Die Grundsteuerreform, ein Popanz (gedruckt) - QR Code Friendly
Lauenburger Landeszeitung vom 21.01.2023 Seite 22.
 
(Die Grundsteuerreform, ein Popanz)

Unzumutbare Papierflut

Um es vorwegzuschicken: Natürlich muß der Bürger für staatliche Einrichtungen (Strassenbau, Abwässer, Schulen etc., etc.) Gebühren entrichten, und wenn der BGH entscheidet, daß die Grundsteuer nicht mehr dem einst gewollten Zweck entspricht, muß diese neu gefasst werden.

Aber kann man nicht eigentlich von den dafür zuständigen Stellen erwarten, daß man dort zweckmäßig vorgeht und nicht ein dem Bürger unzumutbares Monster aufbaut?


Den Finanzämtern lagen bis ggf. auf die Grundfläche einer Immobilie alle Angaben vor.

Hier hätte man gezielt einen Fragebogen entwickeln können, statt eine Papierflut über dem Bürger auszuschütten.

Der Gipfel ist dann noch das extra entwickelte EDV-Programm
(`Elster‘), welches offensichtlich nicht bereit ist, mit allen Computerprogrammen zu kommunizieren.
Man vermißt auch die ordnende Hand der in den Bundesländern zuständigen Ministerien, aber da scheint es Wichtigeres zu geben?!

Daß auch die Steuerberater, an die sich die Bürger hilfesuchend wenden, eine saftige Gebühr pro Immobilie erheben, zeigt, wie arbeitsintensiv diese Zumutung geworden ist.

Nicht umsonst haben bis zum jetzigen Zeitpunkt – trotz Fristverlängerung
( vom 31.10.22 bis zum 31.1.23) - erst rd. 54% der meldepflichtigen Bürger ihre Angaben geliefert.

(Die staatlichen Stellen hinken für ihre Liegenschaften genauso hinterher!)

Frau Finanzministerin, werden Sie endlich aktiv und setzen Sie sich für den Bürokratieabbau ein!

P.Meinke

Bewerten, Kommentieren und Teilen in sozialen Netzwerken und in der Bürgerredaktion:
Kommentare  
# ... Grundsteuerreform ...Alois Sepp, Handwerksmeister 2023-01-23 16:25
Das was die verbeamtete und überkanditelte Minister- und Ministeriumsbürokratie veranstaltet ist alles andere als "Bürgerkonform"!
Diese Büroknechte legen es doch nur darauf an, uns Bürger über Gebühr zu belasten, und so zu tun, als wäre alles absolut notwendig.

Dabei sind wir Bürger doch wirklich gläsern genug. Die Beamten sollten eben einmal über den eigenen Tellerrand hinausschauen und mit den Nachbarbehörden einen "Datenabgleich" vornehmen.
Das wird leider nie passieren, weil eben diese Beamten-Heerscharen immer nur ihre eigenen Süppchen kochen wollen. Die Daseinsberechtigung muss (zwingend) immer wieder zur Schau gestellt werden, weil jedes Jahr in den parteigesteuerten Verwaltungs-Buden viele Tausend neue Plätze geschaffen werden! Wenn man immer wieder zu hören bekommt, dass angeblich die Grundsteuerberechnungen auf ein gerechteres Niveau gebracht werden soll, es für "Viele" eine "Gebührensenkung" geben könnte, so dürfen die Bürger davon ausgehen, dass sich der Staat wieder eine erkleckliche Zahl an Steuergewinn erschwindelt.

Um diesen Artikel hier in der Bürgerredaktion zu kommentieren, bitte anmelden.

Die Grundsteuerreform, ein Popanz (gedruckt)
Durchschnitt 5 von 5 bei 4 Bewertungen

Bewertung: 5 / 5

Stern aktivStern aktivStern aktivStern aktivStern aktiv