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Sehr geehrte Damen und Herren,
das von der Ampelkoalition geplante Bürgergeld ist in dieser Form unsozial.
Denn wenn eine Pflegekraft, Friseurin oder Verkäuferin mit relativ geringem Einkommen Arbeitsunwilligen zwei Jahre lang die Miet- und Heizkosten mitfinanzieren muss, kann von sozialer Gerechtigkeit nicht die Rede sein.
Die Einführung von Hartz IV vor rund 20 Jahren stand unter der Devise "Fördern und Fordern".
Letzteres fällt beim Bürgergeld fast vollständig weg.
Die Bundesanstalt für Arbeit wird hinsichtlich der Ergreifung von Massnahmen gegen Unwillige regelrecht kastriert.
Sie wird in den kommenden Jahren ohnehin mit der finanziellen Subventionierung von Arbeitslosigkeit ausgelastet sein.
Die Umsetzung von Hartz IV unter der damaligen rot-grünen Bundesregierung war misslungen und zudem unsozial.
Damals herrschten völlig andere wirtschaftliche Gegebenheiten.
Die Arbeitslosigkeit war hoch. Deutschland galt als der kranke Mann Europas.
Einen Arbeitsplatz zu finden glich einem Sechser im Lotto.
Heute herrscht in Deutschland nicht nur Fachkräftemangel, sondern vor allem ein Arbeitskräftemangel.
Viele Unternehmen suchen händeringend nach Arbeitskräften auch für einfachere und leicht erlernbare Tätigkeiten.
Es ist schlichtweg unverständlich, dass Deutschland unter diesem Aspekt ein Heer von mehreren Millionen Arbeitslosen vor sich her trägt.
Um eines klarzustellen. Meine Kritik gilt nicht kranken, behinderten Menschen oder Alleinerziehenden, die oftmals Beruf und Familie mangels staatlicher Unterstützung nicht miteinander verbinden können.
Ich beziehe mich ausschließlich auf Menschen, die nach objektiven Maßstäben einer Arbeit nachgehen könnten.
Einen gewichtigen Unterschied zu Hartz IV gibt es ausserdem.
Damals wurden die arbeitslosen Menschen drangsaliert. Ihnen wurde praktisch alles, was sie sich mit ihrer Hände Arbeit über viele Jahre aufgebaut hatten, genommen.
Von einem Schonvermögen wie beim geplanten Bürgergeld konnten sie nur träumen.
Wenn das Bürgergeld in dieser Form kommt sollte die ehemalige Arbeiterpartei SPD das "S" aus ihrem Parteinamen streichen.
Freundliche Grüße 
Alfred Kastner 
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Autor: Alfred Kastner

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