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17.8.2019

Das Leben in Not – Bedrohung des höheren Lebens durch den Menschen

Inhaltsverzeichnis

1  Die Menschheit ist dabei, das höhere Leben auf der Erde zu vernichten

2  Psychopathische Kapitalverbrecher am Werk

3  Das Übel der Religionen und das zusätzliche Übel ihrer bewußten Fehlinterpretation

4  Gentechnische Veredelung des Menschen als Gottes Auftrag

5  Forderung zu einer höheren Weltsicht

6  Rettet die Feldhasen !

7  Die Vernichtung der Tier- und Pflanzenwelt durch die Menschheit verhindern

8  Rassismus, Nationalismus, Anthropozentrismus, Hominismus …

9  Das Böse in der Psyche des Menschen steht der Entwicklung der Superzivilisation entgegen – der Blick in größere Zeiträume

10  Zivilisation-Leben-Vertrag

11  Politik und Politiker …

12  Das Kreuz mit der Justiz

13  Flops bei EU-Bürokraten

14  EU-Fehlentscheidungen

15 Beschwerde über die Regierung der Kanzlerin Dr. Angela Merkel über ihre Politik seit 2011 – Alleingänge der Kanzlerin bei Ausstieg aus ziviler Nutzung der Kernenergie und Durchführung ihrer Einladungspolitik 2015

16  Was ist eigentlich Landesverrat ?

17  Der Bürger muß auch für falsche Aktionen der Regierung zahlen

18  Anpassung von Wirtschaftsstruktur und Forschungspolitik an die in UK und USA

19  Unhistorische Russenphobie

20  Die Erlösung durch die Konstruktion von Superhumans (Androiden)

20.1  Vorbereitungen für die gentechnische Veredelung des Menschen

20.2  Der Aufruf zu einem vorerst 5-jährigen Moratorium im März 2019

20.3  Intelligenz und Bewußtsein – kann unser Gehirn diese „verstehen“ ?

20.4  Die möglichen grandiosen Entwicklungen durch HGE und Human Enhancement

20.5  Widerstände gegen die gentechnische Veredelung des Menschen

20.6  Gesteuerter Artenwandel und beschleunigte Evolution

20.7  Neuformulierung des Christentums als transhumanistische Lehre

1  Die Menschheit ist dabei, das höhere Leben auf der Erde zu vernichten

Mammute gab es etwa bis vor 12000 Jahren … und dann sind sie von der Erde verschwunden. Es konnte nachgewiesen werden, daß die Menschen noch im Zeitalter des Magdalenien Mammute gejagt haben. Einer der Nachweise der Jagd der Menschen auf die Großwildfauna der Eiszeit und Nacheiszeit wurde in den Höhlen von Altamira, Lascaux, Trois Frére, Chauvet … in herrlichen Wandgemälden erbracht. Zur Großwildfauna der Eiszeit gehörten auch Wollnashorn, Bison, Wildpferd, Riesenhirsch …

Heute machen die Wissenschaftler alle Anstrengungen, um nachzuweisen, daß die Mammute sowie die übrige Eiszeitgroßfauna nicht vom Menschen ausgerottet worden sind, und dasselbe geschieht für das Aussterben der Neandertaler vor etwa 30000 Jahren.

Elefanten wurden in Afrika seit Jahrhunderttausenden von Frühmenschen (Homo erectus) und Menschen (Homo sapiens) gejagt. Allerdings hielt sich das wegen der unzureichenden Waffen in Afrika in einem sehr engen Rahmen.

Seitdem aber die Europäer moderne Maschinenwaffen nach Afrika gebracht haben, hat sich das grundlegend geändert.

Das heutige Morden an den afrikanischen Elefanten – und auch an Nashörnern, Giraffen … – durch Menschen mit modernen Maschinenwaffen und Hubschraubern hat inzwischen furchtbare Ausmaße angenommen. Seit Jahren werden pro Jahr um die 30000 Elefanten mit modernen Maschinenwaffen gemordet und auch etwa 1000 Nashörner.

Anfang Oktober 2013 meldeten die Medien, daß Wilderer in Simbabwe ein Wasserloch mit Zyankali vergiftet haben, wodurch mindestens 91 Elefanten einen qualvollen Tod gehabt haben. Natürlich hatten noch Hunderte von Zebras und anderen Wildtieren davon getrunken und waren ebenfalls qualvoll verendet. Löwen, Geier und Hyänen, die von den vergifteten Tieren gefressen hatten, starben ebenfalls an Vergiftung.

Diese unendlich schurkische Greueltat verübten die Wilderer, um an das Elfenbein der Elefanten zu kommen, das u.a. in China und Vietnam sehr begehrt ist.

Diese unendlich schurkische Greueltat erinnert an die Ausrottung der Neandertaler durch den Menschen bis vor 30000 Jahren, die Ausrottung der Eiszeitgroßfauna bis vor 14000 Jahren und in jüngster Zeit an

  • Ausrottung von Dronte, Stellerscher Seekuh, Amerikanischer Wandertaube, Quagga …,
  • Leerfischung und Verdreckung der Meere,
  • starke Kohlendioxidzunahme in der Atmosphäre durch den Menschen mit der Folge der Wüstenbildung,
  • Zubetonierung der Landschaft,
  • Zerstörung natürlicher Lebensräume,
  • immer schneller ablaufende Vernichtung von Tier und Pflanzenarten …

Menschen haben über Jahrzehntausende nicht nur untereinander in grausamster und verheerendster Weise getötet, geraubt und vernichtet mit vielen Millionen menschlicher Opfer, sondern sie haben auch in großen Mengen Großtiere getötet.

Sehr interessant und aufschlußreich ist, daß weder Papst noch führende Persönlichkeiten von EP, EC und UNO es für nötig befunden haben, sich zu den o.g. abscheulichen Verbrechen zu äußern. Das kennzeichnet genau die gegenwärtig unter den Eliten der Menschheit verbreitete Meinung, daß sich Menschlichkeit und Humanismus nur auf Interaktionen zwischen Menschen und nicht auf Interaktionen zwischen Menschen und Tieren bezieht.

Die Menschen glauben, daß sie Nationalismus und Rassismus überwunden haben oder zumindest dabei sind, dies zu leisten, und dabei verstehen sie nicht, daß der anthropozentrische Artennarzißmus (Menschismus, Hominismus) dieselben Ursachen hat wie Nationalismus und Rassismus – und daß er noch viel verwerflicher ist als diese.

Viele Menschen können aus Mangel an Intelligenz und sittlicher Größe nicht begreifen, und offensichtlich auch nicht ihre führenden Persönlichkeiten – Klerikale eingeschlossen –, daß Tiere und Pflanzen ein ganz eigenständiges Lebensrecht haben, völlig unabhängig vom Menschen.

Tierrechte sind unveräußerliche Grundrechte, genau wie die Menschenrechte.

Das Morden an den afrikanischen Elefanten – und auch an Nashörnern, Giraffen … – durch Menschen hat inzwischen furchtbare Ausmaße angenommen, aber nicht nur die Medien schweigen darüber, sondern auch EP, EC, UNO ...

Genauso wie früher die führenden Staaten darüber hinweggesehen haben, wenn man Menschen wegen ihrer Rasse, ihres Glaubens oder ihrer Nationalität verfolgt hat, so schweigt heute die UNO zu den Massenmorden an Tieren in Afrika.

Rassismus und Nationalismus werden heute verurteilt, aber Hominismus und anthropozentrischer Menschismus sind noch weit schlimmer als diese, weil hier die Menschen sich in verbrecherischer Weise wirklich gegen die Schwächsten richten, und zwar die Tiere.

Es ist der primitive, dumpfe atavistische Anthropozentrismus und Artennarzißmus, der die Menschen dazu bringt, ihren Mitgeschöpfen ihre Grund- und Lebensrechte zu verweigern.  

Die UNO ist eine hoministische Organisation, im anthropozentrischen Menschismus gefangen, ähnlich und noch schlimmer als Rassismus und Nationalismus zuvor.

Im Jahre 1968 protestierte Dr. Martin Luther King gegen den Rassismus in den USA, um 2000 wollte man in den EU-Staaten durch die gemeinsame Währung Euro den Nationalismus der EU-Staaten mindern, aber gegen den irren Hominismus der UNO wird nichts unternommen.

Ganz typisch ist: Wenn irgendwo in den Städten größere Bauprojekte gestartet werden, kommen zuerst die Maschinen zum Fällen von Bäumen oder zum Zubetonieren von Grünflächen zum Einsatz.

Nicht nur in den zivilisierten Staaten kann man genau beobachten,

daß die Friedlichkeit unter Menschen

mit Flächenfraß an unberührter Natur erkauft wird.

Hallo ihr Leute, was ist, wenn es keine natürlichen Lebensräume mehr gibt ?

Kommt dann wieder (!) das große Schlachten unter den Menschen ?

Wenn es einst keine unberührte Natur mehr gibt, wird es auch keinen mühsam konstruierten und teuer erkauften Frieden unter Menschen mehr geben und die Menschen werden sich gegenseitig auslöschen u.a. mit Methoden, wie die Wilderer sie beim o.g. Wasserloch verwendet haben.

Die Vergiftung des Wasserlochs in Simbabwe mit Zyankali brachte Hunderten von Großtieren einen grausamen Tod. Das erinnert an den Einsatz von Giftgas im 1. Weltkrieg 1914-1918 oder im Jahr 2013 im Bürgerkrieg in Syrien.

Die Menschen haben über Jahrzehntausende nicht nur untereinander in grausamster und verheerendster Weise getötet, geraubt und vernichtet mit vielen Millionen menschlicher Opfer, sondern sie haben auch in großen Mengen Großtiere getötet.

Zu den sehr vielen und entsetzlichen Verbrechen der Menschen untereinander kommen die zahllosen Verbrechen der Menschen gegenüber der Tier- und Pflanzenwelt, was schon zu Ende dieses 21. Jahrhunderts n.Chr. zum Verschwinden allen höheren Lebens auf der Erde führen kann.

Sehr interessant und aufschlußreich ist, daß weder Papst noch führende Persönlichkeiten von EP, EC und UNO es für nötig befunden haben, sich zu der o.g. Vergiftung des Wasserlochs in Simbabwe zu äußern.

Erst im Januar 2014 kam die Meldung, daß die UNO endlich ihrer Verpflichtung nachzukommen sucht, auf die Regierungen der afrikanischen Staaten so einzuwirken, daß der Massenmord an Elefanten und Nashörnern beendet wird. Man wollte nun 1 Jahr abwarten, ob sich in dieser Richtung etwas tut … - wir haben ja soviel Zeit.

Sicher ist, daß bis dahin wieder 30000 Elefanten getötet werden, was natürlich nur unter Deckung durch lokale Regierungen afrikanischer Staaten möglich ist. 

2  Psychopathische Kapitalverbrecher am Werk

Was haben Menschen untereinander für Verbrechen begangen !

Man muß von der gehätschelten Meinung abkommen, daß Tiglat-Pileser, Tiberius, Marius, Sulla, Commodus, ..., Napoleon, Stalin, Hitler ... abnorme Menschen gewesen wären, die genetisch weit außerhalb der sonstigen menschlichen Norm zu Grausamkeit und Mordlust neigten. Wir können doch in der Gegenwart an Diktatoren sehen, mit welcher Verblendung sie ihre ihnen anbefohlene Bevölkerung mißbrauchen, in Massen krank werden und sterben lassen, wie momentan in Simbabwe unter dem alten Robert Mugawe.

Die Menschen sollten sich nichts einbilden, denn ihr genetisches Programm wurde in der Urzeit festgelegt und bis in die Neuzeit überliefert:

- 4 Mose 31, (7-11, 17-18): Bei Eroberungen prinzipiell alle Männer, Knaben und Frauen der feindlichen Population töten, gewaltsame Übernahme der unberührten Mädchen und Jungfrauen, alle Wohnungen und besiedelten Orte zerstören und verbrennen.

- 5 Mose 7 (1-26): Aufforderung zu Mordbrennerei, Intoleranz und Fremdenhaß; Verteufelung anderer Völker, Kulturen und Religionen.

Wenn Menschen von Haß, Gier, Sucht, Neid ... überwältigt werden, wird ihre immanente Mord- und Raublust, Grausamkeit, Herrschsucht ... um Größenordnungen stärker.

Studieren wir das genauer:

Die ersten systematischen Metzeleien und Massentötungen von Menschen sind zwar von den Assyrern überliefert, aber sie werden sicher nicht die ersten gewesen sein – siehe die Gutäer um 2450 v.Chr. bei der Zerstörung von Akkade.

Im Gilgamesch-Epos wird berichtet, daß sich auch der Weltenherr – also Gott – zu Massenvernichtung von Leben hinreißen ließ (durch die Sintflut) und deshalb von seinem eigenen Sohn Ninurta tüchtig deswegen gescholten wurde.

Es gibt fast unendlich viele Variationen von Verbrechen, also von verbrecherischen Handlungen, ausgelöst vom Bösen im Menschen, die auch heute noch jederzeit vorkommen und denen auch heute noch so viele Menschen und Tiere jederzeit zum Opfer fallen können. Dabei kommt das Böse beim Menschen viel zu oft von innen heraus, nicht provoziert oder von außen erzwungen. In der Psyche auch der modernen Menschen ist immer noch die Bestie aus der Urzeit erhalten.

Man hat den Eindruck, daß sich die Leute bei Diskussionen über Völkermorde verstecken hinter ... Assurbanipal, Sancherib, Salmanassar, Tiglat-Pileser, ..., Marius, Sulla, Tiberius, Caligula, Nero, Commodus, ..., Napoleon Bonaparte, Adolf Hitler, Stalin, Idi Amin, Pol-Pot, Rias Montt ... gemäß der Methode: Das waren die Täter und diese waren Ausnahmeerscheinungen. Das kann leicht durch geistig-ethische Defekte in der Psyche des Menschen erklärt werden, die allerdings kein Konstruktionsfehler im Bauplan des Menschen sind, sondern die die Evolution der Hominiden zwingend hervorgebracht hat. Die geistig-ethischen Defekte des Menschen äußern sich besonders schlimm in den Aktionen der Eliten (weil diese eben das Sagen haben und diese Aktionen anordnen).

Die „Gläubigen“, die sich auf Jesus Christus als großen Propheten Gottes berufen, also alle Christen und Mohammedaner sowie deren Sekten, können sich bei ihrer abscheulichen, zutiefst empörenden und häufigen Vernichtung großer Tier- und Pflanzenbestände in freier Wildbahn und Ausrottung von Tier- und Pflanzenarten zur Gegenwart immer schneller hin nicht auf Gott und entsprechende „heilige“ Schriften berufen, denn es gilt:

Im Evangelium des Markus gibt es den Auftrag von Jesus Christus an die Jünger:

„Geht hin in alle Welt und predigt das Evangelium aller Kreatur !“ Markus 16 (15)

Es gibt weitere Formeln von Jesus wie z.B.:

„Was Ihr den Geringsten angetan habt, das habt Ihr mir angetan.“

Damit ist unzweifelhaft klar: Das Evangelium sollte dem Auftrag von Jesus Christus nach aller Kreatur gepredigt werden, also Menschen, Tieren und Pflanzen.

à Alle Geschöpfe der Erde sind teilhaftig der göttlichen Gnade.

Thomas von Aquino, Zeitgenosse von Albertus Magnus und Mitbegründer der Scholastik, meinte aber: „Das Tier ist nicht teilhaftig des göttlichen Seins“.

Vor allem auf ihn gründete sich die Haltung vieler Theologen und Klerikalen des Mittelalters, gegen den Geist des Evangeliums die höheren Tiere nicht in die menschliche und göttliche Fürsorge mit einzubeziehen.

Man kann sicher annehmen, daß die Scholastiker das Griechische und Lateinische ausgezeichnet beherrschten. Wie konnte es kommen, daß sie Passagen wie Markus 16 (15) nicht verstanden ?

Ein großes Übel der Menschen ist der Verbund aus Menschen-. Trieb-, Traditions-, Epoche- und Regionbezogenheit, in dem sich besonders intellektuelle Menschen bei falscher Bildung häufig fangen, weil sie falsche Schlüsse ziehen aus ihrer Erkenntnis, daß sie selber gut denken können, aber andere Menschen oft viel weniger gut und Tiere noch weniger.

Franz von Assisi sah das Elend der Armen unter den Menschen, aber er sah auch die Not der Tiere durch das Walten der Menschen – und genau das Letztere sehen vermeintliche Nachahmer nicht, auch wenn sie sich Franciscus nennen. 

Intellektuelle Menschen fangen sich bei falscher Bildung leicht in Selbstbeweihräucherung, Selbstvergötterung und Verachtung der in ihren Augen weniger intellektuellen Menschen und sonstigen Geschöpfe.

Das ist der Tunnelblick von den anthropozentrisch fixierten Intellektuellen, die von Menschen-, Trieb-, Traditions-, Region- und Epochebezogenheit geistig gefangen sind, wie das Herbert Marcuse 1967 mit seinem Buch „Der eindimensionale Mensch“ ausdrückte und ihn dazu bewegte, sein Buch abzuschließen mit den Worten von Max Weber:

„Nur um der Hoffnungslosigkeit willen ist dem Menschen die Hoffnung gegeben.“

Wer sich von der Menschenbezogenheit trennt, wird sich von dem Tunnelblick lösen und die Evolution der Menschheit über die Zeiträume beobachten, in denen sie auch stattfindet. Dann sieht man, daß es höchste Zeit ist, mittels einer vollkommen beherrschten Gentechnik steuernd in die Evolution der Menschen einzugreifen.

3  Das Übel der Religionen und das zusätzliche Übel ihrer bewußten Fehlinterpretation

Nach der Kreuzigung und Auferstehung von Jesus Christus erschien Jesus den verbliebenen 11 Jüngern und sprach zu ihnen – siehe dazu Markus 16 (15):

„Geht hin in alle Welt und predigt das Evangelium aller Kreatur.!

Predigt das Evangelium nicht nur den Menschen, sondern auch den Tieren und Pflanzen.

Also aller Kreatur – und nicht nur den Menschen !

Wichtig: Das ist keineswegs ein Übersetzungsfehler. Das Neue Testament ist auf Altgriechisch geschrieben und da steht das genauso wie in der Septuaginta. Das Evangelium ist gemäß dem Neuen Testament aller Kreatur zu predigen, also Menschen, Tieren und Pflanzen. Wie predigen sie einer ausgestorbenen Tierart das Evangelium ?

Wie predigen Sie Stellers Seekuh, Dronte, Amerikanischer Wandertaube, Quagga … – also allen den vielen bisher vom Menschen ausgelöschten Tierarten – das Evangelium ?

Die „christlichen“ Klerikalen haben aus anthropozentrischer Selbstbeweihräucherung und Eigennutz heraus über viele Jahrhunderte ihre eigene Privatreligion gelehrt und befolgt, bei der sie sich in ihren Heilslehren nur an die Menschen wandten – gegen den Geist von Jesus Christus.

Wann werden die „christlichen“ Klerikalen endlich das Christentum im Sinne von Jesus Christus predigen und lehren ?

Jesus Christus ist der Prophet Gottes – der Überlieferung nach – und nicht z.B. Thomas von Aquino, und Jesus Christus Anliegen war klar:   

„Geht hin in alle Welt und predigt das Evangelium aller Kreatur !“

à Gemäß Jesus Christus werden die Tiere in Gottes Reich und Segen einbezogen,

Was Thomas von Aquino und andere vom Anthropozentrismus Geblendete dazu sagten und sagen, ist völlig uninteressant.

Ferner sagt die Thora als Basis von Judentum, Christentum, Islam und allen entsprechenden Sekten, daß Gott Tiere, Pflanzen und auch den Menschen, erschaffen hat, wobei Gott dem Menschen zwar große Verfügungsgewalt über die Tiere gab, aber von der Ausrottung von Tier- und Pflanzenarten durch den Menschen steht da nichts drin.

Allerdings kann man mit Gewißheit sagen:

Wenn wirklich Tiere und Pflanzen das Werk Gottes sind, so darf der Mensch sie keinesfalls ausrotten.

Wann werden die Klerikalen und die übrigen Menschen das begreifen ?

Viele Klerikale zeigten über viele Jahrhunderte ein abgrundtiefes Desinteresse an den Verbrechen der Menschen gegenüber der Tier- und Pflanzenwelt (wie z.B. Ausrottung von Tier- und Pflanzenarten durch Menschen).

Das mochte auf die Ansichten von Scholastikern wie Thomas von Aquino zurückgehen, aber ein wichtiger Grund war auch:

Weil Katzen, Hunde, Pferde, Kühe, Schweine und die Tiere in Wald und Feld keine Kirchensteuer zahlten und somit nicht dafür sorgten, daß die Popen einen feisten Hintern kriegten, hatten die Tiere und natürlichen Freiräume der Tiere nicht Interesse und Sympathien der Klerikalen und Theologen.

Beispiel: Kennen Sie Tierheime oder Tierasyle, die von Kirchen betrieben werden ?

Mehr noch, die Klerikalen der Christen und Mohammedaner haben über Jahrhunderte weitläufig und intensiv Kriegstreiberei betrieben und waren selber oft Anführer in Kriegen.

Für viele Jahrhunderte waren die Klerikalen der Wurmfortsatz der Fürsten, und beide zusammen saugten sie die einfache Bevölkerung aus und drangsalierten sie.

Die Klerikalen besannen sich auf christliche Lehren erst wieder nach der Säkularisierung, als man ihre weltliche Macht zerbrochen hatte.

Was ist mit dem Islam und seinen Mullahs und sonstigen Anhängern ?

Mohammed hat den Koran verfaßt mit der eindeutigen Aussage:

Jesus Christus war ein großer Prophet Allahs und er sprach wahr (19. Sure, 35).

Damit gilt: Was im Neuen Testament geschrieben steht, gilt auch für alle Mohammedaner.

Somit gilt auch Markus 16 (15) für die Mohammedaner.

In der 19. Sure (Maria bzw. Maryam) sagte Mohammed:

35: Jesus, der Sohn der Maria, sprach wahr.

36: Jesus ist nicht der Sohn Gottes, denn Gott (Allah) hat keinen Sohn.

42: Abraham war ein gerechter Mann und ein Prophet.

52: Mose(s) war ein rechtschaffener Gesandter und Prophet.

Damit kann es keinen Zweifel geben, daß der gläubige Mohammedaner Moses und Jesus als wichtigste Propheten Gottes anzuerkennen hat.

Dann gilt aber auch für den Mohammedaner das, was Jesus Christus gefordert hat:

„Geht hin in alle Welt und predigt das Evangelium aller Kreatur !“

Die Verachtung der Mohammedaner gegenüber Tieren wie Hunden und ihre allgemeine Mißachtung der Tiere ist damit ein Verbrechen vor Allah.

Ähnliches besagt die letzte Offenbarung Mohammeds in der 5. Sure (Der Tisch):

4:  ... Heute habe ich für euch eure Religion vollendet und meine Gnade an euch erfüllt und euch den Islam zur Religion gegeben.

6: An diesem Tage ist euch alles, was gut ist, zu genießen erlaubt, auch die Speisen der Schriftbesitzer, sowie eure Speisen auch ihnen erlaubt sind.

16: Es wurden im Koran viele Stellen der früheren Offenbarungen aufgezeigt, die die Schriftbesitzer aber weggelassen hatten. Dadurch werden Thora und Evangelien als 2. Wahl unter den Offenbarungen erklärt, und nur das, was Mohammed offenbarte, ist wirklich wahr.

45: Wir haben die Thora offenbart, die Leitung und Licht enthält; nach ihr leiteten die gottergebenen Propheten die Juden an; auch die Rabbiner und Schriftgelehrten urteilten nach dem Buch Allahs, das ihnen zur Aufbewahrung gegeben war ...

46: Das Gesetz „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ wird erweitert um die Sühne durch Freikauf mittels Almosen. Wer hinreichend zahlt, dem wird die Sünde vergeben.

Jesus, der Sohn der Maria, wurde geschickt, um die früheren Offenbarungen zu bestätigen.

Wir gaben Jesus das Evangelium als Licht und Leitung ...

Jetzt ist Mohammed geschickt worden, um die früheren Offenbarungen zu bestätigen und als Wächter über die Religion Allahs zu wirken.

55: Oh Gläubige, wer unter euch von seinem Glauben abfällt, an dessen Stelle wird Allah ein anderes Volk setzen, welches er liebt und das er liebt ...

66: Wenn die Schriftbesitzer nur glauben und Allah fürchten wollten, werden wir ihre Sünden vergeben und sie in wonnevolle Gärten versetzen.

67: Wenn sie Thora und Evangelium beachten, und was nun ihnen von Allah offenbar worden ist, so werden sie sehr gut belohnt werden ... Es gibt auch rechtschaffene Leute unter ihnen, die meisten aber tun nur Böses.

73-78: Verbot der Vielgötterei: Jesus ist der Sohn der Maria, aber nicht Allah. Man darf Allah keinen weiteren Gott zugesellen. Die Trinität ist ein Frevel gegen Allah.

90: Wer einen Eid bricht, der muß 10 Arme mit guter Speise versorgen, sie kleiden oder einen Gefangenen auslösen. Kann er das nicht, muß er 3 Tage fasten.

Dieses Konzept der Sühne gibt es für viele Übertretungen.

91: Oh Gläubige, Wein, Spiel, Bilder und Loswerfen sind verabscheuungswürdig und verboten.

111-118: Jesus war ein echter Gesandter Allahs, er sprach wahr und die Wunder, die Jesus bewirkte, geschahen in Wirklichkeit durch Veranlassung Allahs.

Auch die Sure 19 (35) besagt. daß der Mohammedaner, also der Anhänger des Islam, an die Evangelien glauben soll und somit auch an die Worte von Markus 16 (15) gebunden ist:

„Geht hin in alle Welt und predigt das Evangelium aller Kreatur !“ Markus 16 (15)

Das ist eine klare Anweisung, die ebenso klar von den Klerikalen über Jahrhunderte mißachtet worden ist.

Wann fangen die Klerikalen von Christentum und Islam endlich damit an, das Evangelium aller Kreatur zu predigen ?

Ferner gebot Mohammed in der 30. Sure (Die Römer):

33: Es sollen keine Spaltungen in der Religion stattfinden, d.h. Sektenbildung ist verboten.

Mohammed sagte ausdrücklich, daß Allah ihm den Auftrag gegeben hat, den Islam als Religion einzuführen, weil die Schriftbesitzer (Juden und Christen) uneins sind und sich in Sekten zersplittert haben.

Aber schon in der 1. Nachfolge auf Mohammed fand eine Spaltung der Mohammedaner statt in Sunniten und Schiiten.

Was ist die Meinung Allahs dazu ?

Hier liegt ebenfalls ein klarer Verstoß gegen ein klares Gebot Allahs vor.

4  Gentechnische Veredelung des Menschen als Gottes Auftrag

Es ist sicher hinreichend viel an Verbrechen durch Menschen erfolgt, daß Gott bzw. Allah Grund zur Bestrafung der Menschen hat, aber es ist nicht einzusehen, daß die Tiere für die Verbrechen der Menschen büßen müssen.

Tier- und Pflanzenwelt als Gottes Werk sind vor der Bestrafung der Menschen durch Gott bzw. Allah in Sicherheit zu bringen.

Vor allem sind die Maßnahmen dafür zu ergreifen, daß die Vernichtung der Tier- und Pflanzenwelt durch die Menschen verhindert wird, ebenso die immer schnellere Ausrottung von Tier- und Pflanzenarten, die Vernichtung großer Tierbestände, das Abbrennen von Urwäldern, die Verdreckung der Meere ….

Das Böse im Menschen läßt aus dieser fast hoffnungslosen Situation auf der Erde nur einen Ausweg zu:

Wir Menschen müssen so schnell und gründlich wie nur möglich damit beginnen, die natur- und ingenieurwissenschaftlichen Kenntnisse und ingenieurtechnischen Fähigkeiten zu entwickeln für die hinreichende gentechnische Veredelung des menschlichen Genoms, wodurch wir den Menschen gentechnisch vom Bösen befreien und somit neue „Menschen“ erschaffen, die frei vom Bösen sind und damit Superzivilisationen erbauen und in Paradiesen leben können.

Vom christlichen Lehrgebäude her ist das auch gestattet, denn Jesus Christus hat gesagt: „Wenn dich dein Auge ärgert, so reiße es heraus …“

Die gentechnische Veredelung des Menschen ist die Strafe Gottes für die Mißachtung seiner Gebote durch die Menschen:

„Du sollst nicht töten …“

„Geht hin in alle Welt und predigt das Evangelium aller Kreatur !“

„Was Ihr den Geringsten angetan habt, das habt Ihr mir angetan.“

Vom mohammedanischen Lehrgebäude her ist das auch gestattet, denn Mohammed hat gesagt:

  1. Sure: 55: Oh Gläubige, wer unter euch von seinem Glauben abfällt, an dessen Stelle wird Allah ein anderes Volk setzen, welches er liebt und das ihn liebt ...

Dieses „Volk“ wird aus gentechnisch veredelten „Menschen“ bzw. Androiden bestehen, die frei vom Bösen sind. An die Stelle der Menschheit wird ein anderes „Geschlecht“ gesetzt.

Das Christentum muß sich ferner mehr seiner Quelle, dem Buddhismus, öffnen.

Gautama Siddharta, der Buddha, hat um 460 v.Chr. viele Lehren vorweggenommen, die später als christlich bezeichnet worden sind, weil sie ganz zentrale ethische Forderungen von Jesus Christus gewesen sind. Der Buddha verwendete auf der Basis lokaler Traditionen zur Stützung seiner Lehren die Seelenwanderung, und Jesus Christus mochte von der altägyptischen Vorstellung vom Totenreich, vom Land des Westens und der möglichen Wiederkehr der Toten beeinflußt worden sein.

Viele Vorstellungen von Jesus Christus über das Verhalten der Menschen zueinander wie Friedfertigkeit, Streben nach Erlösung und Verzicht auf Rache finden sich schon in den Lehren des Buddha, aber vermutlich wegen der anderen Lebensumstände unter der römischen Herrschaft in Klein- und Vorderasien ist in den christlichen Lehren der Tierschutzgedanke nicht so deutlich enthalten.

Bei Sicht auf das vernichtende Walten der Menschen in der Tier- und Pflanzenwelt seit Jahrhunderten und zur Gegenwart immer schneller und katastrophaler hin ist es ein Gebot höchsten Ranges, den Tier- und Pflanzenschutz in die christliche Lehre sehr viel stärker einzubringen.

Das Christentum ist mit der buddhistischen Lehre zu vereinigen, unter Fortlassung von allen spiritistischen und okkultistischen Vorstellungen:

Alle die überalterten Vorstellungen wie Jenseits, Seele, Nirwana, Karma, Auferstehung von den Toten, Jüngstes Gericht, Dharma, Seelenwanderung ... werden eliminiert. Das kann man als die 2. Christianisierung bezeichnen.

Gewarnt wird vor dem Menschen, vor seiner Bestialität, Skrupellosigkeit, Grausamkeit, Gier, Mordgier, Tötungsbereitschaft ..., allgemein vor dem Bösen im Menschen.

Es darf die Bestie nicht in der menschlichen Psyche gelassen werden.

In Kenntnis der Kapitalverbrechen der Menschen ist zu fordern:

Gentechnische Veredelung des Menschen – sofort und jetzt !

Heute haben wir noch eine intakte Zivilisation und Forschungskultur.

Heute ist es noch möglich, durch eifrige natur- und ingenieurwissenschaftliche Forschung die Wissenschaften und Geräte zu entwickeln, um eine hinreichende gentechnische Veredelung des menschlichen Genoms zu erreichen.

5  Forderung zu einer höheren Weltsicht

SF       Science Fiction

IW       Intelligentes Wesen

IWA    Art oder Species von IW

NBE   Natürliche Biologische Evolution

NIW    IW, dessen Species über NBE entwickelt worden ist

TZ       Technische Zivilisation

VIW    Vollständiges Vernunftwesen mit hohem und stabilem Vernunftwesen

IWE    Künstlich-technische Herstellung von VIW durch IW

Das Morden der Menschen in der Tierwelt beweist, daß wir eine bedeutend höhere Weltsicht benötigen, als sie von den Religionen vermittelt wird.

Gemäß der SF-Sicht ab den 1960er Jahren und der wissenschaftlichen Sicht ab 2000 leben wir in einem Multiversum, in dem sich viele Universen mit oft unterschiedlicher Physik und Metrik entwickeln, die jeweils in den Universen die Entwicklung von Materie, Strahlung, Galaxien, Sternen, Sonnensystemen, Leben, Intelligenten Wesen (IW) … ermöglichen oder nicht. Wir leben offensichtlich in einem Universum, in dem das alles möglich ist.

In unserem Universum gibt es Hunderte von Milliarden Galaxien mit jeweils Hunderten von Milliarden Sternen, wobei viele davon Sonnensysteme darstellen und manche davon Planeten haben, auf denen sich Leben und Arten von IW über Natürliche Biologische Evolution (NBE) entwickeln können, die auch eine Technische Zivilisation (TZ) aufbauen können.

IW, deren Species (IWA) über NBE entwickelt wurden, werden als NIW bezeichnet.

Wie wir auf der Erde sehen, wütet blutiger Terror der NIW gegen alle Geschöpfe – und das wird in allen Sonnensystemen so aussehen, solange die NIW darin herrschen,

IW, die vollkommene Vernunftwesen sind, werden als VIW bezeichnet – sie werden fast nie über NBE entwickelt, sondern von NIW mittels IWE (das ist die künstlich-technische Konstruktion von VIW durch IW). Für die VIW gilt das Ziel, in allen Sonnensystemen für Bau und Unterhalt möglichst vielfältiger, großer und langlebiger Paradiese zu sorgen.

VIW können in Paradiesen leben, NIW wegen des Bösen in ihnen nicht.

In allen Sonnensystemen, in denen durch NBE hinreichend leistungsfähige IW entstanden sind, bringt die NBE im Regelfall keine VIW, sondern eben nur NIW hervor, also NIW wie die Menschen mit dem Bösen in ihrer Psyche. Vor diesem Bösen in ihrer eigenen Psyche können die NIW und auch die Menschen nicht fliehen. Sie tragen auf ihren Eroberungen oder auf ihrer Flucht das Böse in ihnen selbst überall hin in alle Welten. 

Nur und nur die hinreichende gentechnische Veredelung des Genoms der über NBE entstandenen NIW vermag in allen Sonnensystemen die lokalen NIW in VIW zu wandeln.

6  Rettet die Feldhasen !

Es gibt angeblich in Deutschland noch nicht einmal mehr 1 Million Feldhasen, weil Landwirte durch Überdüngung und Jäger durch Überbejagung ihren Bestand dezimieren.

Was für ein Trauerspiel !

Deutschland hat 255000 qkm und darauf ist noch nicht einmal Platz für 1 Million Feldhasen !

Da beklagen sich unsere Politiker mit Krokodilstränen in den Augen über das Abbrennen der Regenwälder in Südamerika und Ozeanien, und in Deutschland findet gegenwärtig ein gigantisches Artensterben statt !

Nicht nur die Feldhasen stehen auf der Roten Liste in Deutschland.

Hört endlich mit dem Töten und Vergiften von Landflächen, Seen und Bächen auf !

Den Menschen ist es immer noch nicht gelungen, ihren Tötungsdrang gegenüber anderen Menschen unter Kontrolle zu bringen, und sie sind noch viel weiter entfernt davon, ihren Tötungsdrang gegenüber Tieren unter Kontrolle zu bringen.

„Geht hin in alle Welt und predigt das Evangelium aller Kreatur.!

Der wahre Christ tötet nicht sinnlos und mit Lust die Tiere, sondern er predigt ihnen das Evangelium im Gedenken an Jesus Christus !

Schleichen Sie also nicht nachts mit ihrem Gewehr herum oder lauern auf einem Hochstand,

den Kopf voll Blutdurst und Tötungsdrang, auf harmlose Tiere, die nur ein wenig Gras essen wollen !

Denken Sie an Markus 16 (15):

„Geht hin in alle Welt und predigt das Evangelium aller Kreatur.!

Lernen Sie endlich, mit den anderen Menschen und auch mit den Tieren und Pflanzen in Frieden zu leben !

Wenn die Menschen Tier- und Pflanzenarten ausrotten, vernichten sie das Schöpfungswerk Gottes und es wäre dann auch unnütz gewesen, daß Gott vor der Sintflut dem Noah den Befehl gab, von allen Tieren je ein Paar auf die Arche zu nehmen, um das Aussterben ihrer Art in der Sintflut zu verhindern

Die Herrschaft der Menschen über die Tiere heißt im göttlichen Sinne also bestimmt nicht, daß die Menschen Tierarten ausrotten oder auch nur Tiere unnütz oder mit Lust töten !.

Löscht der Mensch Tier- oder Pflanzenarten aus, so vernichtet er das Werk Gottes !

Nur der Mensch darf sich als Christ bezeichnen, der im Sinne der Evangelien handelt.

Wer unnütz oder aus Lust tötet, ist bestimmt kein Christ und kein Buddhist, aber eine Bestie.

Interessant ist in diesem Zusammenhang, daß Mohammed gesagt hat, daß das, was Jesus Christus gesagt hat, wahr sei (19. Sure, 35).

Also gilt dasselbe Gebot für den Schutz des Werks Gottes, also die Tier- und Pflanzenwelt, auch für die Moslems.

7  Die Vernichtung der Tier- und Pflanzenwelt durch die Menschheit verhindern

Heute bemüht sich – oft vergeblich – die UNO um Frieden unter den Menschen, aber daß die Menschen auch Frieden gegenüber den Tieren und Pflanzen praktizieren müssen, haben die Repräsentanten der UNO noch längst nicht begriffen.

Die Erklärung dafür ist wie folgt:

So wie die Menschen früher von Nationalismus und Rassismus erfüllt waren – übrigens bis heute noch –, so zeigen sie einen atavistischen primitiven anthropozentrischen Hominismus oder Menschismus, auf den sie alle ihre bestialischen Spinnereien übertragen, die sie gegenüber anderen Menschen und Menschengruppen nun nicht mehr so ausleben dürfen – siehe das Morden an den afrikanischen Elefanten, Nashörnern, Giraffen …

Menschen töten, getrieben von atavistischer primitiver Jagdlust, höhere Tiere wie Elefanten, Löwen, Flußpferde, Büffel und Giraffen … und die UNO schweigt, weil ihre Repräsentanten nicht intelligent und ethisch hochstehend genug sind, um zu erkennen, daß alle diese Tiere ein absolutes Lebensrecht haben, völlig unberührt von der oft gegenteiligen Meinung geistig zurückgebliebener Menschen. 

Genauso wie früher die führenden Staaten darüber hinweggesehen haben, wenn man Menschen wegen ihrer Rasse, ihres Glaubens oder ihrer Nationalität verfolgt hat, so schweigt heute die UNO zu den Massenmorden an Tieren in Afrika, Amerika und Ozeanien.

Rassismus und Nationalismus werden heute verurteilt, aber Hominismus und anthropozentrischer Menschismus sind noch weit schlimmer als diese, weil hier die Menschen sich in verbrecherischer Weise wirklich gegen die Schwächsten richten, und zwar die Tiere.

Jedoch gilt:

Tiere sind unsere geborenen Schutzbefohlenen und Kameraden in der Ewigkeit und nicht unsere geborenen Laborratten oder sonstwelche Opfer menschlicher Bestialität. 

Es ist ganz offensichtlich, daß nur deshalb nicht viel mehr an Leben vernichtet wird, weil die Technik der Menschen noch nicht so weit fortgeschritten ist. Aber die Menschen entwickeln ihre Technik immer höher und sind wegen ihrer technischen Intelligenz in der Lage, immer mächtigere Waffen und Maschinen zu bauen.

Je höher die technologische Stufe wird, um so gravierender werden die Vernichtungen an Leben durch das Böse im Menschen. Es ist völlig klar, daß man den Menschen nicht weiter ungestört sein Vernichtungswerk an der natürlichen lebendigen Schöpfung fortsetzen lassen darf. Mit dieser Bestie im Menschen dürfte er keine Superzivilisation mit ihren Supermaschinen erschaffen, aber diese kommt durch die geistige Aktivität der Menschen unaufhaltsam, und dann verfügt der Mensch mit dem Bösen in sich über die Vernichtungswaffen der Superzivilisation, was seinen baldigen Artentod erzwingt. Der Mensch ist wegen des Bösen in sich nicht dazu in der Lage, die Machtmittel der Superzivilisation sittlich-ethisch zu verwalten und anzuwenden.

Man kann den Tötungswahn, das Vergnügen am Töten und Rauben, bei allen Menschen mittels erzieherischer Methoden, guter Lebensbedingungen, guter wirtschaftlicher, sozialer … Bedingungen nicht hinreichend unter Kontrolle bringen:

  • Da lebt ein Mann mit seiner Familie, hat selber zwei kleiner Kinder, ist niemals wesentlich mit dem Gesetz in Konflikt gekommen, und mißbraucht und tötet dann ein kleines Mädchen oder einen kleinen Jungen.
  • Da lebt ein 17jähriger Schüler ein völlig normales, „unauffälliges Leben, und dann läuft er Amok und tötet dabei ein Dutzend Menschen.
  • Da lebt ein Ehepaar „glücklich“ für ein Jahrzehnt miteinander, und dann tötet der eine den anderen aus niederen Beweggründen heraus.
  • Da schlagen 4 Jugendliche in einer UBahnstation einen Passanten zusammen, sie haben ihn vorher nicht gekannt, aber sie hatten Lust auf Gewaltausübung.

Immer dann, wenn so etwas oder ähnliches geschieht, gibt es ein großes Geschrei in allen Medien, die Menschen stellen sich rat- und fassungslos ob solcher Gewalttaten – das ist absoluter Humbug. Solche Vorfälle sind viel zu oft, als daß man sich ratlos stellen sollte ob solcher Grausamkeit und Tötungsbereitschaft. In der Psyche der Menschen sitzt eben das Böse in Form von Raub-, Mord- und Jagdlust, Grausamkeit, Sadismus, Herrschsucht, Egoismus, Eitelkeit, Eifersucht, Zorn, Wut, Neid, Haß, Gier …,

Der Mensch sollte anerkennen, daß er das Böse, die Bestie in sich hat, und daß es um so besser wäre, wenn er so bald wie nur möglich anfangen würde, sich selber in wirksamer Weise von dem Bösen in sich selber zu befreien.

Das scheinheilige Geschrei in den Medien bei den scheußlichen Gewalttaten scheint psychologischer Natur zu sein mit der Ursache, daß der Schreier meint, daß er die anderen Menschen um so mehr davon überzeugen kann, daß in ihm selber nicht diese Bestie sitzt, je lauter er schreit. Aber es gilt: Diese Bestie sitzt auch in seiner Psyche.

Die infantile, kindische, närrische, läppische bis senile Verhaltensweise so vieler Menschen bei der Erfahrung des Bösen bewirkt, daß die Menschen nicht nach den wirklichen Ursachen für das Böse in ihnen selber forschen und nach den Methoden suchen, mit denen man die Menschen vom Bösen in sich selber befreien kann.

Das führt wieder zu dem Problem, das Böse im Menschen sichtbar zu machen, also das Böse, das der Mensch aus freiem Willen heraus tut und nicht auf Befehl eines Diktators oder einer übermächtigen Ordnungsmacht hin.

Insbesondere sind alle Anstrengungen zu unternehmen, um die durch den anthropozentrisch-hoministischen Beziehungswahn des Menschen drohende Vernichtung der Tier- und Pflanzenwelt zu verhindern.

Wie drückt sich die menschliche atavistische Primitivität aus, vor allem die archaische Primitivität der Verantwortlichen unter den Menschen, also den Eliten der Menschheit ?

Durch Kohlendioxidzunahme in der Atmosphäre, Verdreckung und Leerfischung der Meere, Artenschwund bei Tieren und Pflanzen mit der Gefahr einer zukünftigen toten Erde ...

Dabei gilt folgendes:   

  • Wenn durch die Aktivitäten der Menschen zuviel Kohlendioxid in die Atmosphäre gelangt, wäre es vernünftig und zwingend, entsprechend große Maschinenanlagen zu bauen und zu betreiben, mit denen man das Kohlendioxid wieder aus der Atmosphäre holt.
  • Wenn durch die Aktivitäten der Menschen die Meere verdreckt werden mit Plastikmüll, losgerissenen Fischernetzen, Erdölrückständen ..., wäre es vernünftig und zwingend, eine hinreichend große Flotte von Schiffen zu bauen und zu betreiben mit der Aufgabe, diesen Dreck wieder aus den Meeren zu holen.
  • Wenn durch die Aktivitäten der Menschen das Artensterben unter Tieren und Pflanzen immer schneller wird, wäre es vernünftig und zwingend, große Reservate einzurichten, wo diesen Tieren und Pflanzen unter militärischem Schutz hinreichend Raum, Entwicklungsmöglichkeit und Schutz gewährt wird.

Gibt es bei der Menschheit solche Bestrebungen ? Offensichtlich nicht.

Die geistigen Eliten der Menschheit halten wegen ihrer atavistischen Primitivität die Vernichtung der Erde durch die Menschen nicht auf und wegen der psychotischen Geldgier der "Eliten" wird diese von ihnen sogar noch vorangetrieben.

Die Menschheit treibt wegen des Bösen im Menschen auf eine Zerstörung der Erde zu. Die Menschen sägen – getrieben vom Bösen in ihrer Psyche – den Ast ab, auf dem sie sitzen.

 

Man hört so viel von investigativen Journalisten.

Warum weisen Journalisten nicht laufend auf die Vernichtung des Lebens durch die Menschen hin?

Wie ist das möglich, wo doch die Medien in der freien Welt von sich selber behaupten, das Gewissen der Nationen zu sein ?

Zeitungen, Zeitschriften, Rundfunk- und Fernsehprogramme werden in der „freien Welt“ von einer riesigen Anzahl von Journalisten mit Informationen versorgt, und dann erleben wir, daß die wahren Ursachen für Klimawandel, Verdreckung der Meere und Vernichtung von Tier- und Pflanzenarten – und auch ihr gewaltiges Ausmaß – so wenig diskutiert werden ? 

Zeitungen, Zeitschriften, Illustrierten … in der „freien“ Welt sind in privater Hand, und wer sie besitzt und damit das Sagen hat, der entscheidet über das, was geschrieben wird.

Wenn unsere Erde stirbt, weil die Menschen sie verdrecken - warum kümmert das die verantwortlichen Menschen, also die Eliten der Menschheit, nicht ?

Wie kann man nur so geistig beschränkt und sittlich unterentwickelt sein, daß man in der Gegenwart so unter den Lebensformen wütet, daß die von der Natur errungenen Wertschöpfungen an Leben in so gigantischem Ausmaß vernichtet werden ?

Die Ursache dafür liegt im Genom des Menschen, das sich im Verlauf von Hominisierung und Sapientierung über die Jahrmillionen so entwickelt hat, daß die Hominiden in einer Urzeit maximale Überlebenschancen hatten.

In einer urzeitlichen Welt ist die triebhaft-gefühlsmäßige Ausstattung des Menschen optimal, also sehr gut, aber in einer zivilisierten Welt im Besitz gewaltiger technischer Machtmittel ist sie erbärmlich und bösartig.

Es ist den Menschen, die in EU-Institutionen arbeiten, in EP und EC, aber auch vor allem denen, die in der UNO arbeiten, dringend nahezulegen, die Bestie in sich selber zu erkennen und den anderen Geschöpfen auf der Erde endlich ein eigenständiges, vom Menschen unabhängiges Lebensrecht anzuerkennen und zu garantieren.

Das gilt nicht nur für Elefanten, Nashörner, Giraffen, Löwen … in Afrika, sondern auch für Rehe, Hirsche, Hasen, Rebhühner, Auerhühner, Luchse, Wölfe, Bären, Elche … in Europa.

Die Menschen haben nicht darüber zu bestimmen, ob es in den nächsten 100 Millionen Jahren noch Elefanten, Nashörner, Hasen, Rebhühner usw. gibt oder nicht.

Die Menschen haben die Atmosphäre nicht mit Kohlendioxid, Methan … zu überladen, damit die anderen Geschöpfe eine bewohnbare Erde haben.

Die Menschen haben die Kontinente und Meere nicht zu verdrecken und mit Müll zu überladen, damit die anderen Geschöpfe eine bewohnbare Erde haben.

Die Menschen dürfen die anderen Geschöpfe nicht in diesen riesigen Mengen abschlachten und Tier- und Pflanzenarten auslöschen, damit die anderen Geschöpfe die Epoche der Menschheit überleben können und nach der Zeit der Menschheit eine bewohnbare Erde haben.

Die Menschen haben die Meere nicht mit losgerissenen Fischernetzen … zu überladen, damit sich die Meerestiere nicht darin verfangen und nicht einen erbärmlichen, völlig sinnlosen Tod sterben. Pro Jahr sollen 300000 Meeressäugetriere in Netzen verenden und 1 Million Tiere insgesamt.

Wir erfahren laufend aus den Medien von den Massenschlächtereien an Elefanten und Nashörnern, aber selten liest oder sieht man etwas von Kommentaren von EU-Bürokraten oder UNO-Mitgliedern dazu. 

Es ist zu fordern, daß der Schutz der Wildtiere in Afrika, Europa, Amerika, Australien, Ozeanien … eine Sache der UNO wird und daß die Wildtiere in großen Reservaten unter internationalen und hinreichenden militärischen Schutz gestellt werden.

Es ist zu fordern, daß die Medien über die Massenschlächtereien an Wildtieren in freier Wildbahn durch den Menschen so lärmend und andauernd berichten müssen wie über jedes andere Kapitalverbrechen, das von Menschen verübt wird.

8  Rassismus, Nationalismus, Anthropozentrismus, Hominismus …

Die Menschen stehen zwar auf einer viel höheren Entwicklungsstufe als die Tiere und Pflanzen, aber die Menschen haben wegen des Bösen in ihrer Psyche noch längst nicht den Rang von Vernunftwesen.

Wenn Menschen nicht einsehen, daß Tiere und Pflanzen ein vom Urteil der Menschen völlig unabhängiges Recht auf freies, artgerechtes Leben haben, dann ist das nur eine Variante davon, daß Menschen den Vertretern anderer Gruppen (heute Nationen) oder anderer Rassen der Menschen mit genau dieser abschätzigen Einstellung für Jahrzehntausende entgegengetreten sind.

Der anthropozentrische Hominismus oder Menschismus wähnt den Menschen genauso auf triebhaft-dumpfe Weise weit über Tieren und Pflanzen stehend wie

  • der Nationalist die Vertreter seiner Nation als hoch überlegen dünkt gegenüber den Vertretern anderer Nationen oder
  • der Rassist die Vertreter seiner Rasse als weit überlegen ansieht gegenüber den Vertretern anderer Rassen.

Mit den heutigen Menschen kann man deshalb keine Superzivilisation auf Dauer halten, weil zu viele unter den Menschen das Böse, die Bestie in ihrer Psyche nicht hinreichend kontrollieren können.

Wenn Menschen in der bekannten überheblichen, anthropozentrisch-hoministischen Art und Weise Tieren und Pflanzen kein eigenständiges Lebensrecht einräumen, dann sind diese Menschen sittlich-ethisch nicht hinreichend hoch entwickelt.

Genau aus diesem Grunde vernichten die Menschen in viel gründlicherer Weise das Leben um sich als die vielen Fleisch fressenden Raubsaurier der Trias-Formation.

Die Saurier wurden im Verlauf der Hunderte von Millionen Jahren durch höher entwickelte Säugetiere ersetzt.

Sittlich-ethisch und geistig hinreichend fortgeschrittene Menschen werden die Menschen durch gentechnisch veredelte „Menschen“ ersetzen, die als Vernunftwesen bedeutend mehr als die heutigen Menschen den sittlich-ethischen Vorstellungen einer Superintelligenz entsprechen.

Die alte Erkenntnis, daß die Menschen bisher der größte Irrtum der Natur sind, muß sich in dem Willen manifestieren, den menschlichen Genom auf gentechnischem Wege hinreichend zu vervollkommnen, so daß im Genom des Menschen nicht mehr das Böse einbeschrieben ist. Die Menschen müssen mittels Gentechnik zu Vernunftwesen weiter entwickelt werden. 

Es gibt Evolutionsbiologen, die mit Krokodilstränen in den Augen sagen, daß wir Menschen in der Zukunft eben nun mal auf der Erde "allein" sein werden, wenn die Menschen alle Tiere ausgelöscht haben – solche Menschen sind als Wissenschaftler eine sittliche Katastrophe.

Die Ursache für dieses sittlich-ethische katastrophale Fehlverhalten ist die typisch menschliche Psyche, die von Hominisierung und Sapientierung her auf Rassismus, Nationalismus und anthropozentrischen Menschismus getrimmt ist.

Menschen haben geistig-ethische Defekte, die durch eine noch so gute Erziehung und Lebensweise nicht behoben werden können.

Menschen haben über Jahrzehntausende nicht nur untereinander in grausamster und verheerendster Weise getötet, geraubt und vernichtet mit vielen Millionen menschlicher Opfer, sondern sie haben auch in großen Mengen Tiere und besonders Großtiere getötet.

Es ist der primitive, dumpfe atavistische Anthropozentrismus und Artennarzißmus, der die Menschen dazu bringt, ihren Mitgeschöpfen ihre Grund- und Lebensrechte zu verweigern.  

Wir haben die gewaltigen Probleme des Klimawandels, der Verdreckung und Leerfischung der Meere, der Energiewende ..., aber Europaparlament, EU-Kommission oder andere EU-Bürokraten kümmern sich um die Krümmung von Bananen und Gurken und von der UNO kommt kein Kommentar, obwohl die UNO ein von den Staaten der Erde finanziertes Umweltprogramm unterhält (mit Sitz in Nairobi, unweit von den Tiermördern).

Setzt man für gewisse UNO-Umweltprogramme übliche europäische Leistungskriterien an, dürften die Massenschlächtereien an Elefanten und Nashörnern in Afrika gar nicht möglich sein wenn man den hehren moralisch-sittlichen Anspruch der UNO-Verantwortlichen in ihren Reden ernst nimmt.

Da ja nun jeder weiß, daß diese Massenmorde in der Großfauna im Auftrag asiatischer Hehler oft unter Unterstützung lokaler Potentaten erfolgt, ist es eigentlich ganz selbstverständlich, daß man mit der Bekämpfung der Wilderer dort beginnt, wo die Hehler sitzen, also in asiatischen Staaten, von denen man weiß, wie sehr sie nach Elfenbein und Nashornpulver gieren.

Macht das die UNO mit dem erforderlichen Nachdruck ? Nein ?

Dann muß man sich wegen des Bösen in der Psyche der Menschen fragen, wieviel die Mitarbeiter der UNO dabei verdienen.

Am 25.6.2013 hat der US-Präsident Barrack Obama angekündigt, daß nun in den USA entschieden mehr gegen den Ausstoß von Kohlendioxid getan werden soll - das kam also nicht vom UNO-Umweltprogramm.

Frage: Warum haben das UNO und EU nicht schon längst gefordert und entsprechende glaubhafte Projekte gestartet ?

US-amerikanische Forscher haben nachgewiesen, welche ungeheuren Mengen an Müll in den Weltmeeren treiben warum hat das nicht die UNO als angeblicher Vertreter der Menschheit getan ?

Warum treten nicht EU, EP, EU-Kommission und vor allem ingenieurtechnische Forschungsinstitute an die UNO heran, um sie auf diese ihre Aufgaben hinzuweisen, die aus dem Anspruch der UNO folgen, in Vertretung der Menschheit zu stehen ?

Und in Vertretung vor wem ?

Die UNO hat noch nicht begriffen, ebenso wenig wie die Regierungen der Staaten der Menschen, daß die Regierung eines Landes nicht nur über das Schicksal der darin lebenden Menschen zu befinden hat, sondern auch über das der Tiere und Pflanzen im betreffenden Land, die aus vernünftiger und objektiver, also übermenschlicher Sicht her ein vom Menschen völlig unabhängiges Lebensrecht haben und entsprechend gepflegt und gehegt werden müssen.

Wir müssen gerade miterleben, wie durch die bestialische Geschäftstüchtigkeit oder geschäftstüchtige Bestialität der Menschen die Nashörner als Species ausgerottet werden, ebenso werden die Bestände an Elefanten, Giraffen, Löwen und anderen Großtieren dezimiert, sicher im Auftrag von Hehlern und auch vermutlich im Auftrag von Politikern in Afrika, die gut daran verdienen.

Die willentlich durchgeführte Vernichtung einer Großwildart ist ein so ungeheures Verbrechen, daß man sich wundern muß, daß die Medien der freien Welt nicht laufend darüber berichten.

Diese Medien sind eben doch nicht so frei, denn sie sind im Besitz von Kapitalisten.

 Wir haben die gewaltigen Probleme um Rückgang der Artenvielfalt von Tieren und Pflanzen ..., und Europa-Parlament, EU-Kommission, EU-Bürokraten  und UNO nehmen das entweder nicht wahr oder handeln nicht entsprechend.

Elefanten werden zu Tausenden und Nashörner zu Hunderten vom Menschen in Afrika aus niedersten Beweggründen heraus abgeschlachtet wo bleibt denn nur in den Medien der Sturm der Entrüstung dagegen?  

Und warum unternimmt die UNO nichts dagegen ?

Hat die UNO dazu gar nichts zu sagen ?

Feldhasen, Luchse, Braunbären, Elche, Auerhühner ... haben ihre natürliche Heimat in Europa. Warum schaffen es die Menschen in Europa nicht, den jeweils heimischen Tier- und Pflanzenarten ein vom Menschen unabhängiges Existenz- und Lebensrecht einzuräumen ?

Haben EC und EP dazu gar nichts zu sagen ?

Man muß sich hier klar vor Augen halten:

Wir erfahren aus den Medien laufend, wie sehr die Menschen ihre Umwelt verdrecken, aber die Regierungen der Staaten der Menschen, auch EU, EP, EU-Kommission, UNO und Forschungsinstitute kümmern sich nicht darum, obwohl ganz klar erkennbar wird, daß unsere Ozeane bald bar höheren Lebens sind, wenn die Menschen so weiter machen.

Nun ja, Politiker haben ihre Eigeninteressen und Spezialgebiete, und wie wir laufend aus den Medien erfahren, überwiegen oft die Eigeninteressen (siehe Korruption) die berechtigten Belange derer, in deren Namen die Politiker sprechen sollen, jedoch – zu diesen gehören nicht nur die Menschen, sondern auch Tiere und Pflanzen.

Das Aussterben des deutschen Feldhasen kümmert die UNO nicht und ebenso wenig das Aussterben so vieler anderer Tierarten in Deutschland.

Man kann immer wieder darüber staunen, daß sich die EU-Bürokraten um die Krümmung von Gurken und Bananen kümmern, aber nichts dagegen tun, daß die Meere und Kontinente verdrecken, die Atmosphäre immer mehr Kohlendioxid aufnehmen muß, verursacht durch den Abbrand der Menschen, und die Vernichtung der Tier- und Pflanzenarten durch die Menschen immer schneller fortschreitet.. 

Z.B. ist die Energiewende mit wirksamen Maßnahmen zur Minderung der Zunahme an Kohlendioxid in der Atmosphäre zu verbinden, und bisher steht dafür nur die Biotechnik über weitläufige Nutzung von Algenkulturen in großen Wassertanks zur Verfügung.

Der Anbau von Mais als Energiepflanze benötigt große Flächen.

Mit großen Wassertanks mit geeigneten Algenkulturen könnte man viel größere Mengen an geeigneter Biomaterie ernten, weil die Algen direkt im Wasser leben und nicht nur in einer dünnen Schicht wachsen, sondern in dem ganzen Wasservolumen, das ihnen der Wasserbehälter bietet.

Die Bildung von Zucker, Zellulose, Alkohol … aus Kohlendioxid benötigt viel Wasser und Energie, und diese stehen in den äquatorialen Regionen der Ozeane in fast beliebiger Menge zur Verfügung. Dort ist also sehr viel Platz für das Anlegen sehr großer Algenkulturen und Fischfarmen, z.B. für Sardinen.

Warum gibt es keine Forschungsprojekte in dieser Richtung ?

Es ist ein großes Mißverhältnis zu beobachten zwischen den lärmenden Berichten zu Energiewende und Klimawandel auf der einen Seite und angekündeten Projekten von einschlägigen Forschungsinstituten, Regierung, EU und UNO auf der anderen Seite zur erfolgreichen

  • Durchführung der Energiewende,
  • Abwehr des Klimawandels,
  • globalen Müllbeseitigung und
  • Beendigung des Artensterbens bei Tieren und Pflanzen.

Es ist dies zu erkennen bei den Berichten über die Verschmutzung der Meere mit Erdöl, Plastikabfällen, losgerissenen Fischernetzen ... und dem Fehlen jeglicher kollektiver Aktivitäten der Menschheit zur Säuberung der Meere im Auftrag der UNO.

Dasselbe ist zu erkennen bei den Berichten über das immer schneller fortschreitende Artensterben bei Tieren und Pflanzen und der Vernichtung immer größerer Bestände von Tieren und Pflanzen durch die Menschen.

