Die Ausnutzung der Bankkunden beim Dispo-Kredit ist eine Seite. Eine weitere ist das Zins- und Buchungsverhalten der Banken. Bucht man (innerhalb der eigenen Bank und Filiale, wohlgemerkt!) von einem eigenen Konto einen oder auch mehrere Beträge ab, so rechnet der Computer den abgehenden Betrag sofort vom jeweiligen Konto ab. Beim hinzugewiesenen, eigenen Konto allerdings wird die Buchung erst am anderen Tag dem Konto als Zugang zugewiesen. Das heißt im Klartext: Beim abgebuchten Konto wird der niedrigere Betrag sofort vermerkt und berechnet, um keine Zinsen mehr für den höheren Betrag zahlen zu müssen, beim zugewiesenen Konto wird der Kontostand mit zeitlicher Verzögerung von einem Tag aufgebucht. Dies bedeutet, dass die Habenzinsen beim ersten Konto gleich und beim zufließenden Konto erst mit Verspätung gezahlt werden. Na, wenn das keine versteckte Kundenbenachteiligung ist, um nicht das harte Wort "Abzocke" zu verwenden, dann weiß ich keine plausible Begründung für das Verhalten der Geldhäuser! Auch hier könnte sich der Gesetzgeber, also unsere "Volksvertreter", sowie die Verbraucherschützer dieses Umstandes zum Schutz der Bürger und Verbraucher gründlich annehmen.
Alois Sepp
Nachsatz: Auf Grund einer entsprechenden Klage diesbezüglich wurde mir heute von der Bank gesagt: "es sei technisch nicht anders möglich!" Komisch, beim abbuchenden Konto ist es wieder möglich! Wer´s glaubt wird seelig!
Ach, die verarmten Banken II
- Details
- Zugriffe: 1550