Ausgerechnet die Türkische Gemeinde ist wieder einmal enttäuscht von dieser neuen Regelung zur doppelten Staatsbürgerschaft in Deutschland. Außerdem sei unklar, was mit jenen passiere, die bereits einen ihrer Pässe hätten abgeben müssen, heißt es in dem Bericht.
Wie steht es denn in der Türkei, möchte ich hier fragen? Solange das Monster "Erdogan" dort regiert, kann man noch viel weniger von demokratischen Regeln erwarten.  

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Thorsten Albig (SPD) nannte das Ergebnis "sehr unbefriedigend". Der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" sagte er: "Es bleibt bei einem riesigen, integrationsfeindlichen Bürokratiemonster." Sein Innenminister, Andreas Breitner (SPD), lehnt den Gesetzentwurf ebenfalls ab. "Wir halten unsere Grundkritik aufrecht", sagte er zur" Welt". Der Optionszwang werde mit weiteren Hürden nicht zwangloser, "sondern zu einem bürokratischem Monstrum".

Zustimmung kommt dagegen vom Zentralrat der Muslime in Deutschland. Der Vorsitzende Aiman Mazyek zeigte sich im RBB-Inforadio "grundsätzlich zufrieden" mit der Einigung. "Das ist ein richtiger und wichtiger Schritt hin zu einem modernen Staatsbürgerschaftsrecht", sagte er. "Der Kompromiss ist ganz gut austariert, wenn man weiß, dass SPD, CDU und CSU das gemeinsam tragen. Ich denke, wir sind auf dem richtigen Weg."

Mazyek mahnte aber auch Nachbesserungen an: "Wir haben mit großem Bedauern (...) festgestellt, dass ein großer Teil der Migranten gar nicht erfasst wurde, wir reden ja von Jüngeren, und die Älteren sind nicht dabei."
 
Bei den Beiträgen hat man das Gefühl, als gäbe es nur noch türkische und muslimische Zuwanderer in Deutschland. Was ist mit den vielen anderen Zuwanderern aus aller Herren Länder? Aber so genannte "bürokratische Monstren" können nur in einem Beamten- und Verwaltungsstaat wie Deutschland entstehen. Einfach geregelte Bürokratie ist in Deutschland scheinbar unter diesen Voraussetzungen nicht mehr machbar. Armes Deutschland!
 
Alois Sepp

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