Merkel: keine Kommentare „von der Seitenlinie“? - QR Code Friendly

Sehr geehrte Damen und Herren,

Putin, Putin, Putin. 

Obwohl Angela Merkel im politischen Ruhestand eigentlich nur noch Wohlfühltermine wahrnimmt, lässt die Altkanzlerin keine Gelegenheit aus, auf Russland und den Kreml-Diktator zu sprechen zu kommen.

Merkel hatte nach ihrem Rückzug zwar versichert, keine Kommentare „von der Seitenlinie“ abzugeben.


Dennoch lässt sie im Rahmen von öffentlichen Auftritten keine sich bietende Gelegenheit ungenutzt, - ungefragt - zu Putin Stellung zu beziehen.

Zumal es Merkel zweifellos nicht gefallen dürfte, dass Deutschlands extreme Abhängigkeit von russischem Gas, mit all den dramatischen Folgen für die Bevölkerung wie die Wirtschaft, vor allem ihrer Politik zugeschrieben wird.

Merkel dürfte es dabei allen voran um das eigene Bild in den Geschichtsbüchern gehen, dass merkliche Kratzer abbekommen hat.


Dies würde die sich stets „betont“ betont uneitel gebende Altkanzlerin aber niemals zugeben.

Um das eigene angekratzte Image zu rehabilitieren beabsichtigt Merkel zusammen mit ihrer Büroleiterin Beate Baumann, der eigentlich treibenden Kraft hinter dem System Merkel, ein Buch über ihr Leben herauszubringen.

Aus den bisherigen öffentlichen Äußerungen Merkels wird vor allem eines deutlich.


Hier geht es vor allem darum, ihre Politik gegenüber Putin und Russland so darzustellen, als wäre sie, um ihre Lieblingsvokabel zu verwenden, alternativlos gewesen und sich persönlich damit von Schuld und Verantwortung reinzuwaschen.

Merkel denkt nicht daran, sich für ihre Politik bei den Bürgern zu entschuldigen, zumal sie auch nicht wüsste, was sie anders hätte machen sollen.

Bei all ihren Rechtfertigungsbemühungen hat Merkel vor allem sich selbst und ihr Renommee in der Öffentlichkeit im Fokus.


An die Bürger, die die Folgen ihrer Politik ausbaden müssen, verschwendet sie hingegen kaum einen Gedanken.

Eine derartige Verhaltensweise ist ansonsten normalerweise nur bei narzisstisch veranlagten Personen zu konstatieren.

Merkel wird nicht müde zu betonen, dass sie immer gewusst habe, wie Putin denke.

Die ausgewiesene Putin-Kennerin rät der Bundesregierung, Putins Drohung mit Atomwaffen nicht zu negieren. In diesem Punkt ist Merkel ausnahmsweise zuzustimmen.

Die Scholz-Regierung wiederum hat nach 16 Jahren Merkel jedoch schwerwiegendere Probleme zu bewältigen als sich mit den späten Gedankenergüssen der Altkanzlerin auseinanderzusetzen.

Wenn Merkel, wie sie behauptet, als eine der wenigen "Auserkorenen" in der Lage war, Putin realistisch einzuschätzen, warum hat sie dann als Regierungschefin trotz aller Warnungen der EU-Partnerländer und der USA dem Bau der Gas-Pipeline Nordstream 2 zugestimmt und damit die große Energieabhängigkeit von Putin-Russland zementiert.

Für mich ein Widerspruch in sich.

Die ehemalige Bundeskanzlerin Merkel ist derzeit aufgrund ihres öffentlichen Auftretens dabei, den letzten Rest an Glaubwürdigkeit, Respekt und Sympathie zu verspielen.

Freundliche Grüße

Alfred Kastner

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Alfred Kastner
Autor: Alfred Kastner

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Kommentare  
# PutinDipl.Ing.(FH) Gerhard Schöttke, Umweltschutz 2022-10-08 09:59
Merkel sieht das halt, im Gegensatz zu den Ideologen in der jetzigen Regierung, realistisch: Ohne Russland wird es keine Zukunft für Europa geben. Oder wollen wir auf ewig im Krieg mit dem größten Land und nebenbei dem größten Energielieferanten der Erde sein. Die woke Blase setzt darauf, daß Putin gestürzt wird. Glaubt Ihr allen Ernstes, es kommt etwas besseres nach ?
# Putin...Alois Sepp, Handwerksmeister 2022-10-08 20:00
Dieser Meinung kann ich nur zustimmen. Man muss ja einen möglichen Kontrahenten nicht unbedingt die Füße küssen, kann aber den Umgang mit ihm zum eigenen Nutzen ausrichten.
Lieber mit Russland eine gute nachbarschaftliche Beziehung eingehen und die wirtschaftlichen Vorteile unseres eigenen Landes verfolgen. Das was unsere USA-Hörigen, und Katzenbuckelnden Politiker in Berlin betreiben, gereicht NUR zu unserem eigenen Schaden. Unser Motto sollte lauten: "Deutschland zuerst", dann kommt lange nichts, die Belange der EU zu allerletzt. Die Belange der EU brachten für Deutschland und seine zahlenden Bürger nur finanzielle Belastungen!
# Füße küssenDipl.Ing.(FH) Gerhard Schöttke, Umweltschutz 2022-10-09 11:50
Vollkommen richtig, auf keinen Fall die Füße küssen. Was passiert, wenn man einem Staat mit hegemonialen Interessen die Füße küsst, sieht man ja derzeit an den USA. Die saugen unsere Wirtschaft aus. Wer solche Freunde hat braucht keine Feinde. Aber das Bild, der an Bidens großem Zeh leckenden Annalena, gefällt mir ... :-)
Da fällt mir gerade noch ein: Wurden die beiden Pipelines eigentlich mit Wissen und Billigung unserer Grüninnen gesprengt ? Denen traue ich mittlerweile alles zu ...

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