Will die UNO wirklich die Vertretung der Menschheit sein?

Dann haben wir die Frage:

Gegenüber wem fühlen sich die Mitarbeiter der UNO verantwortlich ?

Vielleicht gegenüber ihrem eigenen Geldbeutel ?

USA, Rußland, Frankreich und England schwören auf Kernkraftwerke, und China baut immer mehr Kohlekraftwerke und stößt immer mehr Kohlendioxid in die Atmosphäre aus.

Von Deutschland aus können tatsächlich nur sehr beschränkte Aktionen erfolgen, aber EU, UNO und Forschungsinstitute sind dahingehend zu beeinflussen, daß sie sich zu ihrer Verantwortung zu wirksamen erdweiten Aktionen gegen schädliche, vom Menschen bewirkte Klimaentwicklungen, Verdreckung der Meere und Vernichtung von Tierarten bekennen.

Prinzipiell tun EU und UNO kaum etwas gegen das vernichtende Wirken der Menschen gegenüber der Tier- und Pflanzenwelt.

Einschlägige Forschungsinstitute, Regierungen, EU und UNO sollten endlich wirksame Maßnahmen gegen schädlichen Klimawandel, Verdreckung der Meere, Leerfischen der Ozeane und andere vom Menschen bewirkte Katastrophen wie das Artensterben bei Tieren und Pflanzen unternehmen.

Kehren wir zurück zur Verdreckung und Ausräuberung der Natur durch den Menschen.

Es ist ein Kennzeichen guter Eltern, wenn sie ihre Wohnungen sauber halten und ihre Kinder zu Ordnung und Sauberkeit erziehen. Menschen, die nicht so sind und ihre Wohnung verdrecken lassen, bezeichnet man als asozial.

Die Menschen verdrecken seit vielen Jahrhunderten die Erde – das ist ihre Wohnung – und eigenartigerweise haben daran die Eliten der Menschen nichts auszusetzen, was heißt, daß die vielen Eliten der Menschheit oft im Grunde asozial sind.

Wann fangen EU-Parlament und UNO endlich damit an, die rein menschengemachten Probleme um Verdreckung der Meere, Zunahme von Kohlendioxid in der Atmosphäre, Rückgang der Artenvielfalt bei Tieren und Pflanzen ingenieurwissenschaftlich anzugehen und nicht nur mit Worthülsen und Phrasen um sich zu werfen ?

Sind die Menschen in EU-Parlament, UNO-Institutionen  ... nicht intelligent oder sittlich hochstehend genug ?

Es zeigt sich, daß Menschen natürlich gezeugt zu oft nicht in der Lage sind, das Böse in sich hinreichend zu kontrollieren.

Noch so gute Formen von Ausbildung, Lebensweise, Beruf, Lebensbedingungen ... sind offensichtlich für viel zu viele Menschen immer noch nicht dafür hinreichend, die Menschen zu lehren, das Böse in sich zu unterdrücken.

Zu den großen Problemen der Menschen gehören offensichtlich vor allem ihre Eliten.

Es werden sittlich viel höher stehende Eliten benötigt, und um das innerhalb von vernünftigen Zeiten zu erreichen und zu verwirklichen, sind die dafür benötigten Forschungsprojekte so schnell wie nur möglich zu starten.

Es deutet alles darauf hin, daß die Menschen wegen ihrer primitiv-atavistischen Psyche nicht in der Lage dazu sind, die alles Leben bedrohenden Auswirkungen ihres Handelns zu erkennen. Weil die Menschen ihren Planeten verdrecken und für das Leben auf der Erde eine immer größere Gefahr darstellen, sind die entsprechenden Gegenmaßnahmen auf dem Gebiet der gentechnischen Veredelung des Menschen zu ergreifen. Es ist zu erforschen, wie der Mensch nach Psyche, Geist und Charakter gentechnisch gestaltet werden muß, damit die Vernichtung der Tier- und Pflanzenwelt und damit dann auch die vorzeitige Vernichtung der Menschheit, bewirkt durch das Böse im Menschen, verhindert wird.  

Es stehen also viele äußerst wichtige Forschungsprojekte an.

9  Das Böse in der Psyche des Menschen steht der Entwicklung der Superzivilisation entgegen – der Blick in größere Zeiträume

Der Menschheit sind durch das Böse in den Menschen und durch den Fortschritt zur Supertechnik enge zeitliche Grenzen gesetzt, denn der Mensch kann wegen des Bösen in ihm immer weniger die immer gewaltiger und mächtiger werden Kräfte seiner Supermaschinen sittlich-ethisch bändigen und beherrschen. Das beweist, daß die gentechnische Veredelung des Menschen die wichtigste Aufgabe der Menschen überhaupt ist, wobei man auf gentechnischem Wege aus dem Genom das darin genetisch einbeschriebene Böse entfernt.

Menschen sind wegen des Bösen in ihrer Psyche nicht dazu fähig, auf Dauer in einer Superzivilisation oder in einem Paradies zu leben.

  • Eine gentechnische Veredelung der menschlichen Psyche ist unbedingt notwendig.

Es wird auf die beiden Schriften verwiesen:

- "Manifest zur gentechnischen Veredelung des Menschen" und

- "Grenzen der Vernunft der Menschen - Restlaufzeit der Menschheit"

Diese Schatten wegen der Bestie im Menschen liegen über der Zukunft und sie künden vom baldigen Artentod der Menschheit, mit oder ohne Ersetzung der Menschheit durch eine sittlich viel höher stehende Species.

Es sind alle Anstrengungen zu unternehmen, um die durch den anthropozentrisch-hoministischen Beziehungswahn des Menschen drohende Vernichtung der Tier- und Pflanzenwelt zu verhindern. Die asozialen Eliten der Menschheit sind ein großes Problem. Die meisten Menschen, die zu Macht kommen, nutzen ihre Macht nicht zum Nutzen des Lebens allgemein, weil die Menschen zu primitiv-atavistisch fühlen und denken.

Die Menschen vergessen folgendes:

- Spätestens in 1,5 Milliarden Jahren - wahrscheinlich aber sehr viel früher - ist die Oberfläche der Erde eine sonnendurchglühte Sand- und Steinwüste ohne Oberflächengewässer.

- In 5 Milliarden Jahren wird die Sonne das Stadium des Roten Riesen erreichen und sich dabei vielleicht über die heutige Erdbahn ausdehnen.

- 2 Milliarden Jahre später wird die Sonne in das Stadium des Weißen Zwerges übergehen, und von da an wird unser Sonnensystem jenseits der 50 Millionen km-Grenze zum Weißen Zwerg Sonne in Nacht, Kälte und Eis versinken.

- Von der Entstehung der Sonne bis zum Beginn des Stadiums als Weißer Zwerg sind es ungefähr 12 Milliarden Jahre, und dann kann die Sonne im Zustand des Weißen Zwerges viele Milliarden Jahre verbleiben, und kühlt allmählich zum Braunen Zwerg und noch viel später zum Schwarzen Zwerg ab.

- Unser Universum ist auch nicht ewig, sondern wird vielleicht schon in 40, 100, 200 … Milliarden Jahren zerfallen, wobei vermutlich seine Überreste im einbettenden Hyperraum bei der Entstehung neuer Universen recykelt werden ...

Diese Zahlen geben den Rahmen an, gemessen von unserer Gegenwart an:

- 1,5 Milliarden Jahre (die Oberflächengewässer der Erde sind verdampft)

- 5 Milliarden Jahre (die Sonne wird zum Roten Riesen),

- 7 Milliarden Jahre (die Sonne wird zum Weißen Zwerg),

- 14 Milliarden Jahre (die Sonne wird zum Braunen Zwerg),

- 40 Milliarden Jahre (unser Universum zerfällt) ...

Die Menschen – und besonders die geistigen, politischen, wirtschaftlichen … Eliten – denken nicht in hinreichend großen Zeiträumen.

Ob das, was wir heute tun, wirklich vernünftig ist, entscheidet sich erst in einer fernen Zukunft, und genau diese müssen wir verstehen lernen.

Wir müssen aufhören, uns auf die Gegenwart und nächste Zukunft zu konzentrieren, und wir müssen damit beginnen, Modelle für die Zukunft in den nächsten 100, 200, …, 500 … Millionen Jahren abzuleiten.

Es gab auf der Erde in den letzten 1,4 Milliarden Jahren 5 oder 6 Massensterben.

Was heute die Menschen auf der Erde an Vernichtung von Leben bewirken, hat schon längst den höchst verderblichen Rang eines geologischen Massensterbens.

Die Gattung Homo gibt es seit 2,4 Millionen Jahren, die Art Homo sapiens in verschiedenen Unterarten seit vielleicht 250000 Jahren.

Wir haben aber noch Hunderte von Millionen Jahren vor uns, und wenn die Menschheit weiterhin in dieser vernichtenden Weise auf der Erde abhaust, dann wird das Leben nach dem sicheren Verschwinden der Menschheit – auf jeden Fall durch die Menschheit selber bewirkt in den nächsten Jahrtausenden – wieder aus sehr niederen Entwicklungszuständen von Lebewesen neu anfangen müssen.

Das Leben auf der Erde hat zwei grimmige, unerbittliche und grausame Feinde, und zwar die Natur und den Menschen.

Die Natur erschafft schon seit 4 Milliarden Jahren auf der Erde Leben, wobei die Vernichtung von Leben eine große Rolle spielt, denn darauf baut die Natürliche Biologische Evolution (NBE) auf.

Die NBE führte auch zu Hominisierung und Sapientierung und damit zur Entwicklung des Menschen, wodurch die Psyche des Menschen im erheblichen Ausmaß zum Spiegelbild der Mächte wurde, die den Menschen erschufen.

Die Entwicklung von Leben auf einem geeigneten Planeten in einem geeigneten Sonnensystem in einem geeigneten Universum … erstreckt sich über Jahrmilliarden, aber die in diesem Prozeß entwickelten Lebewesen erleben und überschauen ihn nicht in seiner Gesamtheit, sondern sind selber nur als Schauspieler ein winziger Teil in einem winzigen zeitlichen Abschnitt davon, was meistens zu sehr falschen Ansichten der Individuen über das Leben und die Natur allgemein führt.

Die Entwicklungsmethoden der Natürlichen Biologischen Evolution (NBE) bei Hominisierung und Sapientierung verankerten in der Psyche der so entwickelten Menschen das Böse in Form von Raub-, Mord- und Jagdlust, Grausamkeit, Sadismus, Herrschsucht, Egoismus, Eitelkeit, Eifersucht, Zorn, Wut, Neid, Haß, Gier …, aber dieses Böse wurde erst zum Bösen durch die Entwicklung von Kultur und Zivilisation durch den Menschen.

Während des Wirkens von Hominisierung und Sapientierung als Teil der NBE waren diese späteren Elemente des Bösen zuerst Elemente des Guten, weil sie erst die Entwicklung der Menschheit als Species ermöglichten.

Nachdem die Entwicklung von Kultur, Zivilisation und Wissenschaft durch den Menschen hinreichend fortgeschritten war, entwickelten die Menschen allmählich die geistige Kraft, sich über das Walten der Naturprozesse zu erheben und sie als dem Bösen zugehörig einzustufen. Das große Problem der Menschen ist aber, daß das Böse in der Psyche des Menschen genetisch verankert ist. Der Mensch sieht zwar auf Grund seiner geistigen Kraft, daß er z.B. nicht töten darf, aber in seinen Trieben und Gefühlen neigt der Mensch dennoch dazu. Das ist die Ursache für die häufigen bösartig-kriminellen Handlungen der Menschen – ein erbärmlicher Atavismus.

Die Kriminalgeschichte der Menschheit (siehe dazu auch das Buch „Aionik III“, Kap. 6) ist erfüllt von einer ununterbrochenen Folge schwerster Kapitalverbrechen der Menschen gegenüber Menschen und auch gegenüber Tieren und Pflanzen, wozu die Massenvernichtung von Menschen und höheren Tieren z.B. durch Maschinenwaffen und die Auslöschung von Populationen von Menschen bzw. Tier- und Pflanzenarten gehören.

Hominisierung und Sapientierung schufen die Realität der Hominiden und ihrer bestialischen Veranlagung, aber das kann in einem größeren Entwicklungsrahmen eine Durchlaufstation sein, die durch eine hinreichende gentechnische Veredelung des Menschen zu der wahren Entwicklung führt, die sich die Menschen seit je her in den Fiktionen von Paradies, Reich Gottes, Himmelreich … erträumt haben.

Um diese Entwicklung einzuleiten, muß sich der Mensch allerdings über seine eigene Natur so klar werden, daß er auch den Willen hat, sich entsprechend gentechnisch zu veredeln. Darum muß man das Böse im Menschen möglichst klar und umfassend darstellen.

Die Kriminalgeschichte der Menschheit zeigt die Bestialität der Menschen und ihre Auswirkungen nicht nur in der Massenvernichtung von Leben und Kulturgütern in Kriegen und Bürgerkriegen und besonders im Lebensalltag der Menschen, wo so oft Bösartigkeit, Gewalt, Raub, Mord und Terror herrschen, sondern auch in der expliziten Massenvernichtung von Tieren und Pflanzen.

Die Kriminalgeschichte der Menschheit der letzten 5000 Jahre, besonders der letzten

500 Jahre, soll den Menschen bewußt machen, daß sie selber wegen des Bösen in sich

so wenig paradies- und weltraumtauglich sind und daß es deshalb keinen anderen Ausweg gibt als den der gentechnischen Veredelung des Menschen.

Es wird dabei besonders auf die vielen und schweren Kapitalverbrechen der Menschen untereinander und gegenüber Tieren und Pflanzen hingewiesen, mit der laufenden Vernichtung von Menschenleben und großer Tier- und Pflanzenbestände zusammen mit der immer schnelleren Vernichtung von Tier- und Pflanzenarten zur Gegenwart hin.

In Legenden, Sagen und Märchen, aber auch in Geschichte und Alltag der Menschen erscheinen so oft

- Massenvernichtung von Leben,

- Vernichtung von Städten und Völkern,

- Kriege und Bürgerkriege mit einer riesigen Anzahl von Getöteten,

aber da wird gesagt, daß die tötenden und raubenden Menschen auf Befehl handelten.

Auf Befehl ?

  • Nun, war das bei der Eroberung Amerikas von 1492 bis heute durch die Europäer wirklich der Fall ? War es nicht eher so, daß man die Indianer gezielt in großen Mengen tötete, um ihnen ihr Land abzunehmen ?
  • Nun, war das bei der Ermordung der Armenier von 1870 bis 1915 durch die Jungtürken in der Nordosttürkei wirklich der Fall ? Sicher gab die Hohe Pforte ab 1870 den Befehl zur Tötung der Armenier, aber die Jungtürken töteten mit großer Begeisterung und äußerster Grausamkeit, also freiwillig.
  • Nun, war das bei der Ermordung der Tutzi 1994 durch die Hutu wirklich der Fall ?

Sicher steckten ein paar mächtige Drahtzieher dahinter, aber gemordet haben die Hutu mit großer Begeisterung und Hingabe mit primitiven Waffen wie der Panga. Denken Sie daran: Mit der Panga erschlägt man den Menschen als persönliches Gegenüber, und da gibt es keinen großen Abstand zwischen Mörder und Opfer.

  • Man hat den Eindruck, daß sich die Leute bei Diskussionen über Völkermorde verstecken hinter ... Assurbanipal, Sancherib, Salmanassar, Tiglat-Pileser, ..., Marius, Sulla, Tiberius, Caligula, Nero, Commodus, ..., Napoleon Bonaparte, Adolf Hitler, Stalin, Idi Amin, Pol-Pot, Rias Montt ... gemäß der Methode: Das waren die Täter und diese waren Ausnahmeerscheinungen – aber das ist grundfalsch, wie das Alltagsleben zeigt.

Ob die Menschen einstmals mit Superwaffen und Supermaschinen sittlich-ethisch verantwortlich umgehen können ?

Leider spricht alles dagegen, denn Überlebende von Völkermorden berichten immer wieder:

Bis kurz vor dem Ausbruch der wahnsinnigen Bluttaten waren die Täter noch ganz "normale" Menschen gewesen. Mit ihren späteren Opfern teilten sie die Schulbank oder das Büro, sie besuchten einander und sprachen zueinander wie mit Angehörigen ihrer eigenen Rasse, Kultur, Volksgruppe, Nation ...

Dieser Text wurde aus dem Bericht eines afrikanischen Politikers im Dezember 1995 nach dem Bürgerkrieg in Ruanda im März 1995 entnommen, sich weithin deckend mit Augenzeugenberichten aus Exjugoslawien 1992-94.

Auf jeden Fall wandelten sich "brave" Familien- oder Pilgerväter binnen weniger Tage oder gar Stunden zu blutgierigen, wahnsinnigen Bestien.

Das wird gleichermaßen von Ruanda und Jugoslawien berichtet.

In Nord-, Süd- und Mittelamerika, Türkei, Rußland und Deutschland (historische Reihenfolge) gingen den Verfolgungen und Massenmorden oftmals schon lange Zeiten der Ächtung der Minderheiten voraus.

Man muß das viele Böse im Menschen sichtbar machen, und dazu ist es eben nicht nötig, Völkermorde durch und unter den Menschen anzuführen, denn die Bestialität der Menschen im Alltag gegenüber Menschen und höheren Tieren zeigt die Untauglichkeit der Menschen zum Leben in Paradiesen auch im Alltag jederzeit nur zu gut.

Wenn man das Böse veranschaulichen will, studiert man am besten das Verhalten der vielen Menschen, das dem bösartigen Charakter der normalen Durchschnittsbürger entspringt, aber es ist sicher sehr wirkungsvoll, zusätzlich Völker- und Massenmorde sowie Flüchtlingsströme unter Menschen anzuführen.

Um den Widerstand gegen das Böse im Menschen gut zu verankern, muß man die Menschen immer wieder an ihre dunklen Seiten in ihnen selber erinnern, an das Böse, das Menschen, ohne daß eine übermächtige Staatsmacht usw. sie dazu zwingt.

Das aus freiem Willen heraus verübte Böse hat bei den Menschen zeitlich und räumlich eine viel stärkere Verbreitung als das Böse, das z.B. eine verderbte Staatsmacht befiehlt, allerdings ist das z.B. von einer Staatsmacht erzwungene sehr, sehr viel verhängnisvoller.

Was sind die Grenzen der Domestifizierung im zwischenmenschlichen Bereich, im Umgang zwischen Menschen, im Verhalten von Menschen gegenüber Tieren … ?

Alle die in der Schrift „Geistig-ethische Defekte der Menschmaschine“ von 2014 beschriebenen Verbrechen kommen in modernen, zivilisierten Menschengesellschaften massenhaft vor.

Merken Sie auf: Wir reden hier nicht vom Homo ergaster vor 1,8 Millionen Jahren oder vom Homo erectus vor 400000 Jahren, sondern vom modernen Menschen von heute.

Diese Verbrechen geschehen laufend in den modernen Industriegesellschaften, und in primitiveren Gesellschaften der „modernen“ Menschen waren und sind sie oft die Regel.

Wie kann bei dieser Veranlagung der Menschen die Zukunft der Menschheit aussehen ?

Wenn man in Erdzeitaltern denkt, fällt einem bei Sicht auf das Böse im Menschen das Mesozoikum ein, in dem die Raubechsen ihr Schreckensregiment führten.

Das Mesozoikum ist seit dem Ende der Kreidezeit vor 64,5 Millionen Jahren lange vorbei, und dasselbe wird einst mit dem Anthropozoikum auch so sein.

Die Menschen zeigen in ihrem Verhalten so oft und so deutlich, daß sie wegen ihrer altertümlichen Trieb- und Emotionalstruktur nicht mehr in die von ihnen selber geschaffene zivilisatorisch geformte Welt passen. Von ihrer Psyche her passen die Menschen in die Urzeit, aber nicht in die heutige oder gar in die zukünftige  Zeit.

Die Menschen sind so intelligent, daß sie Wissenschaft und Technik erfanden und ihre zivilisatorische Welt geschaffen haben, aber triebhaft-emotional sind sie in dieser Welt nicht mehr zu Hause.

Wann und wie wird also das Ende der Menschheit aussehen ?

Das Ende der Saurierherrschaft vor Jahrmillionen war nicht das Ende des Lebens, und das Ende der Herrschaftszeit der Menschen auf der Erde wird ebenfalls nicht das Ende des Lebens sein, sondern eben nur wieder ein neuer Übergang zu höherem Leben.

Hier muß man allerdings korrigierend anfügen, daß die Vernichtungswut und -fähigkeit der Menschen die Zerstörungen von auf die Erde einstürzenden Asteroiden und Kometen oder von auf der Erde ausbrechenden Supervulkanen weit übertreffen wird, denn wir sehen ja bereits heute, wie die Menschen in ihrer „Geschäftstüchtigkeit“, Gier, Rücksichtslosigkeit, Mord- und Raubgier und Herrschsucht immer schneller und immer mehr Lebensräume der Natur ausbeuten, veröden, verdrecken oder sonstwie dem natürlichen höheren Leben entziehen.

Wir müssen uns also beeilen und den Übergang zu höheren Formen der Menschen bejahen und selber willentlich herbeiführen durch die Entwicklung der für den Übergang zu höheren Menschenformen benötigten Wissenschaft und Technologie.

Die Zukunft der Menschheit darf nicht mit der Zukunft des Lebens auf der Erde verwechselt werden. Das Ende der Menschheit darf nicht mit dem Ende des Lebens auf der Erde verwechselt werden. Von der Zeit der Saurier trennen uns Millionen Jahre, aber nach dem Aussterben der Menschheit vergehen wieder viele Millionen Jahre.

Vielleicht sind jetzt schon die Weichen dafür gestellt, daß im nächsten Zeitalter die dann noch lebenden Menschen von den gentechnisch veredelten Nachfolgern der Menschen in einer Art von sizilianischer Menschenhaltung ihr kümmerliches Dasein fristen.

Das Böse im Menschen ist das, was die Menschen so abstoßend und häßlich macht.

Das Böse im Menschen ist das, was bewirkt, daß die Menschen in die heutige und vor allem in die zukünftige Zeit nicht mehr passen.

Die Entwicklung der künstlichen Gebärmutter (Biotechplazenta) ist zwar wichtig, aber entscheidend ist, daß die Techniken zur gentechnischen Veredelung des Menschen erarbeitet werden.

Kapitalverbrechen der Menschen an der Tier- und Pflanzenwelt:

- Die Europäer löschten in Europa in vielen Regionen die Großfauna aus – und wenn dann ein Braunbär oder Elch nach Deutschland kommt, ist die Hölle los. Sehnsüchtig blickt man in Europa auf die reiche Tierwelt in Afrika und Südamerika, vergißt aber dabei, daß man die eigene in Europa über die Jahrhunderte in Europa ausgerottet hat. Man wirft Brasilien vor, nichts zum Schutz des Regenwaldes zu tun, aber suchen Sie mal Wälder in Frankreich oder Spanien ! Das ist Ausdruck der Paranoia des Menschen.

- In Indien, China, Ozeanien ..., deren Völker allesamt irgendwann unterdrückt worden sind und die ihre Befreiung ruhmreich besangen, wird der heimischen Tier- und Pflanzenwelt laufend mehr Lebensraum und Leben genommen.

- Internationale Konzerne fischen mit riesigen Schiffen und Schleppnetzen die Ozeane leer, wobei sie vielen Delphinen einen grausamen Tod des Ertrinkens bringen, weil diese sich in den riesigen Netzen verfangen.

- Viele Amerikaner verwenden beim Fang von Pelztieren die furchtbaren Tellereisen, die zu größten Schmerzen und Verstümmelungen der Tiere führen.

- Aber auch Indianer, Afrikaner und Asiaten fingen und fangen noch Pelztiere mit Schlingen, was die gefangenen Tiere in größte Angst und Panik versetzt, wo sie entweder dann elend verhungern oder vom Menschen erschlagen werden.

Verbrechen der Menschen untereinander haben eine andere Wertung als die Verbrechen der Menschen gegenüber anderen Geschöpfen, denn solche sind artübergreifend, also transzendent.

Verbrechen von Menschen untereinander verbleiben in derselben Art, aber Verbrechen der Menschen gegen Tiere richten sich gegen andere Arten.

Nun ist es so, daß die vom Menschen hergestellten Androiden ebenfalls anderen Species als der menschlichen angehören werden, so daß der Schritt zu ihnen ebenfalls transzendent ist.

Die Verbrechen der Menschen gegenüber der Natürlichen Lebendigen Schöpfung (NLS) – der Tier- und Pflanzenwelt – werden, weil sie transzendent sind, nicht von den Menschen gerichtet, sondern von ihren gentechnisch veredelten Nachkommen. Darum ist der Tier- und Pflanzenschutz ein transzendentes Thema (siehe AIONIK IV).

Die richtige, wirkliche und einzig vernünftige Befreiung des Menschen ist die, die ihn vom Bösen in sich selber befreit, und das funktioniert nicht durch Heilslehren, sondern nur und nur durch gentechnische Veredelung des menschlichen Genoms.

In Kenntnis der Geschehen in den letzten Jahrtausenden muß darum der Mensch selbst als der schwächste Punkt gewandelt werden. Er wird jedes noch so schön gegründete Weltsystem mißbrauchen.

Normalerweise ist der Mensch ein intelligentes Tier, das zeitweilig zur Vernunft fähig ist, aber er ist kein Vernunftwesen.

Das Schicksal der Völker der Menschen findet man auch bei Tiergruppen.

Territorialkämpfe gibt es häufig im Tierreich, wobei es um die besten Futterstellen, Trinkplätze, Reviere usw. geht. Schimpansengruppen führen regelrechte Kriege untereinander, wobei sie menschlich anmutende Verfahren und Strategien benutzen: Es gibt Späher, die die feindliche Gruppe beobachten und Kampfgruppen, die richtige militärische Überfälle durchführen. Jane Goodall hat das in ihrem Buch „The Chimpanzees of Gombe“ beschrieben, ebenfalls das ausgeklügelte soziale Verhalten von Schimpansen in ihrer Gruppe, wo es um die ranghöchsten Plätze geht. Schimpansen schmieden auf dem Wege zur Machtstellung in ihrer Gruppe regelrechte Allianzen. Hat ein Männchen die ersehnte Führerstelle, die ranghöchste Position errungen, gebärt es sich oft wie ein Tyrann, und je stärker und listiger es ist, um so weniger benötigt es weiterhin den Rückhalt an seinen ehemaligen Mitkämpfern.

In einer Schimpansenhorde kann man die völlige Reduzierung aller ethischer Normen auf Macht gut beobachten.

Schimpansen sind wirklich sehr menschlich. Es verwundert eigentlich, daß Hunde, Katzen, Pferde, Delphine ... – also die Kuscheltiere – so viel hübscher als Schimpansen sind, oder daß die Schimpansen und Gorillas so häßlich auf den Menschen wirken. Es beschleicht einen da die Ahnung, daß diese Tiermenschen deshalb so häßlich auf uns wirken, weil sie so viel häßlicher als Menschen sind oder ein Urur...bild menschlicher Vorfahren vorgaukeln und uns so die Unvollkommenheit der früheren Hominidenentwicklungsstadien zeigen, was uns unangenehm berührt.

Es gibt viele Tierarten, die man nur mit Mühe als Vorfahren der Menschen einstufen kann. Vor 1,4 Milliarden Jahren begann die Entwicklung der Eukaryonten (das sind nur Sauerstoff atmende Zellen), und offensichtlich bedurfte es nur um die 200 Millionen Jahre, damit sich die Eukaryonten als Meister im Zellenzusammenschluß erweisen konnten. Diese Metazoen bevölkerten zunehmend die frühen Meere, und es begannen Evolution und Konkurrenzkampf der Baupläne  der Metazoen.

Wann bildeten sich die Metazoenlinien aus, die unumkehrbar Metazoenbaupläne für die Zukunft festschrieben, also die Linien, die zu Weichtieren und die zu Chordatieren führten ?

Vielleicht bildeten sich die Chordatiere aus den Weichtieren, und dann wären Tintenfische unsere Ururur...großväter, so vor 900 Millionen Jahren.

Das ist sicher etwas übertrieben, denn vor 900 Millionen Jahren gab es auch noch keine Tintenfische. Gemeint ist hier: Primär könnte die Linie der Weichtier-Baupläne sein, die vor 570 Millionen Jahren zu Kopffüßern und Brachiopoden führte, und von der hat sich etliche Hundert Millionen Jahre zuvor die Linie abgespaltet, die zu Chordatieren führte – vielleicht.

Charles Darwin entwickelte die Vorstellung von der Evolution der Organismen. Gibt es für die Natürliche Biologische Evolution (NBE) so etwas wie einen Charakter ?

Die Natur entwickelt über Äonen die wunderbarsten Geschöpfe und sonstige Werke, sie vernichtet diese wertvollen Schöpfungen binnen Augenblicken oder in größeren Zeiträumen durch Niedergang und Verfall, aus den Ruinen gehen wieder die wunderbarsten Werke hervor, und es gibt eine ungeheure Redundanz.     

Wir Menschen selber sind Produkt der NBE und ihrer Gesetze. Was uns Menschen charakterisiert unter den anderen Geschöpfen dieser Erde, ist das Gehirn, das ein Sonderfall der vielen Neuronenknoten und –verbände, Ganglienknoten und vielen weiteren Tiergehirne ist.

Diese Neuronenklumpen im Kopf der Menschen sind wahrhaftig ein Teufelszeug, und sie geben in den Worten von Johann Wolfgang von Goethe das Himmelslicht der Vernunft (Prolog in FAUST I). Wir Menschen haben dieses Teufelszeug im Kopf und ihm verdanken wir unsere Geistigkeit, unser Ichbewußtsein, unsere Sinneswahrnehmungen, Aktionsfähigkeit ...

Es ist nun zu klären, ob Wünschen, Wollen, Verhaltensweisen, Charaktereigenschaften ... des Menschen wirklich auf Triebe und Gefühle zurückgehen, deren Ursprung nicht im Großhirn, sondern im Zwischenhirn (Thalamus) liegt, oder ob das zum größten Teil auf das Wesen von größeren Ganglienknoten, Neuronennetzen ... zurückzuführen ist, die von sich aus ichbetont, aggressiv, herrschsüchtig und „einnehmend“ sind.

Das ist ein wichtiges Thema in Kap. 2.3 von „AIONIK VIII“, aber es ist gerade hier zu Ende der Menschwerdung wichtig, den Charakter von diesem Teufelszeug in unserem Kopf zu erforschen. Denn der weitere Teil der Hominidenentwicklung in der Zukunft wird wesentlich davon geformt werden, wie die Androidisierung verlaufen wird, in Abhängigkeit von NBE und uns Menschen.

Wir haben es hier mit 3 Charakteren zu tun:

- Der Charakter der Natur.

- Der Charakter von Ganglienknoten.

- Der Charakter von großen, komplexen Gehirnen.

Der Charakter der Natur wird für die Untermenge der biologischen Lebensformen durch die Darwinschen Gesetze wiedergegeben. 

Der Charakter kleinerer Ganglienknoten und Neuronennetze ist das richtige Funktionieren bei Datenaufnahme, -verarbeitung und -ausgabe, also die Steuerung der Organismen auf sehr tiefer, aber auch sehr notwendiger Stufe. Ihr Charakter ist das, was die Kybernetik aus Sicht der Regelungstechnik beschreibt.

Der Charakter größerer Ganglienknoten ist uns bisher unbekannt, weil wir sie noch nicht erforscht haben.

Der Charakter des menschlichen Gehirns ist bekannt mit der Veranlagung zum Bösen und mit dem Himmelslicht der Vernunft begabt, aber die Frage ist, wie das Böse zustande kommt.  

Der Charakter von sehr großen Neuronenklumpen ist vielleicht für uns Menschen nicht entscheidbar, weil wir mit unserer wenigen „Grütze“ im Kopf mit einem Volumen um 1450 cm3 die Geistigkeit und Macht einer Superintelligenz ganz gewiß nicht nachvollziehen können, die z.B. über 1000 t Gehirnmasse bei bester Organisation und Struktur verfügt.

Neuronenklumpen in der Funktion als Ganglienzentren (Schaltstellen) sind ein Ergebnis der NBE, auch die Gehirne der Menschen. Alle unsere Geistigkeit entstand bei der evolutionären, phylogenetischen Menschwerdung.

Bei der persönlichen, ontogenetischen Menschwerdung müssen unsere Gehirne eine Unmenge an Daten aufnehmen, die nicht von Naturprozessen, sondern von der Geistigkeit der Menschen herkommen, die uns von Kindheit an ernähren, erziehen und ausbilden. Darum schleppen wir für unser ganzes spätere Leben einen großen Ballast an Daten in unseren Gehirnen mit uns herum, die oftmals nicht nur sehr falsch und mangelhaft sind, sondern auch gefährlich, für uns selber und auch für unsere Umwelt. Ähnliches gilt für die Gefahr, die von anderen Menschen auf uns oder die Umwelt ausgeht.

Die Darwinschen Gesetze für die NBE zeigen ihre wichtigsten Ergebnisse bei Sicht über Tausende von Generationen. Bei der Sicht auf die Schicksale der Individuen zeigen sie sehr viel Gewalt, Brutalität, Fressen, Gefressenwerden, später auch List, Betrug, Schläue.

Die Panzerplatten zur persönlichen Verteidigung wichen dabei der Behendigkeit. Trieb- und Gefühlssteuerung werden wahrscheinlich der Vernunftsteuerung weichen.

Bei den einfachen Metazoen waren die ethischen Normen rein auf Macht gegründet, aber der Sozialdarwinismus in der Natur wurde im Verlauf der Evolution immer weiter zurückgedrängt. Fische leb(t)en in Schwärmen, die Saurier lebten oftmals in Herden, und eine Horde eozäner Halbaffen mochte einer Horde früher Menschen nicht unähnlich gewesen sein.

Die Eltern hätschelten ihre Kinder, Verwandte schonten einander, Kuscheltiere zog man der Jagdbeute vor ...

à Die Natur leistete es ohne Vernunft, daß in einer Horde die darwinistischen Gesetze eben nicht mehr ausschließlich gelten. 

Warum gibt es aber dann in den menschlichen Gesellschaften von heute noch so viele sozialdarwinistische Züge ? Das ist sehr wahrscheinlich deshalb der Fall, weil der Mensch noch kein Vernunftwesen ist, sondern immer noch nur ein Intelligentes Wesen (IW), das zu erheblichen Teilen trieb- und gefühlsgesteuert ist. Die Menschen wurden aus den Hominiden mittels NBE entwickelt, und damit sind Menschen vom Typ NIW.

Der Mensch hat das Himmelslicht der Vernunft, allerdings einer wechselnden Fähigkeit zur Vernunft, abhängig von seinen Trieben und Gefühlen.

Das ist typisch für die meisten NIW, deren Species (IWA) über NBE entwickelt worden ist.

So ist der Charakter der Natur:

Die Natur entwickelt über Äonen die wunderbarsten Geschöpfe und sonstige Werke,

sie vernichtet diese wertvollen Schöpfungen binnen Augenblicken oder

in größeren Zeiträumen durch Niedergang und Verfall,

aus den Ruinen gehen wieder die wunderbarsten Werke hervor,

und insgesamt gibt es eine ungeheure Redundanz.

Getrieben vom Bösen löschen die Menschen Tier- und Pflanzenarten aus.

Das Auslöschen von Tier- und Pflanzenarten ist ein Kapitalverbrechen an sich.

Vor allem fehlen diese Tiere und Pflanzen der Nachwelt, zu der noch für einige Zeit ebenfalls Menschen gehören.

Warum schafft man es in Europa nicht, einen vernünftigen Tierschutz durchzusetzen – auch in den Familien, oder was hat man zu denken, wenn in „kultivierten“ Staaten jeweils und in jedem Jahr Hunderttausende von Haustieren meistens kurz vor der Urlaubszeit ausgesetzt werden ?

Warum schafft man es nicht, in Europa einen Naturverbund herzustellen, in dem die Tier- und Pflanzenwelt in einer Art von Parallelgesellschaft zum Menschen leben kann und somit vor der Vernichtung durch den Menschen bewahrt wird ?

In Ozeanien werden die Wälder im größten Ausmaß niedergebrannt, und die Politiker dieser Staaten wollen Geld vom Ausland, angeblich um mit diesen Spenden der eigenen Bevölkerung neue Berufschancen zu geben und sie vom Niederbrennen der Wälder abzuhalten.

Von der Psyche des Menschen ausgehend wird folgendes geschehen: Das gespendete Geld wird dazu verwendet, um die Wälder noch schneller niederzubrennen.

Eine leidliche Haltung für das Zusammen- oder Nebeneinanderleben von Menschen und Großtieren hat man eigentlich nur in

  • Afrika in den Nationalparks,
  • Kanada in den Sanctuarys und
  • Indien bei den Bischnoi.

Warum funktioniert das nicht überall auf der Erde ?

Weil der Mensch das Böse in sich hat, den Platz für sich beansprucht, und die Anzahl der Menschen auf der Erde wächst laufend.

Was hat man von einem Menschen zu denken, der Pelztiere mit Tellereisen fängt, obwohl er genau über die entsetzlichen Folgen für die gefangenen Tiere unterrichtet ist ?

Gegenwärtig erleben wir das Niederbrennen großer Waldgebiete (Leonardo da Vinci: „Sie werden die großen Wälder niederreißen ... „), das Leerfischen der Weltmeere, die jährliche Ausrottung von Tier- und Pflanzenarten durch den Menschen ...

Wie soll das weitergehen ? Sollen unsere Nachfahren auf einer Erde leben, auf der die Tier- und Pflanzenwelt zum größten Teil ausgelöscht ist ?

Das Verhalten der Menschen gegenüber Tieren gehört den transzendenten Beziehungen an, denn es ist artübergreifend. Die Beziehung zu Gott ist transzendental.

Gott hat Tiere und Pflanzen erschaffen ? Woher nimmt dann der Mensch das Recht, Tier- und Pflanzenarten auszurotten ?

Wie wird Gott darauf reagieren, wenn der Mensch sein Schöpfungswerk vernichtet ?

 

 

10  Zivilisation-Leben-Vertrag

Wer eine Tierart auslöscht, verhindert ihre Höherentwicklung zu Intelligenten Wesen.

Die Auslöschung einer Tierart ist ein Kapitalverbrechen, das im weiteren Verlauf der biologischen Evolution auf der Erde seine Sühne findet.

Es sind strenge Regeln aufzustellen und einzuhalten, die den Tieren und Pflanzen ein eigenständiges Lebensrecht gewähren und ein Recht auf evolutionäre Höherentwicklung. 

Der Zivilisation-Leben-Vertrag sichert allen Geschöpfen unveräußerliche Rechte zu.

Zivilisation-Leben-Vertrag

  1. Menschen, Tieren und Pflanzen werden Grundrechte eingeräumt, die in den Verfassungen der Staaten verankert werden. Die Staaten werden als „Räume“ über diskontinuierlichen Mengen aufgefaßt, deren Elemente Menschen, Tiere und Pflanzen sind. Die Verfassung für einen Staat entspricht dabei der „Metrik“ über diesem „Raum“. In diesem „Raum“ sollen Menschen, Tiere und Pflanzen wie in einem Paradies harmonisch bei größter Wirkung auf die Ewigkeit zusammen leben.

Gesucht ist dann die beste Verfassung für einen Staat als optimale Metrik für das Paradies, das er abbilden soll. Dafür müssen den Elementen des Staates - den Geschöpfen beliebiger Art und Herkunft - gewisse Grundrechte in abgestufter Form zugesprochen werden:

    - Menschen gelten als Bürger 1. Stufe mit herausragenden Bürgerrechten,

    - höhere Tiere als Bürger 2. Stufe mit geringeren Rechten,

    - niedrige Tiere als Bürger 3. Stufe,

    - Pflanzen als Bürger 4. Stufe mit den geringsten Bürgerrechten.

  1. Die Menschen erhalten für die Entwicklung ihrer Zivilisation das Recht zur Formung und Besiedlung geeigneter Welten wie Erde, Mond, Mars ..., Weltraumstationen ... unter der Bedingung der Paradiesformung für alle Geschöpfe. Die Vorzugsstellung der Menschen gründet sich also darauf, daß nur sie unter allen Geschöpfen in diesem Sonnensystem in der Lage sind, alte Lebensräume zu verbessern, zu erhalten und neue Lebensräume zu erschließen, in denen dann alle Geschöpfe leben können. Die Sonderrechte der Menschen und ihre Vorzugsstellung in diesem Sonnensystem sind also daran gebunden, daß sie die Paradiesformung der geeigneten Welten leisten.
  2. Jeder Lebensraum, der natürlichen Tieren und Pflanzen weggenommen wird - egal ob in künstlich-technischen Lebensinseln im Weltraum oder etwa in Städten auf der Erde -, muß durch einen mindestens gleich großen und gleichwertigen Lebensraum ersetzt werden. Es ist immer nachzuprüfen, ob damit auch das Ziel erreicht wird, Tieren und Pflanzen einen hinreichend großen Lebensraum zu gewähren. Eine Verdrängung der Tiere und Pflanzen durch die Menschen muß vermieden, die Auslöschung von ihnen ganz und gar verboten und verhindert werden.
  3. Städte sind durch Grünflächen, kleine Wälder, Buschwald ... so aufzulockern, daß sie möglichst vielen Tieren und Pflanzen als Zuflucht und Lebensraum dienen können und sich in Richtung Paradies entwickeln, wo Menschen, Tiere und Pflanzen harmonisch zusammen leben zur Erfüllung der großen Ziele von Leben und Zivilisation. Ein Ziel ist darum die dauerhafte harmonische Integration einer möglichst arten- und individuenreichen Tier- und Pflanzenwelt in die Zivilisation der Menschheit.

Man kann metrische Richtwerte angeben: Wenn man durch eine Stadt geht, muß alle 200 m in jeder Richtung eine Grünfläche von 20 m Länge sein, alle 2 km eine Grünfläche von 200 m Länge mit Wasserstelle, alle 20 km eine Grünfläche mit Wald und Wasserstelle von 2 km Länge ... Weiterhin müssen alle Gebäude Vorgärten haben mit mindestens 5 m Breite. Besonders haben Städte beim Naturschutz die Funktion, Tieren und Pflanzen das Überwintern zu erleichtern.

  1. Tierschutzgebiete (Sanctuarys) gelten als Wohnungen der Tiere und Pflanzen und dürfen von Menschen nur auf ganz bestimmten Routen durchquert werden. Die Wohnungen der Tiere und sie selber stehen unter staatlichem Schutz, ebenso das Bewahren einer möglichst reichen Artenvielfalt bei möglichst großer Individuenzahl für möglichst große Zeiträume. Wenn der Mensch den Lebensraum von Tieren und Pflanzen betritt oder teilt, gelten die Gebote von Albert Schweitzer: „Leben ist heilig. Gut ist, Leben zu erhalten, schlecht ist, was das Leben schädigt.“
  2. In allen vom Menschen gebauten Lebensinseln im Weltraum wie z.B. in Weltraumstationen sind Tieren und Pflanzen angemessene Lebensräume und Lebensbedingungen zu gewährleisten. Man kann von folgendem Extremmodell ausgehen: Die Konstruktion von Lebensräumen folgt dem Prinzip, ein Paradies zu erschaffen, und in dieses werden die Maschinen der kommenden Superzivilisation in Harmonie mit der Natur eingebaut.

Die Einbeziehung von Tieren und Pflanzen in die Superzivilisation macht sie zu einem Paradies, wo Menschen, Tiere und Pflanzen harmonisch miteinander leben, das allerdings von sich aus nicht ewig ist, sondern eben mit den Mitteln der Supertechnik in der Realität gehalten werden muß. Eine Superzivilisation als klassisches Paradies ist schlicht viel schöner als eine solche als Hominiden-Monokultur.

Die Auslöschung der Tier- und Pflanzenwelt durch die Menschen verhindern !

Die aus der biologischen Evolution der Organismen hervorgegangenen Geschöpfe haben eine ontogenetische und eine phylogenetische Entwicklung.

Die ontogenetische Entwicklung kennzeichnet die persönliche, individuelle Entwicklung von der Blastula bis zum Tod des daraus hervorgegangenen Individuums.

Die phylogenetische Entwicklung kennzeichnet die Entwicklung der Species von den ersten Urformen der Metazoen bis hin zum gegenwärtigen Erscheinungsbild der Vertreter dieser Species.

Wer in hinreichend großen Zeiträumen denken kann, sieht

  • den Artenwandel der Menschheit, nicht nur in der Vergangenheit, sondern auch in der Zukunft,
  • den Artenwandel aller Geschöpfe und das damit verbundene Recht auf Höherentwicklung,
  • das Lebensrecht aller Geschöpfe, ganz unabhängig vom Menschen,
  • das Wohnrecht aller Geschöpfe in Wohnungen, die für sie artgerecht sind, und für die Tiere unserer Begleitfauna sind ihre Wohnungen die Wälder, Wiesen, Bäche, Meere, Berge, der Luftraum …

Um zu einem vernünftigen Geschöpf zu werden, müssen die Menschen erst einmal lernen und anerkennen, daß Büsche, Bäume, Baumgruppen, Bäche, Wäldchen, Wiesen … echte Wohnungen der Tiere sind, die genau so wenig beschädigt oder gar zerstört werden dürfen wie die Wohnungen der Menschen.

Weiterhin gilt, daß den Tieren in den Städten und sonstigen Siedlungen der Menschen maximale Lebensmöglichkeiten geboten werden, weil der Mensch durch den Bau seiner Siedlungen, Städte, Fabriken, Straßen, Eisenbahnlinien, Flugplätze … laufend große bis dahin naturbelassene Flächen verbraucht.

Den Tieren muß eine möglichst freie Wanderung über große Gebiete ermöglicht werden, trotz der Städte, Straßen, Eisenbahnlinien …, und das erfordert den Bau vieler breiter Wildtunnel und grünen Brücken.

 

11  Politik und Politiker …

Nach dem Amtsantritt von Präsident Bolzenaro in Brasilien 2018 wird verstärkt der Regenwald gerodet. Die EU hat schon seit Jahren Handelsverträge mit Brasilien, wobei die EU besonders Palmöl und Sojabohnen importiert, und in Brasilien brennt und holzt man den Regenwald ab, um Anbauflächen dafür zu bekommen. Nun denken Sie an die Proteste in vielen Ländern der EU, auch in Deutschland, gegen die Vernichtung des Regenwaldes: Genau für die Erhöhung des Exports von Palmöl und Soja in die EU wird ja der Regenwald vernichtet.

Die EU müßte nur alle Handelsverträge mit Brasilien stornieren, denn dann fiele ein großer Teil für die Motivation der Regenwaldvernichtung weg.

In Deutschland erhalten die Länder vom Bund Geld für Wohnungsbau, aber diese Finanzmittel wurden von den Landesregierungen nicht für den Bau von Sozialwohnungen verwendet.

Die EU hat die BayernLB gezwungen, sich von 33000 Wohnungen zu trennen – diese wurden von einer privaten Gesellschaft aufgekauft, die sie soft die Mieten erhöhte.

In den letzten Jahren haben viele Kommunen ihren Bestand an Wohnungen privatisiert, also auf dem freien MArkt verkauft.

Auch heute noch geht die Anzahl der Sozialwohnungen laufend zurück. U.a. deshalb, weil sie aus der Sozzialbindung herausfallen.

Wieder droht ein kalter Krieg mit der Russischen Föderaties liegt die Drohung in der Luft, daß wieder mit Nuklearwaffen bestückte Mittelstreckenraketen auf westeuropäische Städte gerichtet werden. Wieder Kalter Krieg ? Aber vergessen Sie nicht:

Seit 1991 hatte sich zwischen Rußland und Deutschland eine durchaus vertrauensvolle Zusammenarbeit entwickelt – sicher unter dem Schirm des Militärs der USA – in der Art, daß Rußland Erdöl, Erdgas und Rohstoffe lieferte, während Deutschland Nahrungsmittel und Maschinen an Rußland verkaufte und sich bis 2014 tatsächlich über 6000 deutsche Unternehmen in Rußland angesiedelt hatten.

In dieses friedvolle Zusammenleben platzten zuerst die Euro-Majdan-Revolution im Oktober 2013 und dann die Verunglimpfung Rußlands in der westlichen Presse wegen der Abneigung der Russen gegen Homosexuelle im Februar 2014 zu Zeiten der Olympischen Winterspiele in Sotschi.

Schon ab Anfang 2015 hatten wir einen Scherbenhaufen in den Beziehungen zu Rußland, der bewirkt wurde vor allem durch Politiker und Journalisten von EU und USA, die genau das taten, was sie sonst scheinheilig verurteilen:

Einmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten.

Es ist erschreckend, mit welcher Leichtfertigkeit und Dummheit der ganze Chor der westlichen Medien aus nichtigsten Gründen über Rußland seit September 2013 hergezogen ist, ohne angemessene Wertung und Dankbarkeit über den endlich erreichten Frieden, und das nur 22 Jahre nach dem Ende des Kalten Krieges 1991.

Erschreckend ist auch, daß das ganze Heer der westlichen Politiker und Journalisten davon überzeugt gewesen ist, daß zuerst die Verdächtigungen und dann die Verunglimpfungen gegenüber Rußland völlig zu Recht erfolgten.

Nur die allerdümmsten Kälber

suchen ihre Metzger selber.

Z.Z. von UdSSR und DDR sprach die westliche Presse oftmals verächtlich von der hohen Verschuldung von UdSSR und DDR, und die UdSSR machte auch bei der BRD Schulden. Es hieß in der westlichen Presse, daß UdSSR und DDR sowieso über kurz oder lang bankrott gegangen und zusammengebrochen wären. Gut, halten wir das im Sinn.

Schon im Jahre 2012 waren Rußland und China ohne Schulden, und die westlichen Staaten wie USA, England, Italien, Frankreich … schieben im Jahr 2019 riesige Schuldenberge vor sich her.

Wenn man mit einerlei Maß mißt, kommt man bei den Schuldenbergen westlicher Staaten zu Schlußfolgerungen, die man aber in der westlichen Presse nicht finden kann. Westliche Staaten sind nun fast bankrott und Rußland und China sind schuldenfrei.

Wieder Messen mit zweierlei Maß ?

Wenn man Rußland und China die Demokratie schmackhaft machen wollte, müßte man ihnen demokratische Staaten vorführen, die politisch, ethisch, wirtschaftlich … wirklich gut regiert werden. Glauben Sie, daß Irland, Belgien, Griechenland, Italien, Spanien … für die herrschenden Schichten in China und Rußland ein Vorbild sein können ?

Ferner ist es so, daß die Politiker und Eliten im Westen, die die Immobilienkrise 2008 und dann die Banken- und Finanzkrise 2010 verschuldet haben, die Demokratie verraten haben.

Es ist immer wieder an die asozialen Eliten im Westen zu erinnern wie z.B. die Investmentbanker, die liebevoll von den Politikern gehätschelt wurden zu Zeiten, wo die Investmentbanker Geld zu scheffeln schienen und den Politikern reiche Pfründe gewährten - bis der Schwindel 2008 aufflog. Die Schurkereien der Investment-Banker sind nach dem von ihnen verursachten Finanz-Desaster im Jahr 2008 gründlich diskutiert worden. Ihre Rücksichtslosigkeit, Geldgier und Habsucht ist ein Beispiel für asoziale Eliten, die ihre Mitmenschen so mißachten wie Ratten – und dennoch sind sie wegen der Verfilzung der Oberschicht selten angeklagt und nie verurteilt worden.

Paul van Buitenen hat einiges in seinem Buch "Unbestechlich für Europa", 1999, beschrieben - sehr traurig, aber auch sehr menschlich für eine Organisation, die das Wort Humanität laufend im Munde führt. Wir haben z.B. die gewaltigen Probleme um Wohnungsnot, hinreichende billige Wohnungen ..., und die EU-Bürokraten zwingen eine Bank in Deutschland, 33000 Wohnungen zu verkaufen, wodurch sie den Raubtierkapitalisten ausgeliefert werden: Eine Mißachtung der Bürger und Mieter durch die EU-Behörden.

Warum haben sich das die Regierungsstellen in Deutschland überhaupt gefallen lassen ?

Die hätten die EU wegen Verstoß gegen die guten Sitten verklagen müssen !

Es gibt viele Gaunereien und Rechtsbrüche auf EU-, EC- und EP-Ebene.

So setzen z.B. die EU-Verträge von Lissabon fest:

- Es gibt keine Schuldenunion.

- Staaten, die mehr als 3% BIP Schulden aufnehmen, müssen Strafe zahlen.

- Alle Asylanten haben ihre Asylanträge in den Staaten zu stellen, in denen sie europäischen Boden betreten haben.

Aber EU, EP und EC halten sich nicht an diese Verträge – wir haben schon längst die Schuldenunion in der EU verwirklicht. Migranten werden von den südlichen EU-Staaten in die nördlichen verschoben – ohne echte Kritik aus Brüssel. Die 3% BIP-Grenze wird nicht eingehalten – ohne Ahndung durch die EU.

Bei einer solchen Folge von EU-Vertragsbrüchen hat Deutschland das Recht, sich ebenfalls dort um die EU-Verträge nicht zu kümmern, wo das passend erscheint.

Die seit September 2013 immer schlechteren Beziehungen zwischen den westlichen Staaten und Rußland wurden zum allergrößten Teil vom Westen verschuldet, und zwar durch

  • die Aktionen auf dem Majdan in Kiew, die erfolgten, als die Ukraine sich Rußland zugewandt hatte,
  • die Hetze gegen Rußland in den westlichen Medien wegen der restriktiven Haltung Putins zu Homosexuellen und
  • die Entsendung von Militär durch die EUfreundliche Regierung in Kiew gegen die Ostukraine, um die dortige Gegenrevolution mit Panzern, Kanonen, Artillerie ... niederzuschlagen.

Die deutschen Maschinenbauer, Obstbauern, Landwirte und Schweinezüchter tragen seit 2014 die finanzielle Hauptlast der Sanktionen gegen Rußland, nicht Dr. Angela Merkel, Martin Schulz oder Jean-Claude Juncker.

Es ist anzustreben, wieder zu guten und engen wirtschaftlichen Verbindungen zwischen Rußland und Deutschland mit beiderseitigem Gewinn zu kommen.

Forderung: Deutschland beteiligt sich nicht weiter an den Sanktionen gegen Rußland und sieht zu, daß in Sicht auf Verdun, Warschau und Stalingrad endlich ein dauerhaft gutes Verhältnis mit Rußland erreicht wird, wo sicher ist, daß auch nicht wegen des Kriegsgeschreis aus anderen Staaten wieder der Kalte Krieg ausbricht.

Zur Schulden-Union, die gemäß den EU-Verträgen von Lissabon nicht sein darf:

Die Krise der EU im Jahre 2012 ist eine Folge schlampiger bis krimineller Leichtlebigkeit führender Politiker und vieler Banker in EU-Staaten über Jahrzehnte hin gewesen – die Bankrotteure zog man nicht zur Rechenschaft, denn in der Oberschicht gilt wegen der Verfilzung:

Eine Hand wäscht die andere.

Wer will aber schon in einer Staatengemeinschaft für Staaten zahlen, deren Politiker zu unfähig und zu gierig gewesen sind, um vernünftige Wirtschaftspolitik zu betreiben ?

Wer will für souveräne Staaten die Schulden übernehmen, wenn deren Souverän. das Volk, jederzeit in einem Referendum beschließen kann, diese Schulden nie zurückzuzahlen ?

  • Schulden machen heißt für einen Staat, einen Teil seiner Souveränität aufzugeben !
  • Staaten geben aber auch einen Teil ihrer Souveränität auf, wenn sie mit großen Geldbeträgen andere Staaten unterstützen müssen !

Vor diesem Hintergrund schlampiger bis krimineller Staatsführung in etlichen EU-Staaten sollten sich die Politiker des Westens an die eigene Nase greifen und sich um den Dreck vor ihrer eigenen Haustür kümmern.

In der EU sollte man sich darauf besinnen, daß bisher die Angriffe von Frankreich und Deutschland auf Rußland erfolgten und nicht umgekehrt, allerdings wurden die Nachbarstaaten und -völker Rußlands oftmals von den Zaren und dann von Stalin in grausamster Weise unterjocht (besonders Polen).

Die EU sollte sich um eine immer bessere Verständigung um ein Rußland bemühen, das durchaus auf seine eigene Größe und Selbständigkeit pochen mag.

Ein Anschluß Rußlands an die EU erscheint allerdings vorläufig als nicht möglich, denn Rußland ist selber ein Vielvölkerstaat und ein Gebilde wie die USA, wobei allerdings die Zentralmacht übermächtig ist gegenüber den einzelnen Teilbereichen – in Frankreich wären das die Departements.

Putins Problem ist nicht ein Zusammenschluß mit der EU, sondern der Zusammenhalt des Vielvölkerstaats Rußland.

12  Das Kreuz mit der Justiz

Ist ein wirklich gerechtes Urteil ein Zufallsprodukt und Glücksfall ?

Der Volksgerichtshof von Roland Freisler ist ein Musterbeispiel für eine völlig pervertierte  Justiz, die aber Beifall der beteiligten Juristen erfuhr. Adolf Hitler benötigte ein Werkzeug, um Mißliebige hinter Gitter oder ins Jenseits zu befördern, und darum richtete er den Volksgerichtshof schon bald nach seiner Machtübernahme in Deutschland im Jahre 1933 ein.

Diesem Volksgerichtshof gehörten auf dem Höhepunkt seiner Macht 596 Richter an – die Nachwelt nennt sie Blutrichter –, die nach 1945 allesamt wieder zu Amt und Würden kamen.

Niemals ist ein solcher Blutrichter des Volksgerichtshofes, der Hunderttausende in KZ‘s oder ins Jenseits brachte, nach 1945 gerichtlich belangt worden. Die wirklichen Täter blieben nicht nur straffrei, sondern übten in der jungen BRD ihre Ämter als Richter weiter aus.

Die Entschuldigung der Richter: Sie hätten nur die Befehle der damaligen Regierung befolgt.

Es wurde kein Richter des Volksgerichtshofs strafrechtlich belangt.

Dann lebt das Dritte Reich in Justiz und Gesetzen des Deutschlands der Nachkriegszeit fort.

Das ist das doppelte Versagen der Justiz in Deutschland:

Zuerst z.Z. des Volksgerichtshofs unter Roland Freisler bis 1945 und dann in den Jahrzehnten danach, als sich die deutsche Justiz nicht dazu bereit erklärte, sich von den Terrorurteilen des Dritten Reiches zu distanzieren – indem die Richter des Volksgerichtshofs strafrechtlich verfolgt und abgeurteilt wurden. 

Nun denke man an Demjanjuk, der KZ-Wächter gewesen sein soll und im Alter von 90 Jahren in den 2000er Jahren vor Gericht gestellt und verurteilt wurde.

Die Entschuldigung von Demjanjuk: Er habe nur die Befehle der damaligen Regierung befolgt. Er wurde aber strafrechtlich belangt – im Alter von 90 Jahren.

In Rosenheim machte ein Kommissar der Polizei in den 2000er Jahren Schlagzeilen dadurch, daß er in der Wachtstube einen 15-jährigen Jungen schlug und an die Wand prellte, so daß der einen Teil eines Schneidezahns verlor.

Erst im Verlauf von 3 Jahren kam es zu einer Anklage wegen Körperverletzung – nach ganzen 3 Jahren !

Sind das Erinnerungen an vergangene düstere Zeiten ?

Nach Eintritt von Hellas in EU und Eurozone hätte man von Europäischem Parlament (EP) und EU-Kommission (EC) erwarten müssen, daß sie das Treiben der politischen, wirtschaftlichen … Eliten in Griechenland in den letzten Jahrzehnten erkannten und fortan unterbanden – was aber nicht geschah.

Es wird hier auf die Ausgabe des Spiegels 21/1967 verwiesen als Beispiel dafür, daß die lausige Staats- und Wirtschaftsführung in Hellas schon 1967 durchaus erkannt und sehr gründlich beschrieben war und seitdem allen Politikern und Journalisten und besonders den EU-Behörden durchaus bekannt gewesen sein mußte.

Es kann also gar nicht sein, daß die EU-Bürokraten von der lausigen Haushaltsführung in Griechenland mit Anhäufung von Riesenschulden durch die verluderten griechischen Regierungschefs keine Ahnung gehabt hätten – bis diese ab 2008 durch die Medien in großer Aufmachung bekannt gemacht wurden und es jedermann auf der Welt erfuhr.

Hier kommt die Frage auf nach Verantwortung, Straftat und Regreßforderung an Politiker.

Wenn man in einer führenden Position ist in einer Bank, des IWF oder einer Institution der EU wie EZB, EP oder EC, so muß von einem verlangt werden, daß man eine Übersicht hat über das Funktionieren in den verschiedenen EU-Staaten und daß man seine Kenntnisse nicht nur aus Presse und Fernsehen hat.

Darüber hinaus ist ja in der Presse das Dilemma der griechischen Staatsführung ganz genau beschrieben worden, mindestens seit 1967 (21/1967 SPIEGEL). Dann hätten die EU-Bürokraten die Staatsführung in Hellas genau untersuchen müssen und die Banker hätten zur Wahrung der kaufmännischen Sorgfaltspflicht dem hellenischen Staat nicht immer weiter Kredite gewähren dürfen.

