlich
Sie schweigt beharrlich. Ihre mutmaßlichen Komplizen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt, mit denen sie die "Zwickauer Zelle" des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) gebildet haben soll, haben sich kurz vor ihrer Verhaftung das Leben genommen. Zschäpe soll anschließend durch Brandstiftung versucht haben, alle Spuren des Trios zu vernichten.
Im Münchner Oberlandesgericht muss Zschäpe sich schon seit 100 Verhandlungstagen verantworten. Ihr werden unter anderem zehn Morde an Kleinunternehmern mit ausländischen Wurzeln und einer Polizistin zur Last gelegt.
Ende des Auszuges
Jeder normale Bürger darf die berechtigte Frage nach den Kosten für diesen Mammut-Prozess stellen. Wer kommt für diese Kosten auf? Natürlich wir Steuerzahler, denn bei einer Verurteilung kann Zschäpe die Kosten sicherlich nicht tragen, wird ja vermutlich lebenslänglich bekommen. Wobei bei uns in Deutschland lebenslänglich ja nicht so viel ist, kommen ja bei guter Führung nach etwa 15 Jahren wieder raus. Soll das eine "gerechte" Bestrafung für zehn Morde sein?
Alois Sepp