Meine geliebte Kirche - QR Code Friendly

Es ist beschämend für alle Glieder der katholischen Kirche was durch die Medien über unsere Kirchenmänner verbreitet worden ist -  Kindesmissbrauch, Machtmissbrauch, Verlogenheit etc..

Aber wenn der dadurch erzeugte öffentliche Druck nicht gewesen wäre, würde es sehr wahrscheinlich weitergehen wie bisher (wie seit Jahrhunderten). Und es gibt  Vieles, was durchaus „sanierungsbedürftig“ ist. Doch auch die tonangebenden Männer der Kirche (nicht nur die No-Names)  waren immer schon Menschen mit Fehlern,  denn sie sind nicht vom Himmel gefallen sondern kommen aus unserer Gesellschaft aus der auch Diebe, Mörder, Lügner, Ehebrecher, aber auch Heilige und Journalisten kommen.

Und trotzdem bin auch ich schockiert, dass Benedikt XVI. wahrscheinlich eine Falschaussage gemacht hat. Aber hat nicht auch der Apostel Petrus in einer unangenehmen Situation gleich dreimal gelogen als er gesagt hat, ich kenne diesen Menschen (Jesus) nicht, obwohl er drei Jahre mit ihm unterwegs war? (Und es gäbe noch anderes Unschönes von ihm zu berichten.) Trotzdem (oder vielleicht gerade deshalb) wurde ihm durch den Sohn Gottes die Leitung der Kirche (die mit Menschen jeglichen Charakters angefüllt ist)  übertragen. Kann man also angesichts der Tatsache, dass Jesus die Leitung der Kirche Petrus trotz dessen Mängel übertragen hat, sagen: Jesus: Ja; Kirche nein? Waren es nicht die Apostel (trotz ihrer Schwächen), die Gottes Wort  überliefert haben, damit manche heute sagen können: Jesus: Ja; Kirche: Nein?

Wer  sich aber nicht nur mit Pressemitteilungen befasst, sondern auch die Bibel bedacht liest, muss bemerkt haben, dass das Fußvolk schon in den Anfängen der Kirche sich nicht alles bieten ließ sondern aufbegehrte, wodurch es zu notwendigen Veränderungen gekommen ist (sh. Apostelgeschichte 6,1-7). Wer also nicht zu allem Ja sagt, was in der Kirche praktiziert wird und notfalls wie die Hellenisten  aufsteht, kommt deshalb nicht gleich in die Hölle sondern bewirkt wie jene oft auch etwas Gutes.

 

Hans Winter, Diakon

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Autor: Hans Winter

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