Es ist offensichtlich, daß die Verantwortlichen in den Banken Straftaten begangen haben, indem sie Griechenlands Regierungen immer weiter Geld gaben, weil sie an den hohen Zinsen verdienen wollten. Sie mußten wissen, daß Griechenland diese Kredite niemals zurückzahlen konnte. Dies mußte dann der Steuerzahler tun.

Die jämmerliche bis kriminelle Staatsführung durch etliche Politiker bei etlichen EU-Staaten brachte es mit sich, daß das Jahr 2012 eine EU-Krise bescherte, wo man um den Zusammenhalt der EU und der Euro-Währung bangte.

Es ist kennzeichnend, daß die ranghohen Politiker, Banker, hohen Beamten …, die in gewissen EU-Staaten das wirtschaftliche Chaos durch Scharlatanerie, Dummheit und rücksichtslose Selbstbereicherung am Volksvermögen bewirkt hatten, nicht nur nicht zur Verantwortung herangezogen wurden, sondern auch kaum der Kritik unterlagen und sogar die Gelegenheit hatten, sich selber in Talk-Shows als Opfer dazustellen – wie im Fall Hellas.     

Etliche ranghohe Politiker etlicher EU-Staaten – sie nennen sich ja alle demokratisch – regierten mit solcher Gleichgültigkeit, Rücksichtslosigkeit und Geringschätzung gegenüber ihrer eigenen Bevölkerung sowie mit dem Fehlen jeder Sachkenntnis, daß sie bei Banken immer wieder neue Kredite aufnehmen mußten, um ihre stümperhafte Staatsführung zu finanzieren. Die Banken ihrerseits machten bei diesem Spiel aus Geldgier und Rücksichtslosigkeit gegenüber ihren Sparern mit, und zwar deshalb, weil sie bei den Staatspapieren der zukünftigen Bankrottstaaten viel mehr Zinsen erhielten als bei Staaten mit solider Wirtschaftsführung.

Diese sehr viel höheren Zinsen ergaben bei den sehr hohen Beträgen bei den Ankäufen der Staatspapiere im Bereich von mehreren Hundert Milliarden Euro pro Staat die Basis dafür, daß die Banker ihren Bonus jeweils in Millionenhöhe erhielten.

Natürlich verstießen die Banker besonders der EU-Staaten mit dieser Strategie gegen die kaufmännische Sorgfaltspflicht, weil sie wissen mußten, daß diese zukünftigen Bankrott-Staaten niemals dazu in der Lage sein würden, ihre Schulden zurückzuzahlen.

Sie planten schon bei der Vergabe dieser Kredite ein, daß die Steuerzahler letzten Endes die Schulden der dann faktischen Bankrott-Staaten bezahlen mußten gemäß dem Motto:

Kapitalisierung der Gewinne und Sozialisierung der Schulden.

Weil gegen diese EU-Bürokraten und Banker in den EU-Staaten vor allem wegen der Verfilzung der Oberschicht keine entsprechenden Anklagen von ihrer jeweiligen Justiz erhoben worden sind, ist diese Justiz dieser Staaten selber straffällig geworden. 

Im Fall Gustl Mollath, der auf Grund zweifelhafter Psychiatrischer Gutachten auf zweifelhaftem juristischen Wege vom zuständigen Gericht 2006 in die Psychiatrie eingewiesen worden ist und nur auf Druck von Medien und politischer Opposition (Freie Wähler, Grüne und Piratenpartei) 2013 wieder herauskam, steht allerdings massive Rechtsbeugung durch Staatsorgane im Raum, ein Schlag ins Gesicht des angeblichen Rechtsstaats, der nicht hingenommen werden kann. Der Fall Mollath ist in Wikipedia sorgfältig dargestellt. Er zeigt die Konsequenzen für die damalige Justizministerin, aber nicht für die beteiligten Gutachter, Staatsanwaltschaften und Richter.

Am 14.6.2014 wurde der Fall Mollath wieder vor Gericht aufgerollt mit sehr zweifelhafter Autorisierung durch die beteiligten Gutachter, Staatsanwaltschaften und Gerichte.

Was soll man von einer Justiz halten, der von Juristen Schlampigkeit bis Rechtsbeugung vorgeworfen worden ist ? Es ist zu fordern, daß ein Prozeß über den Prozeß und Fall Mollath geführt wird, um dem Rechtsempfinden des Bürgers Genüge zu tun.

Mögen sich auch beteiligte Gutachter, Staatsanwälte und Richter mit Händen und Füßen dagegen wehren, so sind sie dennoch vor Gericht zu bringen und bei erwiesener Schuld abzuurteilen mit Geld- und Freiheitsstrafen – auch wenn sie heute bereits pensioniert sind. 

Immer wieder werden bei Banken Tausende von Kundendaten mit sehr sensiblem Inhalt entwendet. Diese Daten werden für Millionenbeträge an BRD und Bundesländer verkauft und ermöglichen den Finanzämtern, Steuerhinterziehung nachzuweisen und entsprechende Nachforderungen mit Strafzahlungen einzutreiben – was auch getan wird. Im Februar 2015 wurde bekannt, daß man der Bank HSBC Tausende von sensiblen Kundendaten entwendet hat (betroffen sind EU-Staaten, besonders England, und auch die USA) für eine Gesamtsumme von 75 Milliarden Euro. Die englische Justiz nutzte diese Daten aber nicht entsprechend, was ihr von englischen Politikern als Versagen und Konspiration vorgeworfen wurde, was im kleineren Umfang auch für die BRD gilt, wo es den Medien nach um die Daten von etwa 1000 Kunden dieser Bank ging (Verfilzung der Oberschicht).

13  Flops bei EU-Bürokraten

Paul van Buitenen „Unbestechlich für Europa“, Brunnen-Verlag 1999

TTIP   Transatlantic Trade Investment Partnership

Der Mißbrauch hehrer Ideen hat seit je bei den Menschen Großkonjunktur gehabt, besonders dann, wenn dabei Gelegenheit gegeben war, in die Taschen der anderen Menschen zu greifen und sich hemmungslos zu bereichern, Grausamkeit und Brutalität auszuleben und sich dabei als Rächer der Enterbten, als Beschützer der Guten ... hinzustellen.

Man kann das auch umformulieren: Wenn man die Leute schön täuschen und ausnehmen will, gründe man einen humanitären Verein. Je hehrer die Ideen sind, die man vorschiebt, um so mehr kann man ihren Verstand blenden und tiefer den Leuten in die Tasche greifen.

Wir kennen solche Ideen: Menschenrechte, Hilfe für Flüchtlinge, Rotes Kreuz, Gottesgläubigkeit, Gerechtigkeit für Werktätige, Europäische Einigung, Transatlantic Trade Investment Partnership (TTIP) ...

In unserer Zeit der Vereinigungsbestrebungen in Europa haben sich Institutionen wie das EU-Parlament und die EU-Kommission herausgebildet, die nach der Methode „... und die betroffene und betrogene Bevölkerung ist weit“ in die eigene Tasche arbeiten anstatt ihre Arbeit richtig im Sinne und zum Nutzen der EU-Bürger zu machen.

Das ist also ganz ähnlich wie bei dem

  • bekannten Skandal um das BRK oder
  • Verein der Dorfhelferinnen –

die kleinen Leute machen ihre Arbeit mit Aufopferung, und in die leitenden Stellen wurden durch Parteibuch, „Vitamin B“ ... Leute geschoben, die sich dann nach Jahren der Selbstbedienung deswegen vor Gericht verantworten müssen. Dabei geht es um Summen der Veruntreuung in zweistelligen Millionenbeträgen.

Die kleinen Leute schuften und tun ihre Pflicht und mehr - die Leitenden plündern die Kassen aus unter dem Deckmantel dämlicher Sprüche. Das droht auch bei TTIP.

Mitte Oktober 1999 wurde in den Medien gemeldet, daß Paul van Buitenen - er hatte den moralischen Absturz der EU-Kommission nachgewiesen, was dann zu ihrem Rücktritt führte - nachträglich vom neuen Präsidenten der neuen EU-Kommission, Romano Prodi, abgemahnt worden ist wegen Weitergabe vertraulicher Informationen. Dieser hoch verdiente EU-Beamte hatte die EU-Kommission gut observiert. Er war zuerst Finanzkontrolleur gewesen. Dabei waren ihm die unredlichen Handlungen besonders von Vorgesetzten aufgefallen.

Nach der Veröffentlichung seiner Dossiers und dem von ihm ausgelösten Rücktritt der EU-Kommission (Leitung: Jacques Santer) im März 1999 wurde er

  • für Monate vom Dienst suspendiert,
  • auf halbe Bezüge gesetzt,
  • in die Gebäudeabteilung der EU strafversetzt,
  • Objekt eines Disziplinarverfahrens,
  • mit einem riesigen Druck auf seine Familie konfrontiert ...

Auf der Frankfurter Buchmesse stellte er im Oktober 1999 sein neues Buch „Unbestechlich für Europa“ vor. Obwohl also ganz klar ist, daß Paul van Buitenen den Bürgern Europas und damit der europäischen Idee einen überaus großen Dienst geleistet hat, sind ihm die EU-Behörden keineswegs gut gesonnen.

Da muß man wohl fragen: Sind die EU-Bürokraten den EU-Bürgern wohl gesonnen ?

Es ist eine Frechheit sondergleichen, daß er vom neuen Präsidenten der EU-Kommission eine Abmahnung, also einen disziplinarischen Verweis, bekam wegen seiner Aufklärungsarbeit, die für den EU-Bürger so wichtig und segensreich war.

Daraus ergibt sich aber auch die Forderung: Helft mit, Paul van Buitenen vor den EU-Behörden zu schützen und macht ihn zum Ehrenbürger Europas !

Paul van Buitenen in seinem Buch „Unbestechlich für Europa“ auf den Seiten 9 und 10:

„In diesem Buch berichte ich von den ernsthaften Mängeln, die Kollegen und ich innerhalb der Organisation der Europäischen Kommission festgestellt haben. Es liegt mir dabei nicht so sehr daran, mit Personen und ihren Praktiken abzurechnen. Ich will vor allem zeigen, unter welchen Umständen es Menschen leichter gemacht wird, Unregelmäßigkeiten, Betrug und Korruption für sich persönlich in Betracht zu ziehen oder bei anderen zuzulassen. Das System selbst taugt nicht, wenn es bei der Kontrollfunktion hapert und in der Führung eine verkehrte Einstellung und Konfliktlösungskultur herrscht, Es ist bitter nötig, daß in der Europäischen Kommission klar Schiff gemacht wird. Eine relativ kleine Anzahl hoher Beamter läßt sich unsaubere Praktiken zuschulden kommen und besudelt damit den Namen der Europäischen Kommission. Diese Beamten hatten das Glück, jahrelang nicht verfolgt zu werden. Das muß sich mit der neuen Kommission unter Präsident Romano Prodi ändern. Ich hoffe, daß dieses Buch dazu einen maßgeblichen Beitrag leisten wird.“ Es ist jedem EU-Bürger zu empfehlen, das Buch von Paul van Buitenen sorgfältig zu lesen.

Sicher ist die europäische Einigung eine großartige Sache, aber das bedeutet doch lange nicht, Betrug in den EU-Institutionen zu dulden und so gegen Informanten der Öffentlichkeit vorzugehen, wie das im Fall Buitenen seit Dezember 1998 geschehen ist.

Whistleblower – hat man sie nicht per Gesetz unter Schutz gestellt ?

Man könnte jetzt für zukünftige Entwicklungen bei der europäischen Einigung, Verwaltung und Regierung u.a. sagen, daß Erfolg und Ehrlichkeit von Romano Prodi als Präsident der neuen Europäischen Kommission besonders daran zu messen waren, wie er tatsächlich begangene Straftaten von Angehörigen der früheren Europäischen Kommission so ahndete, wie sich das nach dem juristischen Maß ergeben hätte, daß man an den „Mann auf der Straße“ immer anwendet.

Es ist zu fordern, daß von der neuen Europäischen Kommission ein Bericht erstellt wird über die tatsächlich begangenen Verfehlungen der Angehörigen der früheren Europäischen Kommission und über deren strafrechtliche Verfolgung. Es ist auch zu fordern, daß die von der alten Europäischen Kommission ausgehenden Aktionen überprüft und strafrechtlich verfolgt werden, die gegen solche Leute gerichtet waren, die Betrügereien der EU-Behörden, der Kommission ... aufdeckten oder auch nur aufdecken wollten.

Im o.g. Buch Seite 7 und 8 schildert Paul van Buitenen die Klemme, in der er steckte:

„In meinem Bericht beschrieb ich meine vergeblichen Versuche, auf geeigneten Wegen - namentlich durch interne Prozeduren - den bestehenden Mißständen, Unregelmäßigkeiten und betrügerischen Praktiken innerhalb der Europäischen Kommission Einhalt zu gebieten. Als europäischer Beamter hatte ich mich dabei strikt an die Ordnung zu halten. So war es mir unter keinen Umständen erlaubt, derartige Fälle dem Parlament zu melden. Ein Beamter kann lediglich durch die Kommission selbst von seiner Geheimhaltungs- und Verschwiegenheitspflicht entbunden werden. Dies wird allerdings zum Problem, wenn die Kommission selbst betroffen ist ...

Meiner festen Überzeugung nach liegt die Zukunft Europas in echter Zusammenarbeit. Die Organisationen, die diese Zusammenarbeit gestalten, müssen jedoch kontrollierbar und transparent sein. Um dem Gemeinschaftsinteresse konstruktiv zu dienen, sah ich mich letztlich genötigt, meine Geheimhaltungspflicht zu brechen und meine Unterlagen (ca. 600 Seiten vertrauliche Dokumente und einen 34-seitigen Brief) bei einem externen, aber zweifellos legitimen Kontrollapparat einzureichen: beim Europäischen Parlament ...“

Eigentlich ist die Notwendigkeit zur Zusammenarbeit der europäischen Völker trivial, aber wer in alten Traditionen erzogen wurde, bekam Feindbilder vermittelt. Insofern ist es eine unbestreitbare Tatsache, daß die Politiker der Nachkriegszeit nach 1945 – wie die Ereignisse von 2014/15 in der Ukraine zeigen, muß man befürchten, daß sie irgendwann wieder in eine Vorkriegszeit übergeht – in Europa tatsächlich viel begriffen haben und mit dem Bau der EWG bis zur EU sehr viel geleistet haben.

Bei den Vereinigungsbestrebungen hatten die Politiker gegen Traditionen anzugehen.

Für jedes Land kann man europafeindliche Traditionen darlegen. Hier wird nur die Nationalhymne Frankreichs genannt: In ihr werden die Franzosen aufgefordert, mit dem Blut der Feinde den Boden zu tränken. Hier weiß auch jedermann, wer diese Feinde sind.

Nicht nur die Idee des Friedens ist so wichtig, sondern auch der Erhalt der Güter an Leben, Technik und Kultur, die in Friedenszeiten eben nicht auf Geheiß von Regierungen so schnell und leicht zerstört werden.

Im Besitz des europäischen Friedens kann man nun weiter denken und aufzeigen, daß die Normierung der Regeln und Gebote für Verfassungen, Gesetze, Wirtschaftsverfahren ... für die einzelnen EU-Länder sehr wichtig ist und keinesfalls dem Raubtierkapitalismus der USA via TTIP geopfert werden darf.

Eine florierende Wirtschaft ist für jedes Land sehr wichtig, so daß Beispiele am besten aus dem Bereich der Wirtschaft genommen werden: Wenn in dem einen Land grausame Massentierzucht erlaubt, im anderen verboten ist, so hat das Land mit der grausamen Massentierhaltung heute noch einen großen wirtschaftlichen Vorteil.

Also muß man darauf dringen, daß in jedem EU-Staat dieselben Tierschutzgesetze bestehen und auch durchgesetzt werden, und das gilt auch beim TTIP.

Vor allem die Forschung profitiert von der europäischen Einigung. Die Gründung von CERN in den frühen 1950er Jahren verfolgte das Ziel, die Forschungskultur nach dem 2. Weltkrieg in Europa zu erhalten. Nun, CERN hat zwar bis 1980 nicht viel dazu beigetragen, aber folgendes hat es geleistet: Es hat die europäischen Wissenschaftler geeint, von Westeuropa bis Rußland. Es ist durchaus wahrscheinlich, daß von CERN die beständige Kraft zur Einigung Europas ausging, die letztlich zum Erfolg geführt hat, und ab 1980 ist dann sogar CERN auch in der Physik zur Spitzenforschung aufgestiegen und macht heute mit dem LHC (Large Hadron Collider) den besten Experimentier-Forschungszentren der USA Konkurrenz.

Hehre Ideen wie Menschenrechte, Hilfe für Flüchtlinge, Rotes Kreuz, Gottesgläubigkeit, Gerechtigkeit für Werktätige, Europäische Einigung ... ziehen Ganoven aller Schattierungen an, da die Menschen beim Blick nach oben nicht so genau hinsehen, wer ihnen in die Tasche greift. Es bedarf einer hinreichend scharfen und dauerhaften Kontrolle, daß der Mißbrauch der hehren Ideen keine Blüten schlägt, und das gilt auch für das TTIP, das zwar für die Wirtschaft gut sein mag, aber wegen der drohenden Anpassung europäischer Normen und Gesetze an die USA zum Nachteil der EU-Bürger führen kann wegen Einführung des Raubtierkapitalismus der USA.

Die EU-Hierarchie gibt dem Europäischen Rat und dem Ministerrat die meiste Macht, und die Aufgabe der EU-Kommissare ist, die Direktiven des Rats umzusetzen. Hier ist die Frage, ob die Leute in diesen Institutionen intelligent und sittlich hochstehend genug sind, um ihre Arbeit vernünftig zu machen. Wenn man bedenkt, daß EP/EC eine Bank in Deutschland gezwungen haben, 33500 Wohnungen zu verkaufen und dem freien Markt zu übergeben, wo die Mieter Mieterhöhungen und Rauswurf zu befürchten haben, und daß die Einhaltung der Vorgaben aus den Lissabon-EU-Verträgen überhaupt nicht gegeben ist, dann kann man von den Leuten in diesen EU-Institutionen kaum das Beste erwarten, und damit auch nicht, daß beim TTIP alles zum besten der EU-Bürger geregelt wird.

Offensichtlich ist es nun so, daß die EU-Kommissare zu wenig überwacht werden. Man hat daran gedacht, die EU-Kommissare vor nationalen Beeinflussungen zu schützen, aber man hat nicht daran gedacht, die Nationen vor den EU-Kommissaren zu schützen. Dabei hat man die Sache schon so organisiert, daß jeder EU-Kommissar über die Aktionen der anderen EU-Kommissare Bescheid wissen muß. Es kann also ein EU-Kommissar gar nicht betrügen oder schlecht arbeiten, ohne daß die anderen EU-Kommissare das merken – dem Codex nach, was aber in der Praxis geschieht, sieht ganz anders aus.

Um diesen viel größeren Aufgabenbereich als bei einem nationalen Fachminister zu bewältigen, hat jeder EU-Kommissar einen großen Mitarbeiterstab (auch Kabinett genannt). Dabei hat der EU-Kommissar eine große Freiheit, wen er in dieses Kabinett holt. Eine wesentliche Aufgabe der EU-Kommissare besteht in der Definition von Programmen zur Förderung der Zusammenarbeit der europäischen Staaten, wobei man die betreffenden Projekte dann für mehrere EU-Staaten gleichzeitig und vernetzt durchführt. 

Vorwürfe Paul van Buitenens gegenüber EU-Kommission und anderen EU-Behörden, die eigentlich erst durch einen entsprechenden Artikel in der Zeitung De Morgen vom 4.1.1999 richtig publik wurden (Seiten 148 bis 151) und den Sturz der EU-Kommission einleiteten:

  • Mangelnde Bereitschaft der EU-Kommissare zur vernünftigen und erschöpfenden Antwort auf Fragen der EU-Parlamentarier (Seite 14).
  • Vetternwirtschaft durch Besolden von unfähigen „Höflingen“, Bekannten, Lebenspartnern ... etwa durch Hereinnahme in das Kabinett (Beschäftigung von „U-Booten“).
  • Mangelhafte oder betrügerische Definition und Durchführung von Projekten.
  • Praktiken der Durchführung der von der EU-Kommission definierten Programme durch die BATs (externe Büros, wie Subunternehmer für die EU-Behörden). Es kam zu gemeinschaftlichen Betrügereien von EU-Kommissaren mit diesen BATs, alles zu Lasten der Steuerzahler. Hier schildert er genaue Einzelheiten beim Leonardo-da-Vinci-Projekt (wieder typisch: einen großen Namen als Schild umhängen, und dahinter betrügen !).
  • Sogar bei der Besetzung und Bezahlung der Leute des Europäischen Rechnungshofes treten Unregelmäßigkeiten auf, etwa der Art, daß es dort Leute gibt, die illegal mehrere Gehälter beziehen wollen. 
  • EU-Beamte bereichern sich im Zusammenhang mit Projekten der EU-Kommission, indem z.B. für Projekte bestimmte Hardware wie Laptops angeschafft werden, die nach Durchführung des Projekts in den Privatbesitz der Akteure übergehen.
  • Betrügereien mit Spesen - kommt überall vor - aber bei bedeutend höheren erschwindelten Beträgen.
  • 1995 flog sofort ein Beamter hinaus, nachdem er seine Kritik an der Einführung der Wirtschafts- und Währungsunion schriftlich fixiert und eingereicht hatte.
  • Noch 1998 haben vernünftige Professoren für Recht und WiSo versucht, die voreilige Einführung der Währungsunion gerichtlich zu stoppen.
  • Ein wichtiger Grund, der eine Untersuchung behinderte, bestand in zu engen Verbindungen zwischen dem Kabinett von Frau Cresson und dem BAT (siehe auch die Seiten 138 bis 141). Da die höchste Spitze betroffen war, wagten die meisten Beamten nicht, gegen die schlimmen Praktiken beim Leonardo-BAT vorzugehen.
  • Wenn bei Enthüllungen hervorging, daß sehr hohe Beamte oder sogar EU-Kommissare ihre Befugnisse überschritten hatten, konnte das ziemlich schnell das Ende derer bedeuten, die entsprechende Unregelmäßigkeiten gemeldet hatten. Auf Seite 121 berichtet van Buitenen von seiner sehr plötzlichen Suspendierung, nachdem er u.a. dem Europäischen Rechnungshof von Unregelmäßigkeiten bei der EU-Kommission berichtet hatte.
  • Die von EU-Kommissaren und anderen hohen EU-Beamten begangenen Betrügereien waren nicht anders wie die von irgendeinem Ganoven auf der Straße oder in einem kleinen Büro. Da wurden Transaktionen angegeben, die nie in der Realität existiert hatten, man erfand Geräte, die angeschafft worden sein sollten, und die nie gekauft worden waren, Leute gaben ihren Lebenspartner als wichtigen BAT-Subunternehmer an ...
  • Wenn Schriftstücke auftauchten, die EU-Kommissare oder hohe Beamte belasteten, so verschwanden diese Schriftstücke oft plötzlich sehr schnell.

Nachdem die Presse erst einmal am 4.1.1999 die EU-Betrügereien aufgegriffen hatte, schlossen sich andere Zeitungen und Nachrichtenmagazine an, und dann ging es Schlag auf Schlag gegen die EU-Kommission. Wenige Monate später wurde sie aufgelöst und eine neue eingesetzt. Im o.g. Buch auf Seite 190, der Rat der Weisen:

„Im Verlauf der vom Ausschuß durchgeführten Untersuchungen wurde allzuoft festgestellt, daß das Verantwortungsbewußtsein in der hierarchischen Kette versichert. Es wird schwierig, irgendeine Person zu finden, die sich auch nur im geringsten verantwortlich fühlt. Dieses Verantwortungsbewußtsein ist jedoch von wesentlicher Bedeutung. Man muß es in erster Linie von den Kommissionsmitgliedern und ihrem Kollegium erwarten. Der Versuch, den Begriff der Verantwortung seines wirklichen Inhalts zu berauben, ist gefährlich. Dieser Begriff ist eigentlicher Ausdruck der Demokratie.“

Und nun packt man das mit dem zusammen, daß der Leiter der damaligen EU-Kommission (Jacques Santer) und Edith Cresson als ehemalige französische Premierministerin hochrangigste Personen in scheinbar demokratischen Systemen waren. Und dann fiel den Leuten, die eigentlich für die Aufdeckung von Betrug in den EU-Behörden zuständig waren, nur ein, Paul van Buitenen vorzuwerfen, daß er die Betrügereien nach draußen getragen hat.

Die EU als Mafia-Organisation ? Das ist unser Europa ? Das ist unsere EU ?

Das wollen wir gewiß nicht ! Der Mißbrauch hehrer Ideen und machtvoller „demokratischer“ Einrichtungen muß endlich ein Ende haben !

Die Sache erinnert an die Macht der Politbüros der Hoch-Zeit des Kommunismus:

Man glaubte, den sozialistischen und unfehlbaren Menschen erziehen zu können, und meinte, daß ein von solchen Menschen geleitetes Politbüro niemals irren könnte.

Der Fehler war, daß Menschen immer Fehler haben, und da man keine Kontrollorganisation für die Politbüros oberhalb der Politbüros hatte, liefen die ziemlich schnell aus der rationalen Kontrolle heraus und der real existierende Sozialismus und Kommunismus wurde zu dem, was er eben bis 1989 wurde. Ähnlich gibt es Fehler in der Organisation der EU-Behörden, denn die richtige Kontrollfunktion oberhalb der EU-Kommission muß erst noch geschaffen werden. Mängel, Fehler und Betrügereien sollen inzwischen abgestellt sein, aber das Gewesene zeigt, wie sehr sich Behörden, Instanzen ... abriegeln und hinter scheinbaren Rechten verschanzen können – auch bei den Vorarbeiten, Planungen und Gesetzesentwürfen zum TTIP. So war die Gründung der EU nicht gedacht gewesen. Der eigentliche Vorwurf an die Kommissare war eigentlich ihr laufendes Betrügen - eine Schande ! Wie ist das heute ?

Lesen Sie das ganze Buch „Unbestechlich für Europa“ und besonders das, was er auf den Seiten 263 bis 267 schreibt unter den Untertiteln „Ein Generaldirektor auf Konfrontationskurs“ und „Ein hoher Tribut“ ! Wie konnte es geschehen, daß z.B. Edith Cresson - vor noch wenigen Jahren Zielscheibe der Kritik französischer arbeitsloser Jugendlicher und Twens, weil sie angeblich nichts für sie tat - nach ihrem Scheitern in der Politik Frankreichs zu einer EU-Kommissarin für Bildung und Forschung werden konnte ?

Nach welchen Qualifikationen werden die hohen Beamten, Kommissare .. eigentlich in Brüssel und anderen Zentren der EU-Behörden eingesetzt ?

Darf die Beherrschung der französischen Sprache darüber entscheiden, ob ein Spanier, Italiener ... in der EU-Verwaltung einen Job bekommt ?

Woher kommt es, daß ein Mensch wie Edith Cresson zur EU-Kommissarin für Forschung werden konnte ? Wer hat sie dahin gebracht ?

Das ist genau zu untersuchen, denn solche Menschen sind es, die die nachwachsenden Genies in ihrer Entfaltung und Wirkung behindern ! Es kann doch kein Mensch im Ernst behaupten, daß in Frankreich keine Genies mehr geboren werden – mit Blick auf die letzten Jahrhunderte !

... Francois Viete  (Vieta), Rene Descartes, Pierre de Fermat, Pater Mersenne, Bonaventura Cavalieri, Blaise Pascal (na ja), Augustin Jean Fresnel, Francois Antoine de l'Hospital, Alexis Claude Clairaut, Jean Baptiste le Rond d'Alembert, Joseph Louis Lagrange mit mindestens einen italienischen Elternteil, Pierre Simon Laplace,  Adrien Marie Legendre, Gaspard Monge, Jean-Baptiste Joseph Fourier, Jean Victor Poncelet, Girard Desargues, Lazare N.M. Carnot, Henri Lebesgue, Evariste Galois, Augustin Louis Cauchy, Charles Hermite ...

Paul van Buitenen betont eine wesentliche Fehlerquelle bei den Kontrollorganen: Es besteht das Gesetz, alles intern zu lösen und vor allem nach außen hin zu schweigen (siehe auch das Kapitel „Das Verborgenhalten der schmutzigen Wäsche“ ab Seite 109). Möglicherweise ist damit überhaupt das ganz wesentliche Problem genannt worden, und das muß man nun lösen, und dieses Gesetz gilt nun eigentlich überall. Ob man auf Universitäten schaut oder sonst wohin, es gilt die Regel, nichts auszuplappern. Dieses Gesetz ist auch wesentlich wirksam für das Überdauern überalterter Weltvorstellungen oder wissenschaftlicher Betrügereien – siehe der Betrug um den Piltdown-Menschen durch Alexander Keith.

Im Prinzip bewegen sich die Leute auf gesetzlichem Boden, die das Ausplaudern von inneren Angelegenheiten als Bruch des Arbeitsverhältnisse bezeichnen, aber das ist ein trügerischer Boden. Wenn Sie in einem renommierten Forschungsbetrieb arbeiten und offensichtliche Idiotien oder Verschleuderung von Institutsgeldern öffentlich bekannt machen, so gelten Sie als Verräter und machen sich eventuell sogar im Sinne des BGB strafbar. Dazu kommt noch, daß Sie in den meisten Fällen den Job dadurch verlieren.

Wenn Sie in einer Privatfirma arbeiten, so ist es generell verboten, innere Angelegenheiten bekannt zu machen – das steht meistens schon im Arbeitsvertrag. Die Regel gilt, daß derjenige, dem etwas nicht paßt, die Firma zu verlassen und zu schweigen hat. Das gilt auch, wenn die Firmenleitung soviel Mist baut, daß sie bankrott geht - das gilt aber so nicht mehr, wenn die Firmenleitung nach dem Bankrott vom Steuerzahler Geld will, um saniert zu werden und um den Bankrott doch noch zurückzuziehen und zu vermeiden. Bei einer Behörde als Einrichtung des öffentlichen Rechts und prinzipiell bezahlt durch Steuergelder – also nicht erst nach dem Bankrott ! – ist da etwas mehr Luft, weil man immerhin von Anfang an auf die Verschleuderung von Steuergeldern hinweisen kann. Das war das Glück von Paul van Buitenen, aber dennoch waren der damals amtierende Präsident der EU-Kommission Jacques Santer als auch der auf ihn nachfolgende Präsident Romano Prodi disziplinarisch gegen ihn vorgegangen, was sich der EU-Bürger nicht gefallen lassen kann.

Die EU-Behörden sind keine Privatfirmen, sondern werden vom Steuerzahler der (damals 15, heute 28) EU-Staaten bezahlt.

Wenn einer Alarm schlägt wegen Schlampigkeiten bei Behörden, muß er vor Rache geschützt sein. Das ist jetzt ganz allgemein zu garantieren durch ein Gesetz, und zwar nicht nur für die EU-Kommission und die EU-Behörden, sondern auch für jede nationale Behörde. 

Ein großes Problem ist, daß Brüssel mit seinen EU-Institutionen für die Bewohner der heute 28 EU-Staaten so fern ist – und zwar emotional, und das ist ein Problem bei den Wahlen.

Im Mai 2014 waren die Wahlen zum Europa-Parlament, und man kann davon ausgehen, daß weder die Bevölkerungen der EU-Staaten noch ihre Politiker die Wichtigkeit dieser Wahlen richtig einschätzten. Man kann auch annehmen, daß das Wahlverfahren falsch ist.

Die Verfügungen von EU-Kommission (EC) und Europaparlament (EP), daß

  • die BayernLB über 33000 Wohnungen verkaufen soll oder
  • die Kosten für Bausanierungen ökologischer Art den Mietern aufzulasten sind,

zeugen von einer erschreckenden Desinformation der EU-Parlamentarier über die Wohnsituation und die wirtschaftlichen Fähigkeiten der Bürger der EU-Staaten.

Offensichtlich sind die EU-Parlamentarier mit ihrer Arbeit völlig überfordert, weil man zu ihrer Auswahl das falsche Wahlverfahren benutzt.

Es wird zwar vom EP das Gerücht ausgestreut, daß sich jeder Bürger der EU an das EP wenden kann und dann auch Antwort erhält, aber das ist natürlich Unsinn, wie der Autor dieser Zeilen aus eigener Erfahrung feststellen kann:

Auf die Anfrage des Autors, wieso EC und EP überhaupt darauf kommen, von der BayernLB zu verlangen, daß sie sich von über 33000 Wohnungen trennen soll, erhielt der Autor vom EP keine Antwort – kein Wunder, wer gibt schon freiwillig Antwort auf peinliche Fragen. 

Das Europa-Parlament stützt sich darauf, daß es sich ganz weit weg von den Bürgern der jeweiligen EU-Staaten befindet und für deren Bürger nicht erreichbar ist.

Das Problem liegt in der Art und Weise der Aufstellung der Kandidaten und der Wahlen zum EP mit der Folge der Abhebung der Kandidaten von den wirtschaftlichen Lebensbedingungen der Menschen der jeweiligen EU-Staaten – nach der Wahl mit Leben und Arbeit in Brüssel ... Es ist viel besser, die EU-Parlamentarier aus den Reihen der Parlamentarier der EU-Staaten zu wählen, so daß die Bodenhaftung bleibt. Man hat es so einzurichten, daß z.B. die Parlamentarier des Deutschen Bundestags zusätzlich Funktionen als EU-Parlamentarier übernehmen etwa in der Art: Die regulär in demokratischen Wahlen gewählten Parlamentarier der jeweiligen EU-Staaten erhalten nach Wunsch oder weiterer Wahl die zusätzliche Funktion als EU-Parlamentarier.

Das gesamte bisherige Wahlverfahren mit Auswahl der Kandidaten ist bisher total falsch, und das hat dann zu den bekannten katastrophal-peinlichen Fehlentscheidungen von EC und EP geführt, wie sie weiter unten nachzulesen sind.

Bisher ist es so, daß die EU-Parlamentarier für ihre Aufgaben nicht qualifiziert sind und zusätzlich durch ihre Hauptarbeit in Brüssel …, fern ihres jeweiligen Heimatstaates, die Bodenhaftung verlieren, und das ist mit eine Schuld der Politiker und der Medien, was gezeigt wird durch Originalton 1969 „Lach- und Schießgesellschaft“:

„Hast du einen Opa, so schick‘ ihn nach Europa.“

Genau in diese Kerbe haben die Medien über Jahrzehnte gehauen und das Bild der EU-Parlamentarier total konterkariert. Die Politiker haben diesem Bild Vorschub geleistet, bis in jüngste Zeit. Wurde z.B. irgendwo bei einer Partei ein Politiker unliebsam bis überflüssig, hat man ihn „nach Europa oder Brüssel geschickt“.

Beispiel Hellas: Nach Eintritt von Hellas in EU und Eurozone mit Hilfe gefälschter Wirtschaftsdaten (SPIEGEL 21/1967 !) hätte man von EP und EC erwarten müssen, daß sie das Treiben der politischen, wirtschaftlichen … Eliten in Griechenland in den letzten Jahrzehnten erkannten und fortan unterbanden – was aber nicht geschah. Im o.g. Artikel des SPIEGEL wurde die lausige Staats- und Wirtschaftsführung in Hellas schon im Jahre 1967 genau beschrieben und hätte seitdem allen Politikern und Journalisten und besonders den EU-Behörden durchaus bekannt gewesen sein müssen.

Es kann also gar nicht sein, daß die EU-Bürokraten von der lausigen Haushaltsführung in Griechenland mit Anhäufung von Riesenschulden durch die verluderten griechischen Regierungschefs keine Ahnung gehabt hätten – bis diese ab 2008 durch die Medien in großer Aufmachung bekannt gemacht wurden und es jedermann auf der Welt erfuhr.

Hier kommt die Frage auf nach Verantwortung, Straftat und Regreßforderung an Politiker.

Wenn man in einer führenden Position ist in EU-Institution, EZB, IWF, EP oder EC, so muß von einem verlangt werden, daß man eine Übersicht hat über das Funktionieren in den verschiedenen EU-Staaten und daß man seine Kenntnisse nicht nur aus Presse und Fernsehen hat. Dann hätten die EU-Bürokraten die Staatsführung in Hellas genau untersuchen müssen und die Banker hätten zur Wahrung der kaufmännischen Sorgfaltspflicht dem hellenischen Staat nicht immer weiter Kredite gewähren dürfen. Es ist offensichtlich, daß sowohl EU-Bürokraten und Banker Straftaten begangen haben, indem sie Griechenlands Regierungen immer weiter Geld gaben, um an den hohen Zinsen zu verdienen. Sie hätten wissen müssen, daß Griechenland diese Kredite niemals zurückzahlen konnte. Gegen diese EU-Bürokraten und Banker in den EU-Staaten sind aber keine entsprechenden Anklagen von ihrer jeweiligen Justiz erhoben worden, und darum ist diese Justiz dieser Staaten selber straffällig geworden.

Wie können sich die EU-Bürger dagagen wehren, daß TTIP wieder ein Flop wird, der die EU-Steuerzahler Hunderte von Milliarden Euro kosten wird wie bei der HRE ?

Gefahr auf EU-Ebene: Betrügerische EU-Kommissare … machen mit Regierungen, Banken … betrügerische Geschäfte und versuchen das folgende Problem in aller Vollkommenheit zu lösen: „Wie komme ich auf illegale Weise an das Geld der Leute, die arbeiten ?“

„Bankenaufsicht“ und EZB stehen in der Gefahr betrügerischer Transferzahlungen im Bereich von vielen Milliarden Euro, völlig außerhalb einer jeden parlamentarischen Kontrolle.

Man stelle sich nun die ungeheure politische und wirtschaftliche Macht einer EU-Mafia-Organisation vor – alimentiert von den EU-Staaten, die zu Hilfszahlungen verpflichtet worden sind –, die über Hunderte von Milliarden Euro verfügen kann, außerhalb einer jeden wirklichen parlamentarischen Kontrolle. 

  • Der Mißbrauch der europäischen Einigungsidee steht dringlichst im Raum.

Für die europäische Einigung gab es für die EU sogar den Friedensnobelpreis.

Die Bankenkrise begann 2006 zuerst in den USA auf dem Immobiliensektor. Im Jahr 2007 war sie bereits akut und 2008 schwappte nach Europa über. Die alleinige Schuld an dieser Immobilien- und Bankenkrise, die ab 2008 weltweit in eine Wirtschaftskrise überging, trugen nur und nur etliche Politiker und viele Banker, und zwar die der obersten Etagen. Es waren also wesentliche Teile der gesellschaftlichen Eliten vieler Staaten, vor allem aber der in den USA, die ihre Bevölkerung in Arbeitslosigkeit und Not stürzten. Ab 2008 brachen Banken zusammen, darunter auch ganz mächtige und große wie Lehman Brothers, und viele andere Banken sowie Großkonzerne wie GM in den USA wurden mit vielen Dutzenden Milliarden Dollar durch öffentliche Gelder, also durch die kleinen Steuerzahler, gestützt. Einige Banken und Konzerne wie GM zahlten die Unterstützung zurück, aber bestraft wurde keiner der Täter in den Chefetagen der Banken des Investmentgeschäfts. Ab 2008 wiederholte sich dieses Schauspiel von Bankenzusammenbrüchen und dadurch bewirkten Wirtschaftspleiten auch in den EU-Staaten, auch in Deutschland wie im Fall der Hypo Real Estate (HRE).

In den USA gibt es eine mächtige Banken-Lobby, ähnlich wie die Waffen-Lobby, die an die Abgeordneten Beträge in der Höhe von 500 Milliarden Dollar zahlt, damit die jeweilige Regierung an dieser Gesetzeslage nichts ändert.

Gesetze für die Förderung von Hedge-Fonds kamen aber zustande, auch in Deutschland z.Z. der rot-grünen Regierung von 1998 bis 2005.

Die Politiker und insbesondere die Parlamentarier verabschieden oft Gesetze, deren Folgen sie nicht überblicken, und oft sind es die kleinen Bürger, die am meisten unter diesen handwerklichen Fehlern leiden müssen – und genau das droht bei TTIP. Die EU-Institutionen, EP und EC machen so viele Fehler, daß man nicht annehmen kann, daß sie bei den Verhandlungen zum TTIP das Richtige im Sinne der EU-Bürger tun.

Die EU-Verträge von Lissabon setzen fest, daß es keine Schuldenunion gibt, alle Staaten, die mehr als 3% BIP Schulden aufnehmen, Strafe zahlen müssen und alle Asylanten ihre Asylanträge in den Staaten zu stellen haben, in denen sie europäischen Boden betreten haben. Aber EU, EP und EC halten sich nicht an diese Verträge – es gibt die Schuldenunion, Migranten werden von den südlichen EU-Staaten in die nördlichen verschoben ohne echte Kritik aus Brüssel und die 3% BIP-Grenze bei EU-Staaten wird nicht eingehalten ohne Ahndung durch die EU.

14  EU-Fehlentscheidungen

Herodes-Prämie:

Prämie für das Töten von Kälbern

Vorgeschriebener Krümmungsradius für Gurken und Bananen:

Das bedeutete, daß sehr viel als Ausschußware galt.

Verpflichtung für Hausbesitzer für Wärmedämmung mit Umwälzung aller Unannehmlichkeiten und Kosten auf die Mieter.

Die BayernLB wurde gezwungen, 33000 Wohnungen an private Investoren zu verkaufen.

Kein Wunder, die EU-Bürokraten werden viel zu hoch bezahlt und haben darum jedes Einfühlungsvermögen für die Nöte und Sorgen der kleinen Leute verloren. Die kleinen Leute benötigen erschwinglichen Wohnraum – der wird ihnen von der EU dadurch genommen.

Einführung von E10: Das brachte viele Investoren in Südamerika und Ozeanien dazu, noch viel schneller und mehr Urwald zu roden, um immer mehr Plantagen für Ölpalmen, Sojabohnen … einzurichten.

Die Politiker haben zwar oft Krokodilstränen über die Rodungen in den Regenwäldern von Südamerika und Ozeanien vergossen, aber genau durch ihre Maßnahmen wurde das noch viel schlimmer. Viele Wildtiere wurden und werden durch die Rodungen heimatlos oder werden sofort getötet, in Südamerika zusammen mit den letzten frei lebenden Indios.

Die Wasserversorgung soll in private Hände kommen:

Viele Fachleute befürchten, daß dadurch Wasser teurer und seine Qualität schlechter wird.

Wegen einer Kontingentzuweisung an die Zuckerrübenbauern in den EU-Staaten gibt es in den letzten Jahren einen immer gravierenderen Zuckermangel. Die Bauern dürfen  wegen EU-Beschlüssen diesem Mangel nicht durch Mehranbau von Zuckerrüben abhelfen (2012).

Darunter leidet zunehmend die Süßwarenindustrie, und zwar in mehrfacher Hinsicht:

  • Das Zuckerangebot wird immer knapper, so knapp, daß Aufträge wegen Mangel an Zucker auf dem Markt nicht angenommen werden können.
  • Die Preise für Zucker steigen gewaltig, im Jahr 2012 mehr als 30%.
  •  

Am 7.3.2013 tagte die Internationale Artenschutzkonferenz in Bangkok. Die USA brachten den Antrag ein, daß fortan der Handel mit Eisbärfellen verboten wird. Die EU schloß sich nicht diesem Antrag an. 

Gefahren durch EU-Bürokraten:

  • Nationalistische Exzesse bei der Vergabe von Krediten an Staaten durch die EZB.
  • Eurobonds mit der Folge der SchuldenUnion, wobei fehlerhafte Wirtschaftsführung der jeweiligen Staaten von den anderen Staaten bezahlt wird ohne Bestrafung der Polit- und Wirtschaftsverbrecher – siehe die Griechenlandhilfen, die den Hellenen zwar von Herzen zu gönnen sind, wobei aber die Verursacher der Misere in Regierung, Wirtschaft, Militär … nicht zur Rechenschaft gezogen wurden.
  • Erhebliche Asymmetrie bei der Forschungsförderung der EUStaaten als Folge nationalistischer Spinnerei in den EU-Gremien – glauben Sie etwa, daß die Leute nur dadurch, daß in EZB. IWF … hocken, keine Nationalisten mehr sind ?
  • Enormes Potential für Bestechung und Korruption mit einem 1Billion-Euro-Budget – die EU-Mafia deckte Paul van Buitenen 1991 auf mit der Selbstbedienung Leute in den EU-Institutionen.
  • Völlig untragbares Verhalten wie Vergewaltigung von Zimmermädchen in Hotels durch führende Persönlichkeiten hochgestellter Funktionäre, wie das 2012 und 2013 in den Medien ausführlich berichtet wurde.
  •  

Man kann bei so vielen gravierenden Fehlern der EU-Institutionen und dem geringen Möglichkeit zu Protest und Widerstand der EU-Bürger nicht annehmen, daß die Verhandlungen der EU-Funktionäre in EU und EP die Belange der einfachen EU-Bürger hinreichend berücksichtigen. Z.B. sind die Vergünstigungen für Politiker und EU-Funktionäre durch die starke US-Lobby zu große Verlockungen – wie Paul van Buitenen in seinem Buch „Unbestechlich für Europa“ gezeigt hat !

Wirtschaft und Forschung mögen von TTIP profitieren, aber die Verordnungen und Gesetze in den EU-Staten zu Schutz und Versorgung der Bürger mit dem Standard für ärztliche Behandlung, Verfügbarkeit von Wohnraum, Ausbildung, Arbeit, Lebensmittel … werden sich den USA annähern und dadurch mit Sicherheit schlechter werden.

Aber nicht nur die Menschen in einem Staat sind dessen Bürger oder Einwohner, sondern auch die darin lebenden Tiere und Pflanzen. Viele EU-Bürokraten sind Sesselfurzer, die ihren Hintern nicht mehr hoch bekommen und sich nicht um die Sorgen und Nöte der Tiere, Pflanzen und Menschen in der EU kümmern. Für die führenden Personen und Funktionäre in EU-Institutionen gilt genau das, was für diejenigen in den jeweiligen EU-Staaten gilt: Die Regierung eines Staates regiert nicht nur die Menschen in diesem Staat, sondern auch die darin lebenden Tiere und Pflanzen.

Der Weg vom EU-Bürger zur EU-Bürokratie ist viel zu weit. Wie soll sich ein EU-Bürger bei der EU-Bürokratie beschweren ? Die Menschen als Bürger ihrer Städte verlieren ihre Wohnungen in Deutschland wegen Energiesparumbauten und massenhafte Umwandlung von billigen Sozialwohnungen in teure Eigentumswohnungen. Im Dschungel verlieren die Tiere ihre Wohnungen z.B. wegen der verderbten E10-Förderungsmaßnahmen …

Wie wirkt man auf die EU-Bürokraten ein, daß sie ihre bürger- und tierfeindlichen Aktionen einstellen ? Wie schützt man sich als armer, mittelloser Bürger vor der Willkür der EU-Bürokraten ? „… und Brüssel ist weit !“  

Die EU-Bürokratie bekommt als Budget um 1 Billion Euro – wie wunderbar kann man mit soviel Geld eigenes Fehlverhalten vertuschen, an den Parlamenten der EU-Staaten vorbei  – siehe die Aufdeckungen von Paul van Buitenen über Unregelmäßigkeiten der EU-Bürokraten.

Wie muß die EU-Bürokratie geändert werden ?

Zuerst müßte sie erkennen, daß die EU-Regierungen und die EU-Bürokratie verantwortlich sind für das Leben und Wohlergehen aller Menschen, Tiere und Pflanzen in der EU.

Die EU-Bürokraten sollten sich als Warnung nehmen, daß die Oberschicht gerade der Völker, Reiche und Staaten mit einer Tradition über Jahrtausende sich gegenwärtig als verludert präsentiert wie im Fall von Hellas und Italien.

Es gibt weitere Beispiele:

  • Der König von Spanien geht auf Elefantenjagd in Afrika steht aber an der Spitze des WWF. Darüber hinaus verletzt sich noch der König bei der Elefantenjagd schwer und steht für Monate nicht zur Erledigung der Staatsgeschäfte zur Verfügung.
  • Ägypten erlebte wie Libyen Bürgerkrieg und Regierungschaos.
  • (As)Syrien befindet sich seit 2011 in einem grausam geführten Bürgerkrieg.
  •  

Die EU-Bürokraten sollten das als Warnung nehmen, daß die Oberschicht beliebiger Gesellschaften bei den Menschen leicht verludern kann – und die EU-Bürokraten gehören auch zur Oberschicht.

Es wird empfohlen, das Buch „Grenzen der Vernunft der Menschen“ zu konsultieren, und darin besonders das Kapitel 8 im Buch „Politik in der Restlaufzeit der Menschheit“ (auf der Internetseite www.aionik.de am Ende der Liste der Schriften, noch vor der Modulbibliothek).

Die EU als Selbstbedienungsladen für die EU-Bürokraten – siehe die Ermittlungen von Paul van Buitenen. Man hat zu oft den Eindruck, daß sich die Oberschicht einer Gesellschaft von Menschen gerne so verhält wie ein Haufen Läuse auf einem Hund, wo die Läuse glauben, daß der Hund nur für sie lebt.

Die EU-Regierungen und die EU-Bürokratie sind verantwortlich für das Leben und Wohlergehen aller Menschen, Tiere und Pflanzen in der EU. Das Wohlergehen der Menschen, Tiere und Pflanzen als Bürger der EU muß ein Herzensanliegen aller Verantwortlichen sein.

Ganz offensichtlich ist aber, daß der Frieden unter den Menschen dadurch erkauft wird, daß man die natürlichen Ressourcen plündert oder gar zerstört.

Wenn irgendwo in den Städten größere Bauprojekte gestartet werden, kommen zuerst die Maschinen zum Fällen von Bäumen oder zum Zubetonieren von Grünflächen zum Einsatz.

Hallo ihr Leute, was ist, wenn es keine natürlichen Lebensräume mehr gibt ?

Kommt dann wieder (!) das große Schlachten unter den Menschen ?

15 Beschwerde über die Regierung der Kanzlerin Dr. Angela Merkel über ihre Politik seit 2011 – Alleingänge der Kanzlerin bei Ausstieg aus ziviler Nutzung der Kernenergie und Durchführung ihrer Einladungspolitik 2015

Forderung: Beschränkung der Kanzlerschaft für denselben Kanzler auf 8 Jahre

Forderung: Beendigung der Hand-in-den-Mund-Politik der Kanzlerin Dr. Angela Merkel

                  Altkanzler Gerhard Schröder zur Einladungspolitik der Kanzlerin im Herbst 2015:

                  „Sie hatte keinen Plan !“ Eine planlose Politik also ? Dann ist es kein Wunder, daß

man in Deutschland die KI-Entwicklung verschlafen hat und gegenwärtig Bio- und

       Gentechnologie verschläft, ebenso die Umorganisation von Wirtschaft und

       Forschung auf die Entwicklung neuer Technologien im Stil von USA und UK. 

Das Kanzlerexperiment 2015 - und die Folgen in den Jahren danach

Messerattacken auf Deutsche

Wohnungsnot in Deutschland, laufend steigende Obdachlosenzahlen

Haben wirklich in Deutschland 1 Million Menschen keine Wohnung ?

Das wurde jedenfalls am 24.12.2018 um 2 Uhr in B5 gemeldet,

ebenfalls Erfrierung von mutmaßlich 9 Obdachlosen vor Weihnachten 2018

Wohnen macht arm wegen zu hoher Mieten

Demonstrationen für "Wohnen als Menschenrecht" am 6.4.2019

Warum hat die Kanzlerin das so weit kommen lassen ?

Morde und Vergewaltigungen von Mädchen und Frauen durch Migranten

Rußland-Sanktionen und Einkommensverlust Unbeteiligter …

Wann beginnt Landesverrat ?

Begrenzung der Kanzlerschaft auf 2 Legislaturperioden mit folgender Bedeutung: Jeder darf sich nur 2 mal hintereinander aktiv zur Wahl zum Kanzler stellen.

Okt. 2018 Unionsparteien im ARD-Trend auf zusammen 25%

Nachdem Friedrich Merz verkündet hatte, daß er Vorsitzender der CDU werden möchte, schnellten die Umfragewerte für die Unionsparteien hoch auf über 30%. Friedrich Merz kann die Unionsparteien bei den nächsten Wahlen wieder auf über 34% bringen

Juni 2019 Unionsparteien dei Umfrage auf zusammen 24%, Partei die Grünen auf 26%

Zerlegung der Unionsparteien durch die Kanzlerin

Die meisten EU-Regierungschefs waren von der Einladunghspolitik der Kanzlerin 2015 vergrätzt, und die Deutschen wegen Messerattacken auf Deutsche und grassierender Wohnungnot

Einladungspolitik der Kanzlerin 2015 war Auslöser für Brexit am 23.6.2016

Spaltung Europas durch die Kanzlerin

--> Einschränkung der Richtlinienkompetenz von Kanzler/in in GG §65

In der Regierungszeit von Kanzlerin Dr. Angela Merkel seit 2005

                - Aufstieg krimineller arabischer Großfamilien in Deutschland,

                - Katastrophale Überlastung der Gerichte wegen Personalmangels,

                - immer mehr Tierheime kommen in große finanzielle Not,

                - Verfall der Bundeswehr ...

Vorkommnisse der folgenden Art hat es vor der Einladungspolitik der Kanzlerin im Herbst 2015 in Deutschland nicht gegeben.

20.7.2016: Reaktion Renate Künast, langjährige Bundestagsabgeordnete der Grünen, ehemalig Fraktionschefin, Bundesministerin, Spitzenkandidatin und Bundeschefin ihrer Partei zu folgendem Ereignis: Ein 17-jähriger Afghane hatte mit einer Axt Fahrgäste in einem Regionalzug bei Würzburg verletzt, vier davon schwer, und bei seiner Flucht wurde er von der Polizei erschossen. Twitterte Künast: "Wieso konnte der Angreifer nicht angriffsunfähig geschossen werden????"

In der Kölner Silvesternacht am 31.12.2015 waren Hunderte Frauen (um 1200) von Asylanten vorwiegend aus Nordafrika eingekesselt, begrapscht, beklaut und manche sexuell missbraucht worden. Deshalb setzte die Polizei im Bereich des Hauptbahnhofes am 31.12.2016, ein Jahr später, mehrere hundert Männer fest oder sprachen Platzverweise aus, um eine Wiederholung der Übergriffe zu verhindern. Nach Angaben der Polizei traten diese Männer wieder aggressiv auf und waren meist nordafrikanischer Herkunft, so wie im Jahr zuvor. Grünen-Chefin Peter stellte die Verhältnis- und Rechtmäßigkeit des Großeinsatzes in Frage, da "insgesamt knapp tausend Personen alleine aufgrund ihres Aussehens überprüft und teilweise festgesetzt" worden seien. Der Gebrauch von "herabwürdigenden Gruppenbezeichnungen wie 'Nafris' durch staatliche Organe wie die Polizei" sei "völlig inakzeptabel", sagte Peter. Die Grünen-Chefin Simone Peter hat den Großeinsatz der Kölner Polizei zu Silvester am 31.12.2016 scharf kritisiert – wie kurze Zeit vorher Renate Künast ebenfalls die Polizei, siehe oben. Es hat zwar andere Politiker der Grünen gegeben, die sich gegen Frau Peter gestellt haben, aber das zeigt nur, wie ambivalent das Verhältnis der Partei Die Grünen zur inneren Sicherheit ist – genau wie bei Rudi Dutschke, der die gewalttätigen Revolutionen in Süd- und Mittelamerika explizit gut geheißen hat, sie aber in deutschen Städten angeblich nicht haben wollte.

Die Grünen-Expertin für innere Sicherheit und Ex-Polizistin Irene Mihalic: "Ich teile diese pauschale Kritik nicht. Man könnte ein bisschen den Eindruck gewinnen, egal was die Polizei macht, sie macht es nie richtig. Diesen Eindruck sollten wir versuchen zu vermeiden."

  • Wieso war am 31.12.2015 ein so aggressives Verhalten von Flüchtlingen und Asylbewerbern mit vielen hundert Straftaten mit Einkesselung, sexueller Belästigung, Beraubung und Vergewaltigung von Frauen überhaupt möglich ?
  • Hat es solche Vorfälle auch schon in Italien, Spanien, Frankreich, England … gegeben ? Wenn nicht, dann warum nicht und gerade nur in Deutschland ?
  • Warum kamen am 31.12.2016 wieder um 1000 junge Nordafrikaner zum Hauptbahnhof von Köln und führten sich aggressiv auf ?
  • Wer lenkte die Nordafrikaner am 31.12.2016 zum Kölner Hauptbahnhof und motivierte ihr Verhalten ?

Vergewaltigung und Ermordung der 19-jährigen Medizinstudentin Maria bei Freiburg durch den angeblich 17-jährigen Afghanen Hussein. Er hatte sich als unbegleiteter Minderjähriger ausgegeben. Sein tatsächliches Alter könnte erheblich höher sein. Sein Vater: Er ist 33 Jahre alt. Hussein hatte bereits 2013 in Griechenland versucht, eine 23-jährige Griechin erst zu berauben und dann zu töten. Er war deswegen rechtskräftig zu 10 Jahren Haft verurteilt worden. Der Vater der Griechin: "Ich kann nicht glauben, dass sie ihn freigelassen haben, damit er tötet. In was für einem Staat leben wir?" Die Familie dachte, der Täter sei noch in Haft. Der Afghane war nach der Tat in Griechenland verurteilt, aber im Oktober 2015 unter Auflagen freigelassen worden. Dem Bericht zufolge meldete er sich noch einmal bei der griechischen Polizei, dann tauchte er unter. Im November desselben Jahres 2015 gelangte er nach Deutschland, wo er in Freiburg Vergewaltigung und Mord beging.

Berlin: Ein islamistischer Tunesier rast in Berlin 2016 mit seinem LKW auf einen Weihnachtsmarkt. Folge: 12 Tote und um 50 Verletzte. Der Täter – er war unter etlichen verschiedenen Namen als Asylant gemeldet – konnte zuerst fliehen und per Bahn durch Frankreich nach Italien reisen, wo er bei einer Polizeikontrolle erschossen wurde.

En Asylbewerber aus Afghanistan steht unter dringendem Verdacht, kurz nach Weihnachten am 27.12.2017 in Kandel die 15 Jahre alte Mia heimtückisch erstochen zu haben. Ein 15-jähriges Mädchen wird vor ihren Freunden, Kunden und Mitarbeitern des Drogeriemarktes von einem jungen Mann niedergestochen. Umringt von anderen Jugendlichen liegt Mia (15) blutend auf dem Boden in der Kosmetikabteilung des DM-Marktes. Die von zahlreichen Messerstichen schwer verletzte Schülerin stirbt kurz darauf im Krankenhaus.

Die Familie von Mia hatte den angeblich 15-jährigen Iraker wie einen Sohn aufgenommen. Es gab für einige Monate eine Beziehung zu der 14-jährigen Mia, die sie beendete. Es gibt erhebliche Zweifel am Alter des Irakers.

In Mainz wird die 14-jährige Susanna von einem kurdischen Flüchtling aus dem Irak mit 7 Messerstichen getötet. Wieder gilt: Ein Mord an einem Mädchen und ein beschuldigter Flüchtling. Der irakische Flüchtling hatte sich als 15-Jähriger ausgegeben, in Deutschland vergeblich Asyl beantragt und mit Rechtsmitteln seine Abschiebung verhindert. Er war polizeibekannt wegen Pöbeleien und Prügeleien. Es gab gegen ihn den Vorwurf der Vergewaltigung eines elfjährigen Mädchens.

Die Mutter des Mädchens meldete Susanna bereits einen Tag nach ihrem Verschwinden als vermisst. Eine Woche später bekommt sie von einer Bekannten ihrer Tochter eine Mitteilung, dass Susannas Leiche an einem Bahngleis liege. Die Beamten starten erst dann eine öffentliche Fahndung. Die Hinweisgeberin befragen sie aber zunächst nicht, weil sie auf Kurzurlaub mit ihrer Mutter sei.

Nach der Tat verschwand der Iraker mit seiner 7-köpfigen Familie, allem Anschein nach problemlos und unter falschem Namen. Gewichtige Frage: Woher hatte diese irakische Familie das Geld für die Reise mit 7 Leuten ?

"Das ist jetzt kein Einzelfall mehr", mahnt etwa die Ethnologin und Leiterin des Forschungszentrums Globaler Islam an der Frankfurter Goethe-Universität, Susanne Schröter. Sie spricht von einem Kulturen-Clash in Deutschland. Die Gesellschaft müsse sich jetzt Konzepte für den Umgang mit patriarchalisch geprägten und aggressiven Männern überlegen. Das alles sieht nach Kontrollverlust eines überforderten Staates aus, der die Asylpolitik nicht mehr im Griff hat. Der aktuelle Skandal um Mißstände beim Migrationsamt Bamf scheint den Eindruck staatlichen Versagens zu unterstreichen.

