Die derzeitige Euro-Rettungspolitik bringt die Länder der Eurozone zunehmend gegeneinander auf. Der Euro macht deutschen Politikern glauben, ihr Nase dauernd in die Angelegenheiten anderer Länder stecken zu müssen. Kein Wunder, dass die deutsch-französischen Beziehungen stimmungsmäßig auf einem Tiefpunkt angekommen sind und unsere Kanzlerin Merkel bei ihrem letzten Besuch in Athen von 7.000 Polizisten beschützt werden musste. Der Euro verbreitert den Graben zwischen den EU-Ländern nicht nur innerhalb, sondern auch außerhalb der Eurozone: Die Politik der Zentralisierung droht nun sogar, Großbritannien ganz aus der EU zu treiben.
Nicht nur die "Professorenpartei" AfD, auch eine wachsende Zahl bekannter internationaler Ökonomen kritisieren die verheerenden wirtschaftlichen und politischen Folgen des Einheitseuros. Sie sind zur Überzeugung gekommen, dass der Euro für die Südstaaten bereits zu schwer geworden ist, dort massive ökonomische und gesellschaftspolitische Schäden anrichtet. Sie beklagen ebenso, dass der Euro für den Norden zunehmend unterbewertet ist und damit zu einer Subvention der Exportindustrie zu Lasten der Bürger wird. Schließlich tragen die Bürger das finanzielle Ausfallrisiko im Süden.

Laut einem Bericht letzter Woche meldete sich ein weiterer Ex-Präsident des BDI (Bundesverband der Deutschen Industrie) zum Thema "Eurorettungspolitik" zu Wort. Dr. Heinrich Weiss, erfolgreicher Familienunternehmer aus dem Siegerland, schätzt die Eurorettungspolitik ganz anders ein als der amtierende BDI-Chef, Dr. Ulrich Grillo. Letzterer meinte in der vergangenen Woche im ZDF, man müsse Europa nur "besser erklären". Am Wahlabend verbreitete er vor Millionen Fernsehzuschauern die Lüge, die AfD sei europafeindlich. Dr. Heinrich Weiss, Anfang der 90er Jahre Präsident des BDI, hielt nun in der "Wirtschaftswoche" dagegen:

Der Erfolg der AfD zeigt, dass immer mehr Bürger die Vertuschung und Verleugnung der auf uns zukommenden Belastungen durch die "Eurorettung" durchschauen. Das Ergebnis für die AfD wird die Politik zur Wahrheit ermahnen, die Öffentlichkeit aufwecken und den Parlamentariern klarmachen, dass Sie nur dem Wohl der Bürger und Ihrem Gewissen, aber nicht der Fraktionsführung verpflichtet sind.
-------------------- Ende des Berichtauszuges

Es ist zu hoffen, dass sich unsere Politiker intensiver unter Einbeziehung wirklicher Finanz-Fachleute dem Problem stellen und sich zum Wohl der Bürger entscheiden. Deutschland ist ein wichtiger Faktor in Europa, das sollte unseren Politikern endlich klar werden. Deutschland ist nicht nur wichtig bei steten Finanzspritzen an schwächelnde und mißwirtschaftende Staaten, sondern hat auch eine große und wichtige Verpflichtung im eigenen Inneren unseres Landes. Offensichtlich weiß das aber unsere "Bundes-Mammi" nicht! 

Alois Sepp


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