Diese sogenannte „Beziehungstat“ war schon die dritte innerhalb von zehn Tagen, bei der junge Flüchtlinge den Tod ihrer deutschen Ex-Freundinnen wollten.

Ein weiterer Mord an einer 15-Jährigen am 11.6.2018 bei Viersen durch einen 17-jährigen Bulgaren. Im BR5 wurde am 13.6.2018 sein Migrationshintergrund nicht mehr angegeben.

Hannover 18.6.2018 Ermordung eines 16-jährigen Mädchens durch einen 23-jährigen Mann mit deutschem und dominikanischem Paß

Juni 2018: Vergewaltigung eines Mädchens von 8 Bulgaren im Alter von 14 bis 16 Jahren.

Ermordung einer 28-jährigen Tramperin durch einen marokkanischen LKW-

Fahrer.

Vorwurf zur Instrumentalisierung von Gewaltverbrechen:

  • Werden von Flüchtlingen Gewaltverbrechen wie Morde begangen, warnen Politiker auch von der CDU davor, diese zum Nachteil der Ausländer zu instrumentalisieren.
  • Werden von Neonazis Gewaltverbrechen begangen, werden diese für den Kampf gegen „Populisten“ vor allem durch Regierungsstellen instrumentalisiert.

  1. Juli 2019, (best/dpa)

Drei Male gab es Mitte 2019 binnen 4 Wochen Randale in einem Düsseldorfer Schwimmbad. Jedes Mal wurde deswegen das Bad vorzeitig geschlossen.

Auch am Freitag hatte die Polizei das Freibad wegen aggressiver Besucher auf Wunsch der städtischen Bädergesellschaft geräumt. Am Samstag öffnete das Rheinbad wieder und verstärkte das Security-Personal.

Maßnahme der Stadt gegen die Anonymität: Von jetzt an gilt Ausweispflicht.

Laut Polizei waren etwa 60 junge Männer und Jugendliche an dem Tumult beteiligt. Es habe sich dabei ausschließlich um Personen nordafrikanischer Herkunft gehandelt, sagte ein Sprecher. Insgesamt waren 1500 Badegäste anwesend. Ende Juni war das Schwimmbad schon zwei Mal nach Streits und kleineren Schlägereien vorzeitig geräumt worden.

Die Polizei berichtete am Samstag, es seien zwei Ermittlungsverfahren eingeleitet worden: eines wegen Beleidigung eines Polizisten, ein weiteres wegen Bedrohung und Beleidigung einer Bademeisterin. Der Streit hatte sich offenbar daran entzündet, dass die Gruppen Rutschbahn und Sprungturm für sich allein beanspruchten. Als die Jugendlichen sich nicht an die Anweisungen des Personals hielten, war die Polizei verständigt worden, die mit 20 Mann vor Ort war.

Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) sprach von einer erneuten Provokation, die "vollkommen inakzeptabel" sei. Die Bürger müssten sich jederzeit in den Bädern der Stadt sicher fühlen. Er wolle am Montag in Gesprächen mit den Entscheidungsträgern im Rathaus die Konsequenzen konkretisieren.

Schon am letzten Juni-Wochenende hatten sich in dem Freibad mehrere Hundert Jugendliche und junge Männer zusammengetan. Ihrer Sprache und ihrem Aussehen nach seien viele von ihnen nordafrikanischer oder arabischer Herkunft gewesen, hatte ein Polizeisprecher damals gesagt. Daraufhin wurde ein Sicherheitsdienst beauftragt, der nun erneut verstärkt werden soll.

  1. Juli 2019: Ein achtjähriger Junge ist zusammen mit seiner Mutter im Hauptbahnhof von Frankfurt am Main von einem Mann vor einen einfahrenden Zug gestoßen und getötet worden. Der Junge wird vom Zug erfasst und kommt ums Leben. Die 40-jährige Mutter habe sich aber retten können.

Der Tatverdächtige flüchtete zunächst, wurde später außerhalb des Bahnhofs mithilfe von Passanten festgenommen. Die Polizei ermittelt wegen eines Tötungsdelikts. Der Angreifer soll zudem versucht haben, einen weiteren Menschen in die Gleise zu stoßen. Dieser habe sich aber in Sicherheit bringen können. Bei dem Verdächtigen handle es sich um einen Mann aus Eritrea, teilte die Polizei mit.

Der mutmaßliche Täter und seine Opfer kannten sich den Ermittlungen zufolge nicht. Das Motiv des Mannes ist bislang unklar. Er soll am Dienstag dem Haftrichter vorgeführt werden. Bislang hat sich der 40-Jährige nicht zu dem Fall geäußert, wie eine Sprecherin der Ermittlungsbehörde sagte.

Ähnlicher Zwischenfall erst vor wenigen Wochen in Voerde

Erst am 20. Juli wurde im Bahnhof der nordrhein-westfälischen Stadt Voerde eine 34 Jahre alte Mutter vor einen Regionalzug gestoßen und getötet. Der 28-jährige Tatverdächtige sitzt wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft.

Der Mann soll sich der Frau wortlos von hinten genähert und sie auf die Gleise gestoßen haben, berichteten Zeugen der Polizei. Der mutmaßliche Täter und das Opfer kannten sich den Ermittlern zufolge nicht.

Der 28-Jährige soll die Frau heimtückisch und aus Mordlust ins Gleisbett vor die Regionalbahn gestoßen haben. Er schwieg bislang zu den Vorwürfen.

Etwa ein halbes Jahr zuvor war in einem Bahnhof eine Frau, die eine große Treppe hinunterging, brutal in den Rücken getreten worden, so daß sie die Treppe hinunterstürzte und sich schwer verletzte. Der Täter war auch hier nichtdeutscher Herkunft.

Der Mordversuch gegen 3 Personen des in der Schweiz lebenden Eritreers im Hauptbahnhof von Frankfurt ist möglicherweise eine Reaktion auf den Mordversuch gegen einen Eritreer wenige Tage zuvor in Deutschland.

Bei den vielen Morden von Iranern, Afghanen, Irakern … an deutschen Frauen seit etlichen Jahren (genau: seit Herbst 2015) hatte es zwar keine Mordversuche an Iranern, Afghanen, Irakern … durch Deutsche gegeben, aber es hatte sich eine neue Rechte formiert.

Der Narr Kaiser Wilhelm II und der Kapitalverbrecher Adolf Hitler haben deutlich gezeigt:

Was die Deutschen am meisten fürchten müssen – das sind ihre Spitzenpolitiker.

  

Die innere Sicherheit hat durch vorhersehbare Folgen der Einladungspolitik der Kanzlerin mit dem unkontrollierten Zuzug von Ausländern nach Deutschland sehr gelitten – und die meisten Regierungschefs haben die Einladungspolitik der Kanzlerin getadelt.

Donald Trump hat sie sogar als verrückt bezeichnet, Erdogan meinte, daß sie den Friedensnobelpreis haben wolle, Altkanzler Gerhard Schröder warf ihr Planlosigkeit und Unfähigkeit zur Absprache mit den anderen EU-Regierungschefs vor …

Die vielen Morde, ausgeführt von Muslimen in Deutschland ab 2016 in Würzburg, Ansbach, Freiburg, Berlin, Kandel, Wiesbaden, Hannover …an deutschen Mädchen und jungen Frauen haben die Kritiker der Kanzlerin bestätigt..

Daß die Einladungspolitik für Flüchtlinge, nach Deutschland zu kommen, zuerst im Programm der 1968er und ihrer Derivate gestanden hat, ist bekannt, und auch daß die Kanzlerin am 4. September 2015 die Grenzen für Flüchtlinge ganz geöffnet hat, ohne Absprache mit den anderen EU-staaten und am deutschen Parlament vorbei.

Einladungspolitik und Willkommenskultur 2015

Die weitaus meisten Regierungschefs (darunter auch Trump, Putin, Cameron, May und Johnson) werfen der Kanzlerin eklatantes Versagen bei ihrer Flüchtlingspolitik im Herbst 2015 und danach vor.

Weil die Kanzlerin bei ihren Partei-Untertanen und der SPD Unterstützung fand, war die CSU machtlos, aber schon Ende 2015 warfen in- und ausländische Politiker der deutschen Kanzlerin Dr. Angela Merkel schwerwiegende rechtsstaatliche Defizite bei ihrer Regierungsarbeit vor und sie wurde von den meisten Politikern der EU-Staaten wegen ihrer Einladungspolitik gegenüber Flüchtlingen scharf kritisiert u.a. von

- Victor Orbàn (Ungarn),

- Donald Trump (USA),

- Manuell Valls (Frankreich),

- Donald Tusk (Polen) …

und getadelt durch die meisten Politiker in Staaten Europas, besonders in England, Österreich, Polen, Tschechien, Slowenien, Ungarn, Kroatien, Makedonien …

Ihren politischen Ziehvater Dr. Helmut Kohl hat sie mit ihrer Politik der offenen Grenzen ebenfalls sehr verärgert, so sehr, daß er zur Zeichensetzung Victor Orbàn (Ungarn) einlud, um deutlich zu machen, was er von Willkommenskultur, Migrantenflut und „Wir schaffen das“ hält.

Wie sehr dieses „Wir schaffen das“ ideologischer Unsinn gewesen ist, haben wir ab Mitte 2018 erfahren mit der Offenlegung des Versagens des Flüchtlingsmanagements ab September 2015 nicht nur beim BAMF.

Schluß mit dem Untertanengeist !

Die Deutschen müssen im Sinne von John Locke von Untertanen zu Staatsbürgern werden.

Die Deutschen sind keine Marionetten der Kanzlerin !

John Locke half mit seinen Lehren vom Gesellschaftsvertrag dabei, die Briten zu Staatsbürgern zu machen.

In Deutschland fand diese Entwicklung wegen Fürsten, Königen und Kaisern nicht statt - die wollten lieber Untertanen.

In Deutschland grassiert die Wohnungsnot 2018 als Folge der Einladungspolitik der Kanzlerin 2015, und diese Wohnungsnot hat längst die Mitte der Gesellschaft erreicht. Die aktuelle grassierende Wohnungsnot und Mietensteigerung ist alleine die Schuld der Kanzlerin.

Der Mangel an bezahlbaren Wohnungen, das Explodieren der Immobilienpreise, die jetzige Wohnungsnot und das hohe Mietniveau sind ein Verschulden der Kanzlerin, und das ist die alleinige Ursache für den Verlust von 11 Prozentpunkten bei der Hessenwahl für CDU und SPD.

Die grassierende Wohnungsnot ist das wichtigste Thema, und die hat die Bundesregierung verschuldet – aber weshalb haben die Medien solange dazu geschwiegen ?

In der Türkei werden Journalisten, die von der Regierung als regierungsfeindlich eingestuft werden, ins Gefängnis gesteckt, und Universitätsangehörige, die als regierungsfeindlich eingestuft werden, verlieren ihren Job.

Wenn in der Türkei also etwas „verschlafen“ wird, ist klar:

Journalisten und Wissenschaftler trauen sich nicht, auf Versäumnisse der Regierung hinzuweisen – solange sie im Machtbereich von der türkischen Regierung sind.

Auch in einem Staat mit „freiheitlich-demokratischer Grundordnung“ können die Spitzenpolitiker nur dann ein Gebiet der Spitzentechnologie und Spitzenforschung „verschlafen“, wenn Medien, Universitäten, Forschungsinstitute und Industrie das zulassen und nicht protestiere,

Die Regierung der BRD hat die aktuelle grassierende Wohnungsnot in Deutschland bewirkt – aber warum kam keine Warnungen von den Medien ?

Was ist los mit unserer „freien“ Presse ?

Warum mußte erst die Wohnungnot die Mitte der Gesellschaft erreichen und die Industrie stark behindern, weil Firmen für ihre neuen Angestellten keine Wohnung finden ?

Die Regierung hat Jobs zu vergeben, z.B. den des Pressesprechers, und den bekommt oft ein Journalist. Die Regierung hat Beratungsaufträge zu vergeben, und der geht an …

Tja, und wer mag schon Kritiker und gibt ihnen gute Jobs ?

Man muß also nur solche politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse schaffen, daß die Medien … darauf verzichten, ihre Alarmfunktion wegen Fehlern der Regierung wahrzunehmen. Aber die Deutschen haben doch seit 1900 mit ihren Spitzenpolitikern Kaiser Wilhelm II und Adolf Hitler furchtbare Reinfälle erlebt - wa rum passen Journalisten, Medien, Wissenschaftler ... nicht besser auf ?

Napoleon in Fra nkreich und Kaiser Wilhelm II und Adolf Hitler wurden von Journalisten und Medien gefeiert - mann nennt das Gleichschaltung.

KI in verschlafen  ? Wie ist das möglich ? Nun, dann, wenn Journalisten und Wissenschaftler noch immer im Untertanendenken gefangen sind und sich gleichgeschaltet wähnen – aus alter Tradition heraus.

Ausstieg aus der zivilen Nutzung der Kernkraft 2011 nur in Deutschland, nicht in Frankreich, England, USA oder Rußland.

Einladungspolitik gab es im Herbt 2015 nur in Deutschland, nicht in England, Frankreich, USA oder Rußland.

Gleichgeschaltete Presse und Medien. Das hat bei Kaiser Wilhelm II und Adolf Hitler so gut funktioniert, daß das Deutsche Reich im 20. Jahrhundert entsetzliche Katastophen erleben mußte. Immer noch nicht klüger geworden, z.B. bei §65 GG und beliebig langer Kanzlerschaft ? Begrenzung der Kanzlerschaft auf 8 Jahre !!

KI verschlafen - das ist die Höhe der Dummheit. Gerade Deutschland muß sich wegen Mangel an Bodenschätzen laufend darum bemühen, in allen bezahlbaren (!) Spitzentechnologien Schritt zu halten.

Nur die allerdümmsten Kälber suchen ihre Metzger selber !

Müssen die Deutschen also wieder einmal von den Alliierten befreit werden ?

Zur grassierenden Wohnungsnot in Deutschland als Folge der Einladungspolitik der Kanzlerin im Herbst 2015

Die Einladungspolitik der Kanzlerin im Herst 2015 hat sehr zur aktuellen Wohnungnot in Deutschland beigetragen. Es ist nun so, daß Vermieter ihre Mieteinnahmen versteuern müssen. Je höher die Mieten sind, um so mehr Geld muß der Vermieter als Mieteinnahmen versteuern und um so mehr Geld bekommt das Finanzamt.

Die Einladungspolitik der Kanzlerin hat also über die Jahre für höhere Steuereinnahmen wegen laufend steigender Mieten gesorgt.

Die Bundesländer haben über Jahre Geld für Wohnungsbau bekommen, aber dieses Geld oft nicht dafür verwendet.

Es gibt in der BRD um 20 Millionen Rentner. Wenn die jährlich per Gesetz zulässige Steigerungsrate für die Miete regelmäßig höher ist als die jährliche Rentenerhöhung, folgt ganz automatisch, daß ein Rentner irgendwann seine Miete nicht mehr bezahlen kann.  

Wegen der Null-Zins-Politik der EZB

- müssen Rentner und Banken auf Zinseinnahmen verzichten und

- die Bundesregierung spart Zinszahlungen für aufgenommene Kredite.

Hätte die BRD eine Staatsschuld von 1 Billion Euro, müßte sie bei 1 % Schuldzins jedes Jahr 10 Milliarden Euro zahlen.

Bei der Null-Zins-Politik sind Rentner und Banken die Verlierer und alle Staaten mit Schulden die Gewinner.

Die aktuelle grassierende Wohnungsnot in Deutschland deutet darauf hin, daß trotz der Erfahrungen der Deutschen mit dem Narren Kaiser Wilhem II und dem Kapitalverbrecher Adolf Hitler eine gewisse Unbelehrbarkeit ihrer Spitzenpolitiker vorliegt.

Unbelehrbar ? Im Mai 1949 wurde das neue GG verabschiedet. Trotz der furchtbaren Erfahrungen der Deutschen mit Kaiser Wilhelm II und Reichskanzler Adolf Hitler wurde im GG §65 die Richtlinienkompetenz von Kanzler/in ohne Sicherung durch Einspruchsrechte von Bürgern und Institutionen, Parteien und Zivilgruppen, Ministern und höheren Staatsbeamten … dem Kanzler zugesprochen. Offensichtlich verfehlt GG §65 mit der Richtlinienkompetenz von Kanzler/in die Ansprüche an eine realistische, den gesellschaftlichen Verhältnissen und den Bedürfnissen der eigenen Bevölkerung angepaßte Politik.

Wie in der Verfassung der USA muß in das politische Regelwerk eine wirksame Sicherung gegen falsche Entscheidungen eines "verrückten Königs" eingebaut werden. Siehe den nachfolgenden Bezug auf John Locke und die britische Idee vom Gesellschaftsvertrag !

Es ist eine Grundgesetzänderung zu fordern, die diesem gravierenden Fehler abhilft. Zum Beispiel könnte man einschränken:

Der Kanzler verliert seine Richtlinienkompetenz automatisch, wenn die Regierungschefs der meisten befreundeten Staaten die Richtlinienvorgabe des deutschen Kanzlers ablehnen.

Auch sollte das Grundgesetz dahingehend geändert werden, daß jeder Bürger Anspruch auf eine bezahlbare Wohnung hat.

Vor und im 1. und 2. Weltkrieg hatte es ein sehr schlechtes Verhältnis der Regierungschefs vom Deutschen Reich und Großbritannien gegeben, so daß Deutschland nun nicht wieder in den alten Fehler verfallen sollte, seine Nachbarn und insbesondere die Briten zu verärgern. Das ist aber geschehen mit der Einladungspolitik der Kanzlerin 2015, und diese hat in UK den Entschluß zum Brexit am 23.6.2016 ausgelöst.

Das Verhältnis zwischen der deutschen Kanzlerin Dr. Angela Merkel und Premier Theresa May ist denkbar schlecht - eine deutliche Warnung !

Die Briten hatten viel bessere Politiker als die Deutschen. Die Briten schufen ein Weltreich, und die Deutschen schrumpften sich auf heutige Größe. Dominion, British Empire, UK, Kanada, USA, Neuseeland, Australien … gegenüber Deutschland-Rest.

John Locke (1632-1704): „Regierungen werden gemäß dem Gesellschaftsvertrag nur geschaffen, um bestimmten Zwecken der Bürger zu dienen. Darum kann und darf der Bürger legitime und illegitime Regierungen unterscheiden. Gegen illegitime Regierungen sieht er ein Recht auf Revlution.“

Locke entwickelte auch Maßstäbe für die Legitimität einer Regierung:

Legitim sind Regierungen, welche die natürlich gegebenen Rechte des Menschen beschützen; illegitim diejenigen, die sie verletzen. Eine illegitime Regierung hat keine Existenzberechtigung, und darum darf der Bürger gegen sie rebellieren.

Die Einleitung der Amerikanischen Unabhängigkeitserklärung der 13 Kolonien in Nordamerika (der "13 Ratsfeuer") von 1774 folgt Locke:

„Wir halten diese Wahrheiten für ausgemacht, dass alle Menschen gleich erschaffen worden und von ihrem Schöpfer mit gewissen unveräußerlichen Rechten begabt worden sind, darunter sind Leben, Freiheit und das Streben nach Glückseligkeit. Dass zur Versicherung dieser Rechte Regierungen unter den Menschen eingeführt worden sind, welche ihre gerechte Gewalt von der Einwilligung der Regierten herleiten; dass sobald eine Regierungsform diesen Endzwecken verderblich wird, es das Recht des Volkes ist, sie zu verändern oder abzuschaffen, und eine neue Regierung einzusetzen.“

John Locke (1632-1704) vertrat den Liberalismus und gilt mit Isaac Newton und David Hume als Hauptvertreter des britischen Empirismus. Neben Thomas Hobbes (1588–1679) und Jean-Jacques Rousseau (1712–1778) ist er einer der bedeutendsten frühen Theoretiker des Gesellschaftsvertrags. Die Staatstheorie von John Locke beeinflusste auch

- die Verfassung der USA 1776,

- die Verfassung des revolutionären Frankreichs 1789 und

- die meisten Verfassungen liberaler Staaten danach.

Durch die britischen Philosophen des Gesellschaftsvertrags wurden die Briten Staatsbürger. Die Deutschen blieben leider Untertanen, was letztlich mit der Bejubelung des Narren Kaiser Wilhelm II und des Verbrechers Adolf Hitler das Deutsche Reich in den Abgrund führte, und das wirkt bis heute nach. Die Deutschen müssen endlich den Untertanengeist aufgeben und zu Staatsbürgern werden, und das können sie bei der Behebung der Wohnungsnot zeigen, die eine Schuld der Regierung der Kanzlerin ist.

Zur grassierenden Wohnungsnot in Deutschland:

Auszug aus dem Bericht von (ank/dpa) am 25.10.2018, publiziert in Web.de;

Steigende Mieten und akuter Wohnungsmangel machen Arme in Deutschland noch ärmer. Eine aktuelle Studie kommt zum Ergebnis: Geringverdiener müssen überdurchschnittlich viel Geld für ihre Miete aufwenden. Die Kosten für Mieten drücken mehr als eine Million Haushalte in Deutschland unter Hartz-IV-Niveau. "Die Mietpreisentwicklung vertieft die soziale Spaltung in unserer Gesellschaft", kritisierte Verbandspräsident Adolf Bauer.

Geringverdiener geben fast die Hälfte ihres Einkommens für Miete aus. Die Hälfte der Miethaushalte in Deutschland wendet der Untersuchung zufolge mindestens 29 Prozent ihres Nettoeinkommens für die Bruttokaltmiete auf. Bei Geringverdienern mit weniger als 1.300 Euro Haushaltseinkommen liegt dieser Anteil bei 46 Prozent - also erheblich höher.

Ausschlaggebend für die Belastung der einkommensschwachen Haushalte seien aber vor allem die Bestandsmieten, also die Mieten der langjährigen Mieter.

Besonders hohe Mietbelastungen haben der Studie zufolge nicht nur Geringverdiener, sondern auch Alleinerziehende, Rentner, Menschen mit Migrationshintergrund, mit geringem Bildungsgrad und auch Singles. Sie alle geben überdurchschnittlich viel für die Miete aus.

Fehlender Wohnraum ist das Hauptproblem. Schätzungen zufolge werden in Deutschland weit mehr als 1,9 Millionen zusätzliche bezahlbare Wohnungen gebraucht. Laut den Studien-Autoren führt das zum Beispiel dazu, dass viele Einkommensschwache zur Untermiete oder in unsicheren Verhältnissen mit befristeten Mietverträgen leben. Bisher war vor allem bekannt, dass kleine Wohnungen für Singles, Rentner oder kleine Familien fehlen. Der Studie zufolge mangelt es aber auch an großen, bezahlbaren Wohnungen. Jeder vierte Haushalt lebe auf zu engem Raum, sagte Studienautor Junker. Kinder müssen sich Zimmer mit mehreren Geschwistern teilen, Eltern im Wohnzimmer schlafen, weil das Geld nicht für mehr Quadratmeter reiche.

Sozialverband fordert mehr Geld vom Bund: Der Berliner Mieterverein will, dass Genossenschaften sowie städtische Wohnungsunternehmen und Vermieter, die ihre Wohnungen besonders günstig anbieten, gestärkt werden. Der Sozialverband fordert indes vor allem mehr sozialen Wohnungsbau - dafür müsse der Bund deutlich mehr Geld in die Hand nehmen, sagte Verbandspräsident Bauer.

Wohnungsnot: Neben der Mietpreisbremse gibt es weit wirksamere Maßnahmen. Nach derzeitigem Stand will die Bundesregierung die Länder bis 2021 mit mindestens fünf Milliarden Euro unterstützen. Mehr als 100.000 neue Sozialwohnungen sollen entstehen. Mehr Sozialwohnungen seien zwar wirksam, aber auch sehr teuer, gab das Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) Köln zu bedenken. Viele Haushalte profitierten nämlich auch dann noch von der Förderung, wenn sie gar nicht mehr bedürftig seien. Besser seien deshalb direkte Transfers an einkommensschwache Haushalte wie das Wohngeld.

So weit dieser Auszug. Es gibt weitere in Medien gebrachte Darstellungen, daß pro Jahr 400000 bezahlbare Wohnungen gebaut werden müßten, weil 1,5 Millionen bezahlbare Wohnungen fehlen.

Ferner gilt die Gesetzeslage, daß der Vermieter die Miete innerhalb von 3 Jahren um 20% erhöhen kann. Die Erhöhung der Renten aber z.B. ist innerhalb von 3 Jahren maximal 5%, oft aber weniger. Das bedeutet, daß langjährige Mieter, die Rentner sind, irgendwann die Miete nicht mehr zahlen können.

Die Kanzlerin weiß das natürlich ganz genau – will sie, daß das so ist ?

Warum hat die Kanzlerin es zu dieser grassierenden Wohnungsnot kommen lassen ?

Wie schon gesagt: Je höher der Mietwucher ist, um so mehr Geld bekommt der Vermieter, um so mehr Geld muß er versteuern und um so mehr Geld kommt in die Staatskasse.

Warum regt sich kein Widerstand in SPD und Unionsparteien, in Parlament und Bundesregierung dagegen ?

Außenminister Heiko Maas (SPD) macht immer so auf sozial – warum nicht auch bei der Verhinderung der Wohnungsnot in Deutschland ?

Genau dasselbe gilt für die letzten beiden Bundespräsidenten.

Das Leben in der Wohnung ist ein ganz zentraler Teil des gesellschaftlichen Lebens in der Stadtkultur. Jeder Bürger sollte Anspruch auf eine Wohnung haben – das sollte ins Grundgesetz !

Es fanden in den letzten Tagen Feiern statt, u.a. zum 9.11.2014, dem Ende des 1. Weltkriegs, und zum 9.11.1989 mit dem Fall der Mauer als Geschenk von George Bush sen. und Michail Gorbatschow an Deutschland, gegen den Willen von Margaret Thatcher.

Kristallnacht am 9.11.1938 und Überfall auf Polen am 1.9.1939 fanden auf Befehl der Spitzenpolitiker in Deutschland statt – in deren Reihen gab es viele Verbrecher.

Spitzenpolitiker als Kapitalverbrecher ? Adolf Hitler war kein Deutscher, sondern Österreicher, Napoleon Bonaparte war kein Franzose, sondern Korse, und Yossif Dschugaschwili (Stalin) war kein Russe, sondern Georgier. Hmm, eigenartig. Diese Bestien waren also Importware.

Der 9. November ist nicht Schicksalstag der Deutschen, aber er könnte bedeuten: Ausländische Politiker müssen Deutschland und die Deutschen vor den Idiotien und Kapitalverbrechen ihrer Spitzenpolitiker schützen.

Es laufen z.Z. Prozesse von Energieversorgern gegen die BRD wegen der angeblich rechtswidrigen sofortigen Abschaltung von 8 Kernkraftwerke wegen des Reaktorunglücks bei Fokushima im März 2011 auf Anweisung der Kanzlerin. 2018 sieht es so aus, daß die klagenden Energieversorger vor Gericht Recht bekommen und Deutschland Milliarden Euro zahlen muß. Wie können Regierungsfehler juristischer Art überhaupt möglich sein ? Wo blieben die Berater der Kanzlerin ? Haben wir nicht einen Wissenschaftlichen Rat und einen Justizminister ? Dasselbe gilt für drohende Gerichtsverfahren der EU gegen Deutschland wegen Verletzung der Verträge von Lissabon, Dublin und Schengen ab August 2015, wieder auf Anweisung der Kanzlerin. Wie können Regierungsfehler juristischer Art überhaupt möglich sein ? Wo blieben die Berater der Kanzlerin ? Haben wir nicht einen Wissenschaftlichen Rat und einen Justizminister ?

Die Regierung der BRD hat also seit 2011 mehrere rechtswidrige bis politisch falsche Entscheidungen getroffen:

  • Sofortige Stilllegung der ältesten 8 Kernkraftwerke in Deutschland infolge der Reaktorkatastrophe bei Fokushima in Japan im März 2011, die gegenwärtig die Justiz in Deutschland beschäftigt. Deutschland wird von den Energieversorgern in 30 Klagen auf einen Schadensersatz von 10 Milliarden Euro verklagt.
  • Bruch der EU-Verträge von Lissabon, Dublin und Schengen. Die Kanzlerin hat im August 2015 Vereinbarungen von Lissabon, Dublin und Schengen und die deutsche Asylgesetzgebung rechtswidrig außer Kraft gesetzt. Die EU-Behörden haben schon angekündigt, deswegen gegen Deutschland Vertragsverletzungsverfahren einzuleiten, die für die deutschen Steuerzahler teuer werden können.
  • Verhängung der Sanktionen gegen Rußland auf Druck der EU und besonders von EP-Präsident Martin Schulz und EC-Präsident Jean-Claude Juncker mit schwersten finanziellen Folgen für deutsche Maschinenbauer, Obstbauern, Milchbauernhöfe, Schweinezüchter … Es ist völlig klar, daß man den Industriebetrieben in Deutschland, die durch die politisch und rechtlich völlig untragbaren Sanktionen gegen Rußland finanzielle Einbußen erlitten haben, diese von Staats wegen komplett zu ersetzen hätte – in einem Rechtsstaat. Das geschah aber nicht, wie die Proteste der Milchbauern und Schweinezüchter bewiesen.
  • Die Einladungspolitik der Kanzlerin mit den über 1 Million Flüchtlingen in Deutschland allein im Jahr 2015 hatte gravierende Folgen für die Situation an Wohnungs- und Arbeitsmarkt und für die innere Sicherheit in Deutschland. Es gab bis 2018 extremen Mangel an Wohnungen und die innere Sicherheit hatte durch Messerattacken von Flüchtlingen auf Deutsche ebenfalls sehr gelitten.

Einladungspolitik - Historie

Mit Einladungspolitik und Willkommenskultur hatte 2012 Schweden begonnen.

Die rot-grüne Regierung in Schweden hatte 2012 beschlossen, dass sämtliche Flüchtlinge aus Syrien ohne Prüfverfahren Asyl in Schweden erhalten. Damit war Schweden das erste EU-Land, das diese Regelung einführte. Gemessen an der Bevölkerungsanzahl nahm in der Folgezeit nur Malta mehr Flüchtlinge auf als Schweden. Der Großteil der Menschen, die nach Schweden kamen, stammte nach 2011 aus Syrien. Vor Ausbruch des Krieges in Syrien 2011 kamen die meisten Flüchtlinge aber aus dem Irak. Södertälje, südlich von Stockholm, ist die Stadt, in der weltweit die meisten Iraker außerhalb des eigenen Landes leben.

In Schweden hatte sich gezeigt, dass Menschen mit Migrationshintergrund kaum Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben, wenn sie nicht die Landessprache beherrschen.

Man beachte die Diskrepanz zu Deutschland: Dort haben Spitzenfunktionäre der Partei Die Grünen die Verpflichtung der Immigranten zum Lernen der deutschen Sprache als Zwangsgermanisierung abgetan und damit sich gegen deren Integration gestellt.

Schweden hat knapp 9,6 Millionen Einwohner. Im Jahr 2015 erwartete die schwedische Regierung nach einem Bericht der Deutschen Presse-Agentur circa 190000 Asylbewerber. Das heißt, auf 50 Schweden käme ein Zuwanderer.

Anfang September 2015 überraschte die Kanzlerin die Weltöffentlichkeit, als sie die Grenzen Deutschlands am Parlament vorbei für alle Flüchtlinge öffnete, keine Grenzkontrollen mehr durchführen ließ und dem Beispiel Schwedens darin folgte, allen Syrern unter Aussetzung aller sonst üblichen Prüfungen Asyl zu gewähren – ein Konjunkturprogramm für Paßfälscher. Damit setzte sie sich über etliche EU-Verträge hinweg. Die Folge war ein anschwellender Flüchtlingsstrom nach Deutschland, der sich bei 7000 Asylanten pro Trag einpendelte. Im Oktober 2015 kamen knapp 180000 Flüchtlinge nach Deutschland.

Der schärfste Widerstand gegen die vom Ausland so getadelte Einladungspolitik der Kanzlerin kam von der CSU und damit von dem damaligen Ministerpräsident Horst Seehofer, und genau das ist für alle Wahlen beachtet werden. Es ist völlig widersinnig, die CSU wegen der Flüchtlingspolitik der Kanzlerin abstrafen zu wollen. Die CSU war das Rückgrat des Widerstandes gegen die Einladungspolitik der Kanzlerin und drohte mit dem Gang zum Verfassungsgericht.

Paragraph 65 des Grundgesetzes spricht dem Kanzler die Richtlinienkompetenz zu – trotz der vielen schlechten Erfahrungen der Deutschen mit ihren Spitzenpolitikern – siehe Kaiser Wilhelm II und Adolf Hitler.

Weil die Kanzlerin bei ihren Partei-Untertanen und der SPD Unterstützung fand, war die CSU machtlos, aber schon Ende 2015 warfen in- und ausländische Politiker der deutschen Kanzlerin Dr. Angela Merkel schwerwiegende rechtsstaatliche Defizite bei ihrer Regierungsarbeit vor und sie wurde von den meisten Politikern der EU-Staaten wegen ihrer Einladungspolitik gegenüber Flüchtlingen scharf kritisiert u.a. von

- Victor Orbàn (Ungarn),

- Donald Trump (USA),

- Manuell Valls (Frankreich),

- Donald Tusk (Polen) …

und getadelt durch die meisten Politiker in Staaten Europas, besonders in England, Österreich, Tschechien, Slowenien, Makedonien …

Ihren politischen Ziehvater Dr. Helmut Kohl hat sie mit ihrer Politik der offenen Grenzen ebenfalls sehr verärgert, so sehr, daß er zur Zeichensetzung Victor Orbàn (Ungarn) einlud, um deutlich zu machen, was er von Willkommenskultur, Migrantenflut und „Wir schaffen das“ hält. Wie sehr dieses „Wir schaffen das“ ideologischer Unsinn gewesen ist, erfahren wir gegenwärtig Mitte 2018 mit der Offenlegung des Versagens des Flüchtlingsmanagements ab September 2015 nicht nur beim BAMF.

Jede Kritik und jeder Widerstand gegen die Kanzlerin muß wegen der Erfahrungen aus Kaiser- und Hitlerzeit internationalen Charakter haben. Was sagte das Ausland ?

Die Politik der Kanzlerin Dr. Angela Merkel hat nach Meinung vieler ausländischer Beobachter Deutschland gespalten, innerhalb der EU-Staaten isoliert und es kommt die Schuld am Brexit-Referendum in UK am 23.6.2016 dazu.

Man fragte vielerorts: Ist die Kanzlerin die Spalterin Europas ?

Nach den Wahlen in Italien 2017 konnte sich im Mai 2018 endlich eine Regierung bilden mit den tragenden Parteien Lega-Nord und Die 5 Sterne, und hier gibt es ebenfalls große Sehnsüchte zum Verlassen der EU und viele Italiener wollen ihre Lira wiederhaben.

Altkanzler Gerhard Schröder hat zu Anfang 2016 die genaueste Analyse gegeben, indem er sinngemäß meinte, daß die Kanzlerin Dr. Angela Merkel mit ihrer Öffnung der Grenzen für Flüchtlinge zu Anfang September 2015 keinen Plan verfolgt hatte. Sie hatte weder das deutsche Parlament noch die anderen EU-Regierungschefs konsultiert, und als sie dann von den anderen Staaten forderte, daß die sich bei der Flüchtlingsaufnahme beteiligen sollten, zeigten die ihr die kalte Schulter.

Der Kanzlerin wurde vorgeworfen, über die Köpfe der Regierungschefs der anderen EU-Staaten hinweg entschieden zu haben. Das mußte natürlich bei den anderen Staaten den Eindruck machen, daß sich die Kanzlerin als Regierungschefin der EU gebärden würde, und das mußte Erinnerungen wecken an Kaiser Wilhelm II und Adolf Hitler. Die Kanzlerin stieß darum auf heftige internationale Kritik.

So deutlich die internationale Kritik am Flüchtlingsmanagement der Kanzlerin im Mai 2018 auch gewesen ist, so zurückhaltend waren die Medien in Deutschland Ende 2015, die zu einem großen Teil wie gleichgeschaltet auf eine positive Bewertung der Einladungspolitik der Kanzlerin und von EP-Präsident Martin Schulz und EC-Präsident Jean-Claude Juncker.

Der deutschen Obrigkeit muß man eine katastrophale Politik ab 1900 vorwerfen, die zu den beiden Weltkriegen im 20. Jahrhundert geführt hat. Die politischen Ambitionen und Entscheidungen von Kaiser Wilhelm II und Adolf Hitler haben sich weder für Deutschland noch die anderen Staaten als vernünftig oder auch nur als normal erwiesen. Wie schön wäre es da gewesen, wenn die Kanzlerin Dr. Angela Merkel die maßvolle Politik der deutschen Nachkriegskanzler weiter geführt hätte, und statt dessen hat sie mit

  • rechtswidrigem verfrühtem Ausstieg aus der zivilen Nutzung der Atomkernenergie,
  • ungerechtfertigten Sanktionen gegen Rußland ab 2014 und
  • ihrer Willkommenskultur für Flüchtlinge 2015

die Regierungen der meisten EU-Staaten gegen sich aufgebracht.

Die Einladungspolitik der Kanzlerin hat zu Ende 2015 in England die Furcht entstehen lassen, von einer Migrantenwelle überschwemmt zu werden und das bewirkte die Entscheidung der Briten zum Brexit am 23.6.2016, und dadurch ist eine neue Eiszeit zwischen Deutschland und England entstanden, was Erinnerungen an die Regierungszeiten von Kaiser Wilhelm II und Adolf Hitler aufkommen läßt.

Die Sanktionen gegen Rußland waren deshalb ungerechtfertigt, weil es gegen China wegen seiner Besetzung Tibets 1951 mit nachfolgenden Kriegsverbrechen keine Sanktionen gegeben hat, auch nicht gegen die USA wegen ihres völkerrechtswidrigen Angriffs auf den Irak im April 2003, auch nicht gegen Israel wegen der Bombardierung von Städten im Gaza-Krieg mit Tausenden von toten Palästinensern und auch nicht gegen die Türkei wegen ihres Bruchs des Waffenstillstandes mit den Kurden im nordöstlichen Irak mit schweren Bombardierungen ihrer Siedlungen.

Hier ist es angebracht, zu fragen, ob sich überhaupt Frankreich und Deutschland gegenüber Rußland entschuldigt haben wegen der militärischen Einfälle auf russisches Gebiet. Insbesondere wäre eine Versöhnungsgeste zwischen Deutschland und Rußland in Stalingrad, dem heutigen Wolgograd, angebracht gewesen. Da könnte man sich am Beispiel von Helmut Kohl und Francois Mitterand orientieren, Hand in Hand vor dem Gräberfeld in Verdun.

Ab dem 13. November 2015 geriet die Bundeskanzlerin wegen ihrer Einladungspolitik zunehmend in die Kritik. Kritiker warfen ihr vor, die Kontrolle über die Flüchtlingskrise verloren zu haben.

In der ZDF-Sendung "Was nun, Frau Merkel?" verteidigte sie ihren Kurs. Sie widersprach dem Eindruck, sie selbst und die Bundesregierung hätten die Kontrolle über die Flüchtlingskrise verloren. "Die Bundeskanzlerin hat die Lage im Griff, auch die ganze Bundesregierung", sagte Merkel. Nach wie vor war sie nicht dazu bereit, eine konkrete Obergrenze für die Zahl der nach Deutschland kommenden Flüchtlinge zu nennen: "Obergrenzen kann ich nicht einseitig definieren", oder "Was wir in Deutschland nicht können, ist, einseitig fest(zu)legen: wer kommt noch, wer kommt nicht."

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) und Bayerns Finanzminister Markus Söder (CSU) hatten zuvor Forderungen nach Obergrenzen für die Aufnahme von Flüchtlingen wiederholt. Allmählich kam vermehrt Kritik von der CDU. Der Unions-Mittelstand forderte vollständige Grenzkontrollen aller Einwanderer.

Die Kanzlerin setzte sich für den Koalitionsbeschluss von Ende 2015 ein, EU-weit Flüchtlingskontingente auszuhandeln, die man der Türkei in einer Art Arbeitsteilung auf legalem Weg abnehmen könnte.

Auf die Frage, ob ihr mittlerweile vielkritisierter Satz "Wir schaffen das" noch gelte, sagte die Kanzlerin: "Ich glaube, wir müssen trotzdem daran arbeiten, dass wir das schaffen, und ich habe keinen Zweifel, dass wir es schaffen."

Deutschland werde die Flüchtlingskrise aber nicht alleine bewältigen. Ihre größte Enttäuschung in der Krise sei, dass es in der EU so schwierig sei, eine faire Lastenverteilung zu erreichen.

Äußerst interessant: Adolf Hitler soll gesagt haben: Wenn das deutsche Volk unfähig dazu ist, die Welt zu beherrschen, dann hat es kein Recht zum Leben.

Ist die Kanzlerin folgender Meinung ? Wenn das deutsche Volk nicht die Migranten aus aller Welt aufnehmen kann, dann hat es kein Recht zum Leben.

Genau das sollte in den Medien genau diskutiert werden.

Die Kanzlerin wies angesichts der kritischeren Äußerungen von Innenminister Thomas de Maizière und Finanzminister Wolfgang Schäuble (beide CDU) auch den Eindruck zurück, sie habe die Zügel aus der Hand gegeben und die Richtlinienkompetenz verloren.

"Schäuble ist eine Klasse für sich", sagte sie über ihren Finanzminister. Merkel räumte aber Unstimmigkeiten mit ihm etwa bei dessen Beschreibung der Flüchtlingskrise als Lawine ein. Sie denke nicht in solchen Bildern.

Das alles sagte die Kanzlerin:

  • "Die Bundeskanzlerin hat die Lage im Griff."
  • "Obergrenzen kann ich nicht einseitig definieren."
  • "Was wir in Deutschland nicht können, ist, einseitig fest(zu)legen: wer kommt noch, wer kommt nicht."
  • "Ich glaube, wir müssen trotzdem daran arbeiten, dass wir das schaffen. Und ich habe keinen Zweifel, dass wir es schaffen."
  • "Ich bin dafür, dass wir ein freundliches Gesicht von Deutschland zeigen. Das ist meine Art von Willkommenskultur."

Als man ihr vorhielt, daß sie in der deutschen Bevölkerung für ihre Einladungspolitik keinen Rückhalt hat, sagte sie: „Das interessiert mich nicht.“ Das sollte man sich für die nächsten Wahlen in Deutschland merken, aber es wäre falsch, in Bayern die CSU nicht zu wählen. Die CSU war in der Kritik an der Kanzlerin innerhalb von Deutschland führend, im Ausland war das Donald Trump, der sie für verrückt erkärte.

Die Kritik an der Flüchtlingspolitik der Kanzlerin Merkel wuchs in Deutschland, auch in der CDU. In Deutschland berichtete aber die Presse im vorauseilenden Untertanen-Gehorsam vor der Kanzlerin: „Die CSU ist in ihrer Kritik an der Kanzlerin allein.“

Die ausländische Presse zeigte aber: Die Kanzlerin steht mit ihrer Flüchtlingspolitik allein, und Donald Trump hielt sie sogar für verrückt (s.u.).

Wie das UNHCR bestätigt hat, sind die 2015 nach Deutschland gekommenen Flüchtlingsströme eine Folge der Einladungspolitik der Kanzlerin.

Am 16. Oktober 2015 gab es eine Flüchtlingsdebatte im Bundesrat, auf der der Ministerpräsident von Bayern, Horst Seehofer, Klartext in Bezug auf das industrielle Management der Beherrschung von Hunderttausenden von Flüchtlingen pro Monat nach Deutschland redete, also über die politisch-handwerkliche Meisterung des Flüchtlingszuzugs:

"Es gilt keine Ordnung, es gilt kein Vertrag, es gilt kein Gesetz".

Die EU-Verträge von Lissabon, Dublin und Schengen wurden von der Kanzlerin nach Belieben ausgesetzt. CSU-Chef und Ministerpräsident von Bayern Horst Seehofer kritisierte bereits mehrmals die Politik der offenen Grenzen der Kanzlerin Merkel:

"Wir können uns das nicht wochenlang leisten"

Ein CSU-Vorstandsmitglied sagte der "BILD":

"Wir können es nicht zulassen, dass die CDU uns weiter in den Abgrund zieht."

Seehofer drohte mit Notwehrmaßnahmen, sollte Merkel im Konflikt um die Eindämmung der Zuwanderung nicht einlenken. Danach hielt Seehofer den Druck auf Merkel in der Flüchtlingskrise aufrecht, um innerhalb weniger Wochen eine Reduzierung der Flüchtlingszahlen zu erreichen. Er forderte ein Einlenken Merkels.

Am 28. Oktober 2015 meldete „BILD“, daß CSU-Chef Horst Seehofer den Abzug der CSU-Minister Alexander Dobrindt, Gerd Müller und Christian Schmidt aus dem Kabinett Merkel erwogen hat. In CSU-Parteikreisen gelte dieser Schritt als höchste Eskalationsstufe und letzte Möglichkeit sollte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in der Flüchtlingspolitik nicht einlenken.

"Da geht es darum, ob der Staat versagt oder funktioniert", sagte Seehofer in München. "Einfach durch große Zahlen" - gemeint sind die Flüchtlinge - "den Rechtsstaat zu überlaufen, sozusagen zu überrumpeln, das wird auf Dauer nicht gehen", warnte der CSU-Chef.

Es ist also völlig falsch, wenn Sie in Bayern eine Protestpartei wählen. Die CSU war so weit in ihrer Kritik gegangen, wie das möglich gewesen ist. Ein Ausscheiden aus der Regierung hätte nur die Partei Die Grünen in die Regierung gebracht, die ihre Bereitschaft dazu auch mehrfach erklärt hat.

Aber auch in der CDU gab es immer schärfere Kritik an der Flüchtlingspolitik der Kanzlerin Merkel, so auf dem CDU-Kongress in Sachsen. Im nordsächsischen Schkeuditz fiel die Kritik der CDU-Basis an der Flüchtlingspolitik von Angela Merkel besonders lautstark aus. Manche wünschten sich schon öffentlich eine neue Vorsitzende.

In den eigenen Reihen, angeführt von der CSU, wurde also immer mehr Merkels Nimbus infrage gestellt, eine Herausforderung stets vom Ende her zu denken. Hat die Kanzlerin die Tragweite ihrer Entscheidung vom 5. September nicht überrissen?

Allmählich nahm der Druck auf Merkel in den Medien immer mehr zu, besonders im Ausland.

Die Bundesregierung behauptete, gestützt auf eine oftmals gleich geschaltete Presse in Deutschland, daß in der Asyldebatte die CSU allein sei. Aber ein Blick in die internationale Presse, vor allem UK und USA, zeigte, daß die Kanzlerin innerhalb Europas allein war und noch ist, denn von 28 EU-Staaten nahmen nur 6 EU-Staaten Flüchtlinge auf, und darunter nur Schweden und Deutschland im nennenswerten Umfang.

Kanzlerin Angela Merkel in der TV-Sendung "Anne Will": In Bezug auf die Flüchtlingszahlen ist es wichtig, diese im Verhältnis zu der Einwohnerzahl eines Landes zu betrachten. Daraus folgt: Die Belastungsgrenze in absoluten Zuzugszahlen liegt also für jedes Land anders, und die EU-Länder Schweden und Österreich nehmen prozentual mehr Flüchtlinge auf.

Der Hinweis der Kanzlerin, daß sie nur europäischen Normen folgt (zuerst von der Partei Die Grünen so formuliert), ist falsch, weil 22 EU-Staaten eben keine Flüchtlinge aufnehmen – und die Mehrheit der Staaten ist nun mal Europa.

Die Kanzlerin Merkel steht nicht für Europa, und man darf sich bei Protesten gegen die Flüchtlingspolitik der Kanzlerin in Deutschland nicht in die Ecke drängen lassen durch

  • eigene nationale Sicht und Beschränkung auf die deutschen Medien oder
  • Vorwürfe von anderen, in die Nazi-Ecke zu gehören,

was aber nur durch den Bezug auf die ausländische Presse gut gelingt.

Darum ist es notwendig, die Meinung der Mehrheit der EU-Staaten herauszufinden, vor allem von dem damaligen Regierungschef Cameron und seiner damaligen Innenministerin Theresa May von UK.

Wenn immer die oftmals gleichgeschaltete deutsche Presse zitiert wird, die in Untertanenmentalität für die Kanzlerin sprach („Fake News“ !), ist die ausländische Presse anzuführen, die die Flüchtlingspolitik der Kanzlerin für verrückt hielt (wie bei Trump).

Es ist auf den Spott aus England und USA wegen der Flüchtlingspolitik der Kanzlerin hinzuweisen. Viele Politiker und Diplomaten der anderen EU-Staaten machen sich aber über die Flüchtlingspolitik der Kanzlerin lustig.

Die Bevölkerung in Deutschland wußte erst von Viktor Orbàn im September 2015: „Die Flüchtlingsströme sind ein deutsches Problem“. Das wurde vom UNHCR bestätigt: Es ist eine Folge der Einladungspolitik der Kanzlerin.

Es ist die Gefahr des Zusammenbruchs der EU durch die Flüchtlingspolitik der Kanzlerin gegeben, weil 22 EU-Staaten eben keine Flüchtlinge aufnehmen.

Mitte Oktober 2015 gab es in der „Locarno-Suite“ des Londoner Außenministeriums eine Diskussion in einem internationalen Publikum, bei der Briten und Franzosen ihre Kritik an der Einladungspolitik der Kanzlerin klar zum Ausdruck brachten.

Eingeladen hatte der „Club of Three“, eine von dem deutsch-britischen Verleger Lord Weidenfeld ins Leben gerufene Konferenz, die seit fast zwanzig Jahren „Männer und Frauen mit Einfluss“ aus den drei größten Ländern Europas versammelt, darunter Abgeordnete, ehemalige Minister und Behördenchefs. Die Deutschen, die die Linie von Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Flüchtlingspolitik verteidigten, wurden verspottet.

Auf besonderes Staunen bei Briten wie Franzosen traf das neue Berliner Verständnis staatlicher Souveränität. „Es gibt keine Grenzen mehr“, hieß es kurz und bündig von deutscher Seite. Wenn dies wirklich Ernst gemeint sei, sagte ein Teilnehmer aus Frankreich, „dann gehe ich jetzt zurück nach Paris, sage, dass die deutsche Regierung eine Meise hat, und fordere die Wiedererrichtung der Grenze zwischen unseren beiden Ländern“.

Die Verwirrung über den Berliner Kurs nahm noch zu, als von deutscher Seite erklärt wurde: „Schengen ist Vergangenheit.“ Bis in die Wortwahl hinein hallte es aus dem Kanzleramt wider: „Es gab keine Alternative dazu, die Grenzen zu öffnen.“ So wie der globalisierte Kapitalverkehr keine Grenzen mehr kenne, seien sie nun auch für die Migrationsströme gefallen: „Um es klar zu sagen: Es gibt keine Lösung des Problems.“

Diese Preisgabe politischer Gestaltungsfähigkeit in Deutschland stieß auf Verachtung bei den Briten: „Wenn Politiker sagen, es gebe keine Lösungen, müssen sich alle Sorgen machen, die an eine gute Regierungsarbeit glauben“. Oder: „Riesige Mengen von Menschen aufnehmen, löst das Problem ganz sicher nicht.“

Die konservative Regierung Cameron lässt aus Prinzip keine Flüchtlinge und Migranten ins Land, die sich bis Europa durchgeschlagen haben, weil sie befürchtet, dass dies weitere Menschen zum Aufbruch ermuntert.

Gegen die Kritik von der „neuen moralischen Macht“ Deutschland: „Wir wollen nicht belehrt werden.“ Es möge ja sein, dass es sich „moralisch besser anfühlt“, wenn man viele Migranten aufnimmt – „aber wo liegt die Moral einer Politik, die Millionen von Menschen nach Europa lockt, um sie dann zu enttäuschen, weil sie nicht absorbiert werden können?“

Jenseits der offiziellen Reden und Wortgefechte, in den Gesprächen am Rande, schlug das Unverständnis über die Bundesregierung bisweilen in Sarkasmus um. Natürlich freue man sich in Frankreich, dass nun alle Flüchtlinge nach Deutschland weiter zögen, sagte ein Teilnehmer, „aber ein bisschen trifft es uns schon, dass wir als Land jetzt so viel unattraktiverer zu ein scheinen als Deutschland“.

Verwundert und zum Teil bestürzt äußerten sich auch deutsche Konferenzteilnehmer über den Kurs der Kanzlerin und ihrer (wenigen) Vertreter und Sympathisanten auf der Konferenz. „Verantwortungslos“ und „naiv“ gehörte zu den freundlicheren Charakterisierungen der Berliner Flüchtlingspolitik.

Die Diskussion bei Günther Jauch brachte dasselbe Ergebnis: Das deutsche Verwirrspiel in der Flüchtlingskrise scheint im Ausland kaum noch jemand zu verstehen.

Sonntag, Mitte Oktober 2015, in einem Interview des US-Senders CBS.

Der republikanische US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump hielt die Flüchtlingspolitik der deutschen Kanzlerin Angela Merkel für «verrückt». In Wahlkampfreden zur Wahl des US-Präsidenten am 8. November 2016: Die Aufnahme hunderttausender Menschen aus anderen Ländern werde zu Aufständen in Deutschland führen.

"Ich habe immer gedacht, dass Merkel diese grosse Führungsperson ist", erklärte Donald Trump. Was sie nun in Deutschland getan habe, "ist verrückt."

  1. September 2015: Als Merkel in der Pressekonferenz mit Faymann, nachdem beide in höchster Not einen EU-Sondergipfel beantragt haben, von einem Journalisten ihre eigenen Worte "... dann ist das nicht mein Land" unter die Nase gerieben bekommt, sagt sie: "Ich muss ganz ehrlich sagen, wenn wir jetzt anfangen, uns noch entschuldigen zu müssen dafür, dass wir in Notsituationen ein freundliches Gesicht zeigen, dann ist das nicht mein Land."

Besonders Bayern wurde durch die anhaltende Flüchtlingskrise gebeutelt. Allein die Stadt München hat seit Ende August 63.000 Flüchtlinge empfangen und versorgt. In Ungarn registrierte die Polizei an einem Tag mit 4.330 Neuankömmlingen einen Tagesrekord. An der österreichisch-ungarischen Grenze in Nickelsdorf trafen an einem Tag 6.600 Flüchtlinge ein. Die Deutsche Bahn räumte erstmals einen regulären ICE für Flüchtlinge. Die Passagiere des Zugs von München nach Berlin mussten auf andere Züge umsteigen.

99.2015: Hunderttausende Flüchtlinge drängen derzeit nach Europa, die Krise führt innerhalb der Europäischen Union zu großen Spannungen. Zerbricht daran sogar die EU ?

Im ARD-Talk "Menschen bei Maischberger": Die Flüchtlingskrise stellt die Europäische Union vor eine der größten Herausforderungen in ihrer Geschichte. Während Länder wie Deutschland, Frankreich und Italien eine gerechte Verteilung der Asylbewerber fordern, sperren sich viele osteuropäische Staaten wie Ungarn oder Polen gegen ihre Aufnahme.

In der Sendung zeigte sich Claudia Roth (Grüne) zumindest von der zuletzt demonstrierten Hilfsbereitschaft in Deutschland begeistert. "Die Menschen haben gezeigt, was Aufnahmebereitschaft und eine Willkommenskultur sein kann", schwärmt die Bundestags-Vizepräsidentin.

"In Brüssel gab es viel Staunen über uns", berichtet Rolf-Dieter Krause, EU-Korrespondent der ARD. Aber es herrsche auch Skepsis angesichts der noch zu bewältigenden Aufgaben wie der Integration der Asylbewerber. "Ich warne davor, dass wir Deutschen uns jetzt daran besaufen", bremst Krause die Euphorie.

In Osteuropa ist die Angst vor Masseneinwanderung und insbesondere dem Islam besonders groß und wird von der Politik instrumentalisiert. Der deutsch-tschechische Vermittler Peter Robejsek, der bei der Sendung zugeschaltet wird, begründet dies mit der Abschottung vieler tschechischer Wähler. "Sie machen keinen Urlaub in Hurghada oder Marokko, Osteuropäer sind fremde Kulturen nicht gewöhnt".

Michel Friedman prangerte Ungarns Ministerpräsidenten Viktor Orbán wegen der Behandlung der Flüchtlinge an.

Köppel: Wer Menschen wie ihn als Rassist bezeichne, mache es sich zu einfach.

Das Aufkommen rechtspopulistischer Bewegungen gebe es schon seit zehn Jahren – auch ohne Flüchtlingskrise, bemerkt Friedman mit Blick auf Frankreich und Skandinavien. "Die Medizin kann nicht sein, dass demokratische Parteien dem hinterherlaufen."

Stattdessen solle man sich dem Asylproblem stellen. "All diese Länder sind auch mitverantwortlich dafür, warum diese Menschen fliehen", führt er an und hebt die europäischen Werte und das europäische Recht hervor: "Wenn das Asylrecht gilt, können wir es nicht durch Zahlen relativieren."

Nun vergleiche man diese Äußerung von Michel Friedman, der sehr gerne seine jüdische Herkunft betont, mit der Praxis in Israel, Asylanten als Eindringlinge zu behandeln und in der Negev-Wüste bei Holot zu internieren.

Zur Einladungspolitik der Kanzlerin, die international scharf kritisiert worden ist:

Der Ausspruch der Kanzlerin "Wir schaffen das" war keine Regierungserklärung oder ein Gesetz, sondern Kundgebung ihres weiblich determinierten „Geh-nur-rein“-Willens, und zwar am Parlament vorbei. Die Folge davon war eine zunehmende Wohnungsnot in Deutschland mit etlichen Hunderttausend Obdachlosen. Die Regierung erstellt keine Statistik über Wohnsitzlose – sie weiß sehr gut, warum.

Weitere Aussprüche der Kanzlerin: "Ich glaube, wir müssen trotzdem daran arbeiten, dass wir das schaffen, und ich habe keinen Zweifel, dass wir es schaffen."

Sie sagte auch: „Deutschland werde die Flüchtlingskrise aber nicht alleine bewältigen.“ Merkel: Ihre größte Enttäuschung in der Krise sei, dass es in der EU so schwierig sei, eine faire Lastenverteilung zu erreichen. Die Kanzlerin hat also ihre Einladungspolitik und das „Wir schaffen das“ mit dem bewußten Risiko betrieben, daß Deutschland das eben nicht schaffen kann, wenn die EU nicht mitmacht.

Kann und soll man daraus folgern, daß die Kanzlerin dazu bereit war und ist, Deutschland und die Deutschen für ihre Einladungspolitik zu opfern für den Fall, daß die anderen EU-Staaten EU nicht mitmachen ?

Das ist eine sehr interessante Frage, die international geklärt werden sollte.

16  Was ist eigentlich Landesverrat ?

Es ist auf den Spott aus England und USA wegen der Flüchtlingspolitik der Kanzlerin hinzuweisen. Viele Politiker und Diplomaten der anderen EU-Staaten machten sich sogar über die Flüchtlingspolitik der Kanzlerin lustig.

Die Bevölkerung in Deutschland wußte davon erst durch Viktor Orbàn im September 2015:

„Die Flüchtlingsströme sind ein deutsches Problem“.

Das wurde vom UNHCR bestätigt: Es ist eine Folge der Einladungspolitik der Kanzlerin.

Die Entscheidung zum Brexit am 23.6.2016 wurde durch die Einladungspolitik der Kanzlerin ausgelöst. Nicht erst Cameron ab 2011 wollte (Margaret Thatcher folgend: „I want my money back !“) die britischen Forderungen so zurechtschneiden, dass sie im UK akzeptiert werden und auch in Brüssel durchsetzbar sind. Die Spannung zwischen UK und EU war also schon vorher da, aber die Einladungspolitik brachte das Faß zum Überlaufen.

Bis Mitte September 2015 setzte die Kanzlerin das Schengen-Abkommen vorübergehend außer Kraft. Werner Faymann, Österreichs Kanzler (Sozialdemokrat): „An den Grenzen wird wieder kontrolliert. Europa ist zerrissen.“

Ab Mitte September 2015 drängten Hunderttausende Flüchtlinge nach Europa und es kam zur Krise innerhalb der Europäischen Union: Die Frage kam auf: Zerbricht daran die EU?

Während Länder wie Deutschland, Frankreich und Italien eine gerechte Verteilung der Asylbewerber forderten, sperrten sich viele osteuropäische Staaten wie Ungarn, Tschechien und Polen gegen ihre Aufnahme. Im deutschen Fernsehen wurde das im Sinne der Kanzlerin kommentiert: „In Osteuropa ist die Angst vor Masseneinwanderung und insbesondere dem Islam besonders groß und wird von der Politik instrumentalisiert.“ oder "Die Tschechen machen keinen Urlaub in Hurghada oder Marokko und sind darum fremde Kulturen nicht gewöhnt.“

Viele Beobachter mögen zu dem Schluß kommen, daß die isolationistisch-sektierische Politik von Kaiser Wilhelm II und Adolf Hitler in der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts ihren Wurmfortsatz in Form der Politik der Kanzlerin gefunden hat. Vor allem trifft das auf die Gleichschaltung der Medien mit einer impertinent-permanenten Berieselung der Bürger mit Informationen im Sinne der Kanzlerin zu, ähnlich wie im Dritten Reich:

  • Nazi-Propaganda: Überlegenheit der arischen Rasse und der deutschen Kultur.
  • Merkel-Propaganda: Einladungspolitik und deren Begründung mit Nächstenliebe und christlicher abendländischer Tradition gemäß Merkelscher Auslegung.

Deutsche Politiker müssen sich wieder um internationale Kontakte und Absprachen bemühen und nicht eigenmächtig entscheiden, so daß sich nicht z.B. Außenminister von EU-Staaten über das eigenmächtige Vorgehen einer deutschen Kanzlerin beklagen wie im Fall des Außenministers Sebastian Kurz von Österreich.

Die Regierung der BRD hat seit jüngst Entscheidungen getroffen, die man von den 1968ern erwartet hätte:

  • Schon vor dem September 2015 gab es in Deutschland in vielen Städten einen für die Bürger unerträglichen Wohnungsmangel. Es ist nicht akzeptabel, daß auf eine frei gewordene Wohnung in München sich 80 Bewerber melden.
  • Durch die Flüchtlingsströme nach Deutschland ab September 2015 können finanziell schlecht gestellte Bürger Deutschlands mit Flüchtlingen in Konkurrenz um billige Wohnungen und einfache Arbeitsplätze kommen, was Deutsche arbeits-/wohnsitzlos machen kann.
  • Es werden für Flüchtlinge große Finanzmittel aus dem Bundeshaushalt bereitgestellt, die man für Infrastrukturmaßnahmen und Wohnungsbauprogramme für Wohnsitzlose hätte einsetzen können.
  • Durch die Flüchtlingsströme nach Deutschland wird das öffentliche Leben sehr gestört und es gehen davon Gefahren für die Bürger aus. Die Bürger Deutschlands werden Aggressionen von Asylbewerbern ausgesetzt wie in der Silvesternacht 2015/16 in Köln, Hamburg, Stuttgart, Düsseldorf …, geschehen in 12 Bundesländern (gemäß BKA am 22.1.2016) und auch in Griechenland, Schweden, Türkei …
  • Es hat Überfälle von Asylbewerbern auf deutsche Bürger gegeben, bei denen Asylpaten schwer verletzt, Deutsche durch Messerattacken getötet und Frauen vergewaltigt worden sind mit anschließender Ermordung.
  • Im Ausland erscheint Deutschland immer mehr als Tollhaus, die Einladungspolitik der Kanzlerin gilt als verrückt und sie wird als Idiot bezeichnet, die Europa spaltet und den Kontinent zerstört, der es trägt (so Meinungen in US-Medien).
  • Wer haftet für Schäden oder gar Verletzungen von deutschen Bürgern durch Asylbewerber, und ist die Regierung Deutschlands wegen ihrer Einladungspolitik als Mittäter einzustufen ?

Weil nach dem völligen Zusammenbruch aller staatlicher Strukturen nach der Kapitulation Deutschlands am 8 Mai 1945 die gesamte neue staatliche, institutionelle … Organisation in Deutschland zuerst durch die Alliierten in den 4 Besatzungszonen verordnet wurden, wurden viele von für den Volkszusammenhalt wichtigen Regeln außer Kraft gesetzt. Das wurde sogar Jahrzehnte später in volkspädagogischen Sprachregelungen zugegeben und zementiert, als bei Antritt der rotgrünen Regierung 1998 in Deutschland der Begriff Volk durch den der Wohnbevölkerung ersetzt wurde. Bei den Maximen der 1968er, die Jahre später von Politikern der Mitte aufgegriffen wurden, war das schon deutlich geworden:

- "Wir fordern freien Zuzug aller Ausländer nach Deutschland."

Antwort auf die Frage, was die Deutschen machen sollen, wenn nur 5% der Chinesen nach Deutschland wollen in der Flucht vor Restriktion und Verfolgung in China: "Die Deutschen können dann nach China gehen !"

- „Alle Wissenschaftler sind Fachidioten.“ Das war das Sinnbild der Technikfeindlichkeit der 1968er, was sich auch in der Forderung nach Ausstieg aus der Atomkernenergienutzung ausdrückte.

- "Nürnberg soll Freie Flüchtlingsstadt werden."

- "Deutschland ist Einwanderungsland und soll als solches offiziell auch gekennzeichnet werden."

- „Deutschland den Türken.“ Ende der 1980er Jahre war das in großen Buchstaben an 4 hohe Fabrikschornsteine geschrieben worden - in Sichtweite des größten US-Militärstützpunkts in Franken bei Erlangen.

- „Deutsche raus“ Das wurde zu dieser Zeit an die Wand der Deutschlandhalle Halle bei Kelheim geschrieben.

- "Alle Ausländer aus Nicht-EU-Staaten in Deutschland erhalten sofort eine Arbeitserlaubnis."

- „Nur Verrückte werden sich gegen den Zuzug von einigen Millionen Ausländern nach Deutschland wehren.“ Hainer Geißler, ehemaliger Generalsekretär der Kohlregierung 1983 bis 1998, entmachtet 1986 von Helmut Kohl, formulierte das 1999.

- „Wir fordern Rückkehr zum alten Asylrecht.“

- „Wir fordern doppelte Staatsbürgerschaft für Immigranten, die in Deutschland 5 Jahre gelebt haben, deutsche Sprachkenntnisse usw. sind dafür nicht erforderlich ...“

- „Der Gesetzgeber hat sehr wohl das Recht, die Zusammensetzung der Bevölkerung zu bestimmen.“ So ein ehemaliges Mitglied des Bundesverfassungsgerichts 1999.

- "Der Ausländerzuzug ist notwendig, um die Rentenzahlungen zu sichern."

- "Der starke Ausländerzuzug nach Deutschland bringt mittelfristig finanziellen Gewinn, auch wenn er kurzfristig Finanzmittel absorbiert."

- "Wenn Ausländer im Vertrauen auf die deutsche Rechtsordnung nach Deutschland als Asylanten usw. kommen, müssen sie korrekt versorgt werden."

- "Es wird die Rückkehr zum alten Asylrecht gefordert, ferner Einwanderungsgesetz und doppelte Staatsbürgerschaft."

- "Die reichen Industrienationen müssen aus eigenem Interesse in der Dritten Welt investieren, um dort den Leuten Arbeit zu geben, so daß sie nicht als Flüchtlinge bei der EU an die Tür klopfen."

- „Welchen Grund könnte es geben, daß wir noch einmal für 4 Jahre regieren sollen ?“

Diese Frage wurde vor der Bundestagswahl 1998 von einem hochrangigen CDU-Politiker gestellt.

- „Deutschland braucht eine jährliche Zuwanderung von 3,4 Millionen Menschen.“ Das kam aus New York von einer UNO-Behörde am 7.1.2000.

Das sind Beispiele für Parolen, die in der Nachkriegszeit in Deutschland durch Leute im Umfeld der 1968er lanciert wurden. Weil nach dem Ende des 2. Weltkriegs den Alliierten jeder Deutsche, der etwas auf sein Vaterland hielt, verdächtig war und als Nazi behandelt wurde, konnten sich im Nachkriegsdeutschland alle die Kräfte sammeln und auch institutionalisieren, die in einem Staat die Auflösung bewirken wollen. Diese Auflösungskräfte gibt es in allen Staaten, aber dort gibt es hinreichend viele Gegenkräfte, die aber in Deutschland durch den Zusammenbruch aller staatlicher Ordnung am Ende des 2. Weltkriegs zerstört wurden. Das wird ganz deutlich, wenn man die Äußerungen der Politiker und die Geschehnisse in Deutschland nach dem 2. Weltkrieg bis heute mit denen anderer Staaten vergleicht.

Beispiel: In den 1990er Jahren gab es bereits jährliche Zugangsraten in Deutschland von knapp 1 Million Asylanten. Nach England kamen gerade mal 40000. Dennoch klagten AI mit Sitz in London und gleichzeitig Kirchenorganisationen nur Deutschland an, sich gegenüber Flüchtlingen abzuschotten – von den geringen Zugangsraten an Asylanten nach England wurde kein Wort gesagt.

Offenbar waren also die 1968er zu Wortführern von deutschenfeindlichen Kräften umprogrammiert worden, und das war schon in wenigen Jahren geleistet worden.

Welche Rolle spielen seit 1968 die Initiatoren und Programmierer der 1968er-Bewegung in Deutschland ?

Deutschland war im Fadenkreuz extrem deutschenfeindlicher Mächte, die die Bevölkerung in Deutschland durch Immigranten aus aller Welt austauschen wollten, in Reaktion auf die Kapitalverbrechen der Nazis unter Adolf Hitler 1933-1945. Diese Absicht wurde verbrämt durch den Anspruch, durch die Aufnahme von Flüchtlingen aus aller Welt nur den christlichen Geboten und der Menschlichkeit zu folgen.

Die 1968er, ihre Anhänger und Nachfolger haben eine Psychotechnik der Programmierung von Menschen entwickelt, die sie vermutlich nicht nur auf Anwälte, sondern auch auf Journalisten, Klerikale, Politiker … anwenden und damit auch wesentlich über das Schicksal von Staaten und Völkern entscheiden.

Es ist mit internationaler Hilfe die Rechtstreue der Entscheidungen der Merkel-Regierung seit 2011 nachzuprüfen. Wir haben an Kritikpunkten nicht nur die Aussetzung von EU-Verträgen von Lissabon, Dublin und Schengen durch die Kanzlerin, sondern auch den Bundestagsbeschluß zur Abschaltung von 8 Kernkraftwerken in Deutschland infolge der Fokushima-Katastrophe 2011.

Einer der schwersten Fehler der Kanzlerin (unter Druck von Martin Schulz und Jean-Claude Juncker) ist ihre Zustimmung zu den unberechtigten und scheinheiligen Sanktionen gegen Rußland ab 2014 mit der Folge, daß die deutsche Wirtschaft schwere Schäden genommen hat: Milchbauernhöfe, Obstbauern, Schweinezüchter und auch Maschinenbauer erleiden schwere finanzielle Einbußen, und die Regierung ist nicht bereit, diese durch entsprechende finanzielle Hilfen auszukorrigieren. 2016 klagten Milchbauern, daß jeder 10. Milchbauernhof schließen muß – wegen der Sanktionen gegen Rußland und der Untätigkeit der Kanzlerin zu Hilfsmaßnahmen für die Landwirte und Milchbauern. Weiterhin haben wir im Jahr 2018 wieder eine Art von Kaltem Krieg mit der Bedrohung durch Einsatz von Nuklearwaffen.

In Sicht auf die Kriegsverbrechen Chinas seit 1951 in Tibet, die wiederholten Bombardierungen palästinensischer Gebiete mit jeweils Tausenden von Toten durch die israelische Armee, den Irak-Krieg von G.W. Bush jun. im April 2003 mit angeblich über 1 Million getöteter Iraker bis heute und die wiederholten Bombardierungen kurdischer Gebiete durch Erdogans Militär sind die Sanktionen gegen Rußland ab 2014 ungerechtfertigt. Sie sind eher Ausdruck einer Russenphobie, wobei vergessen wird, daß es Frankreich und das Deutsche Reich gewesen sind, die Rußland angegriffen haben, und nicht umgekehrt. Die Russenphobie belastet nicht nur das Verhältnis zwischen Rußland und Deutschland, sondern schädigt auch sehr die deutsche Wirtschaft.

Das enge und gute Verhältnis mit Rußland vor 2014 muß wieder hergestellt werden mit sofortiger Aufhebung der Sanktionen gegen Rußland.

Mutmaßliche falsche bis rechtswidrige Entscheidungen der Kanzlerin Dr. Angela Merkel:

  1. Das Unglück von Fokushima in Japan im März 2011 nahm die Kanzlerin Dr. Angela Merkel zum Anlaß, in Deutschland den Ausstieg aus der Gewinnung von Atomkernenergie durch Kernreaktoren zu beschleunigen. Sie verfügte die Abschaltung der ältesten 7 Kernkraftwerke – völlig widerrechtlich, wie wir heute wissen. Genau deshalb sind auch über 30 Klagen von Energieversorgern gegen die BRD anhängig mit einem geschätzten Streitwert um 10 Milliarden Euro. Gewinnen die Energieversorger, müssen allerdings die Bürger für diese rechtswidrige Entscheidung der damaligen Bundesregierung einstehen und nicht die Kanzlerin.
  2. Dasselbe verfassungsrechtlich nicht abgedeckte Vorgehen der Kanzlerin mag erfolgt sein bei der Aussetzung von wichtigen Passagen in den EU-Verträgen und der herrschenden Asylgesetzgebung in Deutschland – außerhalb der Gesetzgebung des Bundestags – im August 2015, was nun wiederum Klagen von der EU gegen Deutschland zur Folge hat, wofür letzten Endes ebenfalls wieder der Bürger zahlen muß.
  3. Die Kanzlerin erklärt laufend in Interviews …, daß sie eine europäische Lösung für das Flüchtlingsproblem anstrebt, aber die Probleme, die dadurch gelöst werden sollen, hat sie erst durch nationale Alleingänge ohne Rücksprache mit den anderen EU-Staaten selber geschaffen. Die Kanzlerin trifft also nationale Entscheidungen wie die Aussetzung der EU-Verträge ohne Rücksprache mit „Europa“ und verlangt dann von den anderen EU-Staaten, diesem Beispiel zu folgen und die sich daraus ergebenden Lasten mitzutragen. Ihr national definiertes Vorgehen will sie anschließend von den anderen EU-Staaten einfordern und nennt das dann eine „europäische Lösung“. Das ist eine völlige Verkehrung der Tatsachen, die aber von den Medien in Deutschland geschluckt wird. Das Credo von Merkel, Gabriel und Tauber: Wir wollen keine nationale, sondern eine europäische Lösung. Sie praktizieren aber genau das Gegenteil: Es gilt in Deutschland ein Asylrecht, das stark vom Asylrecht in den anderen Staaten abweicht und auf die Migranten aus aller Welt eine starke Sogwirkung ausübt, die Kanzlerin agiert national begrenzt wie im August 2015 und sie sieht natürlich, daß sich die anderen EU-Staaten von ihr absetzen. Die Kanzlerin betreibt eine national orientierte und begrenzte Politik und theoretisiert über europäische Lösungen, und weil sie weiß, daß die kaum kommen werden, fordert sie von den Deutschen immer wieder sehr viel Geduld.
  4. Der Bund hat keine Haftpflichtversicherung für Flüchtlinge (Stand Jan. 2016) – trotz des Zuzugs von über 1 Million Flüchtlingen im Jahr 2015. Es gilt aber: Verursacht ein Unversicherter einen Schaden, muss er dafür geradestehen – das funktioniert aber nur dann, wenn er über die entsprechenden finanziellen Mittel verfügt. Ist das nicht der Fall, bleibt der Geschädigte auf seinen Kosten sitzen, auch wenn ihm das Gericht Schadensersatz durch den Schädiger zugesprochen hat. Der Bürger muß also selber aktiv werden und sich gegen solche Schäden extra versichern – das kommt einer Extrasteuer gleich.
  5. Das Militär in Deutschland beklagt eine komplette Verwahrlosung des militärischen Apparates. Die Kanzlerin verweigerte in den letzten Jahren dem Militär die Finanzmittel, die es zur Bewältigung seiner Aufgaben benötigt. Flugzeuge, Panzer, Hubschrauber … - die meisten davon sind defekt. Auf Beschwerden der Militärs reagierte sie nicht.
  6. Wegen der Sanktionen gegen Rußland sind viele Milch- und Obstbauern in finanzielle Not gekommen, viele mußten ihren Betrieb schließen, viele Maschinenbauer haben große finanzielle Einbußen erlitten, aber weder EU noch Kanzlerin gewähren hinreichend schützende flankierende Maßnahmen.
  7. Wegen der Einführung der Mindestlohnregelung sind die Tierheime in finanzielle Not gekommen. Jedes 2. Tierheim droht wegen Geldmangel zu schließen. Es wird berichtet, daß die Kanzlerin Angst vor Hunden hat. Hat sie kein Verständnis für Tiere ? Die Kanzlerin ist daran zu erinnern, daß sie nicht nur die Kanzlerin der Menschen in Deutschland ist, sondern auch die Kanzlerin der Tiere und Pflanzen in Deutschland.
  8. Förderung bzw. erst die Ermöglichung des öffentlichen Aufruhrs z.B. in der Silvesternacht u.a. in Köln mit bisher von vielen Hunderten von Anzeigen wegen sexueller Übergriffe und Diebstahl durch über 1000 Migranten vor allem in Köln, aber auch in anderen Städten wie Düsseldorf und Hamburg, insgesamt in 12 Bundesländern. Nun geht in Köln und Umgebung die Angst um vor Übergriffen durch Migranten, was sich u.a. im sehr gesteigerten Kauf von Defensivmittel manifestiert.
  9. Nachgewiesene Vertuschung und Verschleierung von Straftaten von Migranten durch Polizei, Presse und Regierung, dem Beispiel in Schweden folgend, besonders in Köln und Kiel, dem Vorwurf von Moskau folgend auch in Berlin. Verlust der Glaubwürdigkeit der Polizei in Deutschland und der deutschen Behörden: Was und wem soll der Bürger noch glauben, wenn er dermaßen angelogen worden ist ?
  10. Die Bundesregierung ließ im Frühjahr 2015 nach den Attentaten in Paris verlauten, daß die Attentate islamistischer Täter mit dem Islam nichts zu tun haben würden. Wenn man aber im Koran nachliest, dann steht das genau so drin, mit Kopfabschlagen und „Tötet sie, wo immer ihr sie trefft“.
  11. Terrorangst in Köln vor Rosenmontag, weil vielleicht irgendein total harmloser Mensch große Mengen von Ammoniumnitrat gekauft hat. Es wurde sogar diskutiert, den Rosenmontagszug 2016 nur deswegen zu annullieren.
  12. Ausländische Medien berichten sehr viel kritischer über die Aktionen der Kanzlerin als die deutschen, was Druck auf die Medien im Sinne der Kanzlerin nahelegt. Bestätigt z.B. dadurch, daß die Moskauer Presse von Vergewaltigungen in Deutschland berichtet, von denen angeblich die deutsche Polizei nichts weiß (also wie in Köln und Kiel) – warnendes Beispiel ist Schweden. Verlust der Glaubwürdigkeit von Polizei, Behörden, Regierung, Medien ...
  13. Zu den politischen Handwerksfehlern Merkels zählt, daß auf ihre Einladungspolitik hin zwar 2015 über 1 Million Flüchtlinge nach Deutschland gekommen sind, aber für sie keine feste Bleibe in Voraussicht darauf geschaffen worden ist. Nun leben diese Flüchtlinge gegenwärtig in Zeltstädten, Fabrikhallen, Turnhallen …, behindern dadurch enorm das öffentliche Leben, z.B. den regulären Turnunterricht in Schulen, und in den nächsten Jahren werden sie Wohnungen benötigen und dadurch den heute schon engen Markt von hinreichend billigen Wohnungen schwer belasten. Dem widersprechend behauptet die Kanzlerin immer noch, daß sie alles im Griff habe und keine Obergrenze für den Flüchtlingsstrom nach Deutschland akzeptieren will.
  14. Politiker der BRD betonen, daß der Flüchtlingsstrom über die deuten Grenzen seit Februar 2106 stark abgenommen hat und rechnen sich das als eigene Leistung zu, aber das kommt nur und nur durch die Blockade der Balkanroute und die speziellen Operationen von Österreich. Trotzdem beschweren sich deutsche Politiker wie Frank Walter Steinmeier über die Schließung der Balkanroute durch Makedonien.
  15. Die Zahl der Einbrüche in Deutschland ist 2015 gewaltig gestiegen. Die innere Sicherheit in Deutschland hat ferner auch wegen der Bildung von Parallelgesellschaften enorm abgenommen. Es ist nachzuprüfen, ob das eine Folge der Einladungspolitik der Kanzlerin ist.
  16. Schon im August 2015 herrschte in Deutschland ein großer Mangel an bezahlbaren Wohnungen. Es gab in Deutschland Hunderttausende von Obdachlosen, aber die Regierung der Kanzlerin Merkel erklärte sich nicht bereit dazu, für die vielen Obdachlosen bezahlbare Sozialwohnungen zu bauen. Die Mieten steigen laufend und z.B. kommen in München auf ein Inserat für eine freie Wohnung 80 Bewerber – ein völlig untragbarer Zustand.

Weitere schwere Mängel der Merkel-Regierung:

  • Seit Beginn der Kanzlerschaft von Frau Dr. Angela Merkel ist es zum Sterben der Tierheime gekommen, weil die Kommunen sich absolut taub stellen können gegenüber den berechtigten Forderungen der Tierschützer. Besonders durch die Mindestlohnregelung hat sich die finanzielle Situation der Tierheime sehr verschlechtert, weil es keine flankierenden Schutzmaßnahmen gegeben hat.
  • Es gibt in Deutschland immer mehr Wilderei durch eingewanderte Ausländer, besonders in der Region um Augsburg. Die Regierung ist daran zu erinnern, daß sie nicht nur die Regierung für die Menschen in Deutschland ist, sondern auch für die Tiere und Pflanzen in Deutschland. Sie ist also auch für deren Wohl und Wehe voll verantwortlich.

Ausflug in die Historie Ägyptens:

Wegen der Kritik des Auslands an der Merkelschen Einladungs-Asyl-Politik hat man den Eindruck, daß Parallelen in ihrem Handeln bestehen zu Amenophis IV (Echnaton), dem Pharao von Ägypten um 1380 v.Chr., der seinen Gottes Aton als einzigen Gott in Ägypten einführen wollte, was Ägypten in den Bürgerkrieg und an den Rand des Ruins trieb.

17  Der Bürger muß auch für falsche Aktionen der Regierung zahlen

Die ungesetzliche Abschaltung von Kernkraftwerken nach dem Unglück von Fokushima 2011 zog Prozesse von Energieversorgern nach sich und die Verurteilung der Regierung der BRD zu Schadensersatz in Milliardenhöhe. Der unbeteiligte Bürger muß zahlen.

Die Sanktionen gegen Rußland infolge der Ereignisse auf Krim und in Ostukraine 2014 brachte viele Milliarden Einbußen für Obst- und Milchbauern und Maschinenbauer infolge der Gegenaktionen von Rußland. Der unbeteiligte Bürger muß zahlen.

Im August 2015 gab es in Deutschland bereits eine Wohnungsnot und Hunderttausende von Obdachlosen. Die Regierung der BRD führt über Obdachlose keine Statistik – sie weiß, warum. Nach Öffnung der Grenzen durch die Kanzlerin am 4.9.2015 kamen binnen 4 Monaten um 1 Million Flüchtlinge nach Deutschland. Der Bürger muß dafür zahlen.

2018 herrscht in Deutschland eine grassierende Wohnungsnot. Die Kommunen bekommen zwar jedes Jahr Finanzhilfen vom Bund für den Bau von Wohnungen, aber sie verwandten das für andere Zwecke. Inzwischen haben wir über 500000 Wohnsitzlose in Deutschland. Wenn in München eine Wohnung als frei ausgeschrieben wird, melden sich 80 Interessenten. Es war 2016 völlig klar, daß es eine schlimme Wohnungsnot infolge der starken Zuwanderung geben würde, aber die Kanzlerin tat nichts dagegen. Der Leidtragende ist jeder Bewohner in Deutschland, dessen Einkommen niedrig ist, vor allem Studenten und Rentner. Auf dem Wohnungsmarkt herrscht ein schlimmer Verdrängungswettbewerb. Luxussanierungen und Eigenkündigungen treiben die Mieter aus ihrer Wohnung.

Der Bürger muß dafür zahlen.

18  Anpassung von Wirtschaftsstruktur und Forschungspolitik an die in UK und USA

Die Regierung in Deutschland hat KI-Entwicklung verschlafen und verschläft gerade die Bio- und Gentech-Entwicklung.

Die synthetische Biologie führt zu einem der wichtigsten Märkte der nahen Zukunft, aber die restriktive Forschungspolitik verhindert, daß sich in Deutschland solche Zentren der Innovation wie die Harvard Medical School unter der Leitung von Professor George Church entwickeln können.

Wegen der aktuellen Forschungspolitik in Deutschland können sich hierzulande genial-schöpferische Menschen wir John Craig Venter nicht entwickeln.

In Deutschland muß sich folgendes ändern:

  • Die Wirtschaftsstruktur muß so geändert werden, daß Gründung und Finanzierung von Startups für KI-, Biotech- und Gentech-Entwicklung so leicht wird wie in den USA.
  • Der Fiskus in Deutschland muß seine gierigen Finger von der Startups fernhalten. Diese benötigen an Anfang viele Millionen US$ Startkapital, und das darf der Fiskus nicht an sich nehmen.
  • Die Finanzierung der Startups in den USA erfolgt durch Spenden, öffentliche Förderung und Venture-Kapital. Spenden und Venture-Kapital kommen von Privatleuten.
  • In den USA machen zu Reichtum gekommene Privatleute der Forschung gewaltige Spenden, und damit das auch in Deutschland so funktioniert, muß sich hier die Mentalität gewaltig ändern.  

Die enorme Spendenbereitschaft in den USA

Die Spenden der Blavatnik Family Foundation an Harvard University und Harvard Medical School werfen ein charakteristisches Licht auf die Forschungsförderung in den USA, wo viele Ausbildungsstätten, Professuren und Forschungsprojekte nur durch Spenden von Privatleuten ermöglicht werden, und zwar Spenden im Einzelfall bis zur Höhe von etlichen Hundert Millionen US$. Wegen der Wichtigkeit dieses Phänomens werden diese Spenden von der Blavatnik Family Foundation, die schon seit 10 Jahren erfolgen, hier in mehreren Artikeln von verschiedenen Autoren beschrieben. Der Leser mag sich dann Gedanken darüber machen, warum das in Deutschland zumindest seit 1945 so anders ist.

Auffällig ist:

Es wiederholt sich seit etwa 2012 im Umfeld von HGP-write, Human Enhancement, Human Brain Upgrading und Germline Editing das, was ab 1970 bei Astrophysik und Kosmologie geschehen war, und zwar ein Nichtwollen von Politikern, Journalisten, Wissenschaftlern, Institutsleitern und Professoren in Deutschland, daß auch in Deutschland wieder echte Spitzenforschung geleistet wird wie von 1827 bis 1945 und in USA und UK nach 1945.

Man gibt sich erstaunlicherweise in Deutschland auf ganz breiter Front damit zufrieden, eben nicht genial-schöpferisch wie die großen angelsächsischen, russischen und jetzt auch chinesischen Forscher zu sein. Welche Absicht steht dahinter ? Warum ist das ganze Forschungsumfeld in USA, UK und jetzt auch in China soviel effektiver und genial-schöpferischer als in Deutschland ? Können die Regierenden in Deutschland das nicht auch hierzulande bewirken oder wollen die das garnicht, und wenn die das wirklich nicht wollen – ist das dann Landesverrat, und zwar Landesverrat von den verantwortlichen Politikern und den darum Wissenden in Forschungsinstituten, Universitäten und Medien ?

Richtungweisende Spende begünstigt Harvard Medical School

Entnommen dem Nachrichtenmagazin Harvard Medicine News (herausgegeben von der Harvard Medical School = HMS) vom 13.11.2018. Dieses Magazin der HMS kann sich jeder per Email zuschicken lassen: Homepage der HMS anklicken und dort bestellen (subscribe).

Bericht über das Symposion der Research HMS Community vom 8.11.2018 zu Ehren des Spenders Len Blavatnik

Zu den Life Sciences (Lebenswissenschaften) gehören klassische Biologie, Synthetische Biologie (Synbio), Genetik, Gentechnik, Human Enhancement, DNA-Sequenzierung, Genomik, Human Genome Engineering …

Zu den Data Sciences (Datenwissenschaften) gehört vor allem die Verarbeitung der sehr großen Datenmengen, die bei der WGS (Whole Genome-Sequenzierung) und der Deutung dieser Daten durch den Genetic Counselor (Genetikberater) anfallen. Man kann sie als Teilbereich der Informatik und Computerwissenschaften auffassen.

In den USA wird sehr viel Wert darauf gelegt, daß fortgeschrittene Studenten und frisch gebackene Doktoren (Postdocs) ihre Entdeckungen möglichst schnell in kommerziell nutzbare Techniken umsetzen und dafür Start-ups gründen und zu Jungunternehmern werden. Das Einsteigen in das Jungunternehmertum (Entrepreneurship) ist sogar an etlichen Universitäten ein Unterrichtsfach. An der HMS wird Life Science Entrepreneurship gelehrt. Industrie und Privatleute spenden sehr viel Geld für Start-ups oder sie übergeben es an sie als Risikokapital, das man beim Scheitern des Start-ups nicht zurück erhält.

Die Blavatnik Family Foundation hat der HMS die größte Spende ihrer Geschichte übergeben, damit die Entwicklung neuer therapeutischer Verfahren und die Erarbeitung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse beschleunigt wird. Dafür fand im Gebäude “New Research Building” am 8.11.2018 ein spezielles Symposion statt unter dem Titel 'Transforming the Future of Human Health' (= die Gesundheit der Menschen in der Zukunft wesentlich verbessern). Die Harvard University hat am 8.11.2018 bekannt gegeben, daß die Blavatnik Family Foundation der HMS eine Spende von 200 Millionen US$ gemacht hat, damit die Entdeckung

  • neuer therapeutischer Verfahren und
  • neuer Wege zur Lösung von einigen der drängendsten biomedizinischen Probleme

beschleunigt werden können. Der größte Wert wird dabei auf Innovationen gelegt, auf Ideen und neue Wege. Die bisherige Mission der HMS ist, die Gesundheit der Menschen durch von Neugier getriebene Forschung wesentlich zu verbessern, und genau dieses Ziel soll durch die Entwicklung neuer Therapien schneller erreicht werden und es sollen neue Verfahren für Diagnose von Krankheiten, ihre Verhinderung und Heilung gefunden werden.

Lawrence Bacow, Präsident der Harvard University: “Wir sind der Blavatnik Family Foundation zutiefst dankbar und besonders Len Blavatnik für diese wiederholten Spenden als Vertrauensbeweise in die schöpferische Arbeit der Harvard Medical School. Len ist einer der bedeutendsten Philanthropen seiner Generation. Er hat erkannt, daß große Fortschritte in der Gesundheitsfürsorge große Geldmittel erfordern und auch die Mitarbeit vieler Menschen über lange Zeiträume.”

Auf einem speziellen Symposion im Martin Conference Center der HMS wurden Mitglieder von Harvard University und bedeutenderen Zivilgruppen für Lebenswissenschaften (Life Sciences) in Boston über die Spende und ihre Bedeutung für die Zukunft der HMS informiert. Die Honoratioren des Ereignisses waren Bacow und George Q. Daley, Dekan der HMS, und die anwesenden geehrten Gäste von der Blavatnick Foundation. Auf dem Symposion waren etwa 800 Besucher anwesend, die zusammen nicht in das Auditorium paßten und sich in diversen Räumen des Konferenzzentrums auf Bildschirmen die Ehrung simultan ansehen konnten.

Auf dem Symposion umrissen Forscher und wichtige Persönlichkeiten von Harvard, HMS und anderen akademischen Institutionen sowie von Harvards angegliederten Hospitalen und der Biotech-Industrie ihre laufenden Forschungsarbeiten und diskutierten darüber, wie die Arbeiten und Fortschritte von heute die Grundlagen für besseres Gesundheitswesen und höhere Lebenszufriedenheit in der Zukunft ermöglichen.

Zu den Themen gehörten Verbesserung des zukünftigen Gesundheitswesens (Transforming the Future of Human Health) im neuen Blavatnik Institute und der Nutzen daraus für die ganze Welt. Man bezeichnete diese Spende als Transformational Gift: Eine Spende dafür, neue Wege dafür zu finden, medizinische Entdeckungen schneller zu machen und diese auch schneller in medizinische Heilungsverfahren umzusetzen.

Susan Hockfield, emeritierte Präsidentin und Professorin für Neuroscience am MIT, moderierte eine Podiumsdiskussion zwischen

  • Laurie Glimcher, Präsidentin und CEO vom DanaFarber Cancer Institute,
  • Eric Lander, Präsident, Direktor und Gründungsmitglied vom Broad Institute von MIT und Harvard, und
  • Vasant Narasimhan, Chief Executive Officer von der Firma Novartis.

Zu den diskutierten Themen gehörten die Verbesserung neuer therapeutischer Verfahren wie Gentherapie, Zelltherapie und Immunotherapie, was eine laufend zunehmende Bereitschaft zu einem interdisziplinären und kollaborativen Forschungsstil erfordert, der nur in einer so reichen Life Science-Community wie in Boston möglich ist.

Im Verlauf des Symposions betonten Sprecher immer wieder, daß die Spende dabei helfen wird, neues erforderliches Wissen zu erwerben und neue Therapien auf vielerlei Wegen zu entwickeln. 

Steven McCarroll, HMS Dorothy und Milton Flier Professor of Biomedical Science and Genetics und Direktor für Genetics am Stanley Center for Psychiatric Research von The Broad Institute von MIT und Harvard: “Nur durch laufende emsige Forschung können wir das notwendige Wissen erarbeiten. (There's no waiting for the science to get there)”. Er wies darauf hin, daß ihn das auch persönlich betraf, z.B. weil seine Schwester von einer vorerst noch experimentellen Krebsbehandlung profitieren konnte. McCarroll: “Wir müssen die Wissenschaft vorwärts treiben und sie exorbitant nutzen, so daß diese Fortschritte den Menschen nützen, die wir lieben.”

Leider konnte Len Blavatnik wegen eines medizinischen Notfalls an der Zeremonie nicht teilnehmen, weshalb die Blavatnik Family Foundation durch seinen Bruder Alex Blavatnik repräsentiert wurde, der ihr Vizepräsident (vice chairman) ist. Als ein Symbol der Bedeutung der Blavatnik Family Foundation für die biomedizinischen Forschungseinrichtungen und Life Sciences Communities von Harard übergab ihr Dekan Daley einen weißen Institutsmantel, wie ihn jeder Student an der HMS zu Beginn seiner Studien erhält.

Diese Spende der Blavatnik Family Foundation an die HMS ist die größte in ihrer 236-jährigen Geschichte und soll etliche wichtige Forschungsziele der HMS unterstützen, zu denen gehören:

  • Förderung der Grundlagenforschung (fundamental discovery),
  • Beschleunigung der Entwicklung neuer Behandlungsverfahren,
  • Förderung der Verwendung von Data Science für Verstehen, Diagnose, Behandlung und Heilung von Krankheiten,
  • Zuhilfenahme von Data Scientists, Computational Biologists, Bioengineers und anderen Experten und
  • Förderung der Zusammenarbeit für alle Entwicklungsarbeiten quer durch das HarvardÖkosystem zur Förderung der Life Science.

Dadurch kann auch die Harvard Medical School Entwicklungsarbeiten durchführen auf Gebieten, die sie bisher aus Geldmangel nicht verfolgen konnte, und sie kann dadurch auch historisch gewachsene Barrieren auffinden, die bisher unbewußt die Umsetzung von Forschungsergebnissen in medizinische Behandlungs- und Heilungsverfahren verhindert haben.

Len Blavatnik, weltweit tätiger Industrieller und gleichzeitig Philanthrop (er erwarb seinen MBA bei der Harvard Business School 1989), ließ ausrichten: “Es ist seit langer Zeit mein Ziel gewesen, innovative wissenschaftliche Forschung von Breakthrough-Rang zu unterstützen und die Umsetzung von wissenschaftlicher Entdeckung in Behandlungs- und Heilungsverfahren zu beschleunigen. Die Harvard Medical School hat in ihrer ganzen Geschichte von wissenschaftlicher Leistung, Kreativität und auf Wissenschaft gestütztem Unternehmertun keine Parallele und ist darum der ideale Partner zur Förderung dieses Menschheitstraums. Ich vertraue voll darauf, daß die HMS das Beste aus dieser Spende machen wird, um ihre alte Tradition von wissenschaftlicher Grandiosität in der Zukunft fortzusetzen.”

Die Blavatnik Family Foundation ist weithin bekannt für ihre Spendenbereitschaft für medizinische Forschung, die schon weltweit gute Innovationen auf dem Gebiet der Life Science gefördert hat, vor allem durch die Blavatnik Awards for Young Scientists.

George Q. Daley, Dekan der HMS: “Diese richtungweisende Spende (transformational gift) erleichtert uns die Lösung hartnäckigster Probleme unserer Zeit.” Er drückte der Blavatnik Family Foundation seine tiefe Dankbarkeit für ihre Spende aus.

Die Spendenbereitschaft der Blavatnik Family Foundation gegenüber der Harvard-University hat eine 10-jährige Geschichte. Es begann mit einer Spende, mit Hilfe derer 2007 der Biomedical Accelerator Fund eingerichtet wurde, und es folgte eine Spende über 50 Millionen US$ 2013 zur Einrichtung von Blavatnik Biomedical Accelerator an der Harvard University und der Blavatnik Fellowship in Life Science Entrepreneurship an der Harvard Business School.

Viele HMS-Wissenschaftler der Disiplinen Immunologie, Genetics, Neurobiologie, Stammzellenbiologie und anderer wurden vom Blavatnik Biomedical Accelerator unterstützt, so daß sie besser Forschungsergebnisse auf den Gebieten Krebsimmunologie, regenerative Medizin, Neuroscience, ansteckenden (infectious) Krankheiten und Reproduktionsmedizin in medizinische Behandlungs- und Heilungsverfahren umsetzen konnten.

Einer der ersten Empfänger vom Blavatnik Award for Young Scientists war Rachel Wilson, Martin Family Professor of Basic Research für Neurobiologie an der Harvard Medical School.

Dean Daley: “Die Forschungsarbeit in allen Labors und Kliniken der Harvard Medical School verkörpert das Versprechen der Neugier-getriebenen Grundlagenforschung, um einige der verwirrendsten und drängendsten biomedizinischen Probleme zu lösen. Darum gilt diese Spende der Medizin allgemein und den Patienten überall auf der Welt.”

Der eigentliche Zweck dieser Spende gilt der Beschleunigung der Entwicklung therapeutischer Verfahren durch Verbesserung der Umsetzung der Ergebnisse der Grundlagenforschung in praktisch anwendbare Therapien.

Lawrence Bacow, Präsident der Harvard University: “Dieser ergreifende Akt von Großzügigkeit wird den Fortschritt beschleunigen sowie tiefgründige und dauerhafte Beiträge zu Wissenschaft und Gesundheitswesen hervorbringen. Diese Spende beweist nicht nur die große Bereitschaft des Spenders zur Unterstützung der Forschung, sondern auch ein grundlegendes Verständnis für die Notwendigkeit und das Wesen naturwissenschaftlicher Forschung, verknüpft mit der Hoffnung, daß die Ergebnisse der ganzen Menschheit nützen werden.”

Die Grundidee des Spenders ist, mit dieser Spende die Entwicklung praktisch anwendbarer klinisch nutzbarer therapeutischer Verfahren zu beschleunigen, wie das sowieso schon eine bedeutende Mission der HMS ist, aber das muß sicher noch alles verbessert werden. Die HMS erzieht schon in der frühen Ausbildung die Wissenschaftler zur effektiveren Umsetzung ihrer Forschungsergebnisse in nutzbare Therapien. Nur durch gründliche Einsicht in die fundamentalen Vorgänge bei Krankheitserscheinungen, die sich durch Neugier-getriebene Grundlagenforschung ergibt, erwachsen effektive Behandlungsverfahren. Man muß vor allem alle Barrieren in der ganzen akademischen Forschung und Ausbildung abbauen, und die ergeben sich oft durch unzureichende Geldmittel für die Entwicklung therapeutischer Verfahren, mangelnde finanzielle Ausstattung für das technische Equipment und eine gewisse Verfremdung zwischen Wissenschaftlern, die an Universitäten bzw. in der Industrie arbeiten. Auflistung von einigen zu fördernden Projekten der HMS:

  • Das Harvard CryoElectron Microscopy (Cryo-EM) Center for Structural Biology muß immer technisch auf den höchsten Stand gebracht werden. Cryo-EM ist eine revolutionäre Technologie, die den Wissenschaftlern viel mehr an Erkennnis bringt als der Blick durch ein normales Mikroskop. Mit Cryo-EM erreicht man bisher unerreichbare Vergrößerungen und kann die molekularbiologische Basis des Lebens, die komplexen Biomoleküle, direkt sichtbar machen. Mit dieser neuen Möglichkeit, Lebensvorgänge auf atomarer Stufe direkt zu beobachten, können nun die Wissenschaftler auch die biomolekularen Grundlagen für Gesundheit und Krankheit aufdecken. Mit Cryo-EM kann man u.a. durch direkte Beobachtung von Proteinen Chemotherapien gegen Tumore wirksamer machen und herausfinden, warum Bakterien gegen Medikamente resistent werden. Auf der Cryo-EM ruht unsere große Hoffnung, daß wir neue Medikamente ausfindig machen und die Grundlagen zu den viel besseren Therapien der nächsten Generation legen, und das auch bei Krankheiten, die nur von winzigen Abweichungen auf molekularer Ebene herrühren.
  • ​Die Wissenschaftler können nun einzelne Zellen in Echtzeit beobachten, und zwar das Verhalten der Zellen selber und auch ihre unmittelbare Umgebung in iher Mikrowelt. Bisher mußten die Wissenschaftler die Phänomene Gesundheit und Krankheit durch die Analyse von großen Zellmengen im Gewebeverbund untersuchen, aber dadurch blieben viele Feinheiten und kleinste Abweichungen einzelner Zellen im Gewebeverbund unerkannt. Die Beobachtung einzelner Zellen gestattet nun, mit viel größerer Genauigkeit zu arbeiten und man kann erkennen, wie auch kleinste Veränderungen im Verhalten von einzelnen Zellen auf den Gesamtorganismus einwirken und über seine Gesundheit oder Krankheit bestimmen.
  • ​Durch die nun verbesserte Möglichkeit zu HochdurchsatzScreening (Screening mit hohem Durchsatz) kann nun die Harvard Medical School effektiver auf dem Gebiet der Neuentdeckung von Medikamenten arbeiten, wodurch die Präzisionstherapien beschleunigt werden können. Mit HochdurchsatzScreening für Medikamente können neue Behandlungsverfahren beschleunigt werden, indem Wissenschaftler viel schneller als früher sogar Millionen von chemischen Bestandteilen auf potentielle Nutzbarkeit untersuchen können. Auf diese Weise konnte man für eine besonders hartnäckige Form von Lungenkrebs ein genau abgestimmtes Medikament (precision-targeted drug) finden, das eine hoffnungsvolle Behandlung auf der Basis kleiner Moleküle ermöglicht, durch die ein das Tumorwachstum förderndes Gen, das man bei einer bestimmten Gruppe von Patienten mit dieser Krankheit findet, abgeschaltet wird. Den Weg dahin hatten Forschungen an Harvard Medical School und Dana-Farber Cancer Institute gewiesen.

Zusammenfassend kann man sagen, daß diese und andere neue technische Verfahren hochinnovativ wirksam sind sowohl für Grundlagenforschung als auch für ihre Umsetzung in neue praktische Anwendungen, und sie werden quer durch das Harvard-Ökosystem für Life Sciences Brücken bauen für die schnelle Übertragung der im Labor gemachten Erfindungen in Heilungsverfahren für den Patienten (bridge bench-to-bedside applications across the Harvard life sciences ecosystem).

Es sind Zentren für intelligente und fruchtbare Forschungstätigkeit zu fördern (Spark fertile intellectual communities). Die Harvard Medical School z.B. ist stets darum bemüht, die talentiertesten Forscher zu bekommen, darunter in ihrer Erfahrung bestens ausgewiesene Bioingenieure (Bioengineers), Physiker, Spezialisten für quantitative Analyse und Biologen mit großer Programmiererfahrung. Das ist notwendig für

  • Entwicklung neuer Verfahren zur Verarbeitung großer Datenmengen (datarich technologies),
  • sehr fortgeschrittene biologische Forschung,
  • Entwicklung und optimalen Einsatz neuer wichtiger komplexer Geräte (new core technology facilities) und
  • Ausbildung von FellowWissenschaftlern.

Die HMS wird ihre Anstrengungen auf den Gebieten Biomedizinische Informatik und Verarbeitung großer Datenmengen verstärken, um auch Fortschritte in Künstlicher Intelligenz, Expertensystemen (machine learning) und virtueller Realität (augmented reality) zu erreichen, damit Wissenschaftler bessere Einsicht in beliebige biologische Phänomene erhalten können, etwa in das Verhalten von kranken Zellen beim Krebswachstum oder bei der Verbesserung der Diagnose bei verwirrenden Krankheitsbildern.

Erklärung zur Augmented Reality (AR): Zur Zukunftsvision von Facebook gehört auch die sogenannte erweiterte Realität, bei der virtuelle Objekte auf einem Bildschirm in reale Umgebungen eingeblendet werden. Als ersten Chef will Gründer und Chef Mark Zuckerberg für die Augmented Reality die allgegenwärtigen Smartphones nutzen. Mit den zusätzlichen visuellen Informationen werde zum Beispiel auch besser möglich sein, sich in einer 3D-Umgebung zu bewegen. In der Zukunft könnte es auch möglich sein, für Bewegungen innerhalb virtueller Umgebungen statt der heutigen Controller in der Hand direkt auf erkannte Gehirnwellen zurückzugreifen.

Die HMS will einen neuen Maschinentyp speziell für die Datenverarbeitungswissenschaften (new data science core facility) für Konzipierung, Entwurf und Entwicklung von neuen Berechnungsverfahren, Werkzeugen für AI (= KI) und neuen Technologien entwickeln, der von allen Forschern quer durch die Harvard-Life-Sciences-Community verwendet werden kann.

Es ist viel Wert auf interdisziplinäre Zusammenarbeit zu legen und auf den Austausch von Ergebnissen in unterschiedlichen Forschungsgebieten. In der Harvard Medical School gibt es ein spezielles Trainingsprogramm für das Erlernen der Zusammenarbeit. Gerade für die Lösung der drängendsten biomedizinischen Probleme muß man viele Wissenschaftler zur Zusammenarbeit bringen. Mit dieser Spende sollen vielversprechende Partnerschaften unter Forschern

  • mit Sitz auf dem Campus der Harvard Medical School und
  • ihren 15 beigeordneten AusbildungsHospitälern und Forschungsinstitutionen

finanziert werden. Damit bringt man Wissenschaftler zusammen, die mit ihrem Wissen und Können sehr viel Expertise in vielen Forschungsgebieten einbringen, um die drängendsten biomedizinischen Probleme schneller zu lösen. Damit wird auch die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Fakultäten verbessert, bis hin zur Bildung von Partnerschaften zur wissenschaftlichen Forschung quer durch das breitere biomedizinische Ökosystem.

Es wird nun die Gründung eines neuen Forschungslabors bekannt gegeben mit dem Namen Blavatnik Harvard Life Lab Longwood. Aufbauend auf dem Erfolg des wegweisenden Forschungsinstituts Pagliuca Harvard Life Lab in Allston wird das Blavatnik Harvard Life Lab Longwood Arbeitsräume für hochinnovative Start-ups zur Verfügung stellen, gegründet von Harvard-Studenten, ehemaligen Studenten (alumni), Promovierten (postdoctorial scholars oder postdocs) und Angehörigen des Lehrkörpers, und die dort vom ersten Moment der Gründung des Start-ups auf den vielversprechendsten Gebieten von Biotechnologie und Lebenswissenschaften zusammenarbeiten. Das Forschungsinstitut Blavatnik Harvard Life Lab Longwood wird auf dem Campus der Harvard Medical School errichtet, mitten im Herzen von der Longwood Medical Area, wobei es eine Zusammenarbeit mit Experten der Biotechindustrie und der Universität sowie mit Investoren geben wird. Als neues Mitglied der Harvard Innovation Labs wird es viel bieten, auch Einführung in die Gründung von Start-ups, Industrie-spezifische Programmierung sowie Hilfen durch Experten und Mentoren.

In Anerkennung dieser Spende wird die HMS diesem neuen Forschungsinstitut den Namen Blavatnik Institute at Harvard Medical School geben. Es soll der Pionierarbeit an den 10 Fakultäten (departments) der HMS für Grundlagen- und Gesellschaftswissenschaften Richtung und eindeutige Identifizierung geben. Dieses Institut wird dafür sorgen, daß die einzigartige Leistungsfähigkeit vom HMS-Quadrangle (der viereckige Campus der Harvard Medical School, HMS-Viereck) erhalten bleibt, indem es die Forschungsinfrastruktur so unterstützt, daß die HMS wie ein Magnet auf die Mitglieder der breiteren Life-Sciences-Community wirken wird, ebenso der 15 Harvard beigeordneten Ausbildungshospitale und Forschungsinstitutionen sowie auch anderen Harvard-Schulen und Eliteinstitutionen.

Die Harvard Medical School (HMS) erhält eine Spende über 200 Millionen US$

By Felice J. Freyer Globe Staff,  8.11.2018

Rick Maiman/Bloomberg

Erklärung zu dem hier verwendeten Wort incubator:

Ein Incubator ist dem Sinne nach etwas, das Aktivitäten beschleunigt. Eine Übersetzung mit dem Wort Beschleuniger ist allerdings nicht sinnvoll, weil man im deutschen Sprachgebrauch darunter einen Teilchenbeschleuniger wie Zyklotron oder DESY versteht. In dem vorliegenden englischen Artikel wird mit dem Wort incubator ein neues Forschungsinstitut gemeint, mit dessen Hilfe die Forschung beschleunigt wird.

Len Blavatnik erwarb an der Harvard University 1989 den MBA und hat an sie seit 10 Jahren schon viele Millionen US$ gespendet für die internationale Forschung für Life Sciences und Erziehung, genauer zur Klärung fundamentaler Fragen auf den Gebieten menschlicher Gesundheit und Krankheit, und jetzt kommt noch eine Spende von 200 Millionen US$ dazu, die größte, die die HMS bisher erhalten hat.

Diese Spende von der Blavatnik Family Foundation ermöglicht HMS, Forscher einzustellen und fortgeschrittene Technologie zuzukaufen. Auf dem Longwood-Gebiet wird ein “Incubator” eingerichtet, mit dessen Hilfe Forschungsergebnisse auf den Markt gebracht werden sollen.

HMS läßt verlauten, daß diese Spende viel mehr ermöglicht als nur die Einstellung neuer Wissenschaftler und dringende Zukäufe für das ausgewiesene Ziel, und zwar können sich die Wissenschaftler dringenden Fragen der Grundlagenforschung zuwenden, auch wenn keine Aussicht auf unmittelbare Anwendung besteht. Das Incubator-Gebäude und andere Resourcen sollen dabei helfen, wissenschaftliche Forschungsergebnisse in Therapien für Kranke umzusetzen.

Grandiose Spende zur Ermöglichung von Breakthroughs

Im folgenden Text wird ein Brief von Dean George Q. Daley (HMS) an die HMS-Community

wiedergegeben, 8.11.2018

Liebe Mitglieder der Harvard Medical School-Community,

Die Blavatnik Family Foundation hat der Harvard University schon seit 10 Jahren Dutzende von Millionen US$ gespendet, und jetzt darf ich Ihnen voller Freude mitteilen, daß die HMS nun eine Spende von sogar 200 Millionen US$ erhalten hat. Diese Spende von der Blavatnik Family Foundation ist die größte bisher in der Geschichte der HMS. Sie wird uns dabei helfen, die nationalen Forschungen zur menschlichen Gesundheit in einen internationalen Dienst weltweit umzuwandeln.

An diesem Morgen werde ich Präsident Lawrence Bacow treffen und ihm meinen tiefen Dank für seine generöse Spende aussprechen, mit Hilfe derer wir auch eine ganze Reihe neuer Projekte zur Grundlagenforschung an der HMS starten können, mit denen wir die Grundlagen legen können für präzise Therapien und weitere Fortschritte in Data Science machen. Insbesondere wollen wir mit dieser Spende erreichen:

  • Neue Verfahren entwickeln zu Konzeptualisierung, Entdeckung und Entwicklung neuer Therapien.
  • Schaffung neuer intellektueller Zentren (communities) durch Versorgung der Schulen mit wissenschaftlichen Talenten sowie Förderung von Data Science, auch durch Ausstattung mit fortgeschrittenen Rechnersystemen und deren Anwendungen.
  • Ein finanziell gut ausgestattetes Bezuschussungssystem der Community zur Förderung der Zusammenarbeit über wissenschaftliche Disziplinen und Forschungsgebiete hinweg soll zur Lösung dringlicher biomedizinischer Fragen beitragen.

Es wird nun die Gründung vom Blavatnik Harvard Life Lab Longwood bekannt gegeben, ein Incubator-Gebiet auf dem HMS campus, speziell zur Unterstützung von hochinnovativen Biotech-Start-ups schon von der ersten Stunde an.

In Anerkennung dieser bemerkenswerten Generösität wird nun an der HMS das Blavatnik Institute gegründet. Diese umfassende Forschungsorganisation (umbrella research organization) soll der schöpferischen Tätigkeit von unseren 10 Abteilungen für Grundlagenforschung (basic science) und Sozialwissenschaften die richtige Ausrichtung geben. Die Blavatnik Family Foundation unterstützt schon lange Institutionen in USA, UK und auf der ganzen Welt für Spitzenforschung, Erziehung, Kultur und öffentliche Wohlfahrt. Sie wird vom Geschäftsführer, Unternehmer und Philanthrop Len Blavatnik, MBA ’89, geleitet und ist bekannt für ihre großzügigen Spenden zur weltweiten, innovativen Förderung für Life Sciences, wie z.B. durch die Blavatnik Awards für junge Wissenschaftler.

Die Foundation begann mit ihren Spenden für Harvard 2007 mit der Einrichtung vom Biomedical Accelerator Fund. 2013 wurde der Blavatnik Biomedical Accelerator an der Harvard University gegründet, zusammen mit der Blavatnik Fellowship in Life Science Entrepreneurship an der Harvard Business School.

Viele Mitglieder der HMS-Fakultät – wie z.B. Ulrich von Andrian, Christophe enoist, Ying Kai Chan, George Church, David Ginty, Diane Mathis, Lee Rubin und Priscilla Yang – sind von dem Blavatnik Biomedical Accelerator unterstützt worden zur Förderung der interdiszplinären Zusammenarbeit auf den Gebieten

  • Erreichen von Immunität gegen Krebs (cancer immunology),
  • regenerative Medizin,
  • Neurowissenschaften,
  • infektiöse Krankheiten und
  • reproduktive Medizin.

Wir sind zutiefst dankbar über diese außerordentliche Spende und wissen um die damit verbundene Verantwortung. Damit wird in der Tat in der Geschichte der Harvard Medical School ein neues Kapitel aufgeschlagen. Wir werden nun noch intensiv daran arbeiten, größere Einsichten in die fundamentalen Mechanismen von lebendigen Organismen (living things) zu gewinnen, lebensverändernde Therapien zu entwickeln und den Ablauf des Lebens der Menschen durch Stärkung seiner Gesundheit neu zu gestalten.

Sincerely,

George Q. Daley Dean of the Faculty of Medicine, Harvard University

Blavatnik spendet Harvard Medicine School (HMS) eine Rekordsumme zur Beschleunigung der Forschung auf dem Gebiet des Gesundheitswesens

By Amanda L Gordon, John Lauerman und Michael McDonald, 8.11.2018

  • Milliardär spendet 200 Millionen US$ für Laboreinrichtung, Data Science …
  • Besonders gefördert werden Krebsimmuntherapie und Zellphysiologie (cellular imaging)

Auf einer Gala 2 Jahre zuvor saß George Daley, kürzlich Dekan (dean) an der Harvard Medical School (HMS) geworden, neben Len Blavatnik, dann – jetzt am Donnerstag – spendete die Blavatnik Family Foundation der HMS 200 Millionen US$, die größte Spende, die die die HMS jemals bekommen hat und von der Blavatnik Family Foundation jemals getätigt worden ist. Diese Spende dient der Forschungsförderung, der Anschaffung fortgeschrittener Ausrüstung für Data Science und der Einrichtung von Laborplätzen zur Unterstützung von Biotech-Start-ups.

Daley sagte in einem Telephon-Interview: “Len und ich haben intensiv darüber diskutiert, wie man den Zeitraum zwischen unseren großen Investitionen für die Grundlagenforschung und die Umsetzung der Forschungsergebnisse in neue klinische Behandlungsverfahren verkürzen kann. Len spricht gerne über wissenschaftliche Themen und auch wenn wir so viele Meetings gehabt haben, will er doch immer genau wissen, was wir machen."

Zum Lebenslauf von Len Blavatnik

Er wurde in der Ukraine geboren und erhielt seine Ausbildung in Rußland. 1978 emigrierte er in die USA und studierte Computer Science an der Columbia University. Inzwischen ist er Bürger der USA und von UK. Dem Bloomberg Billionaires Index (Aufzählung der Milliardäre) nach hat er ein Vermögen von 19,5 Milliarden US$ und steht in der Reihenfolge der reichsten Personen auf Platz 43. 2013 verkaufte er einen Anteil an der russischen Firma TNK-BP (Erdölindustrie) an die Firma Rosneft für 7 Milliarden US$, und das war  schon ein großer Happen von seinem Empire. Er hält Anteile von Warner Music Group und dem Hersteller für Plastik und Chemikalien LyondellBasell Industries NV. Ferner besitzt er eine reich ausgestattete Kunstsammlung.

Zellforschung

Blavatnik (61 Jahre alt) stellte fest: “Ich habe während meiner Industrietätigkeit gesehen, daß das Eingehen gut durchdachter Partnerschaften und Zusammenschlüsse Synergien freisetzt und Investitionen zu Gold machen kann. Auf diese Erfahrung greife ich nun für die Forschungsförderung zurück und widme diese Spende der Ermutigung der Wissenschaftler der Harvard-Community für Lebenswissenschaften (Harvard life science community) zu zusätzlichen Anstrengungen mit interdisziplinärer Arbeit."

Wissenschaftler erkennen immer mehr die Nützlichkeit neuer Technologien zur möglichst genauen Analyse gesunden und kranken Gewebes, bis auf molekulare Ebene hinab. Darum wird ein Teil dieser Spende von Blavatnik in eine neue Mikroskoptechnologie (Abbildungstechnologie) mit dem Namen Cryo-EM investiert. Damit kann man Proteine beobachten, während sie auf zelluläre Prozesse einwirken – so Dekan Daley.

Professor George Church ist einer der führenden Wissenschaftler an Harvard und MIT. Er und andere führende Köpfe verwenden gerne immer die neuesten Technologien für Untersuchung und gesteuerte Veränderung von Genen. Dazu gehört besonders die neue Geneditierungstechnologie CRISPR-Cas9, der etliche biotechnologische Firmen ihre Entstehung verdanken.

Forscher wie Allon Klein und Marc Kirschner sequenzieren Genome von einzelnen Zellen innerhalb von Tumoren, um besser zu verstehen, warum manche durch Krebsbehandlung abgetötet werden können und andere gegen dieselbe Behandlung resistent werden.

Krebsforschung (Cancer Research)

Isaac Kohane, Chairman am Harvard’s Department of Medical Informatics, leitet ein entsprechendes Forschungsprojekt. Man will herausfinden, warum manche Patienten auf eine Krebsbehandlung gut ansprechen, mit Erholungsphasen über Jahre hinweg, und andere Patienten davon keinen Nutzen haben. Er meinte, daß

  • möglichst genaue visuelle Beobachtung auf molekularer Ebene,
  • Sequenzieren der Genome einzelner Tumorzellen und
  • eine Anzahl anderer Meßverfahren für klinische und soziale Faktoren

dabei helfen werden, die Therapien zu verbessern, namentlich neue krebsimmunologische Medikamente.

Kohane: “Das Kunststück besteht darin, von jedem einzelnen Patienten zu lernen, um Behandlungsverfahren zu erarbeiten, die bei einem Kranken eben nicht auf der genauen Kenntnis der persönlichen Vorgeschichte seiner Erkrankung beruht, sondern auf der genauen Kenntnis der Vorgeschichte aller Kranken, nicht nur in dieser einen Klinik, sondern auf der ganzen Welt.” Er meinte noch, daß diese aktuelle Spende diese Anstrengungen sehr beschleunigen wird.

5 Jahre zuvor hat Blavatnik schon 50 Millionen US$ gespendet für die Einrichtung vom Blavatnik Biomedical Accelerator und der Blavatnik Fellowship in Life Science Entrepreneurship Program an der Harvard Business School, an der er ehemaliger Schüler (alumnus) ist. Er machte ferner wissenschaftsbezogene Spenden für Universitäten in Yale, Stanford und Tel Aviv.

Förderung von Spitzenleistungen junger Wissenschaftler

Ab 2007 spendete er 80 Millionen US$ für die Einrichtung vom Blavatnik Awards for Young Scientists in Verbindung mit der New York Academy of Sciences. Es war auf der jährlichen Awards-Gala in New York, wo Daley und Blavatnik zusammen dinierten.

Die aktuelle Spende überschreitet die 90 Millionen US$, die die HMS seit 2014 vom Ludwig Cancer Research erhalten hat. Der frühere Beitrag der Blavatnik Family Foundation ging über 125 Millionen US$ zur Einrichtung einer School of Government an der University of Oxford.

Diese neue Spende über 200 Millionen US$ erfolgt getrennt von den 789 Millionen US$, die die Harvard Medical School bei ihrer Sammelaktion bis zum 30.6.2018 erhalten hat. Zu den Spendern gehörten auch Bill Ackman und Leon Black.

Verfaßt mit Hilfe von Devon Pendleton

Genial-schöpferische angelsächsische Forscher ab 1945

Die Synthetische Biologie gibt es in Ansätzen zwar schon seit Jahrzehnten, aber als richtigen Wissenschaftszweig gibt es sie erst seit Ende des Projekts HUGO (1990-2004), das die vollständige DNA-Sequenzierung eines menschlichen Genoms mit seinen um 3 Milliarden Basenpaaren (Nukleotiden) zum Ziel hatte. Als dieses Projekt mit einem finanziellen Aufwand von 3 Milliarden US$ erfolgreich beendet worden war, wurde klar, daß die Entschlüsselung des Genoms nicht viel an Erkenntnis darüber brachte, wie nun letztlich Genom, Chromosomen und DNA-Stränge die Entwicklung von Blastula, Fötus, Embryo, Kind … und das ganze Verhalten des Metabolismus steuern.

John Craig Venter (geb. 1946) begann schon bald darauf, Genome von Bakterien und Hefen synthetisch herzustellen, und das war der eigentliche Beginn der Synthetischen Biologie.

George Church und Jef Boeke haben am 2.6.2016 in einer kurzen Publikation das Projekt HGP-write (Human Genome Project-write) ausgelobt und umrissen. Das Fernziel war nun, ein komplettes menschliches Genom synthetisch herzustellen. Das Project HUGO wurde in HGP-read unbenannt.

Francis Crick und James Watson haben 1953 die Struktur der DNA und damit den Mechanismus der Vererbung erkannt. Sie haben viele wissenschaftliche Artikel und Bücher und auch populärwissenschaftliche Bücher geschrieben. Zu empfehlen sind:

James Watson „Die Doppelhelix“,

Francis Crick „Ein irres Unternehmen“ Piper Verlag 1990 (1988) und auch 

die Bücher von Albert L. Lehninger und Manfred Eigen.

Francis Crick und James (Jim) Watson hatten überhaupt keinen Auftrag, das Rätsel der Erbinformationsträger zu entschlüsseln. Sie arbeiteten ganz aus eigenem Interesse heraus. Sie gründeten den DNA-Club mit dem Erkennungszeichen einer verzierten kleinen Nadel oder Brosche. Zu diesem Club gehörte auch Georgi Gamow, der geniale russische Astrophysiker und Kosmologe. Gamow und Alpher publizierten 1948 ihr Modell vom explodierenden Uratom (Georges Lemaitre 1931), und diese Publikation bewirkte, daß kurz darauf Fred Hoyle mit Bondi und Gold das Steady State-Modell noch 1948 publizierte.    

Auffällig ist:

Es wiederholt sich seit etwa 2012 im Umfeld von HGP-write, Human Enhancement, Human Brain Upgrading und Germline Editing das, was ab 1970 bei Astrophysik und Kosmologie geschehen war, und zwar ein Nichtwollen von Politikern, Journalisten, Wissenschaftlern, Institutsleitern und Professoren in Deutschland, daß auch in Deutschland wieder echte Spitzenforschung geleistet wird wie von 1827 bis 1945 und in USA und UK nach 1945.

Man gibt sich erstaunlicherweise in Deutschland auf ganz breiter Front damit zufrieden, eben nicht genial-schöpferisch wie die großen angelsächsischen, russischen und jetzt auch chinesischen Forscher zu sein.

Heute sind die Namen John Craig Venter, George Church, Luhan Yang, Jennifer Doudna, Feng Zhang, Guoping Feng … in Synthetischer Biologie das, was Jahrzehnte zuvor die Namen Fred Hoyle, Roger Penrose, Steven Weinberg, John A. Wheeler, Kip S. Thorne, Stephen W. Hawking, Yakow B. Zel’dovich und Andrei Linde (beide Russen), Martin Rees … in Elementarteilchentheorie, Astrophysik und Kosmologie gewesen sind.

Emmanuelle Charpentier, die zusammen mit Jennifer Doudna die CRISPR-Technologie entwickelt und 2012 publiziert hat, ist eine scharfe Gegnerin von Human Enhancement und Human Genome Editing und erscheint deshalb nicht in der o.g. Aufzählung.

Virginijus Šikšnys von der Vilnius University in Lithuania hat gleichzeitig und unabhängig von Doudna und Charpentier die CRISPR-Technologie bis Mitte 2012 entdeckt.

Im Juli 2018 hat der deutsche Mathematikprofessor Peter Scholze (Jahrgang 1988) die Fields-Medaille erhalten – eine sehr große Ausnahme seit 1945 in der deutschen Forschung. Wenn man aber bedenkt, wie viele geniale Forscher in Deutschland gerade von 1900 bis 1933 gewirkt haben, muß man fragen: Wo waren ab 1970 Leute vom Schlage Fred Hoyle, Roger Penrose, Dennis Sciama, Stephen W. Hawking, Martin Rees … in Deutschland ? Warum ist seit 1970 in Deutschland das Genie die große Ausnahme ?

In England und USA ist das Genie eine normale Entwicklung. Warum gab es in Deutschland nach 1970 keine Physiker im geistigen Range der russischen Spitzenforscher Yakow B. Zel’dovich und Andrei Linde ? Das wird auf den nachfolgenden Seiten beantwortet.

Die Bezeichnung „Die Industrielle Revolution 4.0” für alle Arten von Entwicklungen und Diensten auf dem Gebiet der Intelligenten Technologie (IT) bis hin zu IT-Produkten der Künstlichen Intelligenz (KI) oder Artificial Intelligence (AI) mit dem vorläufigen Höhepunkt eines KI-Produkts mit Bewußtsein, als Singularität bezeichnet, ist fest vergeben.

Die Bezeichnung „Die Industrielle Revolution 5.0” gilt nun für alle Arten von Entwicklungen und Diensten auf dem Gebiet der Synthetischen Biologie mit GP-write, HGP-write, DNA-Engineering, CRISPR/Cas9-Technologien, Genomics, Genome Engineering, Human Enhancement, Bioengineering, Human Brain Upgrading bis hin zur Herstellung von Designer Babies in einer Biotechplazenta.

John Craig Venter (geb. 1946) und George Church (geb. 1954) haben bedeutende Arbeiten beim Projekt HUGO (später als HGP-read bezeichnet) von 1990 bis 2004 geleistet.

George Church war bei HUGO direkt involviert, das aus öffentlichen Geldern finanziert wurde, und Craig Venter arbeitete unabhängig davon und selbständig mit privatem Risikokapital für dasselbe Ziel.

Siehe hierzu „HGP-write – Neukonstruktion des Menschen – Konstruktion von Androiden“ von 2018, von der Webseite www.aionik.de kostenlos herunterzuladen.

2005 gründete Venter u.a. die Firma Synthetic Genomics Inc. zur gentechnischen Herstellung von Mikroorganismen, die Biokraftstoffe herstellen können. Das wird auch im Buch von George Church „Regenesis“ von 2012 als ein Ziel genannt. Venter schrieb entsprechend das Buch „Leben aus dem Labor. Die neue Welt der Synthetischen Biologie“.

Venter zeigte sehr viel Interesse am Genom von Tang und Phytoplankton.

Warum bringt Deutschland seit 1970 nicht solche Spitzenforscher

wie George Church, Luhan Yang, Craig Venter und Feng Zhang hervor ?

Warum nehmen das Politiker, Professoren, Institutsleiter, Journalisten …

so einfach hin, anstatt heftigst gegen die Forschungspolitik

in Deutschland seit 1970 zu protestieren ?

Man kann bei so viel Technik- und Forschungsfeindlichkeit in Deutschland, verursacht und gesteuert durch die 1968er und ihre Programmierer, gar nicht genug auf Beispiele für genial-schöpferische Publikationen in USA und UK hinweisen:

  • Die Bücher von Steven Weinberg, Julian Schwinger, John A. Wheeler, Fred Hoyle, Kip Thorne, Martin Rees, Paul C.W. Davies, Alan Guth, Stephen W. Hawking … seit den 1980er Jahren bis heute
  • Albert L. Lehninger „Biochemie“, Weinheim, New York, Verlag Chemie, 1977, 1998
  • Lisa Randall: „Verborgene Dimensionen – eine Reise durch den extradimensionalen Raum“ 2006
  • Publikationen von J. Craig Venter wie z.B.: Life at the Speed of Light: From the Double Helix to the Dawn of Digital Life
  • George Church, Ed Regis: Regenesis. How synthetic biology will reinvent nature and
 

ourselves. 2012,

  • Nick Bostrom: Superintelligence, 2014
  •  

In Deutschland nehmen Politiker, Wissenschaftler und Medienvertreter eine sehr restriktive Haltung gegenüber gentechnischen Veränderungen am menschlichen Genom ein, was von angelsächsischen Forschern sehr getadelt wird. Auch gegenüber Multiversum-Vorstellungen und Mondstationen verhielt man sich in Deutschland von offizieller Seite her sehr restriktiv.

Nach Immanuel Kant haben Leute wie Hegel (1770-1831), Fichte (1762-1814) und Schelling (1775-1854) in Deutschland ein Diktat der idealistischen Denkweise zementiert. Für Jahrhunderte galt in Deutschland, daß der Idealismus als bestimmende Philosophie und Denkrichtung verpflichtend sei. Alexander von Humboldt wohnte in Berlin neben dem Philosophen Fichte, aber zwischen ihnen gab es keine Diskussionen.

Ab 1827 konnte das zwar durch Leute wie Alexander von Humboldt überwunden werden, aber nach dem für das Deutsche Reich verlorenen 2. Weltkrieg gab es durch die Alliierten nach 1945 eine Restauration in die Richtung, im Zuge der Reeducation Naturwissenschaften in Deutschland zu verpönen. Leider mußten wegen der Nazi-Herrschaft von 1933 bis 1945 viele gute Leute Deutschland und Österreich verlassen, vor allem Leute, die zumindest einen jüdischen Elternteil hatten wie z.B. Karl Popper und Ludwig Wittgenstein, aber auch viele Naturforscher, und die fehlten dann ab 1945 für den Aufbau neuer Schulen.

Eine altertümliche Gesetzgebung für die Zulassung von Forschungsthemen und die Wissenschaftskultur sowie das Verkaufen der jungen Genies an Headhunter an UK und USA durch Professoren und Institutsleiter in Deutschland seit 1945 bewirkten den Verfall deutscher Spitzenforschung.

Ab den 1970er Jahren haben vor allem angelsächsische und russische Forscher (wie Andrei Linde) gute Bücher geschrieben (s.u.). Damit hat die politische Unreife Deutschlands seit 1900 ihre Entsprechung in der wissenschaftlichen Rückständigkeit Deutschlands seit 1945 im Vergleich mit UK, USA und jetzt auch China gefunden.

Nach dem 2. Weltkrieg wurden die genial-schöpferischen Entwicklungen und Entdeckungen in Naturwissenschaft und Technik vor allem in UK, USA und Rußland geleistet.

Stephen Weinberg, Stephen W. Hawking, Martin Rees, Paul Davies, Lisa Randall, James Watson, Francis Crick, John Craig Venter, George Church und Nick Bostrom sind nur einige der vielen angelsächsischen Forscher, die für ihre bewundernswerte kontinuierliche genial-schöpferische Lebensleistung bekannt sind.

In UK, Rußland und USA wurden die Multiversum-Modelle entwickelt und galten in Deutschland für Jahre als verrückt und wurden ignoriert.

In UK, USA und China werden die Grundlagen für Human HighTech Eugenics und Human Enhancement entwickelt, sind aber in Deutschland verboten. Es ist zu betonen, daß besonders chinesische Forscher in USA und China wie Luhan Yang, Feng Zhang und Guoping Feng sehr gute Fortschritte machen.

In USA, UK, Rußland und China ist man offen für Mondstationen (Obama konnte sie nur bis Ende 2016 verhindern) und Asteroidenmissionen, aber in Deutschland galten sie als SF-Spinnerei, auch bei Wissenschaftlern in einschlägigen Forschungsinstituten. Das hat sich erst 2017 geändert, als Johann Dietrich Börner die Leitung der ESA übernahm. Nun träumt man auch bei der ESA vom Monddorf.

Symptomatisch für die Einstellung zur Spitzenforschung in Deutschland: Als Steven Weinberg sein Buch „die ersten 3 Minuten“ 1973 publiziert hatte und es auch in Deutschland erschienen war, äußerte sich so mancher gestandener Physiker in Deutschland sehr mißmutig darüber und zeigte bei Vorträgen über dieses Buch deutlich seinen Widerwillen.

Das erinnerte irgendwie an die 1920er Jahre, als Niels Bohr und Albert Einstein ihre jeweiligen neuartigen, der Klassischen Physik völlig widersprechenden Vorstellungen publiziert hatten, Niels Bohr in der Atomphysik und Albert Einstein mit seinen beiden Relativitätstheorien.

Nun ja, bei Steven Weinberg (jüdischer Abstammung) warf man ihm nun nicht eine jüdische Physik vor, aber warum taten sich die deutschen Physiker so schwer mit der entstehenden Quantenkosmologie und mit Multiversum-Vorstellungen – obwohl deutsche SF-Autoren schon in den 1960er Jahren in diese Richtung weisende Vorstellungen in sehr guten SF-Romanen oft ausführlich und sehr ideenreich publiziert hatten ?

Schon 1960 hat Donald Wollheim in der Serie „TERRA ASTRA“ die Entstehung eines Universums in einem anderen Universum beschrieben, und in der Weltraumserie „Perry Rhodan – der Erbe des Universums“ wurden schon in den frühen 1960er Jahren wesentliche Züge der heutigen Multiversum-Vorstellungen vorweggnommen.

Die Neigung zur unkreativen und unflexiblen Feld-, Wald- und Wiesenphysik zeigte sich also kaum bei deutschen SF-Autoren, wohl aber bei den institutionalisierten Wissenschaftlern – ein Erbe des Idealismus in Deutschland oder bewußt gewollt von den Politikern als völlig falsch verstandene Entnazifizierung, z.B. im Gefolge von Reeducation und Democratic Education und der Aktionen der 1968er ?

Es gibt eine gewisse Parallele zu den öffentlich weit verbreiteten Raketenträumen in den 1920er Jahren nach dem 1. Weltkrieg, als der Student Johannes Winkler den „Verein für Luft- und Raumschiffahrt“ 1927 gründete, aber die Universitäten das Buch von Hermann Oberth „Mit der Rakete zu den Planetenräumen“ voll Entrüstung ablehnten.

Man kann an der Literatur über Jahrzehnte nach dem 2. Weltkrieg die Spuren von Headhunting und Wiedererwachen von Idealismus und Rosenkreuzertum in Deutschland verfolgen. Es gab zwar schon in den 1960er Jahren sehr viele gute SF-Romane oder Zukunftsromane von deutschen SF-Autoren, in denen wirklich gute Gedanken diskutiert wurden, aber die Wissenschaftler und Universitäten schliefen.

Auch Ingenieure und Forscher der ersten Reihe wie Wernher von Braun und Fred Hoyle haben übrigens gute SF-Romane geschrieben.

Es sind immer die Schriften und Bücher der fortschrittlichsten Forscher und Wissenschaftler zu konsultieren: Stephen Weinberg, Stephen W. Hawking, Martin Rees, Paul Davies, Lisa Randall, George Church und Nick Bostrom sind nur einige der vielen angelsächsischen Forscher, die für ihre bewundernswerte kontinuierliche genial-schöpferische Lebensleistung bekannt sind. Von 1830 bis 1945 galt das auch für deutsche Forscher, nachdem es Alexander von Humboldt um 1827 gelungen war, die Idealisten und Rosenkreuzer zu entmachten.

Werner Heisenberg „Der Teil und das Ganze“, „Schritte über Grenzen“, 1955

Manfred Eigen "Stufen zum Leben" Piper Verlag 1987

Francis Crick "Ein irres Unternehmen" 1988, Verlag R. Piper

Richard Leakey "Vom Ursprung des Lebens"

Charles Darwin "Über die Entstehung der Arten durch natürliche Selektion" 1859

Jane Goodall "The Chimpanzees of Gombe"

Donald Johanson/Maitland Eder "LUCY", 1988

Andrei Linde "Elementarteilchen und inflationärer Kosmos" 1993 (1990)

Paul Davies "Die Urkraft" Rasch und Röhring, 1987

Albert L. Lehninger "Biochemie", Walter de Gruyter 1987, 1994

P.C.W. Davies/J.R. Brown "Superstrings" Birkhäuser Verlag Basel 1989 (1988)

Heinz R. Pagels "Die Zeit vor der Zeit" Verlag Ullstein GmbH 1987 (1985)

Leon M. Lederman, David N. Schramm "Vom Quark zum Kosmos" Spektrum der Wissenschaften Verlagsgesell. 1990 (1989)

Michael White, John Gribbin "Stephen Hawking" (1992) Rowohlt GmbH 1994

Stephen W. Hawking "Eine kurze Geschichte der Zeit" (1988) (weltweit mehr als zehnmillionenmal verkauft)

Steven Weinberg "Die ersten drei Minuten" Deutscher Taschenbuch Verlag dtv 1986 (1977)

Andrei Linde „Elementarteilchentheorie und inflationärer Kosmos“ 1990

Steven Weinberg "Der Traum von der Einheit des Universums" (1992) Goldmann-Verlag 1993

John Archibald Wheeler "Gravitation und Raumzeit" Spektrum der Wissenschaft Verlagsgesellschaft 1991 (1990)

John Gribbin, Martin Rees "Ein Universum nach Maß" Birkhäuser Verlag 1991 (1989)

Kip S. Thorne „Gekrümmter Raum und verbogene Zeit“ 1994 (1993)

Martin Rees „Vor dem Anfang“ (1997)

Alan Guth „Die Geburt des Kosmos aus dem Nichts“ (1997)

Stephen W. Hawking "Illustrierte kurze Geschichte der Zeit" (1996)

Stephen W. Hawking "Das Universum in der Nußschale" (2001)

Lisa Randall „Verborgene Dimensionen. Eine Reise durch den extradimensionalen Raum.“ 2006

George Church „Regenesis“, 2012

Nick Bostrom „Superintelligence“, 2014

Es gibt auch gute Bücher von Wissenschaftsjournalisten

  1. David Peat "Superstrings" Hoffmann und Campe 1989 (1988)

Dennis Overbye "Das Echo des Urknalls" Droemersche Verlagsanstalt 1991

Ferner gibt es die guten SF-Romane oder Zukunftsromane, in denen oftmals wirklich gute Gedanken diskutiert werden. Auch Wernher von Braun und Fred Hoyle haben sich in diesem Genre sehr erfolgreich versucht.

Es gibt noch viele weitere gute Autoren wie Norbert Wiener und Julian Schwinger.

Es wiederholt sich seit etwa 2012 im Umfeld von HGP-write, Human Enhancement, Human Brain Upgrading und Germline Editing das, was ab 1970 bei Astrophysik und Kosmologie geschehen war, und zwar ein Nichtwollen von Politikern, Journalisten, Wissenschaftlern, Institutsleitern und Professoren in Deutschland, daß auch in Deutschland wieder echte Spitzenforschung geleistet wird wie von 1827 bis 1945 und in USA und UK nach 1945.

Man gibt sich erstaunlicherweise in Deutschland auf ganz breiter Front damit zufrieden, eben nicht genial-schöpferisch wie die großen angelsächsischen, russischen und jetzt auch chinesischen Forscher zu sein.

Wie ab 1970 bei Astrophysik und Kosmologie verschläft man gegenwärtig in Deutschland die Entwicklungen auf den Gebieten HGP-write und Human Enhancement, Synthetischer Biologie und Human Eugenics, also auf dem Gebiet der Industriellen Revolution 5.0, und das sind ganz grandiose Entwicklungen, denn man kann von ihnen schon binnen weniger Jahrzehnte die Erfüllung uralter Menschheitsträume erhoffen, z.B. nicht nur bei Menschen

  • den Altersverfall zu verhindern und sogar rückgängig zu machen,
  • die Widerstandsfähigkeit gegen Viren, Prionen, Bakterien … beliebig zu steigern,
  • die Embryonen auf genetische Defekte zu überprüfen und gegebenenfalls gentechnisch sofort zu reparieren,
  • die genetischen Anlagen sehr zu verbessern durch einen leistungsfähigeren Körper, bessere und auch neue Sinne, sehr viel höhere Intelligenz und höhere sittlichethische Verhaltensweisen … 
  •  

Es sind dumm-anthropozentrische und altmodisch-atavistische Menschen, die sich gegen diese wunderbare und hoffnungsvolle Entwicklung stellen, nämlich gegen die beschleunigte Evolution der Hominiden unter ihrer eigenen Regie auf künstlich-technischem Wege zu weit höher stehenden Formen, die nicht altern und nicht krank werden, nichts Böses tun und vor allem nicht töten und nicht morden ...  

Es ist eine Abschätzung dafür interessant, wie sich die Populationen in den Nationen der Erde entwickeln werden, die fortschrittlich mit HGP-write, Human Enhancement, Human Brain Upgrading … umgehen oder nicht. Weil die gentechnisch in das Genom des Menschen editierte

  • Reduzierung der Anlagen zu Krankheiten, Krebs und Altersverfall und
  • Verbesserung körperlicher, charakterlicher und geistiger Fähigkeiten

vererbbar sind und somit an die nächste Generation weitergegeben werden können, werden sich diese in das Erbgut eingebauten Verbesserungen allmählich in den Populationen der Staaten anreichern, die daran teilhaben, und das sind USA, England und vor allem China, das schon 2017 mit Reihenversuchen an menschlichen Embryos begonnen hat, die bald darauf in den USA mit verbesserten Ergebnissen wiederholt worden sind.

Genau diese Chance zum Teilhaben am Fortschritt veranlaßt die US-Regierung dazu, die Biohacker-Szene nicht zu sehr zu gängeln. Als Biohacker werden Leute ohne wissenschaftliche Ausbildung und Qualifikation bezeichnet, die vor allem an sich selber Experimente durchführen. Heutzutage können sich alle Leute, die gut bezahlen, von Firmen DNA-Stücke (Parts) bestimmter Funktion zuschicken lassen. Biohacker werden auch als DIY-Biologen bezeichnet (DIY = Do it yourself).

Die Regierung der USA will nun auf keinen Fall ein Regelwerk erlassen, das die Innovation intelligenter Leute behindert. Die Gesetze zur Steuerung biotechnologischer Experimente sind über Jahrzehnte nicht wesentlich geändert worden, so daß sich die Überwachung und Regulierung neuer Technologien auf ein veraltetes Regelwerk stützt.

Das FBI ist aber dazu übergegangen, mit den vielen Gruppen der Biohacker in Kontakt zu treten und diese zur Selbstkontrolle anzuhalten. Der Biohacker, der notwendige Vorschriften nicht befolgt, verliert in diesen Gruppen seine Mitgliedschaft. 

Es gibt aber auch warnende Stimmen wie die von Professor George Church, der vor der Herstellung pathogener Viren durch Biohacker (DIY-Biologen) gewarnt hat: “Jeder der sich auf dem Gebiet der Synthetischen Biologie betätigt, sollte unter Beobachtung bis Überwachung stehen und jeder, der dazu gar keine Lizenz hat, ist verdächtig”.

Biohacker werden auch als DIY-Biologen bezeichnet (DIY = Do it yourself).

Die Gesetze in Europa, USA und anderen Staaten beziehen sich meistens auf genetisch modifizierte Objekte (GMOs). Die Regeln für das Arbeiten auf dem Gebiet der Synthetischen Biologie sind also nicht speziell für Genom Engineering geschaffen worden und eher aus Gewohnheit von anderen Bereichen übernommen worden. Speziell ungeeignet sind sie für die Anwendung neuer Geneditierungstechnologien wie CRISPR/cas9.

Deutschland geht nach Ansicht US-amerikanischer Forscher einen ganz falschen Weg, wenn es Genom Engineering außerhalb bestimmter Labors streng unter Strafe stellt, z.B. mit 3 Jahren Gefängnis. Man benötigt ein Regelwerk, aber es muß beim Genom Engineering unterschieden werden zwischen potentiell gefährlichen Experimenten und sicheren Experimenten. Man darf nicht potentiell interessierte Forscher außerhalb der Mainstream-Labors abschrecken, und man darf nicht Innovationen verhindern oder die Öffentlichkeit vor Synthetischer Biologie ängstigen, etwa indem man sie als obskure und gefährliche Forschungsrichtung hinstellt.

Auch in den USA wenden sich kirchliche Prediger heftig gegen alle Verfahren, mit denen man Babies mit Hilfe von Technologie macht, also auch gegen In Vitro Fertilization (IVF), die aber schon seit Jahren in den USA sehr verbreitet ist. Noch größer ist ihr Widerstand gegen die gentechnische Verbesserung des Menschen mit dem Vorwurf, daß diese neuen Technologien künftige Generationen beeinflussen werden. Das menschliche Erbgut sei aber heilig und seine Editierung verletze Gottes Plan vom Menschen.

Auch der Vatikan hat sich eingeschaltet und es finden gegenwärtig Diskussionen über die moralischen Aspekte dieser neuen Technologien in Rom statt, und dabei ist auch der Harvard-Gentechniker George Church, der wesentlich dabei mithalf, während des Projekts HUGO von 1990 bis 2004 das komplette menschliche Genom zu sequenzieren. Er will seit dem 2.6.2016 zusammen mit Kollegen das menschliche Genom mit Hilfe der CRISPR-Technologie synthetisch herstellen, um den medizinischen Fortschritt voranzubringen.

Gegenwärtig aber wendet sich die Katholische Kirche vehement gegen die Synbio-Techniken zur gentechnischen Verbesserung des Menschen. George Church behält die Ruhe und meint, daß die Kirche die neuen Gen-Editierungs-Technologien irgendwann genauso anerkennen wird wie damals bei Kopernikus, Galileo, Darwin … deren Ideen.

Diese ganze Geschichte erinnert an die Audienz von Stephen W. Hawking beim Papst Jahrzehnte zuvor, als der Papst wissen wollte, wo in dessen Theorien noch Platz für Gott bei der Schöpfung des Universums geblieben sei. Die führenden Kosmologen waren zu der Meinung gekommen, daß die Feinabstimmung der Naturkonstanten auf 1 zu 1060 beim Urknall durch die Inflation geleistet worden sei (Martin Rees). Hawking formulierte klar: Gott war für die Erschaffung unseres Universums nicht notwendig gewesen.

Bei der gentechnischen Verbesserung des Menschen (Human Enhancement) sehen wir auch hier, daß für die Erschaffung des neuen Menschen Gott nicht notwendig sein wird.

Die Industrielle Revolution 5.0 führt im Sinne der Transhumanisten über den Menschen hinaus: John Craig Venter meint, daß mit HGP-write die Ablösung des Menschen durch höher entwickelte „Menschen“ zwangsläufig kommen wird wie auch das Verschwinden der natürlichen Menschen, also von uns.

Das mag in Jahrtausendfrist schon Geschichte sein, und wenn man vernünftig ist, sollte man das nicht nur akzeptieren, sondern auch aktiv herbeizuführen suchen.

Es gibt den Spruch: „Wenn man einen Teich trocken legen will, darf man nicht die Frösche fragen.“ Dieser Spruch gilt sinngemäß auch für die Menschen.

Wenn man die Menschen durch eine sittlich-ethisch höhere Species ersetzen will, so daß das Morden der Menschen untereinander und gegenüber der Tier- und Pflanzenwelt beendet wird, darf man nicht die Menschen fragen.

Im Verlauf der erhofften transhumanistischen Entwicklungen mögen die Forschungen bei HGP-write uns dazu befähigen, nicht nur beim Menschen den Altersverfall zu beenden, das Auftreten beliebiger Krankheiten zu verhindern, die Menschen körperlich und geistig leistungsfähiger zu machen, das Böse aus der Psyche des Menschen restlos zu entfernen …

Die restriktive und rückwärts gewandte Forschungspolitik in Deutschland ab 1945 im Rahmen von Reeducation und Entnazifizierung wurde durch die 1968er-Bewegung extrem verstärkt und im Laufe der Jahrzehnte zur herrschenden Doktrin in den deutschen Bundesregierungen. Das waren sehr schädliche Nachwirkungen aus der Herrschaftszeit der Nationalsozialisten unter Adolf Hitler von 1933 bis 1945 mit deren vielen Kapitalverbrechen.

Der Kampf gegen die deutsche Kleinfamilie als Nachschubsystem für die Nationalsozialisten wurde 1936 im Buch von Max Horkheimer „Autorität und Familie“ mit wesentlichen Beiträgen von Erich Fromm und Herbert Marcuse vorgegeben und die Deutschen- und Technikfeindlichkeit wurde im Buch „Dialektik der Aufklärung“ 1942 bis 1944 durch Max Horkheimer und Theodor Wiesengrund-Adorno im Exil formuliert (als Kritische Theorie der Frankfurter Schule), und diese wurde zum Programm der 1968er. Sie transportierten Nöte, Leiden, Schmerz und Irrtümer aus der Nazi-Zeit in die Nachkriegszeit, also in das nächste Zeitalter, und weiterhin werden Deutschen- und Technikfeindlichkeit im Sinne von „Autorität und Familie“, „Dialektik der Aufklärung“ und dem Buch von Herbert Marcuse von 1964 „Der Eindimensionale Mensch“ nicht nur in deutschen Hörsälen und einschlägigen Parteiseminaren gelehrt. Mit der Industriellen Revolution 5.0 wird eine Lösung aller damit verbundener Probleme sichtbar und möglich.

 

 

Fortschritte in Synthetischer Biologie

Quellen:

Bitte googeln unter

- „news gclab“, „george church“, „craig venter“, „luhan yang“, „feng zhang“, „guoping feng“

- „news“ „synthetic biology“

- „news“ „bioengineering“

- „news“ „biotechnology“

Schlagworte:

human genome engineering, human brain upgrading, human DNA editing, human genome editing, genomics, human genome repair, Center of Excellence of Synthetic Biology

Terminologie bei Genome Engineering, Bioengineering …:

Die Forscher auf dem Gebiet der Synthetischen Biologie (Synbio) sind dazu übergegangen, sich in ihren Bezeichnungen für Synbioprodukte an die Denkweise der Elektrotechniker beim Bau von Schaltkreisen und Geräten anzulehnen:

Part                            Meist synthetisch erzeugter kurzer DNA-Strang

Device                                   Oft ein Genom, in das der Part eingefügt werden soll

Circuit                                   Oft eine Zelle, in die das Device eingefügt werden soll

Programmieren        Einen Genom gentechnisch verändern in Richtung einer bestimmten Funktion

Genomics                 Streng genommen eine Schöpfung von John Craig Venter 2007 mit seiner Herstellung eines synthetischen Bakteriengenoms Mycoplasma genitalium JCVI-1.0.

2010 hat sein Team die erste synthetische Lebensform erschaffen – eine synthetische Kopie von dem Rinder-Bakterium Mycoplasma mycoides, bezeichnet als JCVI-syn 1.0.

Literatur       

Beim Googeln unter „news gclab“ erscheint eine Liste von auch für Laien verständlichen Publikationen über GP-write und HGP-write, wobei die neuesten Publikationen jeweils ganz oben stehen. Sie wird von Harvard Medical School, Mass., USA, unter Leitung von George Church alle paar Tage gewartet und öffentlich zur Verfügung gestellt.

In der Kopfzeile der Webseite von „news gclab“ findet man auch ein Feld für wissenschaftliche Publikationen, und die dort angegebenen Publikationen machen einem sofort klar, daß man die Synthetische Biologie in englischer Sprache studieren muß.

Es ist keineswegs so, daß jeder Forscher für GP-write seine Publikationen kostenlos zur Verfügung stellt. Das machen zwar George Church und Luhan Yang, aber Publikationen von anderen Gentechnikern muß man käuflich erwerben.

Jeder Leser in Deutschland kann sich das Nachrichtenmagazin “Harvard Medicine News” (herausgegeben von der Harvard Medical School) per Email kostenlos zuschicken lassen. Die Berichte darin sind sehr ausführlich.

Interessante Quellen in deutscher Sprache zur Synthetischen Biologie findet man bei „Spiegel online“ und „Focus online“.

http://engineeringbiologycenter.org/

Von der Internetseite www.aionik.de kann man kostenlos herunterladen:

  • HGPwrite – Neukonstruktion des Menschen – Konstruktion von Androiden
  • Fortschritte in Synthetischer Bioplogie
  • Die Industrielle Revolution 5.0
  • Die Industrielle Revolution 6.0

In diesen Büchern findet man viele Artikel, die der Autor englischsprachigen Quellen entnommen hat. Weil wissenschaftliche Artikel schon nach wenigen Monaten von neuen Forschungsergebnissen überholt sein können, dienen sie in den aufgeführten Schriften nur als Vorlagen und sind nicht wörtlich, sondern sinngemäß übersetzt und gegebenenfalls ergänzt oder gekürzt. Erscheint die Formulierung im englischen Originaltext als wichtig, wird sie der Übersetzung beigefügt.

19  Unhistorische Russenphobie

An die Stelle der unintelligenten Russenphobie muß die Zusammenarbeit mit der Russischen Föderation treten - Rußlandphobie ist unhistorisch, denn die militärischen Überfälle fanden von Frankreich und Deutschland auf Rußland statt und nicht umgekehrt.

Es kann nicht so einfach hingenommen werden, daß in der EU die Politiker durch falsche Politik und die Journalisten durch Hetze gegen Rußland erreicht haben, daß nach 1991, dem Ende des Kalten Krieges, wieder mit Nuklearwaffen bestückte Mittelstreckenraketen auf Städte in Westeuropa zielen.

Haben die Politiker und Journalisten in der EU nichts aus dem Kalten Krieg gelernt ?

In Bezug auf die Bücher

  •  „Regenesis: How we reinvent Nature and Ourselves“, 2012, von George Church und
  • Ed Regis,
  • „Life of the Speed of Light“, 2013, von John Craig Venter, und
  •  „Superintelligence“, 2014, von Nick Bostrom,

wird hier vorgeschlagen, im Sinne des Statements des Organisationskommittees vom Second International Summit on Human Genome Editing in China am 28.11.2018 ein internationales Projekt als Teilprojekt von HGP-write aufzulegen, das die gentechnische Veredelung des Menschen zum Ziel hat.

David Baltimore sagte am Schluß dieses Summits am 29.11.2018: "Die Fortschritte in den letzten 3 Jahren und die Diskussionen auf unserem jetzigen Treffen … machen erforderlich, daß es an der Zeit ist, für klinische Menschenversuche einen verpflichtenden und verantwortungsvollen Überbrückungsfahrplan (translational pathway) festzulegen. Damit würden Standards festgelegt für

  • vorklinische Beweisaufnahme und Genauigkeit der Geneditierung,
  • Nachweis der Kompetenz des Personals für diese klinischen Versuche,
  • Garantieren von professionellem Verhalten und
  • starke Partnerschaften mit Patienten und Gruppen von Anwälten der Patienten."

Benötigt wird dafür eine große Menge an Daten über Genomsequenzierungen sehr vieler Menschen. Hierfür wird auf die entsprechende Datenbank von Prof. George Church, Harvard und MIT, in Boston, Mass., USA, verwiesen.

Dieses Projekt sollte im Sinne von HGP-write international geführt werden, und es sollte auch Rußland eng eingebunden werden. Der russische Regierungschef Wladimir Putin hat ein Förderprogramm für gentechnische Entwicklung im Umfang von 2 Milliarden US$ aufgelegt. Dies Projekt könnte auch dazu dienen, die in den letzten Jahren verschärften Fronten zwischen West und Ost in Richtung eines neuen Kalten Krieges wieder aufzuweichen und einen endgültigen Frieden bringen, denn was sollen die gentechnisch veredelten Superhumans von den Menschen denken, wenn diese ihre Welt mit Nuklearwaffen zu vernichten drohen ?

HGE   Human Germline Editing

            Human Genome Editing plus Implantation für Schwangerschaft

WGS  Whole Genome Sequencing

Es ist bedeutend besser, wenn die Arbeiten zu HGE in der Öffentlichkeit stattfinden, als wenn die Forscher in den Untergrund abgedrängt werden.

Es wird ferner immer Staaten, geben, die sich an kein HGE-Moratorium halten werden.

 

News GCLab: npr 23.6.2019

Ein russischer Biologe wünscht die Erschaffung von mehr geneditierten Babies

Rob Stein, 21.6.2019

HGE   Human Germline Editing

Weitere Meldungen zu diesem Thema:

Jason Pontin 8.7.18: Gentechnische und ethische Aspekte zur Anpassung des Menschen an den Mars – Pläne nicht nur der NASA. Ernsthafte Biologen – einige davon arbeiten bei der NASA – fragen, ob der Mensch gentechnisch an Weltraumflüge angepaßt werden könnte, was grundlegende Fragen über Verantwortlichkeiten und Pflichten in der nächsten Evolutionsphase der Menschheit aufwirft. Andere Wissenschaftler schlagen vor, Astronauten photosynthesefähig zu machen, oder die Persönlichkeiten der Raumfahrer so zu verändern, so daß sie sich furchtlos für die Raummission vorbereiten, weil sie wissen, daß dies ihre wahre Bestimmung ist. Fakt ist, daß die Menschen für das Verlassen der Erde gentechnisch angepaßt werden müssen. Hier gibt es natürlich u.a. politische und ethische Fragen.

Wladimir Putin hat sich ebenfalls positiv zur späteren gentechnischen Anpassung des Menschen geäußert, und zwar sprach er in einem Vortrag von der Möglichkeit, durch Gentechnik völlig furchtlose Soldaten herzustellen - irgendwie geneditierte Supersoldaten.

2 Chinese Babies With Edited Genes May Face Higher Risk Of Premature Death.

First U.S. Patients Treated With CRISPR As Human Gene-Editing Trials Get Underway.

Es ist bekannt, daß der Mentor von dem chinesischen Forscher Dr. He Jiankui (der mit den CRISPR-Babies) an der Universität von Stanton Anfragen aus dem Ausland erhalten hat, ob man ihnen bei der Geneditierung von Embryonen mit späterer Implantation helfen kann.

In USA ist gegenwärtig HGE glaubhaft verboten, in China gibt es offiziell das Verbot, aber es gibt die Vermutung, daß Dr. He Jiankui keineswegs der „rogue“ Scientist gewesen ist, der abseits vom Mainstream und völlig ohne jede Kenntnis der Regierung und Universität sein CRISPR-Experiment mit den 2 Zwillingsmädchen durchgeführt hat. Es ist also durchaus möglich, daß nicht nur in China an HGE geheim geforscht wird wie ehemals bei Kernwaffen und Interkontinentalraketen. Dann könnte es sein, daß die ersten staatlich genehmigten CRISPR-Babies in UK, Rußland, Nordkorea oder Saudi-Arabien geschaffen werden.  

Die CRISPR-Technologie gibt bereits heute Wissenschaftlern die Mittel für präzise Veränderungen an der DNA in die Hand, und das könnte zu einer revolutionierenden Entwicklung auf dem Gebiet der Vermeidung und Heilung von Krankheiten führen.

Hinweis: Die CRISPR-Cas-Technologie gilt bei vielen führenden Gentechnikern heute noch nicht als ausgereift – und auf wen sollte man hören wenn nicht auf Spitzenforscher wie Feng Zhang und Emmanuelle Charpentier. Allerdings wird deren Aufruf zu einem 5-jährigen HGE-Bann wiederum von anderen Spitzenforschern wie George Church und Jennifer Doudna kritisiert. Gegenwärtig laufen Entwicklungen in UK, HGE zur Verhinderung von Krankheiten auf Empfehlung der Nuffield-Conference zu erlauben. 

Die Herstellung von CRISPR-geneditierten Babies wird allgemein international als zu voreilig, unverantwortlich und unethisch eingestuft, aber ein russischer Wissenschaftler fordert nun, daß mehr gentechnisch veränderte Babies hergestellt werden sollten.

Denis Rebrikov, Molekularbiologe, leitet ein Geneditierungslabor am Kulakov National Medical Research Center for Obstetrics (Geburtshilfe), Gynecology and Perinatology in Moscow, und der behauptet, daß er eine sichere und deshalb akzeptable Methode zur Herstellung geneditierter Babies gefunden habe. Rebrikov zu NPR während seines ersten Rundfunkinterviews: "Wie kann es unethisch sein, gesunde Babies anstatt kranken Babies zu machen ? Warum ? Warum soll das unethisch sein ?"

Rebrikov möchte für IVF Embryos genomeditieren als Schutz gegen HIV-Infektion, also mit anschließender Implantation als HGE-Regelfall. Wie Dr. He Jiankui möchte Rebrikov das Gen CCR5 auf eine natürlich vorkommende Variation abändern, die gegen HIV-Infektion schützt. Rebrikow: "Der wesentliche Grund ist, daß man garantieren kann, daß das geneditierte Baby HIV-negative ist.

Damit will Rebrikow genau dasselbe tun, was dem Chinesen Dr. He Jiankui nach der Bekanntgabe seines Experiments zur Herstellung der ersten beiden geneditierten CRISPR-Babies am 28.11.2018 von der Science Community so verübelt worden ist. Das führte zum Ruf nach einem HGE-Moratorium bis zu der Zeit, wenn das sicher getan werden kann und auch als notwendig erscheint.

Hinweis: Dieses HGE-Moratorium soll mindestens 5 Jahre gelten.

Rebrikov betonte, daß seine Forschung ergeben hat, daß es möglich ist, präzise genetische Veränderungen an dem Genom von Embryos durchzuführen, und zwar mit der umstrittenen Geneditierungstechnik CRISPR. Er behauptet, daß er die Sicherheit nachweisen konnte durch Vergleich der DNA der editierten Embryos mit der nichteditierten DNA der Paare, die sie gezeugt haben.

Rebrikov, auch Forscher am Pirogov Russian National Research Medical University in Moscow: "Meine Experimente zeigen, daß das Verfahren sicher ist, und das konnten wir auch beweisen."

Die beiden CRISPR-Babies von Jiankui hatten einen HIV-positiven Vater.

Rebrikov weist auf das Problem der medizinischen Notwendigkeit für einen HGE-Eingriff hin, um Babies HIV-immun zu machen: Dieser ist eher gerechtfertigt, wenn die Mutter HIV-positiv ist und nicht auf antivirale Medikamente reagiert. Deren Kinder sind hochgradig gefährdet, von der Mutter mit HIV angesteckt zu werden.

Rebrikov möchte vor den ersten klinischen Versuchen noch weitere Experimente zur Bestätigung seiner Methode durchführen, und er muß auch erst die Genehmigung der russischen Regierung abwarten. Rebrikov sagt, daß er schon 2 HIV-positive Mütter gefunden hat, die daran interessiert sind, geneditierte Babies zu bekommen.

Rebrikov möchte innerhalb einiger Monate nach der Genehmigung ersuchen, aber wie stehen seine Aussichten ? Rebrikov hat zuerst im Magazin Nature über seine Pläne berichtet und dabei noch betont, daß er geneditierte Babies auch zu anderen Zwecken herstellen möchte, z.B. zur Verhinderung von Blindheit bei den Babies.

Vordergründige ablehnende Äußerungen von russischen Wissenschaftlern und Politikern:

Sergey Kutsev, leitender Gentechniker und Ethiker am Russian Ministry of Health, äußerte NPR gegenüber seine erheblichen Zweifel, daß die Regierung das Experiment von Denis Rebrikov zum gegenwärtigen Zeitpunkt gestatten wird. Kutsev bezweifelt Sicherheit und Nützlichkeit einer noch nicht ausgereiften HGE-Technologie, denn der HGE-Eingriff kann auch unbeabsichtigte Mutationen bewirken, die später zu Krebs oder anderen Krankheiten führen, und diese Mutationen würden an die Nachkommen der Babies später weiter gegeben. Das schließt gegenwärtig eine solche klinische HGE-Anwendung aus.

Shoukhrat Mitalipov, Wissenschaftler an der Oregon Health & Science University, bemängelt, daß die zur Verfügung stehenden Daten zu mangelhaft sind. Er war der erste Forscher, der präzise CRISPR-Genomeditierung an menschlichen Embryos durchgeführt hat.

Dieter Egli, Wissenschaftler an der Columbia University, hat sich ebenfalls damit beschäftigt, das Genom von menschlichen Embryos auf sicherem Wege zu editieren und meint dazu: "Es ist ja schön und gut, Designer Babies erschaffen zu wollen, aber dazu kann man nur sagen: Gegenwärtig ist die Genomeditierungstechnologie dafür nicht ausgereift genug.“

Viele Wissenschaftler und Bioethiker halten das Vorhaben von Rebrikov auch aus folgendem Grund als unethische: Es ist medizinisch nicht notwendig, weil es bereits andere Verfahren gibt, um die HIV-Infektion zu verhindern, und das gilt auch für etliche genetisch bedingte Krankheiten. Die Frage ist immer zu klären: Wiegen die Risiken die möglichen Vorteile auf ?

  1. Alta Charo, Bioethiker an der University of Wisconsin-Madison, der die World Health Organization (WHO) dabei berät, die ethischen Vorgaben für HGE zu formulieren: "Meine größte Sorge ist, daß jemand ein geneditiertes Baby zur Welt bringt, das wegen seiner Editierungsfehler leidet, also nur, weil er mit CRISPR-Cas herumspielen wollte."

Jedoch teilt Charo die Ansicht vieler Forscher (darunter ist Jennifer Doudna), daß einstmals HGE sicher und angemessen dafür ist, daß man durch HGE an Embryos verhindern will, daß sie als Babies genetisch bedingte sehr schlimme Krankheiten haben. Jedoch heute noch ist es viel zu vorzeitig, das zu tun, weil HGE noch nicht technisch voll ausgereift und sicher ist, und dann ist es erforderlich, vor der HGE-Anwendung breite öffentliche Debatten über Ethik und Moral von HGE zu führen.

Charo: "Wissenschaftler dürfen sich nicht verantwortungslos verhalten und Experimente zu HGE in Cowboy-Mentalität durchführen, denn dadurch wird sonst dieser Technologie der Ruch der Verantwortungslosigkeit gegeben und das würde zu Überreaktionen der Gesetzgeber und anderer Regierungsinstitutionen führen. So etwas kann leicht überflüssige bis forschungsfeindliche Verbote bewirken, die höchst unerwünscht und auch unweise wären."

Eine interessante Deutung für den Vorschlag von Rebrikov bringt Konstantin Severinov, russischer Wissenschaftler, der an der Rutgers University in New Jersey und dem Skolkovo Institute of Science and Technology in Moscow arbeitet: „Dieser Vorschlag zu HGE von Rebrikov ist nur ein Trick, um von der russischen Regierung Forschungsgelder zu erhalten, denn da gibt es eine Ausschreibung im Wert von 2 Milliarden US$ für Forschungsprojekte, die die russische Gen-Forschung befeuern. Durch Vorschläge wie diese von Rebrikov betreibt man zwar häßliche Propaganda, aber diese PR für ein HGE-Projekt kann durchaus Aufmerksamkeit bringen.“

George Church, prominenter Stargentechniker an der Harvard University, vertritt wie viele andere Forscher zwar HGE-Forschung, aber mit der nötigen vorsichtigen Zurückhaltung, weil mit neuen Technologien immer Risiken verbunden sind: "Hier ist extreme Vorsicht und Genauigkeit bei der Überprüfung der Methoden angebracht, jedoch ist klar, daß in der HGE-Technologie ein großes Potential steckt. Aber auch wenn wir die Risiken und Wohltaten der HGE nicht exakt beschreiben können, sollten wir HGE nicht ausschließen und statt dessen vorsichtig weiterforschen, ob da wirklich etwas ist, was HGE verbietet."

Es gibt andere Wissenschaftler, die weitere Gründe anführen, um von HGE-Anwendungen abzuraten, und zwar meinen die, daß sogar dann, wenn Rebrikov seine Genomeditierung zur Behebung von genetisch bedingten Defekten hinbringt, das dazu führen könnte, daß HGE auch für andere Zwecke eingesetzt wird, vor allem für Human Enhancement.

Fyodor Urnov vom University of California's Innovative Genomics Institute: "Die größte Gefahr liegt darin, daß das uns irgendwie in Richtung Human Enhancement führen könnte, die ich als absolut unethisch und unverantwortlich einstufe. Das könnte das Eingangstor zur Herstellung von Designer Babies sein."

Wir wissen heute noch nicht, ob die Herstellung von Designer Babies irgendwann möglich sein wird, und heute ist das garantiert nicht der Fall. Aber Rebrikov ist da sehr optimistisch, daß das irgendwann möglich sein wird und hält das für eine gute Idee: "Ich denke, daß dies der nächste Schritt in der Evolution der Menschheit ist. In Zukunft werden wir unsere Babies z.B. sehr viel intelligenter machen. Für mein Kind wünsche ich, daß es intelligenter wird, und vielleicht auch stärker und schneller."

GenomeWeb 8.8.2019

Ein neuer Plan für Human Germline Editing (HGE), nun in Rußland

Staff reporter 8.7.2019

HGE   Human Germline Editing

Der russische Forscher Denis Rebrikov, der ankündigte, daß er beantragen will, zu Ende 2019 die Genome von Embryos

  • zu editieren und
  • zu implantieren für Schwangerschaft,

erzählte der Gazette New Scientist, daß er gerne nun in Rußland HGE bei Embryos durchführen will, um sie vor einer schweren genetisch bedingten Krankheit zu schützen, Dafür hat er 5 Paare ausgesucht, bei denen beide Partner taub sind und die wünschen, daß ihre Kinder nicht gesund, also nicht taub sind und wie normale Kinder hören können.

Denis Rebrikov arbeitet am Kulakov National Medical Research Center for Kulakov National Medical Research Center for Obstetrics (Geburtshilfe), Gynecology and Perinatology in Moscow erzählte Nature News in der letzten Woche, daß er Experimente wie Dr. He Jiankui durchführen will, und zwar zu Ende dieses Jahres 2019. Die geneditierten Embryos werden für IVF dann wieder in die Mutter zur Schwangerschaft implantiert. Er will u.a. das CCR5 Gen editieren wie Jiankui.

Dr. He Jiankui hatte sein Experiment am 28.11.2018 bekannt gegeben und hatte viel Protest hervorgerufen. Man warf ihm vor, ohne medizinische Notwendigkeit das Risiko der Geneditierung bei den Embryos in Kauf genommen zu haben, sein Ziel der Immunität gegen HIV nicht bei beiden Zwillingen erreicht zu haben und sie empfänglicher für andere Krankheiten gemacht zu haben.

Am Ende des Second International Summit on Human Genome Editing in China am 29.11.2019 gab in einem Statement das Organizing Committee bekannt, daß in der Zukunft HGE durchaus gerechtfertigt sein könnte, und zwar müßten dann

  • die Risiken überschaubar sein und
  • eine dringliche medizinische Notwendigkeit

vorliegen. New Scientist merkt an, daß Rebrikov auch das Gen GJB2 in Embryos editieren will, um Kindern das Schicksal der Taubheit zu ersparen, aber Taubheit sei keine lebensbedrohende Krankheit.

Julian Savulescu, Bioethiker an der University of Oxford: "Die ersten klinischen Versuche zu HGE an Embryos oder Kindern dürfen nur bei denen gemacht werden, die nichts zu verlieren haben, die also eine durch ihren Genom bedingte tödliche Krankheit bekommen werden.

                                                                                                                     

Die Entwicklung zu HGE ist deshalb ethisch und politisch erheblich schwieriger geworden, weil Dr. He Jiankui am 28.11.2018 per Youtube und AP bekannt gab, daß er als erster Wissenschaftler zwei CRISPR-genom-editierte Babies erschaffen hat.

Gen-Editierungs-Meeting verreißen die Arbeit des Chinesen He Jiankui, aber sie fordern einen Fahrplan zu Menschenversuchen

Hong Kong, China, by Dennis Normile, 29.11.2018.

He Jiankui ist Associate Professor an der Southern University of Science and Technology in Shenzhen in China.

Am 28.11.2018 (Mittwoch) begann das 2. International Summit on Human Genome Editing in Hong Kong. Jennifer Doudna von der University of California, Berkeley (CRISPR-Pionierin von 2012 wie Emmanuelle Charpentier und Virginijus Šikšnys of Vilnius University in Lithuania), war Mitglied des Kommittees zur Organisation dieser Tagung.

Diese internationale Konferenz über Genomeditierung beim Menschen (human gene editing) wurde dominiert von der Neuigkeit, daß die weltweit ersten gentechnisch veränderten (genetically engineered) Babies vor kurzer Zeit geboren worden waren. Das wurde am Abend des 28.11.2018 (Mittwoch) bekannt gegeben und die Diskussion wurde am 29.11.2018 (Donnerstag) fortgesetzt und schließlich mit einem Statement der Organisatoren des Meetings beendet, in dem sie die Arbeiten von He Jiankui scharf verurteilten.

Der CRISPR-Pionier Feng Zhang vom Broad Institute in Cambridge, Massachusetts, hatte in einem Statement schon vorher am 26.11.2018 (Montag), gefordert: "Mit Blick auf den gegenwärtigen Stand der Genomeditierungstechnologie befürworte ich ein Moratorium gegen die Implantierung geneditierter Embryos …, bevor wir nicht einen sorgsam ausgedachten Satz von Anforderungen für solche Experimente ausgearbeitet haben.”

Jedoch gab es nach dem 28.11.2018 trotz aller Proteste doch keinen allgemeinen Ruf nach einem globalen Moratorium für ähnliche Experimente, wie das manche Wissenschaftler aber gehofft hatten und von Feng Zhang gefordert worden war. Statt dessen erklang der Ruf nach einem überbrückenden Fahrplan ("translational pathway") zu Menschenversuchen, wo versucht werden sollte, die ethisch zweifelhafte Technologie an Menschen in verantwortlicherer Weise durchzuführen.

In seiner sehr erregt diskutierten Studie hatte der chinesische Forscher He Jiankui von seinem Experiment berichtet, bei dem 2 Zwillingsmädchen geboren worden waren, deren Genom (durch Editierung mit CRISPR) so verändert worden war, daß das an deren Nachkommen weiter gegeben würde. Nun war aber auf dem 1. International Summit on Human Genome Editing in Washington, D.C., im Dezember 2015, verbindlich beschlossen worden: Solange nicht die Technologie hinreichend ausgereift ist und die Probleme um Wirksamkeit (efficacy), Ethik und gesetzlicher Regelung gelöst sind, ist es unverantwortlich, in irgendeiner Weise Germline-Editierung klinisch anzuwenden (clinical use of germline editing). Es dürfen also vorerst keine gentechnischen Veränderungen am Genom des Menschen gemacht werden, die an die nachfolgenden Generationen weitergegeben werden.

Der chinesische Forscher He Jiankui handelte genau gegen diese Übereinkunft von 2015 in Washington. Er veränderte ein Gen mit dem Namen CCR5 in der Hoffnung, daß die Babies und später deren Nachkommen resistent gegen HIV-Infektion sind. Nachdem die Neuigkeit heraus war, erschien gestern am 28.11.2018 (Mittwoch) He Jiankui bei einer speziellen Sitzung vom 2. International Summit on Human Genome Editing, um seine Arbeiten zu verteidigen und Fragen der bestürzten Kollegen zu beantworten. Er zog dann die Einladung zu einer 2. Sitzung (session) am nächsten Nachmittag (geplant für den 29.11.2018, Donnerstag) über Embryo Editing zurück.

Zwar haben viele Wissenschaftler und Ethiker fast einhellig die Arbeiten von He Jiankui verdammt als voreilig, unverantwortlich und nicht zu rechtfertigen, weil er die beiden Mädchen durch seine Geneditierung Langzeit-Risiken ausgesetzt hat, obwohl der klinische Nutzen im Erfolgsfall nur gering war, aber der weltweit bekannte und berühmte Gentechniker Professor George Church, Leiter des Labors an der Harvard Medical School von der Harvard University, meinte nach dem Bekanntwerden der Versuche von He Jiankui am 28.11.2018  zu Science, daß er sich verpflichtet fühlt, mehr Ausgewogenheit zwischen Befürwortung und Ablehnung solcher Experimente zu fordern. Er bezeichnete die internationale Reaktion als extrem überzogen.

Zu Beginn des 2. Summits waren die 14 Organisatoren noch unentschlossen gewesen, ob ein neues Statement (nach dem vor 3 Jahren auf dem 1. Summit ausgegebenen) ausgearbeitet werden sollte, aber nachdem die Studie von He Jiankui bekannt geworden war, kam es zu einem internationalen Aufschrei und zur Forderung nach einem neuen Statement. Jennifer Doudna von der University of California, Berkeley, großartige CRISPR-Pionierin und Mitglied des Kommittees zur Organisation der Tagung, forderte ein Statement als verbindliche Richtlinie ("We had to" issue). Der Leiter des Kommittees David Baltimore vom California Institute of Technology in Pasadena las dem Auditorium am 29.11.2018 dieses Statement vor.

Die 14 Organisatoren dieses 2. International Summit on Human Genome Editing hatten aber doch den Wunsch, den in den letzten 3 Jahren erreichten Fortschritt in der Genom-Editierung zu berücksichtigen und schlugen vor, daß die Zeit gekommen sei, für solche gentechnischen Eingriffe am menschlichen Genom einen unbedingt einzuhaltenden und verantwortlichen Überbrückungsfahrplan (translational pathway) zu erstellen.

Zu dem Statement der 14 Organisatoren des 2. International Summit on Human Genome Editing (ein Memorandum wurde nicht von ihnen gefordert, war aber von vielen Forschern und Institutionen gefordert worden): Der Leiter des Kommittees David Baltimore vom California Institute of Technology in Pasadena trug das Statement vor, Er nannte He Jiankui nicht beim Namen, bezog sich aber auf dessen Arbeit: "Ein unerwartetes und zutiefst verstörendes Ereignis ist eingetreten, und zwar sind menschliche Embryos editiert und danach implantiert worden, woraus eine Schwangerschaft folgte und dann die Geburt der Zwillinge. Dieses Vorgehen war unverantwortlich, widersprach internationalen Vereinbarungen und bedeutet einen großen Fehler, der beinhaltet:

  • Fehlende medizinische Rechtfertigung,
  • mager ausgelegtes Protokoll,
  • Versagen beim Schutz des Wohlbefindens der Babies und
  • fehlende Transparenz bei allen Stadien des Experiments.”

Ferner wurde empfohlen, die Studie durch unabhängige Wissenschaftler auf Exaktheit überprüfen zu lassen, um herauszufinden, ob die von Dr. He Jiankui behaupteten gentechnischen Eingriffe tatsächlich erfolgt seien. Das Kommittee wiederholte dann seine Ansicht, daß es zu früh für irgendwelche klinischen Anwendungen von Germline Editing am Menschen sei. 

David Baltimore sagte dann aber: "Die Fortschritte in den letzten 3 Jahren und die Diskussionen auf unserem jetzigen Treffen … machen erforderlich, daß es an der Zeit ist, für klinische Menschenversuche einen verpflichtenden und verantwortungsvollen Überbrückungsfahrplan (translational pathway) festzulegen. Damit würden Standards festgelegt für

  • vorklinische Beweisaufnahme und Genauigkeit der Geneditierung,
  • Nachweis der Kompetenz des Personals für diese klinischen Versuche,
  • Garantieren von professionellem Verhalten und
  • starke Partnerschaften mit Patienten und Gruppen von Anwälten der Patienten."

Der CRISPR-Pionier Feng Zhang vom Broad Institute in Cambridge, Massachusetts, hatte sich noch am 26.11.2018 für ein Memorandum gegen Menschenversuche ausgesprochen und auch andere Forscher hofften auf einen solchen Bann, aber das geschah nicht. Auch wurde schon am 28.11.2018 online per Email von Forschern eine Petition an das Kommittee und an Journalisten geschickt mit der dringenden Bitte, Regierungen und die United Nations (UN) aufzufordern, verpflichtende Moratorien gegen gentechnische Veränderungen am menschlichen Genom (human genetic engineering) festzulegen. Die Petition wurde organisiert vom

  • Center for Genetics and Society in Berkeley und
  • Human Genetics Alert in London,

und sie hatten schon heute die Unterstützung von 11 Organisationen und mehr als 100 Personen.

Jaydee Hanson of the International Center for Technology Assessment in Washington, D.C.: "Wir sind nicht weiterhin der Meinung, daß die Gemeinde der Wissenschaftler sich selber auf dem richtigen Weg führen kann." Er warnte weiterhin, daß er und andere Gruppen so etwas veranlassen würden, wenn sich die Wissenschaftler nicht hinter einen Ruf nach den U.N.-Aktionen stellen würden. Diese Frage nach der Fähigkeit der Wissenschaftler, selber den richtigen Weg zu finden, wurde mehrmals auf dem Meeting heftig diskutiert. Am Schluß der Sitzung betonte David Baltimore, wie schwer es für die Wissenschaftlergemeinde oder auch sonst für jeden sei, vorwärtsstürmende („rogue“) Forscher zurückzuhalten. Das aktuelle Beispiel der Arbeit von He Jiankui habe gezeigt, daß man viel zu lange brauchen würde, um einen übereifrigen Forscher an der Verwendung dieser Technologie zu hindern.

Die Quintessenz vom 2. International Summit on Human Genome Editing

Die 14 Organisatoren dieses Meetings haben aber doch den Wunsch, den in den letzten 3 Jahren erreichten Fortschritt in der Genom-Editierung zu berücksichtigen und schlagen vor, daß die Zeit gekommen sei, für solche gentechnischen Eingriffe am menschlichen Genom einen unbedingt einzuhaltenden und verantwortlichen Überbrückungsfahrplan (translational pathway) zu erstellen.

Die Organisatoren verkündeten, daß das 3. International Summit on Human Genome Editing wahrscheinlich 2021 in London stattfinden werde.

CRISPR Babies und die Zukunft von Geneditierung

By L. Val Giddings, 20.12.2018

  1. Val Giddings ist ein Senior Fellow für Landwirtschaft und Biomedizin bei der Information Technology and Innovation Foundation.

Stewart Brand begann seinen Whole Earth Catalog von 1968 mit folgenden Worten: “Wir sind wie Götter und mögen auch so gut wirken.”

Als am 25.11.2018 die Medien über den Erfolg des chinesischen Wissenschaftlers He Jiankui mit seinen beiden geneditierten Babies Lulu und Nana berichteten, trafen diese Worte von Stewart Brand noch besser zu. He Jiankui hatte in vitro die Genome von Embryos editiert und danach der Mutter implantiert. Sie wurden kürzlich als normale und gesunde Zwillingsmädchen geboren.

Es ist zwar unzweifelhaft, daß dieses Experiment von Dr. He Jiankui ungerechtfertigt, vorsätzlich, falsch, technisch unausgereift und nicht verzeihlich gewesen ist, aber sie fanden in einer inzwischen weltweit sehr fortgeschrittenen wissenschaftlichen Disziplin statt und jeder Versuch, in Reaktion auf sein Experiment hin die hochinnovative CRISPR-Technologie zur Geneditierung zu behindern, wäre total falsch.

Um die Bedeutung von Jiankuis Experiment zu verstehen, müssen wir genau auf das schauen, was er wirklich getan hat und was davor geschehen ist. Es ist schon so, daß auch bereits bei medizinischen Eingriffen wie Impfung, Anästhesie, Antibiotika und auch schon bei Brillen es anfänglich so ausgesehen hat, als ob wir Gott spielen. Eingriffe zur gewollten Veränderung des Genoms des Menschen, mit Editierung von Embryos, IVF und anschließender Implantation, wurden vor dem Experiment von Jiankui nicht gemeldet. Dieser Eingriff hat eine ganz andere Wertung, weil er unsere genetische Ausstattung ändert, also das, was uns zu Menschen macht und jeden von uns einzigartig.

Man kann aber nicht sagen, daß wir das nicht haben kommen sehen.

Von Mary Wollstonecraft bis zu Aldous Huxley wurden solche Entwicklungen lange vorhergesehen, und als großartige technologische Innovationen wie die Geneditierung aufkamen, konzentrierten sich viele Gedanken darauf, daß deren Anwendung auf den Menschen unausweichlich sein wird.

Ein Beobachter der Szene formulierte das so: “Seit den ersten Berichten über die CRISPR-Editierungstechnologie spät im Jahr 2012 zeichnete sich immer deutlicher ab, daß Human Germline Editing unausweichlich sein wird.”

Die Meinung über Human Genome Editing mit Implantation ist nicht nur in den Medien //medium.com/@ITIF/crispr-baby-roundup-c4f1cf037e10">extrem ablehnend (und reichte bis zu ihrer Verdammnis), sondern auch weltweit bekannte Personen wie der NIH-Direktor und die Entdecker der CRISPR-Technologie sind dagegen.

Aber auch jetzt nach dem Bericht von Dr. He Jiankui auf dem 2. International Summit on Human Genome Editing in Hong Kong am 28.11.2018 (Mittwoch) protestierte Jennifer Doudna von der University of California, Berkeley (CRISPR-Pionierin von 2012 wie Emmanuelle Charpentier und Virginijus Šikšnys of Vilnius University in Lithuania) gegen dieses Experiment von ihm. Sie war Mitglied des Kommittees zur Organisation dieser Tagung. Die Kritik ging dahin, daß dieses Experiment massenhaft internationale Normen verletzt hat und als folgendes zu bezeichnen ist: Verrückt, rücksichtslos, unethisch und gefährlich. Doudna: “Ich war wirklich erschrocken und wie betäubt, als Dr. Jiankui den von ihm benutzten Experimentiervorgang beschrieb. Es war in vielerlei Hinsicht völlig unangemessen.”

Alta Charo, Ein Bioethiker an der University of Wisconsin–Madison und ebenfalls Mitglied des Organisationskommittees: “Nachdem ich Dr. Jiankui zugehört habe, muß ich feststellen, daß sein Experiment fehlgeleitet, voreilig, unnötig und weitgehend nutzlos gewesen ist.”

Auch viele chinesische Forscher haben sich in der Kritik an Jiankui hervorgetan, obwohl einige ihrer Bedenken eher nationalistischer Art waren und nicht ethischen oder Sicherheitsbedenken entsprangen.

Aber nicht alle Forscher verdammten den Bericht von Jiankui. Dr. George Church, Professor of Genetics at Harvard Medical School und MIT, Gründungsmitglied vom Wyss Institute und Direktor des Projekts PersonalGenomes.org, einer der Titanen moderner Biologie, wiegelte ab: “Ich habe das Bedürfnis, mehr gerechte Beurteilung zu fordern. Das einzig Falsche, von dem ich erfahren habe, war seine Nachlässigkeit bei der Dokumentierung (paperwork), aber er ist nicht der erste Forscher, für den das gegolten hat. Es ist nur so, daß bei Jiankui der Einsatz viel höher gewesen ist … So lange sich die beiden Zwillingsbabies normal und gesund entwickeln, ist das doch ein Gewinn für sie und ihre Familie.” Church fügte hinzu, daß die Geschichte der Medizin viele Fälle dieser Art kennt, daß Pioniere ihre Innovationen ohne ausreichende Dokumentation erarbeiteten. Einige von ihnen experimentierten an sich selber, oder weit schlimmer, an anderen Menschen, und zwar ohne deren volle Informierung und Zustimmung, die wir heute fordern. Dürfen wir uns als Richter über sie aufspielen ?

Es wäre sehr viel einfacher, das Experiment von Jiankui objektiv zu beurteilen, wenn er nicht eines der fundamentalen Prinzipien der modernen Wissenschaft verletzt hätte: Verlauf und Ergebnisse der Forschung müssen in den bestangesehensten wissenschaftlichen Zeitschriften publiziert werden und dürfen nicht über Mitteilungen an die Medien und über YouTube-Videos erfolgen. Ein wesentlicher Grund für diese Tradition ist, daß nur in einer wissenschaftlichen Publikation die wissenschaftlichen Kollegen nachvollziehen können, was Jiankui auf molekularer Ebene genau getan hat. Das ist ganz wichtig, denn nur dadurch kann zuverlässig beurteilt werden, ob seine Angaben überhaupt stimmen. Forscher aus der Industrie, die sich den Vortrag von Dr. Jiankui auf dem 2. International Summit on Human Genome Editing in Hong Kong am 28.11.2018 anhörten, fragten bei seiner Präsentation genauer nach und erfuhren mehr Einzelheiten darüber als bei einer Publikation.

Das Gen, das Dr. Jiankui editierte, ist bekannt als CCR5. Es spielt eine Schlüsselrolle dabei, daß der HIV-Virus die Zellen infizieren und den Ausbruch der Krankheit AIDS bewirken kann. Er kalkulierte, daß ein Ausschalten (“knock out”) dieses Gens mit Hilfe von CRISPR-Cas9, wobei er ein ganz spezielle  Nukleotidsequenz von 32 Basenpaaren entfernte und damit nur das Auftreten natürlicher Löschungs-Mutationen imitierte, sehr nützlich wäre und ihm Anerkennung bringen würde. Es ist nur so, daß die so erfolgte Löschung (deletion) von DNA-Sequenzen in den editierten Embryos, aus denen sich Lulu und Nana entwickelten, gar nicht natürliche Löschungs-Mutationen nachvollzogen, Das mochte gar nicht ein Sicherheitsrisiko gewesen sein, aber sicher war das ein wissenschaftlicher Kunstfehler und trug zur Komplizierung bei.

Dr. He Jiankui wurden folgende wissenschaftliche Fehler vorgeworfen:

  1. Bei dem einen Embryo bewirkten seine Löschungs-Mutationen tatsächlich ein Abschalten des CCR5-Gens und damit HIV-Immunität, aber nicht bei dem anderen, und das bedeutet: Ein Embryo hatte in seinem späteren Leben keinen Nutzen von diesem Eingriff.
  2. Der Hauptvorwurf: Es habe keine medizinische Notwendigkeit für den gentechnischen Eingriff bestanden, denn es würde bereits andere effektive Methoden für den Schutz von Embryos, Föten und Neugeborenen dagegen geben, daß die HIV-Infektion der Eltern auf sie übertragen wird. Damit hat Dr. Jiankui nicht versucht, eine sonst medizinisch nicht zu behebende Krankheit (no unmet medical need) zu heilen oder zu verhindern.
  3. Mit dem Ausschalten von Gen CCR5 wird zwar die HIV-Infektion verhindert, aber dafür wächst die Neigung zur Infektion durch andere Krankheiten wie West Nile-Virus und Influenza.
  4. Mangelnde Dokumentation, Experimentieren ohne Kenntnis der Öffentlichkeit und Publikation auf YouTube und nicht in einer guten wissenschaftlichen Zeitschrift (peer scientific gazette) wie Nature und Science.

Ed Yong urteilte über das Experiment folgendermaßen: “Wenn Sie das denkbar ungünstigste Szenario für die weltweite Einführung der ersten geneditierten Babies suchen, dann gibt es kaum einen schlechteren als den von Jiankui gewählten Weg.”

Gegenwärtig können wir auf Grund des Erfahrenen mit Bestimmtheit feststellen:

  • Sein Vorhaben galt keiner sonst nicht behebbaren Krankheit (no urgent medical need), die also nicht mit anderen, leichteren und bewährten Methoden hätte geheilt werden können.
  • Die von ihm durchgeführte Embryo-Editierung war technisch inkompetent, und er verfehlte genau das, was er vorgehabt hatte, was ein technischer Fehler war. Die beiden Embryos hätten niemals implantiert und noch weniger ausgetragen werden dürfen.
  • Sogar dann, wenn er genau das erreicht hätte, was er vorgehabt hat, hat er durch die Embryoeditierung mit anschließender Implantation die Babies neuen gesundheitlichen Risiken ausgesetzt.
  • Er täuschte das Hospital, in dem er arbeitete, über das, was er dort tatsächlich tat, und es gab keine angemessene Aufsicht und Zustimmung (Dokumente, die er zu seiner Verteidigung zeigen wollte, trugen entweder ein viel zu spätes Datum oder er hatte sie schlicht vergessen).

Damit ist nachgewiesen, daß seine Arbeit fatale technische Fehler und unverzeihliche ethische Mängel aufwies. Vermutlich wird dies das Ende seiner Kariere bedeuten.

Der FDA-Kommissioner Scott Gottlieb: “Die Reaktion der Wissenschaftlergemeinde (scientific community) war viel zu langsam und zu schwach. Ihre Glaubwürdigkeit zur Fähigkeit zur Selbstkontrolle hat gelitten.”

Das trifft aber nicht zu, denn die Reaktion der Wissenschaftlergemeinde war schnell und massiv. Sie hätte kaum härter ausfallen können, wenn sie mit einem Knüppel ausgeführt worden wäre. Die allgemeine Verdammung des Experiments von Jiankui überschritt öfter vernünftige Grenzen, was auch George Church feststellte.

Gottlieb sagte ferner: “Jetzt müssen die Regierungen reagieren und zwar in Kenntnis dieses Versagens der Wissenschaftlergemeinde zur Selbstkontrolle, um solche Übertretungen ethischer Normen in Zukunft zu verhindern.”

Hinzuzufügen ist, daß die FDA bereits die Geneditierungsarbeiten in den USA streng überwacht, so daß in den USA so etwas gar nicht möglich ist, und alles, was darüber hinausgeht, würde wahrscheinlich zu der befürchteten Überreaktion gehören, die keinesfalls Gutes bewirkt, sondern nur eine Behinderung der Forschung, wie das ein Beobachter der Szene so ausgedrückt hat: “Man kann der Wissenschaftlergemeinde keine Schuld an dem Vorgang anlasten. Was nützt eine allgegenwärtige Überwachung, wenn ein Einzelner ganz außerhalb des Netzwerks und des Mainstream völlig im Geheimen arbeitet. Es ist unglaublich schwierig, hier einen Fehler der Wissenschaftlergemeinde zu finden oder gar eine weit verbreitete Unfähigkeit zu ihrer Selbstkontrolle. Ich habe jedenfalls den Eindruck, daß sie genau so handelt, wie sie es sollte, wenn eines ihrer Mitglieder die Regeln bricht.”

Wie oben schon gesagt: Die allgemeine Verdammung des Experiments von Jiankui überschritt öfter vernünftige Grenzen, was auch George Church feststellte.

Am Endes des Tages (28.11.2018) schien es, daß wegen der Größe des Fehltritts von Jiankui wahrscheinlich seine Karriere ihr Ende findet. Jedenfalls scheint das so. Weil Jiankui zu seinem angekündigten Vortrag am 29.11.2018 (Donnerstagnachmittag) nicht erschien, wurde in den Gruppen unglücklicher chinesischer Autoritäten diskutiert, ob Jiankui sein erneutes Auftreten für falsch hielt.

Was soll also nun geschehen ? Es hat also rücksichtslose Forscher gegeben, die vorwärts stürmten, ohne auf Kosten und Risiken zu achten. Gesellschaft und Forschergemeinde haben versucht, auf solche Leute einzuwirken, aber da gibt es eben Lücken. Es gibt nur wenige Geneditierungstechnologien, und diese erinnern an das Feuer des Prometheus, denn sie sind noch nicht zuverlässig. Es stimmt, daß die Geneditierungstechnologien mißbraucht werden können, aber das trifft auch auf Feuer und Stahl zu. Es wäre ein großer Fehler, wenn die Gesellschaft auf den Fehltritt von Jiankui mit unzulässigen Hürden für Geneditierung reagieren würde.

Zu den guten Neuigkeiten gehört, daß wir tatsächlich schon das ethische Rüstzeug haben, um vernünftige Regeln für Geneditierung am Menschen (human-gene editing) zu entwickeln. Man findet es im eindrucksvollen Report zu Human Gene Editing der National Academies of Science, Engineering and Medicine (NASEM) in den USA und in den ethischen Vorschlägen des Nuffield Council on Bioethics in UK.

Beide Dokumente bemühen sich um eine vertiefte und ausgewogene Sicht auf die Geneditierungstechnologie und das Potential für ihre Anwendung. Sie geben ausgewogene Empfehlungen, die durchaus fast jede noch so dringliche Frage von Journalisten und Wissenschaftlern beantworten. Ferner stimmen sie mit der öffentlichen Meinung über Human Gene Editing in China, USA und sonstwo überein.

Mittlerweile kennen wir 24781 vererbbare Eigenschaften, die beim Menschen Krankheiten auslösen, und leider verfügen wir gegenwärtig für die meisten von ihnen nicht über eine angemessene Behandlung. Hier tut sich nun eine neue Tür auf, denn im Prinzip können sie alle durch Geneditierung geheilt werden, und das ist durchaus ein Grund dafür, diesen Weg einzuschlagen. Man kann abschließend feststellen, daß es für die Wohlfahrt der Menschheit am besten ist, alle Anstrengungen mit der ganzen uns zur Verfügung stehenden Weisheit zur Vollendung der Geneditierungstechnologien auf uns zu nehmen.

Dr. He Jiankui hat kurz nach der Bekanntgabe seines CRISPR-Babies-Experiment am 28.11.2019 alle Schuld auf sich genommen und sich selber als verantwortungslosen Wissenschaftler (rogue scientist) hingestellt – aber da gibt es Gründe zu Zweifeln, die sich ein halbes Jahr später zu folgendem Sachverhalt verdichten:

Viele Wissenschaftler konnten sich mit der Verteidigung von Dr. He Jiankui für sein Experiment nicht zufrieden geben. Es gab eine Folge von Untersuchungen über seine Arbeit und die Art ihrer Durchführung, aber es gab auch Zweifel an den offiziellen Darstellungen von Chinas Regierung, seiner Universität und des involvierten Krankenhauses:

  1. Die Southern University of Science and Technology (von der er seit Februar 2019 freigestellt worden ist) sagte, daß sie nichts von seinem Experiment wußte, das offensichtlich nicht auf dem Gelände der Universität stattgefunden hat. Sie hat eine Untersuchung gestartet zur Überprüfung auf Übertretung ethischer Regelungen der Universität. Die Universität in einem Statement Ende November 2018: Er hat bei der Verwendung von CRISPR/Cas9 zur Editierung von menschlichen Embryos akademische ethische Vorgaben erheblich verletzt. Die University will dafür Sorge tragen, daß ein internationales Expertenteam den Vorfall untersucht und die Öffentlichkeit über die Ergebnisse informiert wird.”
  2. Die chinesische Regierung mischte sich ein und stoppte die Forschungsarbeiten von Jiankui und gab kürzlich einen ersten Bericht über die Untersuchungsergebnisse heraus.
  3. Das Shenzhen Harmonicare Women’s and Children’s Hospital, in dem die beiden CRISPR-Babies geboren wurden, distanzierte sich ebenfalls von ihm.

Für alle 3 Dementis gibt es gründliche Zweifel an ihrer Lauterbarkeit:

  1. The Washington Post meldete, daß ein Hospital Executive (also anschinend ein Sprecher des Hospitals) in einem AP-Video die Arbeit von Jiankui lobte.
  2. Informierte Kreise wollen wissen, daß die Universität sein Experiment finanziell unterstützte.
  3. The New York Times meldete, daß sein Experiment vermutlich sogar von der Regierung von Shenzhen finanziell unterstützt worden ist – was diese aber dann leugnete.

So ist wahrscheinlich, daß Dr. He Jiankui nicht dieser gewissenlose Einzelforscher jenseits vom erlaubten Mainstream gewesen ist, als den er sich selber unter offiziellem Druck der chinesischen Institutionen bezeichnen mußte. 

Rußland arbeitet bereits mit Forschungsinstituten in Südkorea und USA zusammen, um Mammuts und andere Tiere der Eiszeit wieder ins Leben zurückzubringen und im Eiszeit-Ökopark im Nordosten von Sibirien in die Freiheit zu entlassen, womit man u.a. den Klimawandel verlangsamen will.

Wird es bald geklonte Wollhaarmammuts geben ?

Rußland hat den Plan, einen Eiszeit-Park einzurichten mit zum Leben wiedererweckten ehemals ausgestorbenen Eiszeittieren.

by Dylan Gibbons 10.9.2018

In dem Eiszeitpark sollen Eiszeittiere leben, die heute seit Jahrtausenden ausgestorben sind, und dazu gehören Wollhaarmammut, Höhlenlöwe, etliche Rassen ausgestorbener Pferde und Wollhaarnashorn.

Russische Wissenschaftler wollen im Nordosten Rußlands in der Stadt Yakutst, der kältesten Stadt auf der Welt, mit einem finanziellen Aufwand von 4,5 Millionen £ oder 7,7 Millionen CAD in Zusammenarbeit mit Südkorea einen Eiszeitpark einrichten, was auch als ‘Jurassic Park’-Projekt bezeichnet wird. In Yakutsk hat man im Permafrostboden fast 80% von allen jemals auf der Erde entdeckten pleistozänen und holozänen Tierfossilien mit erhaltenen Haaren und Geweberesten gefunden, die für Jahrtausende im Permafrostboden konserviert worden sind.

Wladimir Putin hat das am 11. September 2018 auf dem 4th Eastern Economic Forum in Wladivostok bekannt gegeben.

Das ‘Jurassic Park’-Projekt trägt auch den Namen “The world class paleo-genetic scientific hub” und wird betreut von

  • Rußlands NorthernEastern Federal University (NEFU),
  • South Korean SOOAM Biotech Research Foundation, unter Leitung des Klonierungsexperten Professor Hwang WooSuk, und
  • Professor George Church, Gentechniker an Harvard Medical School, der bis 2020 es schaffen will, die Gene des Wollhaarmammuts in einen Embryo des Asiatischen Elefanten einzubringen.

Für etliche Jahrzehnte spukte die Idee des Klonens zur Wiedererweckung von ausgestorbenen Tierarten im Stil von Jurassic Park durch die Köpfe der Leute, und nun sehen wir, daß das innerhalb gewisser Grenzen Wirklichkeit werden kann.

Im Eiszeitpark wird man die ehemalige Landschaft der Mammuts nach Möglichkeit durch die entsprechende Vegetation simulieren und die Elephant-Mammut-Hybriden (Mammophanten) frei heumlaufen lassen.

Das neue Forschungszentrum wird auch seltene genetische Merkmale in ethischen Gruppen im Nordwesten Russlands erforschen, um die Merkmale ausgestorbener Menschenrassen zurück zu errechnen.

Ein großer Fortschritt wurde in Klonierungstechnologie und Reproduktionsmedizin 2017 erzielt, als man einen Lama-Fötus in einer Biotechplazenta (das ist eine künstlich-technische Gebärmutter) bis zur Geburt austragen konnte, also ohne daß man den Uterus eines Muttertieres benötigt hatte.

Vor 22 Jahren gelang das Klonen eines Schafes. Wenn man die CRISPR-Technologie verwendet, kann man im Stil von ‘Brave New World’ ein Lebewesen mit gewünschten Eigenschaften erschaffen:

Man nehme das Genom einer Species, erzeuge einen Embryo und trage ihn aus, kloniere ihn samt hinzugefügten genetischen Änderungen und erschaffe so eine völlig neue Population – aus einer einzigen gentechnisch veränderten Gewebeprobe.

Es zeichnen sich dadurch unzählbar viele neue Möglichkeiten ab, zwar nur unter Schwierigkeiten zu realisieren, aber immerhin kann man sehen: Wir leben in interessanten Zeiten und das technisch Machbare wird laufend mehr.

Rußland will für 4,5 Million £ ein Synbio-Labor bauen, das im Stil von Jurassic Park ausgestorbene Tierarten wie das Mammut wieder ins Leben bringt

World class paleo-genetic scientific hub.

Von Will Stewart, Bradley Jolly, 30.8.2018

Semyon Grigoryev, Michil Yakovlev/The Siberian Times

Getty – Contributor, Corbis - Getty

Vladimir Putin will auf dem 4. Eastern Economic Forum am 11.9.2018 in Vladivostok seine Pläne für den Bau eines Zentrums zur Wiedererschaffung von ausgestorbenen Tierarten wie

  • Mammut,
  • Wollnashorn,
  • Höhlenlöwe und
  • Längst ausgestorbenen alten Pferderassen

in Jakutien, einer der kältesten Regionen in Nordost-Sibirien, bekannt geben.

Dieses Zentrum ist an die russische Northern-Eastern Federal University (NEFU) angegliedert und man sucht noch finanzstarke Partner.   

Russische Wissenschaftler haben bereits in enger Zusammenarbeit mit koreanischen Wissenschaftlern DNA aus den im Permafrostboden Sibiriens gefundenen Knochen von vor seit vielen Jahrtausenden gestorbenen Tieren extrahiert.

Dr. Lena Grigorieva arbeitete an den Entwürfen für das neue Synbio-Labor mit. Sie meinte, daß auf der ganzen Erde nur in Sibirien solche Funde gemacht worden sind.

Das Mammut entwickelte sich vor 400000 Jahren aus dem asiatischen Steppenelefanten.

Die South Korean SOOAM Biotech Research Foundation unter Leitung von dem Klonexperten Professor Hwang Woo-Suk unterstützt die Pläne von Putin und geht noch weiter: “Wir studieren nicht nur ausgestorbene Tiere des Pleistozäns, sondern auch die Geschichte der Besiedlung von Nordost-Sibirien. Die heutige autochthone Bevölkerung dieser Region hat eine einzigartige altertümliche genetische Struktur. Ferner wollen wir seltene Erbkrankheiten studieren mit ihrer Diagnose und Prävention.”

Die russischen Wissenschaftler arbeiten auch noch eng zusammen mit dem Synbio-Labor des Gentechnikers George Church, Professor an der Harvard Medical School und am MIT, der bis 2020 hinreichend viele Gene des Mammuts in einen Embryo des Asiatischen Elephanten eingebracht haben will. Dieses soll im Labor von Church in einer künstlichen Biotechplazenta (artificial womb) zum Mammut-Baby ausgetragen werden.

Im Fall des Erfolges liegt ein Hybrid aus Mammut und Elephant (Mammophant) vor und man will im geplanten Pleistozänpark in Nordost-Sibirien solche Hybride in die Freiheit entlassen. Im fernen Nordosten Jakutiens will man ein Habitat für längst ausgestorbene Tierarten schaffen, die in der pleistozänen Epoche des Mammuts, dieses haarigen Giganten, lebten.

Yakutsk ist die Hauptstadt der diamantreichen Sakha-Republic (Jakutien), in der man 80% der weltweit im Permafrost gefundenen Knochen und intakten Gewebe von Tieren des Pleistozäns und Holozäns aus dem Permafrostboden geborgen hat. Man hat sogar im Permafrostboden fast vollständig erhaltene Eiszeittiere gefunden, besonders vom Mammut, das vor etwa 14000 Jahren ausgestorben ist.

George Church: Könnten Herden von pleistozänen Großtieren, durch Gentechnik wieder erschaffen, dabei helfen, diesen Planeten zu retten ? 

Im Labor von George Church und seinem Team an der Harvard Medical School wurde Mammuts, die seit 42000 Jahren im Permafrostboden Sibiriens eingeschlossen waren, recht gut erhaltene DNA entnommen. Church plant, charakteristische Gene des Mammuts in das Genom von asiatischen Elephanten einzufügen, und das ergibt einen Hybriden von Mammut und Elephant, auch als Mammophant bezeichnet.

Zur Geschichte, wie man in den Besitz von Mammut-Genomen gelangte:

Im Jahre 2007 entdeckten Rentierhirten ein im Permafrost eingeschlossenes Mammut-Baby. Es war sehr gut erhalten, aber es lag dort schon seit 42000 Jahren. Es bekam den Namen Lyuba. 2008 fand man im Permafrostboden Sibiriens noch zwei weitere Wollhaarmammuts als Boten aus der Eiszeit.

Das Team will die revolutionäre Technik des Herstellens von hybriden Embryos für das Wiedererwecken einer ausgestorbenen Säugetierart in Dokumenten detailliert beschreiben.

George Church und sein Team an der Harvard University sind der Meinung, daß im Fall des Erfolges ihres Projekts sie nicht nur die Welt ändern, sogar retten.

Professor George Church zu Sun Online: “Wir haben schon Dutzende von Mammutgenen in das Genom von Elephanten erfolgreich eingebracht. Wir erschaffen den Mammophanten (mammoth/elephant hybrid) und lassen ihn im Eiszeitpark frei in seiner natürlichen Umgebung herumlaufen.”

Er und sein Team verwenden dafür die Gen-Editierungstechnologie CRISPR-Cas9, mit deren Hilfe sie die Genome von Elephanten-Stammzellen exakt an den gewünschten Stellen zerschneiden und Mammutgene einsetzen (“cut and paste” strands of DNA into elephant stem cells), und zwar mit einer bisher nicht erreichbaren Präzision, und damit machen sie den Weg frei zur Herstellung eines Wollhaarmammut-Embryos. Für das Austragen des Embryos benötigt man eine künstliche Gebärmutter (Biotechplazenta), die im Prinzip bereits schon vorliegt. Sie wurde 2017 für das Austragen von Lama-Embryos verwendet. Church meint, daß das Heranwachsen des Mammophanten-Embryos 22 Monate benötigen wird. 

Einstmals sollen wieder Herden von Mammuten über die vereiste Tundra stampfen und so die Welt retten. U.a. verspricht man sich davon, daß durch die Herden von Mammophanten die Landschaft Sibiriens verändert und das Auftauen des Permafrostbodens verhindert wird, durch das sonst Milliarden t von Methan freigesetzt würden.

Das Weltuntergangsszenario (doomsday scenario) wird durch die gewaltige Methanausgasung (“methane bomb”) aus dem auftauenden Permafrostboden bewirkt. Methan ist ein Gas, das einen viel stärkeren Treibhauseffekt bewirkt als Kohlendioxid mit der Folge, daß die Eiskappen schmelzen und der Meeresspiegel um 70 m ansteigt, wodurch niedrige Küstenregionen und Inseln überflutet werden können.

Leider ist das keine Schwarzmalerei, denn man kann schon heute die Wirkung großer Methangasblasen sehen, die in der Landschaft schon von weitem zu erkennen sind, weil die aufgetaute Erde vom Gas hochgedrückt wird und große Hügel bildet. Wenn Methan und Kohlendioxid entwichen sind, kann es zu gewaltigen Erdlöchern (Erdfällen) kommen, mit einem Durchmesser von mehreren hundert Metern und großer Tiefe. Man kann sie vom Flugzeug aus deutlich sehen.

Diese gefährliche Entwicklung in Nordostsibirien will man durch das Einrichten des Eiszeitparks verhindern, der ein stabiles Eiszeit-Ökosystem bewirken soll, und dabei spielen die geklonten Mammophanten die größte Rolle.

Der Eiszeitpark-Direktor und Wissenschaftler Nikita Zimov zu Sun Online: "Die geklonten Mammophanten werden in den Eiszeitpark gebracht und dort die Vegetation ändern, indem sie kleine Bäume niederbrechen und zusammen mit Gras futtern, und dabei werden sie auf ihren Wanderungen das Gras zertrampeln und den Permafrostboden verdichten, was sein Schmelzen verhindern soll. Geklonte Mammophanten, Wollnashörner und Eiszeitpferde, aber auch Rentiere, Elche, Bisons und Moschusochsen werden zusammen die Vegetation verändern und so ein Eiszeit-Ökosystem schaffen, was die Katastrophe verhindern wird."

Der “Mammophant” von George Church

Gerade wenn man den Eindruck hat, daß Klimaforscher mit ihren Vorhersagen zur globalen Erwärmung nicht lächerlicher sein können, wird man dennoch überrascht, wenn sie vorschlagen, die Straßen zur besseren Wärmerückstrahlung weiß zu streichen.

Um die Sibirische Steppe wieder in Grasland zurückzuverwandeln, hoffen Wissenschaftler, daß ihnen der Gentechniker George Church von Harvard einen Mammut-ähnlichen Elephant gentechnisch herstellen kann als Mammut-Elephant-Hybrid (Mammophant). Damit wollen sie erreichen, daß der Permafrost verstärkt wird, um die globale Erwärmung zu vermindern.

Im Permafrostboden, der aus der Eiszeit vor 20000 Jahren herrührt, sind große Mengen an Kohlendioxid gespeichert, das von toten Pflanzen herrührt. Wissenschaftler befürchten, daß die globale Erwärmung den Permafrostboden auftauen und riesige Mengen an CO2 und Methan freisetzen kann, was die Erde wegen des zunehmenden Treibhauseffekts noch schneller aufheizen würde.

Manche Leute glauben, daß in der Eiszeit Mammuts und andere große Pflanzenfresser in Sibirien Bäume entwurzelten, Büsche und Moore zertrampelten und die Landschaft zerstörten, und andere Leute glauben, daß gerade sie durch ihre Aktivitäten die Steppe fruchtbar und baumfrei hielten.

Weil nun Gras weniger Sonnenlicht aufnimmt als Bäume, könnte es theoretisch sein, daß Mammuts als natürliche Holzfäller das Auftauen des Permafrostbodens verhindern könnten, so daß CO2 und Methan aus dem Boden nicht in die Atmosphäre gelangen.

Der Gentechniker Professor George Church von Harvard meint, daß er in wenigen Jahren einen Elefantenembryo mit wesentlichen Erbmerkmalen des Mammuts erschaffen kann. Damit würde man nicht nur die globale Erwärmung mindern, sondern auch den bedrohten asiatischen Elefanten in einer veränderten Form erhalten.

Das Projekt begann 2015 und bisher hat man bis 45 genetische Veränderungen angebracht, die betreffen: Kleinere Augen als beim Elefanten, viel Unterhautfett, Haare und Blut.

Wenn ein solches hybrides Mammut erschaffen worden ist, will man es in den Pleistozänpark im Nordosten Sibiriens bringen. Seit 1996 versucht der russische Geophysiker Sergei Zimov mit seinem Team, dort das subarktische Grasland in der Eiszeit wiederzuerschaffen. Dann könnten Bisons, Moschusochsen, Pferde, Elche und Rentiere dafür sorgen, daß der Park eine Grassteppe bleibt.

Es gibt z.Z. noch viele Diskussionen darüber, ob man das machen soll und verantworten kann. Das Mammut starb vor Jahrtausenden aus und es ist unbekannt, wie sich seine Wiedererschaffung auf seine Umgebung auswirken wird. 

Church jedoch meint: Die Mammuts verhindern das Auftauen der Tundra, indem sie durch den Schnee stampfen und für Luftzufuhr sorgen. Im Sommer legen sie die Bäume um und sorgen für das Graswachstum. Die Frage bleibt, ob die Mammuts genug zu essen haben werden und ob sie andere Species verdrängen.

Angeblich hat man in Montana in einem T-Rex-Skelett noch Gewebereste gefunden, die seine Wiedererschaffung möglich machen.

Es bleibt die Frage, ob der Mensch Gott spielen darf.

Es ist aber keine Frage, daß der Mensch den Idioten nicht spielen darf, und das genau ist aber in den letzten 5 Jahren geschehen, und zwar in erster Linie als Schuld westlicher Politiker und Journalisten mit ihrer Rußlandhetze.

Es wird daran erinnert, daß 1991 die UdSSR auf Beschluß in Alm-Ata aufgelöst worden ist, aber nicht im Unfrieden mit dem Westen, sondern im Frieden mit dem Westen, und zwar vor allem als Verdienst von Michail Gorbatschow, Regierungschef der UdSSR und Generalsekretär der KPdSU.

Eduard Schewardnadse 1991: „Der Kalte Krieg ist vorbei.“

Es besteht der Verdacht, daß der Westen 2014 mit der Majdan-Revolution in Kiew das wohl nicht ganz verstanden oder nicht ernst genommen hat.

Politische Blindheit und Ausmisten eines politischen Dreckstalls

Seit 1991 hatte sich zwischen Rußland und Deutschland eine durchaus vertrauensvolle Zusammenarbeit entwickelt – sicher unter dem Schirm des Militärs der USA – in der Art, daß Rußland Erdöl, Erdgas und Rohstoffe lieferte, während Deutschland Nahrungsmittel und Maschinen an Rußland verkaufte und sich bis 2014 tatsächlich über 6000 deutsche Unternehmen in Rußland angesiedelt hatten.

In dieses friedvolle Zusammenleben platzten zuerst die Euro-Majdan-Revolution im Oktober 2013 und dann die Verunglimpfung Rußlands in der westlichen Presse wegen der Abneigung der Russen gegen Homosexuelle im Februar 2014 zu Zeiten der Olympischen Winterspiele in Sotschi.

2019 haben wir einen Scherbenhaufen in den Beziehungen zu Rußland, der Westen fühlt sich von mit Nuklearwaffen bestückten russischen Mittelstreckenraketen bedroht, und das hat er sehenden Auges in Kauf genommen. Politiker und Journalisten von EU und USA taten ab 1913 genau das, was sie sonst scheinheilig verurteilten:

Einmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten.

Den führenden westlichen Politikern mußte klar sein, daß ihre wieder wachsende idiotische Russenphobie Gegenreaktionen der Russischen Föderation auslösen mußte – aber das wurde offensichtlich in Kauf genommen, samt der Rückkehr in den Kalten Krieg. 

Es ist erschreckend, mit welcher Leichtfertigkeit und Dummheit der ganze Chor der westlichen Medien aus nichtigsten Gründen über Rußland seit September 2013 hergezogen ist, ohne angemessene Wertung und Dankbarkeit über den endlich erreichten Frieden, und das nur 22 Jahre nach dem Ende des Kalten Krieges 1991.

Erschreckend ist auch, daß das ganze Heer der westlichen Politiker und Journalisten davon überzeugt gewesen ist, daß zuerst die Verdächtigungen und dann die Verunglimpfungen gegenüber Rußland völlig zu Recht erfolgten.

Nach der Majdan-Revolution in Kiew im Herbst 2013 schickte die nun westlich orientierte Regierung der Ukraine 2014 Militär in die Ostukraine, um die dortige russischsprachige Bevölkerung militärisch unter Kontrolle zu bringen.

Offensichtlich hatten die meisten Politiker und Journalisten der EU-Staaten nicht die geringste Ahnung von Geschichte und Bevölkerungszusammensetzung der Ukraine, so daß sie davon überrascht wurden, daß in der Ostukraine besonders im Dombass-Becken eine Gegenrevolution erfolgte. Bis zum 15.2.2015 sind bei den kriegerischen Aktionen in der Ostukraine 5000 Menschen getötet und Tausende von Häusern zerstört worden – wer haftet für diese Schäden und wer baut den Betroffenen bei Donezk ihre Häuser wieder auf ? Bis heute sind dort über 10000 Menschen durch Kriegshandlungen ums Leben gekommen und zahlreiche Gebäude zerstört worden.

Hätten sich die EU-Politiker Mitte 2014 mit Ukraine und Rußland friedlich zusammengesetzt und über eine Neuordnung der Ukraine diskutiert, dann wären Krim und Ostukraine an Rußland gekommen und die übrige Ukraine hätte sich dem Westen zugewandt. Der Westen hätte ebenfalls wie heute große Zahlungen an die Ukraine leisten müssen, um sie lebensfähig zu halten, aber es wären keine Menschen getötet und keine Häuser zerstört worden, und wir hätten weiterhin ein gutes Verhältnis zu Rußland.

Politiker und Journalisten sind daran zu erinnern, daß wir vor viel größeren Herausforderungen stehen als der Jagd nach eitlem Ansehen und verderblicher Macht:

  1. Die Verpflichtung von Deutschland, u.a. in Sicht auf die Ereignisse um Stalingrad im 2. Weltkrieg und den von Michail Gorbatschow beendeten Kalten Krieg mit dem Abzug der sowjetischen Armee aus der DDR bis 1991, endlich mit Rußland zu einem dauerhaft guten Verhältnis zu kommen.
  2. Das häufige Problem der oft untauglichen und verfilzten Oberschicht und der vielen unersättlichen Gierhälse in ihren Reihen auch in vielen EU-Staaten.
  3. Die Notwendigkeit zu einer wirksamen Asteroidenabwehr schon in den nächsten Jahrzehnten und Maßnahmen im Fall des Ausbruchs eines Supervulkans auf der Erde in einer beliebigen Zukunft.
  4. Steuerung des Kohlendioxidgehalts der Atmosphäre durch geeignete pflanzliche Größtanlagen wie Algenmeeresfarmen sehr großer Ausdehnung, die auch als Fischaquafarmen zur Nahrungsmittelerzeugung dienen.
  5. Säuberung und Sauberhaltung von Meeren, Flüssen, Kontinenten … von dem vielen Zivilisationsmüll der Menschen, der besonders in Form von Plastikmüll, losgerissenen Fischernetzen, Erdölresten … die Meere verdreckt und die dortige Tierwelt tötet.
  6. Schutz der Tier- und Pflanzenwelt vor dem Menschen, Schutz vor ihrer Vernichtung durch die Menschheit ...

Im Jahr 2019 ist das Verhältnis Ost-West wieder zerrüttet wie vor 1989.

Oh diese goldene Zeit zunehmenden Einverständnisses zwischen Ost und West von 1991 bis Ende 2013 ! Bis zur Euro-Majdan-Revolution in Kiew in der Ukraine ab September 2013 war das politische Klima zwischen Ost und West recht gut gewesen, zum Ende hin dann oft leider unterbrochen von negativen Kommentaren in der westlichen Presse zur Situation der Homosexuellen in Rußland, und das besonders z.Z. der Olympischen Winterspiele in Sotschi am Schwarzen Meer im Februar 2014.

Ist die Ablehnung von Homosexualität (Homophobie) in Rußland altertümlich ?

In den Staaten Europas und in den USA ist noch vor wenigen Jahrzehnten Homosexualität unter Männern strafrechtlich verfolgt worden (siehe z.B. den § 175 in Deutschland). Man muß sich hier vorstellen, wie noch 1960 Männer in Deutschland strafrechtlich verfolgt und mit Gefängnisstrafe belegt wurden, wenn man ihnen homosexuelle Handlungen nachweisen konnte – und 2014 hat der Westen die staatliche Ausgrenzung von Homosexuellen in der Russischen Föderation als Vorwand genommen, um nicht an den Olympischen Spielen in Sotschi teilzunehmen.

Dann ist zu fragen:

  • Warum muß Rußland sich Entwicklungen im Westen so schnell anschließen ?
  • Wie war das damit, daß man sich nicht in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten einmischen soll ?

Deutschland hatte mit seinen starken wirtschaftlichen Verflechtungen mit Rußland den richtigen Weg beschritten, den erwünschten weiteren gesellschaftlichen Entwicklungsprozeß in Rußland in Richtung westlicher Werte durch Handel zu erreichen: Wandel durch Handel.

Wir leben schließlich auf demselben Kontinent.

Wie friedlich war es noch bis August 2013 beim Umgang zwischen EU und Rußland zugegangen, und dann brachten schon im Januar 2015 sowohl Rußland und als auch NATO ihre Truppen in Stellung und es gibt heftige kriegerische Aktionen in der Ostukraine mit Tausenden von Toten und zerstörten Häusern.

Es gab sogar schon am 19.2.2015 die Forderung nach einem robusten Mandat für EU-Militär in der Ostukraine. In Sicht auf den Überfall der deutschen Wehrmacht auf Befehl Hitlers auf Rußland und besonders unter Berücksichtigung der Vorfälle bei Stalingrad 1942/1943 dürfen keine deutschen Soldaten mehr gegen Rußland eingesetzt werden, auch dann nicht, wenn EU und USA das fordern. Schon im Jahr 2014 ist die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel im Jahr 2014 von gewichtigen Stimmen in USA und EU dazu gedrängt wurde, sich in heftigen Worten gegen den russischen Regierungschef Wladimir Putin zu stellen.

Deutschland darf sich von EU und USA nicht gegen Rußland aufhetzen lassen.

Das Dumme ist, daß die Reps in den USA so verbohrt sind in ihrem Haß auf den UdSSR-Nachfolger Rußland, daß sie nicht verstehen können, daß sie sich nicht gleichzeitig einen Krieg gegen Rußland und China leisten können. Für die USA und vor allem für die Bürger der USA ist Rußland immer noch der schlimme Feind – aber Stalin ist schon lange tot, und Adolf Hitler, der das alles verschuldet hat, ist noch 8 Jahre früher gestorben.

Deutschland steht nicht mehr unter der Herrschaft von Adolf Hitler, Rußland nicht mehr unter der Herrschaft von Stalin, und China nicht mehr unter der Herrschaft von Mao Tse-tung.

Es war Adolf Hitler, der den Krieg gegen die UdSSR im Juni 1941 begann, 129 Jahre später nach dem Überfall von Napoleon auf Rußland.

Es ist falsch, den Russen immer noch die furchtbaren Verbrechen Stalins vorzuwerfen.

Die Welt hat sich gewandelt. Heute sind die Russen unsere lieben Freunde und die Ukraine-Krise hat möglicherweise der Westen verschuldet.

1898 haben die USA – 8 Jahre nach dem letzten Massaker der US-Army an Indianern (Lakota) bei Wounded Knee mit 300 getöteten Frauen und Kindern – damit begonnen, Hawai zu annektieren mit folgender Methode: Zahlreiche US-Bürger wanderten nach Hawai ein und nach angemessener Zeit machte man eine Volksabstimmung über die Bereitschaft der Bürger von Hawai, den USA beizutreten. Inzwischen waren aber so viele US-Bürger in Hawai, daß sie mit ihrer Stimme zum Anschluß an die USA den Ausschlag gaben.

Dasselbe hat Rußland unter der Führung von Wladimir Putin ab 2014 mit der Krim gemacht, allerdings mit sehr viel größerer Berechtigung, denn Rußland hat über fast 2 Jahrhunderte Kriege gegen die Türken um den Besitz der Krim geführt und diese auch erobert.

Die Sanktionen des Westens gegen die Russen infolge der Einverleibung der Krim nach 2014 und die Verstärkung dieser Sanktionen durch die USA 2017 sind eskaliert – seltsamerweise werden den Bürgern von ihrer politischen Führung aber immer die Vorteile der Deeskalation besungen. Die typisch menschliche Mentalität der Vergeltungssucht haben schon Gautama Siddharta, der Buddha, um 480 v.Chr. und Jesus Christus, der Heiland, um 500 Jahre später als falsch bezeichnet und dazu aufgerufen, Rachegedanken zu überwinden und statt dessen Verzeihung zu üben.

Für die Westeuropäer wird es entscheidend wichtig werden, mit den Russen zu einem guten Verhältnis zu kommen, das nicht immer wieder durch irgendwelche Aktionen gestört wird.

Viele Bürger der USA sind durch die Vorgänge im Kalten Krieg von 1947 bis 1990 so traumatisiert, daß sie Rußland permanent als Feindesmacht betrachten.

Von den Westeuropäern – Frankreich und das Deutsche Reich führten jeweils Kriege gegen Rußland, ohne provoziert worden zu sein – muß also die Verständigung mit Rußland ausgehen, und das könnte vielleicht dadurch am besten erfolgen, indem man die Visumpflicht für russische Staatsbürger aufhebt. Der Westen darf sich nicht gegen Rußland abkoppeln, sondern muß im Gegenteil den kulturellen Austausch mit Rußland sehr intensiv fördern.

Frankreich und Deutschland, deren im maskulinistischen Cäsarenwahn gefangene Führer Napoleon Bonaparte und Adolf Hitler Rußland überfallen haben, sollten bei der Versöhnung mit Rußland vorangehen, und Deutschland sollte bei dem ehemaligen Stalingrad damit anfangen.

Nur eine Frage: Haben Spitzenpolitiker von Frankreich und Deutschland schon einmal wegen ihrer Überfälle auf Rußland zu entschuldigen versucht ?

Zum Problem der Majdan-Revolution: Wir haben folgende unterschiedliche Sichtweisen zu den Vorfällen in der Ukraine ab September 2013:

  • Was die westlichen Medien melden: Da ist die unterdrückte Bevölkerung in der Westukraine, die sich spontan gegen den amtierenden Regierungschef erhebt, weil der plötzlich einen Vertrag mit der EU ablehnt. Der amtierende Boxweltmeister Vitali Klitschko verleiht diesem Aufstand eine besondere Note, ebenso die widerrechtlich in Haft gehaltene frühere Staatschefin Timoschenko. Die Revolution gelingt, Timoschenko wird befreit und der verhaßte Diktator flieht nach Rußland. Es bildet sich in Kiew eine EUfreundliche Regierung. Das ist wie im Film über eine Revolution.
  • Was Rußland und besonders Putin denken: In Kiew stacheln westliche Geheimdienste die Bevölkerung auf und zetteln eine Revolution an, weil der amtierende Regierungschef plötzlich einen schon lange geplanten Vertrag mit der EU nicht mehr schließen will. Die Revolution führt im Westen der Ukraine zum Erfolg, was Putin in den Augen seiner Landsleute sehr schadet. Sobald die Olympischen Spiele vorbei sind, beginnt Putin mit der Gegenrevolution, beginnend bei der Krim, um sein Gesicht vor den Russen zu wahren und nicht in Folge davon eine Revolution im eigenen Land zu erleben. Das ist wie im Film über geheimdienstliche Aktionen im Ausland. 

Wie man aus dem Internet erfährt, führt die Geschichte der Ukraine in die Epoche der unsäglichen nationalistisch-militaristischen Strömungen der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts mit den Gegenspielern Adolf Hitler und Stalin zurück.

Hier sollte man sofort die Bremse einlegen, um nicht diese widerlichen Geister wieder zum Leben zu erwecken, aber leider muß man sich doch damit beschäftigen.

Zu Zeiten der UdSSR beherbergte das Staatsgebiet der heutigen Ukraine unterschiedliche Populationen, vor allem die Kartoffelbauern (Kulaken) im Westen und die Kohlenarbeiter im Osten vor allem im Dombass-Becken, das als Industriegebiet von Stalin gefördert wurde, auch durch Zuwanderung von Russen. Zu Zeiten der Einbindung der Ukraine in die UdSSR wurde erst spät festgelegt, was das Staatsgebiet der Ukraine sein sollte (das betrifft besonders die Verfügungen von Nikita S. Chruschtschow zur Krim).

Michail Gorbatschow ermöglichte den Fall der Mauer in Berlin 1989 und die Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten 1991. Damit beendete er den Kalten Krieg und bald darauf gab es auch das Regime UdSSR nicht mehr. Von den westlichen Politikern und Journalisten ist ganz entschieden zu verlangen, daß sie die politischen Aktionen des damaligen Regierungschefs der UdSSR und Generalsekretärs der KPdSU, Michail Gorbatschow, die zum Ende des Kalten Krieges und zur Auflösung der UdSSR und zum Ende der KPdSU führten, voll würdigen und in ebenbürtigen Aktionen bzw. historischen Analysen belohnen.

Vor allem ist von den westlichen Staaten zu verlangen, daß sie die Auflösung der UdSSR nicht als Schwäche Rußlands betrachten, sondern als sittlich-moralische Stärke Rußlands, die vom Westen durch ebendasselbe belohnt werden muß.

Das Weltreich der UdSSR verging tatsächlich und Rußland mußte vorliebnehmen mit den Staaten der heutigen Russischen Föderation, aber die Russen sollten auch geistige Einkehr halten, denn die Flucht der vielen Staaten des ehemaligen Ostblocks aus der „Gemeinschaft der slawischen Brudervölker“ beweist eindeutig: Polen, CSSR, die baltischen Staaten (Estland, Lettland, Litauen), Georgien, Moldawien, Westukraine … haben offensichtlich gute Gründe dafür, sich den westlichen Staaten anzuschließen – warum wohl ?

Es wäre für die Russen wirklich gut, wenn sie einmal versuchen würden, sich in die Bürger dieser Staaten zu versetzen. Es ist besonders an die Begleitumstände der langjährigen Zarenherrschaft über Polen (verläßliche Quelle: Die Berichte von Marya Sklodowska-Curie) und die systematische Russifizierung Litauens zu Zeiten der UdSSR zu erinnern.

Die Russen lieben die harte Unterdrückung ihrer Nachbarn und ein imperiales Gehabe – dafür nehmen sie gerne sehr enge wirtschaftliche Lebensbedingungen für sie selber in Kauf.

Anfang April 2014 trennte sich die Krim per „Volksentscheid“ von der Ukraine und Rußland übernahm die Krim in die Russische Föderation. Man muß den historischen und militärischen Hintergrund für die Annektierung der Krim durch Rußland beachten.

Rußland hat im Verlauf von 2 Jahrhunderten um die Krim gekämpft und dann von den Türken erobert. Z.Z. der UdSSR – 1954 – wurde von Chruschtschow die Krim an die Ukraine gegeben. Chruschtschow ist in der Ukraine geboren worden.

Na ja, es heißt: Geschenkt ist geschenkt, und wiederholen ist gestohlen.

Z.Z. der UdSSR war bei Sewastopol auf der Krim die Marine stationiert. Man muß sich nun vorstellen, was für gewaltige Hafenanlagen und Bauten zu Lande für den Marinehafen der Flotte der UdSSR notwendig gewesen sind. Hätte man je erwarten können, daß Rußland alle diese Anlagen auf der Krim einer westlich orientierten Ukraine überlassen hätte ?

Der Protest der westlichen Politiker und Journalisten gegen die Annektierung der Krim unter diesen Umständen ist sehr scheinheilig.

Stalin hatte die Krimtataren (um 500000 Menschen) deportieren lassen und Russen für Bau und Unterhalt der militärischen Anlagen auf die Krim geholt. Mit dem Zerfall der UdSSR fiel die sowjetische Flotte an Rußland, und solange die Krim zur rußlandfreundlichen Ukraine gehörte, beließ man die Krim samt der militärischen Anlagen für die Marine bei der Ukraine.

Die Annektierung der Krim erfolgte unter großem Einsatz russischer Elitetruppen, die keine Nationalitätskennzeichen auf ihrer Kleidung hatten.  

Vor der Abtrennung der Krim von der Ukraine und Eingliederung in den direkten russischen Machtbereich hatte der neue starke Mann der Krim gefordert, daß die Russen auf der Krim vor den Ukrainern beschützt werden müßten und daß er dazu Rußland ausdrücklich um Hilfe ersuchte.

Nach erfolgter Abspaltung und Eingliederung der Krim wiederholte derselbe Mann mit fast denselben Worten dieses Hilfeersuchen an Rußland für die Ostukraine, wo sehr viele Russen leben, was der Normalbevölkerung der EU-Staaten völlig unbekannt war.

Die Gegenrevolution in der Ostukraine erfolgte zuerst nach dem Muster auf der Krim, aber nachdem die Regierung in Kiew Militär in die Ostukraine geschickt hatte, um die Revolution niederzuschlagen, erhielten die Separatisten der Ostukraine und ihre Unterstützer aus Rußland schwere Waffen (Panzer, Artillerie, Raketenwerfer …). Die anfänglichen Erfolge des westukrainischen Militärs wurden durch diese intensive Militärhilfe aus Rußland für die Separatisten beendet und im Februar 2015 machten die Separatisten große Geländegewinne.

Im April 2014 kam im Westen die Sorge auf, daß sich Putin nicht mit der Krim begnügen und weitere Teile der Ukraine annektieren wolle – das wurde durch die Zusammenziehung von 40000 Soldaten an der Westgrenze Rußlands verstärkt.

Manche Leute glaubten im Westen, daß Putin dahin strebe, die russische Föderation auf die ehemaligen Grenzen der UdSSR auszudehnen.

Es sollte auf jeden Fall betont werden, daß vor der Euro-Majdan-Revolution ab September 2013 in Kiew das Verhältnis Ost-West sehr hoffnungsvoll gewesen war. Die Russen nicht nur in Rußland waren und sind der Meinung, daß die Euro-Majdan-Revolution von westlichen Geheimdiensten angezettelt und gesteuert worden ist. Nach Meinung der Russen gingen die feindlichen Aktionen immer vom Westen aus, und dann zog Putin entsprechend nach.

Die Regierung in Kiew schickte also Militär, um die Ostukraine durch Waffengewalt im Staatsgebiet der Ukraine zu halten, und das anscheinend mit Zustimmung der Regierungen der EU-Staaten, was eigentlich ganz erstaunlich ist, denn da ist einzuwenden:

Nach dem 2. Weltkrieg gehörte es in den westlichen Staaten nicht mehr zum politischen Handeln, abtrünnige Volksgruppen, Departements, Bundesstaaten … mittels Waffengewalt im Staatsverband zu halten.

Bei den westlichen Staaten galt die Verpflichtung zum Referendum und dessen Achtung:

  • Nach dem 2. Weltkrieg wollten die Saarländer wieder zu Deutschland. Es gab eine Abstimmung und weil die Mehrzahl der Saarländer sich gegen einen Verbleib im Staatsgebilde Frankreich entschieden, stimmte Frankreich zu und das Saarland kam zu Deutschland.
  • Charles de Gaulle heizte bei seinem Besuch in Quebec, Ostkanada, die Gemüter der Französischstämmigen auf und es kam zur Abstimmung, ob Quebec aus dem Staatsverband Kanada ausscheren sollte. Die Mehrzahl der Einwohner von Quebec war aber gegen die Separation und so verblieb Quebec in Kanada.
  • Im Jahr 2014 wollten sich viele Schotten aus dem UK verabschieden und es kam zur Abstimmung. Die Mehrzahl war aber für ein Verbleiben von Schottland im UK, wenn auch knapp. Auch das wurde friedlich akzeptiert.  

Gewichtige Frage: Wenn die Ukraine so gerne sich westlichen Standards annähern wollte und noch will, warum schickte Kiew dann Panzer und Truppen in die Ostukraine, um die Abspaltung zu verhindern ?

Nach westlichem Vorbild hätte eine von allen Staaten anerkannte Abstimmung durchgeführt werden müssen – und das Ergebnis wäre bindend gewesen.

Noch wichtigere Frage: Warum haben die westlichen Staaten nicht Kiew daran gehindert, sein Militär in die Ostukraine zu schicken, um das Problem militärisch zu lösen ?

Es hätte eine Abstimmung unter internationaler Kontrolle stattfinden müssen.

Die „Abstimmung“ in der Ostukraine, die tatsächlich stattgefunden hat, konnte von der Weltöffentlichkeit nicht kontrolliert und akzeptiert werden.

Auf jeden Fall ist von einem Staat mit westlicher Orientierung zu verlangen, daß er innenpolitische Differenzen nicht mit Kanonen und Panzern zu lösen sucht, und von den westlichen Staaten ist zu verlangen, daß sie dieses Prinzip befolgen, vor allem von denen, die sich der EU zuwenden wollen.

Forderung: Die westlichen Staaten haben von der Regierung in Kiew zu verlangen, daß das ukrainische Militär sofort abzuziehen ist und die vom Militär bewirkten Schäden im vollen Umfang ersetzt werden (sicher vor allem mit westlicher Hilfe).

Es ist ganz erstaunlich und läßt tief blicken, daß das bisher noch nicht geschehen ist, ja daß man im Gegenteil den Eindruck hat, daß Kiew bei seinen Militäraktionen gegen die Ostukraine vom Westen ermuntert und unterstützt wird.

Vermutlich ist seit Mitte 2013 ein Poker um die Ukraine im Gange, von dem vermutlich die wenigsten Politiker und Journalisten der EU-Staaten eine Ahnung hatten. Mit der Euro-Majdan-Revolution in Kiew begann das Pokerspiel erkennbare Formen anzunehmen, besonders für den Geheimdienstspezialisten Wladimir Putin. Rußland ist in diesen Poker voll eingestiegen, bei dem auch Putin austestet, wie weit er gehen kann, durch seine Erfolge übrigens mit steigendem Ansehen bei den Russen.

Ab Mitte 2014 meldeten die westlichen Medien, daß Rußland erhebliche Mengen an schweren Waffen und Truppen in die Ostukraine zur Unterstützung der Separatisten geschickt habe. Die Ostukraine liegt direkt vor der Haustür Rußlands. Der Transport über die offene Grenze Ukraine-Rußland erforderte nur kurze Wege und konnte schnell erfolgen.

USA und EU entschlossen sich wegen der nachgewiesenen Beteiligung Rußlands am Krieg in der Ostukraine zwischen prorussischen Separatisten und Kiew-treuen Truppen zu Sanktionen gegen Rußland, wozu ein umfassender Lieferstopp gehörte, der natürlich Deutschland besonders traf. Sanktionen gegen die Westukraine, die zuerst ihr Militär in die Ostukraine geschickt hatte, wurden in den Medien überhaupt nicht diskutiert, ja man diskutierte noch nicht einmal über die rechtmäßige Grundlage für die Entsendung Kiew-treuer Truppen in die Ostukraine – das ist schon eigenartig.

Nicht nur Rußland, sondern auch die EU-Staaten wurden durch die Sanktionen gegen Rußland wirtschaftlich geschädigt, und besonders von ihnen Deutschland.

Internationale Kapitalanleger zogen ihr Geld aus Rußland ab und reiche Russen taten dasselbe, um ihr Geld im Ausland anzulegen. Der Rubel verlor stark an Wert. 

Im Herbst 2014 warfen die USA große Mengen an Erdöl auf den Markt (durch Fracking gewonnen) und der Preis für das Barrel Erdöl sank auf weniger als die Hälfte. Im Februar betrug der Preis für ein Barrel Erdöl weniger als 50 US$.

In der Folge sanken die Staatseinnahmen der Staaten rapide, die vor allem vom Export von Erdöl und Erdgas lebten wie Rußland und Venezuela.

Sanktionen … ! George W. Bush jun. begann in Folge des islamistischen Terrors am 11.9.2001 den 2. Irakkrieg im Frühjahr 2003, wobei er den Angriff gegen den Irak damit rechtfertigte, daß Saddam Hussein über Massenvernichtungswaffen verfügen würde.

Im Westen waren bis April 2003 viele Stimmen laut geworden, die gegen den 2. Irak-Krieg gesprochen hatten. George W. Bush jun. machte sich über die zögerlichen westeuropäischen Staaten lustig und beschaffte sich Hilfstruppen bei Staaten, die sich vom russischen Joch nach 1991 hatten befreien können, wie z.B. Polen. Bush bezeichnete die zögerlichen westeuropäischen Staaten als das alte Europa und seine dankbaren Helfer aus Osteuropa als das junge Europa.

Dieser militärische Einfall in den Irak war nicht durch einen UNO-Beschluß abgedeckt und nach Kriegsende fand man ferner keine Massenvernichtungswaffen im Irak. Es stellte sich dann nach dem 2. Irak-Krieg heraus, daß die Geheimdienstberichte über die Existenz von Massenvernichtungswaffen im Irak bewußte Fälschungen von US-Geheimdiensten gewesen waren, um einen Kriegsgrund herbeizulügen.

Bis Anfang 2015 schätzt man die Anzahl der irakischen Todesopfer in Folge von Krieg und Nachkriegszeit auf 1 Million und die Anzahl der getöteten US-Soldaten auf fast 10000.

George W. Bush jun. hat einwandfrei ein Kriegsverbrechen begangen, aber er ist deswegen weder in den USA noch von der UNO angeklagt worden. Die EU hat nicht zu Sanktionen gegen die USA wegen ihres Kriegsverbrechens im Irak aufgerufen.

Sanktionen … ! Israel hat in mehreren Kriegen die Gebiete der Palästinenser mit Bomben belegt, wobei Zehntausende von Wohnungen zerstört und Tausende von Palästinensern getötet wurden. Die Bomben waren von den USA geliefert worden. Die Ideologie der israelischen Regierung: Thora und disproportionale Verteidigung. Die EU hat in keinem Fall zu Sanktionen gegen Israel wegen seiner Kriegsverbrechen in Palästina aufgerufen.

Sanktionen … ! China hat sofort nach dem Ende der Revolution 1949 unter Mao Tse-tung Tibet besetzt (1950/51) und beging dort zahlreiche Kriegsverbrechen – bis heute.

Als Studenten 1989 in Peking auf dem Tian‘anmen-Platz (Platz des himmlischen Friedens !) gegen die Regierung protestierten und mehr Demokratie forderten, setzte die Regierung Panzer gegen sie ein. 5000 Studenten fanden einen gewaltsamen Tod. Bisher unterdrückt die chinesische Regierung alle Berichte darüber. Seit dem Jahr 2000 sucht China immer öfter Streit mit Vietnam, Japan und Taiwan. Das alles hat aber den Westen nicht daran gehindert, die lebhaftesten wirtschaftlichen Beziehungen mit China zu unterhalten und China in nur 30 Jahren zur Produktionsstätte des Westens zu machen. China droht noch heute nicht nur dem geistlichen Oberhaupt der Tibeter (Dalai Lama), der so klug gewesen ist, Tibet nach seiner Besetzung bis 1951 rechtzeitig zu verlassen, sondern auch westlichen Staaten, die den Dalai Lama zu einem freundlichen Besuch auffordern. Die EU hat nicht zu Sanktionen gegen China wegen seiner Kriegsverbrechen in Tibet aufgerufen.

Die USA unter George W. Bush jun. und Israel unter Netanjahu haben mit den Methoden des 19. und 20. Jahrhunderts Irak bzw. Palästinensergebiete bekämpft.

China unter Deng Xiaoping setzte Militär gegen Studenten mit 5000 Todesopfern ein und China besetzt Tibet bis heute.

Gegen USA, Israel und China gab es keine Sanktionen.

Die gewaltsame Euro-Majdan-Revolution begann in Kiew und Putin hat dann die Krim fast ohne Anwendung von Waffen annektiert, wobei nur wenig Menschen zu Schaden kamen.

Die Revolution der prorussischen Separatisten in der Ostukraine wurde erst dann kriegsmäßig, nachdem Kiew sein Militär dorthin geschickt hatte.

Im Poker um die Ukraine hat also Rußland immer nur nachgezogen - gegen Rußland gab es aber Sanktionen, die im Januar 2015 besonders vom amtierenden Präsidenten der Europäischen Kommission vehement vertreten wurden. Messen mit zweierlei Maß ? Das ist kein Kompliment an die westlichen Medien und Politiker ! Man hätte schon ab Mitte 2013 Rußland einbeziehen müssen und Kiew hätte niemals Militär in die Ostukraine schicken dürfen !

Es kann sein, daß die Krim von Chruschtschow an die Ukraine als Wiedergutmachung erfolgte für die Völkermorde im Auftrag Stalins an den Ukrainern 1932/33 und an den Kulaken im Winter 1940/41 mit jeweils etlichen Millionen Hungerstoten. Die Russen sagen: „Das war Stalin gewesen; das waren nicht wir.“ Warum können sie das denn so leicht sagen ? Weil USA, England, Frankreich, Spanien … die von ihnen begangenen Völkermorde so vertuschen wie die Türkei ihren Völkermord an den Armeniern von 1875 bis 1915. Besonders die Ureinwohner Amerikas, die Indianer, haben am meisten unter diesen Staaten zu leiden gehabt, mit vielen Millionen Zwangsarbeitern in den Minen und auf Feldern und 8 Millionen Toten – aber z.B. Cortez und Pizarro werden heute noch als Nationalhelden gefeiert. Die Ursache davon ist, daß im Mai 1945, nach der Kapitulation Deutschlands, die Alliierten das Konzept verfolgten, sich nicht gegenseitig ihre Kapitalverbrechen und Völkermorde anzulasten:

  • In Amerika wurden also die Indianer von USA und Kanada in Nordamerika und von Brasilien, Bolivien usw. in Südamerika weiterhin entrechtet, verfolgt und gedemütigt.
  • England führte also mit harter Hand seine Kolonien weiter, auch in Irland im europäischen Raum.
  • Frankreich spielte sich also in Indochina und Algerien als naturgegebene Herrschaftsmacht auf.
  • Stalin baute seine Gulags besonders am Jennissei, dem Fluß der Tränen, weiter aus. Dort starben Hunderttausende von Russen.

So sieht die sittlich-moralische Bastion aus, von der heraus USA und die westlichen EU-Staaten zu operieren glauben. Staaten und Reiche haben ihre Glanzzeiten – und die Kehrseite gibt es auch. Mika Waltari in „Sinuhe der Ägypter“: „Reiche wechseln, Völker stehen auf und verschwinden wieder, Ruhm und Ehre wechseln schattenhaft … „ Gerade im 20. Jahrhundert haben wir die Wahrheit dieser Worte erfahren können. Nach dem von Adolf Hitler verursachten 2. Weltkrieg erfuhr Deutschland die Großmut der USA zu Zeiten der Berlin-Krise nach dem 2. Weltkrieg, als die Rosinen-Bomber Berlin versorgten, und es erfuhr auch die Großmut Rußlands, nicht nur als der Eiserne Vorhang fiel. Der Kalte Krieg von 1947 bis 1991 ist vorbei und wir sollten dafür dankbar sein.

Wir sollten auch dankbar dafür sein, daß es während der Kuba-Krise 1962 nicht zum 3. Weltkrieg gekommen ist. John F. Kennedy als vermutlich der hervorragendste Politiker des 20. Jahrhunderts hat 1962 z.Z. der Kuba-Krise „die Welt gerettet“, aber ohne die Einsicht von Nikita S. Chruschtschow wäre auch ihm das nicht möglich gewesen.

Auch Nikita S. Chruschtschow verdient in mehrfacher Hinsicht Lob, u.a. wegen seiner realistischen Einschätzung der Psyche von Mao Tse-tung und seinem Bruch mit China.

Wir sollten endlich aus dem mörderischen Schatten von Stalin und Hitler heraustreten.

Nach dem herbeigelogenen Irak-Krieg sollte jedermann im Westen damit aufhören, alle Aktionen der USA durch die rosarote Brille zu sehen, auch nicht die Einkreisungs- und Bedrohungsphantasien um Rußland, die vermutlich bei der Euro-Majdan-Revolution den ganzen Poker um die Ukraine ausgelöst haben. Jedermann weiß heute, daß sich die USA via 16 Geheimdiensten in die Belange anderer Staaten einmischen, diese nicht nur beeinflussen, sondern sogar gängeln wollen, und wenn das nicht so funktioniert, wie sie wollen, zetteln sie dort politische Unruhen, Aufstände … an. Das wird gestützt durch die 2014 diskutierte NSA-Affaire, bei der die USA wegen der Abhörung von Politikern auch befreundeter Staaten in ein seltsames Licht gerückt werden, neben Kanada, England, Australien und Neuseeland.

Diese 5 Staaten nennen sich die Five Eyes. Sie wollen angeblich westliche Werte in der Welt verbreiten, aber noch 1994 verbrachte Kanada Indianerkinder in „Erziehungsanstalten“, wo sie gedemütigt und vergewaltigt wurden – es waren ja nur Indianer, und wer Mensch ist, das bestimmt die kanadische Regierung. Viele dieser Indianerkinder wurden schwer krank und um die 3000 Indianerkinder starben sogar unter der Obhut der Regierung – noch bis 1994 !

Noch heute geht es einem sehr schlecht, wenn man Indianer in Amerika ist.

Der Pfad der Tränen oder Trail of Tears der Cherokees

Die US-Regierung beschloß im Indian Removal Act von 1830 die militärisch erzwungene Umsiedlung der indianischen Stämme Muskogee (Creek), Cherokee, Chickasaw, Choctaw und Seminolen, obwohl gerade diese versucht hatten, sich an die Lebensweise der Kolonisten anzupassen. Besonders die Cherokees gaben ein Musterbeispiel für eine Anpassung an „zivilisierte christliche“ Lebensweise ab.

Das beeindruckte besonders den US-Präsidenten Andrew Jackson gar nicht. Zwischen 1831 und 1839 wurden die o.g. Stämme brutal zu Abtretung, Landtausch, „Verkauf“ … ihrer angestammten Gebiete in den Südstaaten oder durch Einsatz des Militärs zur Räumung gezwungen. Die Umsiedlung erfolgte  in Trecks, von amerikanischen Truppen begleitet.

Auf dem Weg in die neu eingerichteten Indianerreservate starb über ein Viertel der Indianer und der sie begleitenden afroamerikanischen Sklaven durch Krankheiten, Erschöpfung, Kälte und Hunger.

Rund 13.000 internierte Cherokee verbrachten den Sommer in den Lagern. Krankheiten grassierten, und weiße Händler schmuggelten Alkohol in die Forts, der die desolate Situation zusätzlich verschlechterte. Einige Historiker gehen davon aus, dass in dieser Phase der Umsiedlung bereits mehr Cherokee starben als auf dem Weg in die neuen Siedlungsgebiete. Die Bedingungen, unter denen die von den Cherokee auch als „Marsch der tausend Meilen“ bezeichnete Umsiedlung 1838 begann, waren katastrophal. Die Cherokee weigerten sich die Lager und damit ihre Heimat zu verlassen. Sie wurden mit Waffengewalt und Schlägen gezwungen, sich in Bewegung zu setzen. Es litten die Cherokee unter Winterstürmen mit Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt. Neben den Todesfällen durch Erfrieren, aufgrund sehr knapper Rationen verursachter Unterernährung, durch Unfälle und Erschöpfung starben weitere Stammesmitglieder an Krankheiten wie Masern, Cholera, Keuchhusten und Ruhr. Dies betraf besonders die Kinder und die Ältesten des Volkes, für die der bis zu sechsmonatige Fußmarsch in das knapp 2.000 Kilometer entfernte Indianer-Territorium kaum zu bewältigen war.

Um die weitere Akkulturation im Sinne der Weißen zu fördern, wurde den Indianern durch verschiedene staatliche Regelungen untersagt, ihre Kultur zu pflegen. Dazu gehörte das Verbot, ihre Sprachen zu sprechen, und die Kinder wurden in staatliche Schulen gezwungen, um die Kultur der Weißen bereits früh zu assimilieren. Traditionell verankerte Konzepte wie die Weitergabe des indianischen Wissens über die Nutzung von Heilpflanzen, herkömmliche Handwerkskunst, aber auch die matrilineare Struktur vieler Stämme und die mündliche Weitergabe der indianischen Geschichte wurden erschwert, in einigen Fällen auch teilweise oder vollständig unterdrückt.

Bis 1994 hat die kanadische Regierung aus indianischen Familien die Kinder geholt und steckte die in Erziehungsheime, wo viele dieser Kinder krank oder vergewaltigt wurden oder gar starben.

Zwischen 1840 und 1880 versuchten viele Indianerstämme, allein oder über Zusammenschluß, gegen die landhungrigen Amerikaner vorzugehen, aber die USA gingen mit größter Brutalität gegen die Indianer vor. Ihre Verträge mit den Indianern achteten sie für nichts.

Die militärische Gewalt der Eroberer war gnadenlos:

- 1864 wurde ein Cheyennelager von J.M. Chivington vernichtet, eingeschlossen Frauen und Kinder. Chivington, ein Prediger: "Aus Nissen werden Läuse." Die Friedensverhandlungen im Oktober 1867 bei Medicine Lodge in Kansas mit 5000 Komantschen, Apatschen, Kiowas, Cheyennes und Arapahoes waren ein Mißerfolg, und der Indianerkrieg ging weiter.

- Im November 1868 vernichtete das 7. Kavallerieregiment unter General George Armstrong Custer das Lager von Häuptling Schwarzkessel (Cheyenne) am Wichita River. Frauen und Kinder wurden immer ebenfalls getötet.

- General Philip Henry Sheridan hatte sich im Sezessionskrieg sehr hervorgetan und wurde Oberkommandierender der Streitkräfte im Krieg gegen die Indianer. Er war als Indianerhasser bekannt.

- Auch General William Tecumseh Sherman, bald Oberbefehlshaber, war unerbittlich. Er kam 1871 nach Fort Sill. Auf der Gegenseite hatte sich Quanah Parker so hervorgetan, daß er im Alter von 26 Jahren (1871) Häuptling der Quahadi und Oberhäuptling aller Komantschen wurde. Am 25.9.1872 wurde das Dorf von Quanah - er war gerade auf der Büffeljagd vom 4. Kavallerieregiment unter Generalmajor Ranald Slidell Mackenzie vernichtet, ein Lager mit 262 Zelten, an der Nordgabel des Red River. Hauptphase und Schluß der Indianerkriege im Südwesten gegen die Komantschen waren 1873/74. Mit allen Mitteln wurden die Büffel von Büffelschlächtern mit weittragenden Mehrladergewehren vernichtet, da sie die Grundlage der Ernährung der freien Indianer waren. Die Schlacht von Adobe Walls - 700 Indianer gegen 28 Büffeljäger mit guten Mehrladergewehren - endete mit riesigen Verlusten der Indianer. Nach mehreren weiteren Kämpfen ging Quanah auf das Angebot von Mackenzie ein, in ein Reservat zu ziehen. Am 2.6.1875 ergaben sich in Fort Sill Quanah, 100 Quahadi sowie 300 Frauen und Kinder.

- 1874 wurden die Goldvorkommen durch General Custer in den Black Hills untersucht mit dem Ergebnis von Verhandlungen 1875 auf dem Lone Tree Council, wo die Oglala die Black Hills an die USA verkaufen sollten. Häuptling Gefleckter Schweif, für diesen Verkauf gar nicht ermächtigt, stimmte zu, aber die freien Indianer lehnten ab. 1876 erging an die freien Oglala das Ultimatum, die Black Hills herauszugeben und in ein Reservat zu ziehen, andernfalls drohte Enteignung durch Krieg. Nicht vergessen: Ein Ultimatum an die rechtmäßigen Ein- oder Bewohner, ihr Land zu räumen !

Hier ist eine Beschreibung des Lebens der Indianer in ihren Reservaten angebracht: Im Winter starben viele Alte und Kinder, weil sie im Wald kein Holz schlagen durften. Wer ertappt wurde, dem drohte Erschießen. Das Essen stank und war katastrophal schlecht. Decken, Kleidung und Zelte waren total zerrottet. Die Indianer wurden mit Verachtung und Hochmut behandelt, schlechtweg gemein. So war es kein Wunder, daß die Indianer nicht in die Reservate wollten und den Tod in Freiheit vorzogen.

Zum Chivington-Massaker: Am 29.11.1864 wurde das Winterlager der beiden Cheyenne-Häuptlinge Kriegshaube und Weiße Antilope durch J.M. Chivington und seine Truppen in der Nacht überfallen und alle Bewohner (um 300 Menschen) getötet. Chivington war Oberst und Methodistenprediger, eine interessante und aufschlußreiche Mischung. Er predigte das "Wort Gottes": "Every Indian is a bad Indian, only a dead Indian is a good Indian."

Ebenfalls wurde das Lager der Cheyenne am Sand Creek überfallen, weit südlich des Platte River. Hier hatte sich Chivington etwas ganz besonders ausgedacht: Den Cheyenne war das Lager von der US-Army zugewiesen worden und die Waffen hatten sie abliefern müssen. Häuptling Schwarzkessel war zu Friedensverhandlungen nach Denver geritten. Der Methodistenprediger und fromme "Christ" Chivington überfiel mit seinen Soldaten auch dieses Dorf (Indianer ohne Waffen und ohne ihren Häuptling).

Der überlebende Rest der Cheyenne flüchtete in das Oglala-Gebiet. Woanders kamen Oglala-Indianer den Cheyenne zu Hilfe, wenn diese von einer Übermacht an Soldaten angegriffen wurden. In der Folge kam es zum Aufstand der Dakota, Cheyenne und Arapahos, wobei der General Connor mit seinen Obersten Walker, Cole und Sawyer in der ersten Zeit etliche Niederlagen einstecken mußte.

Eine Eigenart von Regierung und Verwaltung der USA, das bis heute im Zusammenspiel oder in der selbständigen Arbeit von Geheimdiensten, Behörden und US-Regierung auswirkt, ist das Zurückhalten von wichtigen Informationen vor anderen konkurrierenden Behörden, Beamten, Regierungsmitgliedern:

1862 war ein Aufstand der Dakota wegen verbrecherischer Indianeragenten. Die Generäle Sibley und Sully schlugen ihn mit ihren Truppen nieder. Rote Wolke reiste zu vielen Indianerstämmen und rief sie zum Kampf gegen die Amerikaner auf. Wegen der Bemühungen von Pater de Smet kam 1863 der Frieden von Fort Laramie zustande. Das erklärte Ziel der USA war die bedingungslose Unterwerfung der Indianer, wobei sie ehrliche Unterhändler wie Pater de Smet genauso betrogen wie die Indianer selber. Das zeigte sich auch sehr schön mitten in der Verhandlung in Fort Laramie, wo auch die später so berühmten Häuptlinge

- Sitting Bull (Sitzender Büffelstier, Tatanka Yotanka) und

- Rain in the Face (Regen ins Gesicht, Ite o Magazu) anwesend waren.

In die Friedenskonferenz platzten 700 Mann der Staatenarmee,

- das 2. US-Kavallerieregiment und

- das 18. US-Infanterieregiment unter Oberst Henry B. Carrington

mit dem Ziel, alle noch freien Indianer in die Reservate zu bringen. Weder hatte Carrington eine Ahnung von den laufenden Friedensverhandlungen in Fort Laramie noch hatten die dortigen Unterhändler, also der Kommandant von Fort Laramie und seine Offiziere, eine Ahnung von dem Anmarsch der US-Regimenter. Natürlich platzten die Friedensverhandlungen, und alle Bemühungen von Pater de Smet (seine Vorstellung vom "Wort Gottes") waren nicht nur vergeblich gewesen, sondern hatten auch den integren Pater de Smet selber in Verruf gebracht - wie auch seine „christliche“ Religion !

Ein weiteres Kennzeichen der Strategie ist die Vertragsbrüchigkeit auf Regierungsebene der USA, weshalb die Indianer sagten: „Die Verträge der Weißen sind auf Wasser geschrieben.“

Noch 1877 verfügte die US-Regierung die Deportation der gefangenen Cheyenne nach Darlington, einem Indianerreservat in Oklahoma. Entgegen allen Versprechungen sahen die Cheyenne bei ihrer Ankunft in Oklahoma die ihnen zugeteilte Sandwüste. Kurz darauf starben viele Indianer an Hunger, Krankheit und sonstigen Mängeln und Entbehrungen. So wurde schon im nächsten Jahr der Ausbruch aus diesem KZ beschlossen, wobei 220 Frauen und Kinder mit 80 Kriegern zu Fuß den Marsch in ihre frühere Heimat begannen, über eine Strecke von 1600 km durch ein ihnen durch und durch feindlich gesonnenes Land. Sie wollten nur schnellstmöglich fort aus Hitze, Staub und Sand der Hölle von Darlington, hinauf zu den grünen Savannen und Waldungen in Nebraska und Wyoming, in das Gebiet ihrer Heimat zwischen den Black Hills und den Rocky Mountains. Ihr Häuptling Stumpfes Messer (Dull Knife) ist wegen seiner Klugheit und Umsicht in die Geschichte eingegangen. Diesen Namen hatte er von den Dakota bekommen. Seine Cheyenne nannten ihn Wo-ne-hir (Morgenstern). Das Wort Cheyenne kommt von dem Wort Sha-yi-yena, was ein Wort aus dem Sprachraum der Dakota ist und "Volk einer anderen Sprache" bedeutet. Sie selber nannten sich Dzi-tsiitsa, was einfach Volk heißt. Sie waren Algonkin und Feinde der Absaroka, Pawnees und Ojibwä. Wie die anderen Indianervölker besaßen auch die Cheyenne ihre speziellen Stammeslegenden. Eine davon war: Einstmals kamen ihre Vorfahren aus einer Region von Eis und Schnee in wärmere und fruchtbarere Gebiete, angeführt vom Großen Geist in Gestalt eines riesigen Hundes. Darum nannten sie sich auch Hundekrieger (dog soldiers). 1865 war ihnen im Harney-Sanborn-Vertrag von der US-Regierung ihr Heimatgebiet anerkannt und garantiert worden. Vor ihrem Ausbruch wandten sich die Häuptlinge der Cheyenne an den Indianeragenten, um eine Erleichterung ihrer Lage zu erreichen. Das waren Stumpfes Messer, Kleiner Wolf, Old Crow, Wild Hog, Wirres Haar und Strong Left Hand. Der Superintendent für Indianerfragen ließ ihnen die übliche Antwort erteilen: Kein Indianer darf das Reservat verlassen. Wer es dennoch verläßt, wird mit Waffengewalt zurückgeholt. Die Meinung von General William Tecumseh Sherman: Die Indianer dezimieren und den Rest nach Dry Tortugas in Florida schicken. General Philip Henry Sheridan, Befehlshaber aller US-Truppen an der Indianergrenze, alarmierte um 13000 Soldaten, um die Cheyenne zur Botmäßigkeit zu zwingen. Die Befehle gingen an die 4 Generäle George Crook, Bradley, Pope und Gibbon. Die Cheyenne flohen nach Norden, wobei sie zu Fuß über 50 km am Tag zurücklegten. Nach anfänglichen Mißerfolgen der anderen Militärs erhielt General Crook die Leitung aller Operationen zum Wiedereinfang der Cheyenne. Unter den 13000 aufgebotenen Soldaten befand sich auch das 7. US-Kavallerieregiment, das wieder neu aufgefüllt worden war (am 25.6.1876 war es von den Dakota vernichtet worden).

Im November 1876 wurde John D. Miles von US-Militärs zur Verantwortung für den Ausbruch der Cheyenne herangezogen, aber der verteidigte sich:

- Man hatte den Cheyenne nicht das gegeben, was ihnen nach dem Vertrag zugestanden hätte.

- Trotz Drängen von Miles hatte man den Indianern keine Arzneimittel gegeben.

- Auch im Winter hatten die Indianer keine Decken erhalten.

- Die Indianer bekamen viel zu wenig zu essen und waren durch Hunger extrem geschwächt und krankheitsanfällig.

- Von den tatsächlich an die Indianerreservationen abgeschickten Waren- und Nahrungsmittelladungen kamen nur wenige bei den Indianern an.

Es herrschte eine ungeheure Korruption bei den verantwortlichen US-Stellen, die für die Indianer zuständig waren. Vieles von diesen Darlegungen von Miles kam in die Zeitungen. Der Haß auf die Indianer war ungeheuer groß.

Das drückte sich auch in der Bezeichnung aus: Indianer = Bock, Indianerin = Kuh, Indianerkind = Ziege. Entsprechung seit 1945: Deutsche = Kraut, Japaner = Japse

Genau in diesem Sinne wurden die Soldaten auch erzogen. Nach 100 Tagen waren die Cheyenne immer noch frei, im Dezember 1877 kam eine Abteilung der Cheyenne während eines Scharmützels in Gefangenschaft auf Fort Robinson. Die Cheyenne (meistens Frauen und Kinder) sollten sofort nach Darlington zurückgeschickt werden. Während eines Blizzards konnten die Cheyenne aus dem Fort fliehen, aber nur weniger erreichten lebend die anderen Cheyenne. Nun erwachte das Gewissen der Presse und die Zeitungen warfen den Militärs ein schändliches Verhalten vor, worauf Sherman kniff. Der Rest der Cheyenne wurde "begnadigt" und durfte in den Black Hills bleiben, wohin sich Häuptling Kleiner Wolf mit etwa 100 Stammesbrüdern hatte flüchten können. Das wurde vom Innenminister Carl Schurz verfügt. 4 Jahre später kam Stumpfes Messer wieder dazu. Stumpfes Messer starb dort 1883, Kleiner Wolf, der den Rest seines Stammes gerettet hatte, 1909. Heute liegt die Reservation der Cheyenne im Norden von Montana nahe der kanadischen Grenze.

Ferner ist die ungeheure Brutalität und Grausamkeit ein Kennzeichen der US-Strategie gegen die Indianer gewesen, gegen die rechtmäßigen Eigentümer Nordamerikas. Das wird besonders bei den letzten Indianerkriegen deutlich, nämlich in den Kriegen gegen die Apache. 1835 wurde die Indianergruppe um San Juan (Mimbreno) in der Nähe von Chihuahua in der Sonora - nahe der unheilvollen Kupferminensiedlung Santa Rita del Cobro - durch Verrat und Kanonenfeuer bis auf wenige ausgelöscht.

Das geschah auf folgende Weise: Im Süden New Mexicos lehnten die Indianer eine "herzliche" Einladung zu einem Fest und Besäufnis selten ab, anders Mangas Coloradas: Er war mit seiner mexikanischen Frau - wie üblich als Mädchen geraubt - nicht zum Fest mitgekommen, in dessen Verlauf auf die betrunkenen Indianer wild geschossen wurde.

Verantwortungslose Politiker und Journalisten zur Ordnung rufen

Man steht vor dem großen Problem, Politiker und vor allem politische Beamte und Journalisten davon zu überzeugen, daß man in einem größeren Rahmen denken muß, wie das am Anfang dieser Schrift dargelegt worden ist.

Die Politiker sollten endlich mit den Sandkastenspielen und Streitereien aufhören.

Die Journalisten sollten endlich damit aufhören, die Politiker und Staaten gegeneinander aufzuhetzen, was aber jüngst mit der laufenden Verunglimpfung Rußlands in den westlichen Medien geschehen ist.

Die Journalisten und Politiker sollen sich den großen Problemen zuwenden und deren Lösung einfordern bzw. bewirken, wie Asteroidenabwehr, Bau einer Raumschiffsflotte auf dem Mond, Säuberung vor allem der Meere von Industriemüll, Senkung des Anteils der Treibhausgase in der Atmosphäre, Beendigung der Ausplünderung der Meere mittels Überfischung, Verhinderung der Vernichtung der Tier- und Pflanzenwelt durch die Menschen ...

Insbesondere Deutschland sollte sich in Sicht auf Stalingrad und den Abzug der sowjetischen Truppen aus der DDR den militaristischen Sprüchen und Handlungen von NATO- und EU-Oberen widersetzen und ein gutes Verhältnis zu Rußland einfordern. In Sicht auf die Versöhnungsgesten bei Verdun und Warschau ist von Deutschland zu fordern, genau so etwas für Stalingrad zu leisten und im Gedenken an die von Rußland und USA geschenkte Wiedervereinigung von BRD und DDR sich aller Aktionen gegen Rußland zu enthalten.

Die Schlacht um Verdun vom 21.2. bis 19.12.1916 gilt als Symbol für Verbissenheit und Blutopfer im 1. Weltkrieg.

Die Regierungschefs von Frankreich und Deutschland, Francois Mitterrand und Helmut Kohl, trafen im September 1984 vor dem riesigen Gräberfeld von Verdun aufeinander und wählten folgendes Symbol für den Willen der Verständigung: Sie standen Hand in Hand vor dem Meer aus weißen Kreuzen.

Das war ein gewaltiges Zeichen für eine neue Ära der Verständigung zwischen Frankreich und Deutschland.

Am 1.9.1939 startete Adolf Hitler den militärischen Einfall in Polen. Der Widerstand der Polen im Warschauer Ghetto wurde ein Symbol für ihren Freiheitswillen.

Der deutsche Kanzler Willy Brandt besuchte im Rahmen seiner neuen Ostpolitik, die auf Verständigung ausgelegt war, am 7.12.1970 das Ehrenmal der Helden des Warschauer Ghettos und machte dort seinen Kniefall. 

Am 22.6.1941 startete Adolf Hitler den militärischen Einfall in die UdSSR.

Stalin (Yossif Wissaniarowitsch Dschugaschwili) und Adolf Hitler hatten 1940 einen Nichtangriffspakt geschlossen, und Stalin hatte seine Westgrenze entmilitarisiert, um Hitler nicht zu reizen. Nach dem zuerst schnellen Vormarsch nach Moskau stockte der deutsche Angriff bei Stalingrad. Stalin befahl, die Stadt auf jeden Fall zu halten und im Gegenangriff der Roten Armee kam es auf beiden Seiten zu ungeheuren Verlusten. Am 31.1.1943 kapitulierte Generalfeldmarschall Paulus (6. Armee).

Die Schlacht um Stalingrad gilt als Symbol für die Schrecken des 2. Weltkriegs.

1991 war die keineswegs selbstverständliche Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten. Sie wurde zwar bewußt geplant, aber sie wurde nicht von allen gewollt. Noch im Jahr 2015 ist Korea geteilt in den kommunistischen Norden und den „freien“ Süden. Was über Nordkorea berichtet wird, erinnert an die Mängelverwaltung in der ehemaligen DDR. 

Englands Regierungschefin Margaret Thatcher stand der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten entgegen, George W. Bush sen. als Präsident der USA wollte sie, Michael Gorbatschow als Regierungschef der UdSSR wollte sie, die DDR-Führung mit Erich Honnecker war strikt dagegen, ebenso wie in Westdeutschland die um 1980 gegründete Partei „Die Grünen“ und der Schriftsteller Günter Grass.

Der damalige Kanzler Helmut Kohl wollte der Kanzler der Wiedervereinigung werden, und das erreichte er, allerdings nicht umsonst. Es ist sicher so, daß der Kanzler Helmut Kohl sich die Zustimmung von dem Premier Francois Mitterand erkaufen mußte durch Zusagen, und zwar nicht nur zur Einführung des Euro im Jahre 2000 und der Gründung der Europäischen Zentralbank (EZB) nebst ihrer Besetzung, besonders ihrer Direktorenposten. Dennoch wäre das alles nicht ausreichend gewesen, wenn nicht Kohl und Mitterand ernsthaft versucht hätten, die Abneigung zwischen Deutschland und Frankreich in ihren Wurzeln zu bekämpfen.

Der Wille zur Idee der französisch-deutschen Freundschaft sollte Modell stehen für den Willen, die Idee einer russisch-deutschen Freundschaft zu begründen. Die deutsche und die russische Regierung sollen ein gutes Symbol wählen für den zukünftigen Willen für eine dauerhafte Verständigung und Zusammenarbeit, und das muß bei Stalingrad geschehen.

Die Wiederherstellung normaler Beziehungen zwischen Deutschland und Rußland wurde durch den Kalten Krieg zuerst unmöglich gemacht, aber schon Konrad Adenauer als erster Nachkriegskanzler in Deutschland berief sich in den 1950er Jahren (mitten im Kalten Krieg) bei seiner Bitte um die Rückführung deutscher Kriegsgefangener aus der UdSSR auf die Großmut der Russen – und er hatte Erfolg.

Als die Jugend in der DDR in der Glasnost-Bewegung von Gorbatschow eine Hoffnung sah, riefen die Demonstranten in Dresden schon 1988:

Gorbi, Gorbi !“

Als infolge der Reformen von Michael Gorbatschow in der UdSSR die letzten russischen Besatzungstruppen aus der DDR angezogen wurden, sangen die russischen Soldaten:

„Deutschland, wir reichen Dir die Hand …“

Ab 1991 fiel endlich der Eiserne Vorhang und es kam zur Vereinigung von BRD und DDR.

Willi Brandt – der SPD zugehörig – wollte damals eine neue verantwortliche Ostpolitik.

Der heutige EC-Präsident – auch der SPD zugehörig – will im Februar 2015 die EU-Staaten auf einen Kurs gegen Rußland einschwören.

Während man die französisch-deutsche Freundschaft als bilateral bezeichnen kann, ist eine russisch-deutsche Freundschaft Weltpolitik und ganz anders anzugehen.

Vorerst ist zu fordern:

  • Deutschland hat sich nicht an den aktuellen Wirtschaftssanktionen Rußlands zu beteiligen – oder weiß man nicht hierzulande, was Dankbarkeit bedeutet ?
  • Die Regierung Deutschlands hat auf Rußland zuzugehen und im Gedenken an Stalingrad und das Geschenk der Wiedervereinigung von BRD und DDR seine wirklich dauerhafte Hilfe anzubieten.
  • Es ist zu versuchen, mit Rußland zu einem dauerhaft guten Verhältnis zu kommen, wo nicht jeder Husten sofort wieder zu einem Kalten Krieg führt.

Nicht nur Deutschland muß auf Rußland zugehen, sondern auch EU und USA müssen Rußland einzubinden suchen. Im 21. Jahrhundert ist kein Platz mehr für Bedrohungs-, Einkreisungs- und Spaltungsphantasien Kalter Krieger. Hier ist zu bemängeln, daß Rußland heute vom Westen zu sehr ausgegrenzt wird.

Michail Gorbatschow hat darauf hingewiesen, daß für verschiedene Staaten verschiedene Wege zur Demokratie in Frage kommen. Rußland ist ein Vielvölkerstaat mit Traditionen, die noch lange wirksam sein werden. Es wird sicher so sein, daß das große Rußland eine andere Qualität von Führung benötigt als heute die westlichen Staaten. Rußland hat mit dem Nachwuchs ähnliche Probleme wie Deutschland und mit dem erstarkenden Islam ähnliche Probleme wie die Staaten der EU.

Rußland könnte sich den EU-Staaten sehr langsam annähern, allerdings wird es auch das unter dem Vorbehalt tun, daß die Bevölkerung der EU-Staaten ihre Reden über Demokratie sehr viel ernster nehmen und sich nicht an Staatschefs hängen wie Silvio Berlusconi, der sein eigenes Land Italien als Scheißland bezeichnet hat.

Wie kommt der Westen zu einem Vernünftigen Verhältnis zu Rußland ? Auch hier darf man nicht durch die rosarote Brille schauen. Es stimmt. daß in Rußland der kleine Bürger viel mehr der Staatswillkür ausgeliefert ist als in den westlichen Staaten. In Rußland gibt es eine Art von Tradition der Besessenheit an der Gewalt gegenüber der eigenen Bevölkerung, wobei der Revolutionär Stalin (der Stählerne) alle Verbrechen der Zaren zuvor übertraf in seinen Säuberungen 1936 bis 1938, wo um die 1,5 Millionen Russen – meistens Angehörige der Intelligentsia – in Arbeitslager (Gulags) gesteckt oder sofort vom NKWD per Genickschuß getötet worden sind. Tatsächlich findet man die russische Grausamkeit in allen sozialen Schichten, beim Militär mit 10000 (Selbst-)Morden pro Jahr unter den Soldaten, bei der Polizei nicht nur gegenüber Obdachlosen, bei kriminellen Banden, bei Staatsorganen, die Demonstrationen mit viel Gewalt und Verhaftungen niederschlagen …

Bei solchen Verhältnissen ist es denn auch recht wahrscheinlich, daß dort ein Regierungschef benötigt wird, der Rußland nicht in der Weise regiert, wie das z.B. in Frankreich, England oder Deutschland der Fall ist.

Seit etlichen Jahren regiert im Kreml Wladimir Putin, mehr oder weniger direkt.

Michail Gorbatschow, der als ehemaliger Generalsekretär der KPdSU und Regierungschef der UdSSR aus eigener Einsicht heraus die Grundlagen schuf für das Fallen des Eisernen Vorhangs 1989 und das Ende des Kalten Krieges, hat vermutlich „die Welt gerettet“ – der Terminator kann sich an ihm ein Beispiel nehmen – und der im Westen ungeliebte Wladimir Putin hat anscheinend das seit 1989 verfallende Rußland gerettet. Putin ist sicher kein lupenreiner Demokrat, aber er hat die wirtschaftliche Situation Rußlands grundlegend verbessert und sorgt für stabile Verhältnisse in Rußland. Aus den Verdiensten von Wladimir Putin an dem wirtschaftlichen Aufstieg Rußland ist zu schließen, daß er der richtige Mann an der Spitze Rußlands ist. Die Regierungsmethoden von Putin erinnern aber oft an die der Zaren, besonders bei der Niederschlagung von Demonstrationen, aber da ist wieder zu fragen, wer diese Demonstrationen in Wirklichkeit steuert.

Wie kann man Rußland europäisieren ?

In der Anfangszeit der Putin-Regierung meinte Gorbatschow, daß jedes Land seinen eigenen Weg zur Demokratie finden müsse, was vermutlich als Stütze für Putin gedacht war. Nach dem Kasperle-Theater der Rochade 2011/12 zwischen Medjedjew und Putin (Regierungschef, Staatspräsident) hat Putin die Gunst von Gorbatschow verloren.

Z.Z. von UdSSR und DDR sprach die westliche Presse oftmals verächtlich von der hohen Verschuldung von UdSSR und DDR, und die UdSSR machte auch bei der BRD Schulden. Es hieß in der westlichen Presse, daß UdSSR und DDR sowieso über kurz oder lang bankrott gegangen und zusammengebrochen wären. Gut, halten wir das im Sinn.

Im Jahre 2012 sind Rußland und China ohne Schulden, und die westlichen Staaten wie USA, England, Italien, Frankreich … schieben riesige Schuldenberge vor sich her.

Wenn man mit einerlei Maß mißt, kommt man bei den Schuldenbergen westlicher Staaten zu Schlußfolgerungen, die man aber in der westlichen Presse nicht finden kann. Westliche Staaten sind nun fast bankrott und Rußland und China sind schuldenfrei.

Wieder Messen mit zweierlei Maß ?

Wenn man Rußland und China die Demokratie schmackhaft machen wollte, müßte man ihnen demokratische Staaten vorführen, die politisch, ethisch, wirtschaftlich … wirklich gut regiert werden. Glauben Sie, daß Irland, Belgien, Griechenland, Italien, Spanien … für die herrschenden Schichten in China und Rußland ein Vorbild sein können ?

Ferner ist es so, daß die Politiker und Eliten im Westen, die die Immobilienkrise 2008 und dann die Banken- und Finanzkrise 2010 verschuldet haben, die Demokratie verraten haben.

Es ist immer wieder an die asozialen Eliten im Westen zu erinnern wie z.B. die Investmentbanker, die liebevoll von den Politikern gehätschelt wurden zu Zeiten, wo die Investmentbanker Geld zu scheffeln schienen und den Politikern reiche Pfründe gewährten - bis der Schwindel 2008 aufflog. Die Schurkereien der Investment-Banker sind nach dem von ihnen verursachten Finanz-Desaster im Jahr 2008 gründlich diskutiert worden. Ihre Rücksichtslosigkeit, Geldgier und Habsucht ist ein Beispiel für asoziale Eliten, die ihre Mitmenschen so mißachten wie Ratten – und dennoch sind sie wegen der Verfilzung der Oberschicht selten angeklagt und nie verurteilt worden.

Paul van Buitenen hat einiges in seinem Buch "Unbestechlich für Europa", 1999, beschrieben - sehr traurig, aber auch sehr menschlich für eine Organisation, die das Wort Humanität laufend im Munde führt. Wir haben z.B. die gewaltigen Probleme um Wohnungsnot, hinreichende billige Wohnungen ..., und die EU-Bürokraten zwingen eine Bank in Deutschland, 33000 Wohnungen zu verkaufen, wodurch sie den Raubtierkapitalisten ausgeliefert werden: Eine Mißachtung der Bürger und Mieter durch die EU-Behörden.

Warum haben sich das die Regierungsstellen in Deutschland überhaupt gefallen lassen ?

Die hätten die EU wegen Verstoß gegen die guten Sitten verklagen müssen !

Es gibt viele Gaunereien und Rechtsbrüche auf EU-, EC- und EP-Ebene.

So setzen z.B. die EU-Verträge von Lissabon fest:

- Es gibt keine Schuldenunion.

- Staaten, die mehr als 3% BIP Schulden aufnehmen, müssen Strafe zahlen.

- Alle Asylanten haben ihre Asylanträge in den Staaten zu stellen, in denen sie europäischen Boden betreten haben.

Aber EU, EP und EC halten sich nicht an diese Verträge – wir haben schon längst die Schuldenunion in der EU verwirklicht. Migranten werden von den südlichen EU-Staaten in die nördlichen verschoben – ohne echte Kritik aus Brüssel. Die 3% BIP-Grenze wird nicht eingehalten – ohne Ahndung durch die EU.

Bei einer solchen Folge von EU-Vertragsbrüchen hat Deutschland das Recht, sich ebenfalls dort um die EU-Verträge nicht zu kümmern, wo das passend erscheint.

Die seit September 2013 immer schlechteren Beziehungen zwischen den westlichen Staaten und Rußland wurden zum allergrößten Teil vom Westen verschuldet, und zwar durch

  • die Aktionen auf dem Majdan in Kiew, die erfolgten, als die Ukraine sich Rußland zugewandt hatte,
  • die Hetze gegen Rußland in den westlichen Medien wegen der restriktiven Haltung Putins zu Homosexuellen und
  • die Entsendung von Militär durch die EUfreundliche Regierung in Kiew gegen die Ostukraine, um die dortige Gegenrevolution mit Panzern, Kanonen, Artillerie ... niederzuschlagen.

Deutschland trägt heute die finanzielle Hauptlast der Sanktionen gegen Rußland, aber es ist anzustreben, wieder zu guten und engen wirtschaftlichen Verbindungen zwischen Rußland und Deutschland mit beiderseitigem Gewinn zu kommen.

Forderung: Deutschland beteiligt sich nicht weiter an den Sanktionen gegen Rußland und sieht zu, daß in Sicht auf Verdun, Warschau und Stalingrad endlich ein dauerhaft gutes Verhältnis mit Rußland erreicht wird, wo sicher ist, daß auch nicht wegen des Kriegsgeschreis aus anderen Staaten wieder der Kalte Krieg ausbricht.

Zur Schulden-Union, die gemäß den EU-Verträgen von Lissabon nicht sein darf:

Die Krise der EU im Jahre 2012 ist eine Folge schlampiger bis krimineller Leichtlebigkeit führender Politiker und vieler Banker in EU-Staaten über Jahrzehnte hin gewesen – die Bankrotteure zog man nicht zur Rechenschaft, denn in der Oberschicht gilt wegen der Verfilzung:

Eine Hand wäscht die andere.

Wer will aber schon in einer Staatengemeinschaft für Staaten zahlen, deren Politiker zu unfähig und zu gierig gewesen sind, um vernünftige Wirtschaftspolitik zu betreiben ?

Wer will für souveräne Staaten die Schulden übernehmen, wenn deren Souverän. das Volk, jederzeit in einem Referendum beschließen kann, diese Schulden nie zurückzuzahlen ?

  • Schulden machen heißt für einen Staat, einen Teil seiner Souveränität aufzugeben !
  • Staaten geben aber auch einen Teil ihrer Souveränität auf, wenn sie mit großen Geldbeträgen andere Staaten unterstützen müssen !

Vor diesem Hintergrund schlampiger bis krimineller Staatsführung in etlichen EU-Staaten sollten sich die Politiker des Westens an die eigene Nase greifen und sich um den Dreck vor ihrer eigenen Haustür kümmern.

In der EU sollte man sich darauf besinnen, daß bisher die Angriffe von Frankreich und Deutschland auf Rußland erfolgten und nicht umgekehrt, allerdings wurden die Nachbarstaaten und -völker Rußlands oftmals von den Zaren und dann von Stalin in grausamster Weise unterjocht (besonders Polen).

Die EU sollte sich um eine immer bessere Verständigung um ein Rußland bemühen, das durchaus auf seine eigene Größe und Selbständigkeit pochen mag.

Ein Anschluß Rußlands an die EU erscheint allerdings vorläufig als nicht möglich, denn Rußland ist selber ein Vielvölkerstaat und ein Gebilde wie die USA, wobei allerdings die Zentralmacht übermächtig ist gegenüber den einzelnen Teilbereichen – in Frankreich wären das die Departements.

Putins Problem ist nicht ein Zusammenschluß mit der EU, sondern der Zusammenhalt des Vielvölkerstaats Rußland.

Realistisch – und hoffnungsvoll für die EU – sollte sein, daß in den nächsten Jahrzehnten USA, EU und Rußland drei getrennte Staatenverbände sind, die möglichst eng bei sich annähernden sittlichen Vorstellungen wirtschaftlich, wissenschaftlich … miteinander verflochten sind. Der Weg dahin könnte geebnet werden dadurch, daß man viele Russen in den Westen holt und ihnen die Möglichkeit gibt, die zweifellos verfeinerte Lebensweise in den westlichen EU-Staaten kennen zu lernen. Anfangen könnte man mit einem weitläufigen Austausch von Schülern, Lehrern und Wissenschaftlern, der u.a. auch das Ziel hat, die Bereitschaft zu erwecken dafür, die Probleme nicht mit Gewalt zu lösen.

Man sollte die Visumpflicht für Russen abschaffen.

Angeregt von

  • Carl Friedrich Gauß und Nikolai I. Lobatschewsky,
  • Konstantin E. Ziolkowski und Hermann Oberth, Robert Goddard, Wernher von Braun … und zahlreichen SFAutoren

zeichnet sich ein Weg ab, um die Menschen unter großen Zielen zu einen. Wegweisend dafür war mal wieder der US-Präsident John F. Kennedy, ein wirklich bedeutender Politiker. 1961 proklamierte er das Ziel der USA, bis zum Ende des Jahrzehnts einen Amerikaner zum Mond zu schicken und ihn auch heil und gesund wieder zur Erde zurück zu bringen, und das gelang ja auch mit 3 Mann im Juli 1969.

Am 13.1.2004 verkündete George W. Bush jun. in seiner „Weltraumrede“, daß etwa bis 2015 die USA auf dem Mond eine permanent bemannte Station einrichten und von da wieder ein Jahrzehnt später eine bemannte Mission zum Mars unternehmen wollen. In den nachfolgenden Jahren wurde das Budget der NASA wegen der Kriege von George W. Bush jun. immer mehr zusammengestrichen und der Bau der Station wurde um ein Jahrzehnt verschoben.

Mittels packender Projekte der Hochtechnologie wie der Schaffung einer Mondindustrie und dem Bau einer Raumflotte können sehr wohl die Volksmassen in allen EU-Staaten, in den USA und auch in Rußland zu hohen Zielen mitgerissen und begeistert werden, aber eher weniger durch verknöcherte Chefideologen, Traditionalisten und Funktionäre.

In einem zusammenwachsenden Europa und Asien mit abnehmender nationaler Selbstidentifikation der Mitgliedsstaaten könnten technische Großprojekte eine gute Leitfunktion übernehmen, so etwa eine beginnende Besiedlung des Mondes. Auch die Genforschung wäre ein gutes Feld der Zusammenarbeit von EU, Rußland und USA.

J.F. Kennedy hat in den 1960er Jahren gezeigt, daß grandiose Projekte der Hochtechnologie durchaus in der Lage sind, die vielen unterschiedlichen Kräfte und Interessen in einer Gesellschaft zu bündeln. Genau das sollte auch die EU machen z.B. durch Deklaration entsprechender Projekte der Großforschung wie den Bau einer großen Südpolstation auf dem Erdmond mit zahlreichen Industrie-, Forschungs- und Wohnkomplexen auf dem Mond.

EU und USA sollen auf Rußland zugehen und es einzubinden suchen – auf dem Mond !

Ein sehr gutes Feld der Zusammenarbeit von USA, Rußland und EU wäre der Aufbau einer Stadt auf dem Mond, mit großen unterirdischen

  • Förderungsanlagen für Rohstoffe,
  • Fertigungsanlagen für Maschinen, Raumschiffe … und
  • Wohnstätten für Tausende von Menschen.

Die Asteroidenabwehr kann am besten erfolgen, indem man auf dem Mond technische Anlagen errichtet, die die Erde vor ungebetenen Besuchern aus dem All tatsächlich wirkungsvoll schützen können. Bau und Unterhalt der ISS waren eine schöne Idee, aber leider ohne Zukunft, weil man für den Bau einer Stadt und von Raumschiffen sehr viel Material benötigt, und das kann man nicht aus Kostengründen von der Erde zur ISS bringen – zu unserer Zeit.

Man muß die Stadt und die Fertigungsanlagen auf dem Mond bauen.

Ein auf die Erde einstürzender Asteroid oder Komet kann vom Mond her sehr viel leichter abgewehrt werden als von der Erde her, weil der Mond

  • keine Atmosphäre und
  • nur ein Sechstel der OberflächenSchwerkraft der Erde hat. 

Man soll die Pläne um einen bemannten Flug zum Mars erst einmal beiseite schieben und eine ordentliche Industrie auf dem Mond aufbauen, wo man die Raumschiffe baut, um damit Asteroiden abzuwehren und dann viel später zum Mars zu fliegen.

Der Mond ist ideal für den Bau einer Flotte von Raumschiffen, die man zur Abwehr von auf die Erde zufliegenden Asteroiden oder Kometen einsetzen kann.

Rußland hat eine fortgeschrittene Position in der Weltraumfahrt, und auch darum sollten USA und EU sich Rußland zuwenden, um auf dem Mond eine weitläufige und leistungsfähige Mondindustrie aufzubauen, zu deren besonderer Aufgabe gehört, Raumschiffe für die wirksame Abwehr von Kometen und Asteroiden bereitzustellen.

Man muß sich einmal vorstellen, wie Bürger von Rußland, USA und EU auf dem Mond zusammen arbeiten, eine unterirdische Stadt auf dem Mond errichten, ebenfalls große Fertigungsstätten für alle auf dem Mond benötigten technischen Produkte und natürlich auch für die Raumschiffe, die später zum Mars fliegen sollen.

Die Menschen auf dem Mond – die nun nicht wie bei der ISS alle paar Wochen oder Monate ausgetauscht werden, sondern dort für Jahre bleiben – werden bei ihrer Arbeit auf der Mondoberfläche oft die Erde sehen, ihre eigene und einzige Erde.

Eine wirkliche Verständigung zwischen USA, EU, Rußland und China

kann besonders gut durch die großtechnische Erschließung des Mond es und

die gentechnische Veredelung des Menschen zum Superhuman erfolgen.

Es hat zahlreiche geniale russische Forscher gegeben, die ein zusätzliches Problem dadurch hatten, daß sie regelmäßig ihrer staatlichen Bürokratie verdächtig waren und oft sehr unter ihr zu leiden hatten, z.Z. der Zaren und besonders unter Stalin um 1936 bis 1938.

Nikolai I. Lobatschewsky hat zur selben Zeit und unabhängig von Carl Friedrich Gauß die heute so genannte nichteuklidische Geometrie erschaffen.

Konstantin Eduardowitsch Ziolkowsky hat noch einige Jahre vor Hermann Oberth und Robert Goddard Schriften über Flüssigkeitsraketen verfaßt, die mit Wasserstoff und Sauerstoff angetrieben wurden, und sie waren nicht nur Raketen, sondern auch schon Raumschiffe.

Der arme Lehrer aus Kaluga war aber den russischen Forschungsinstitutionen und der Bürokratie völlig gleichgültig – er hatte sogar Glück, denn er kam nicht in einen Gulag wie der Raketenforscher der UdSSR Sergej Koroljov (Konstrukteur der Mondrakete N-1, Gluschko war Konstrukteur der Proton-Rakete) und der Mathematiker Lew Landau. Erst als Hermann Oberth und Wernher von Braun sowie Robert Goddard in den USA durch ihre Raketenprojekte bekannt geworden waren, entsann sich die russische Bürokratie des kleinen Lehrers aus Kaluga und die Schriften von Ziolkowsky erschienen im Staatsverlag der UdSSR.

Der russische Exportschlager, die Maschinenpistole Kalaschnikow, erhielt ihren Namen von ihrem Erfinder Kalaschnikow, der von Stalin ins Gefängnis geworfen worden war mit dem strengen Verbot, seine Entwicklungsarbeiten zur Maschinenpistole fortzuführen.

Sogar das Lieblingskind Stalins, die Interkontinentalrakete, verhinderte nicht, daß Stalin ihre Entwickler in Gulags steckte – wie z.B. Sergej Koroljow – und bei Bedarf wieder herausholte.

Viele geniale Russen haben die Konsequenzen gezogen und verließen ihr Heimatland, um im westlichen Ausland zu arbeiten. Georgi Gamow und Andrei Linde sind klassische Fälle von Ausreißern. Sie taten sehr gut daran, allerdings kamen ihre Erfahrungen den Russen in Rußland kaum zu Gute. Es ist ein wichtiges Ziel, die Repressionen der Staatsmacht und Bürokratie in Rußland gegenüber der eigenen Bevölkerung abzumildern. Dafür wäre eine rege Wanderungsbewegung der Russen von Ost nach West und dann auch wieder von West nach Ost nützlich. Man sollte mit der russischen Regierung zusammen arbeiten, wobei man ehrlich zugibt, daß man einen regen kulturellen Austausch wünscht mit dem Ziel, daß die Behandlung der Bürger in Rußland sich der in den westlichen EU-Staaten annähert.

Wegen der großen Landflächen von Rußland wäre eine Zusammenarbeit mit Rußland besonders auf dem Gebiet von Natur- und Umweltschutz, Tier- und Pflanzenschutz ideal.

Noch zur Zeit des Eisernen Vorhangs, in den 1970er und 1980er Jahren, gab es einen regen Austausch zwischen Forschern in USA und England auf der einen Seite und Forschern in der UdSSR auf der anderen Seite, wobei man die Leistungen der anderen Seite erfahren und anerkennen konnte, was zur Lockerung der Spannungen geführt haben mochte.

Dieses Verfahren ist auf dem Mond zu wiederholen: Serpuchow, Dubna, Genf, Stanford, Aspen, Harvard … werden ersetzt durch Forschungsstätten auf dem Mond !

Asteroid Apophis - die Gefahr aus dem Weltraum für das Leben auf der Erde ist nur eine der vielen Gefahren für das Leben auf der Erde, andere sind Atomkriege und Supervulkane, aber für die Realisierung der SF-Idee „Schutz der Erde“ mit einer engen Zusammenarbeit von USA, Rußland und EU für den Bau einer Flotte von Raumschiffen auf dem Mond kann der Asteroid Apophis sehr nützlich sein, die Bedeutung seines Namens umkehrend.

Die Raumschiffsflotten hätten die Aufgabe, die Asteroiden und Kometen abzufangen, die Erdkurs haben, und auch zum Mars zu fliegen und noch weiter.

Eine Flotte von 50 Raumschiffen auf der Erde würde nicht viel nützen, da beim Start dieser Raumschiffe von der Erdoberfläche aus viel zu viel Treibstoff verbraucht werden müßte.

Beim Start von der Mondoberfläche haben wir 2 Vorteile:

- Umgebendes Vakuum und

- 1/6 g Schwerkraft auf der Mondoberfläche.

Startet die Flotte vom Mond, so reichen 2-stufige Raketen aus: Mit der 1. Stufe werden die Raumschiffe auf Kurs zum Himmelskörper gebracht, und mit der 2. Stufe (dem eigentlichen Raumfahrzeug) werden sie wieder zum Erdmond zurückgebracht.   

Technische Verfahren und Systeme zur Abwehr von auf die Erde einstürzenden Himmelskörpern (siehe die SF-Literatur) versuchen meistens, die Himmelskörper auf ihren Bahnen abzulenken und vielleicht sogar auf nahe Parkbahnen um die Sonne zu bringen, denn jeder Asteroid oder Komet ist ein willkommenes Materiallager für interplanetare Operationen.

Die Zerstörung eines Planetoiden wie z.B. Eros würde selten zu seiner Verdampfung führen, sondern fast immer zu Tausenden von Bruchstücken, die 100 m oder mehr Durchmesser haben und zum großen Teil auf die Erde stürzen könnten.

Auf dem Mond sind also sofort unterirdisch anzulegen:

  • Förderungsanlagen für Rohstoffe,
  • Fertigungsanlagen für Maschinen, Raumschiffe … und
  • Wohnstätten für Tausende von Menschen.

Große technische Probleme würde der Bau dieser Raumflotte auf dem Mond bereiten, aber sehr viel größer sind die gesellschaftlichen Hindernisse auf der Erde, die dem Bau einer solchen Raumflotte entgegenstehen, denn wie kann man die Leute überzeugen, auf die es ankommt ?

Bevor wir dazu kommen, daß auf dem Mond diese 50 Raumschiffe zur Abwehr von Himmelskörpern gebaut werden, müssen wir es zuerst einmal fertig bringen, die internationalen Gremien von der unbedingten Notwendigkeit dieses Großprojektes zu überzeugen.

Eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit von Rußland, EU und USA wäre dafür absolute Notwendigkeit.

Ist das endlich geschehen und findet der Bau dieser Raumschiffsflotte auf dem Mond statt, dann spätestens sollte man sich um das Problem kümmern, wie die Menschen – mit dem Bösen in sich – mit diesem Machtinstrument Raumschiffsflotte sittlich-ethisch fertig werden sollen, und dieses Problem betrifft überhaupt alle die vielen Kenntnisse, technischen Fertigkeiten. (Super-)Maschinen ..., die im Verlauf der weiteren Forschung zur Entwicklung der Superzivilisation in den Besitz der Menschen kommen werden.

Darum sollten wir möglichst schnell und im internationalen Rahmen damit beginnen, die Menschen gentechnisch zu veredeln, so daß sie in ihrer Psyche keine bösartigen Triebe und Gefühle mehr haben. Mit solchen Superhumans kann man mit gutem Gewissen die Raumflotten bemannen.

Für die Abwehr von auf die Erde einstürzenden Himmelskörpern benötigt man entsprechend wirksame Maschinen und Waffen – und genau die sind das Problem in den Händen der Menschen.

Es bedarf neuer und leistungsfähiger geistiger Systeme, um die Probleme auf dem Entwicklungsweg von der Technischen Zivilisation (TZ) zur Weltraumgestützten Superzivilisation (WGS) zu bewältigen.

Besonders wichtig ist es, die Unsicherheit des Geistes der Menschen zu überwinden, die sich besonders unangenehm und gefährlich in dem HickHack zwischen Menschen verschiedener Religionen und Ideologien äußert.

Notwendiges Forschungsprojekt:

Erforschung und Realisierung der eventuell existierenden kosmologischen Funktionen und Aufgaben von Intelligenten Wesen wie den Menschen und ihren Staaten und optimale Einordnung von Entwicklungen wie gegenwärtig auf unserer Erde in das kosmologische Geschehen in Sicht auf größere Zeiträume. Genau das ist ein Ziel der Aionik.

Solche Theoriegebäude, die sich möglichst nicht auf die spezielle Entwicklung von diesem Sonnensystem und dieser Menschheit abstützen, sollten dann nach eingehender Prüfung möglichst schnell die Religionen und alten Ideologien ersetzen, aber zuvor müssen Politiker und Journalisten endlich die Vorstellungen überwinden, die in der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts soviel Unheil bewirkt haben.

Wann lernen sie endlich, daß so vieles, was sie antreibt, nur unwürdige und dümmliche Sandkastenspiele sind ?

Wir sollten endlich mit den Streitereien aufhören und uns den großen Problemen zuwenden wie Asteroidenabwehr, Bau einer Raumschiffsflotte auf dem Mond, Säuberung vor allem der Meere von Industriemüll, Senkung des Anteils der Treibhausgase in der Atmosphäre, Beendigung der Ausplünderung der Meere mittels Überfischung, Verhinderung der Vernichtung der Tier- und Pflanzenwelt durch die Menschen ...

Michail Gorbatschow hat in seiner Rede zum 25. Jahrestag des Falls der Mauer in Berlin am 11.9.1989 dem Westen vorgeworfen, Absprachen gebrochen zu haben, die die Wiedervereinigung Deutschlands ermöglicht haben.

Michail Gorbatschow (Jahrgang 1931) hat als Regierungschef der UdSSR 1989 die Voraussetzungen dafür geschaffen, daß sich die Bürger der DDR erfolgreich gegen das Regime von Erich Honnecker auflehnen konnten.

Gorbatschow wendete sich explizit und in deutlichen Worten gegen die Rolle des Westens im Fall der Ukraine ab September 2013.

In Sicht auf die Verdienste der Rolle von Gorbatschow auf die neugewonnene Einheit von BRD und DDR zu einem gesamtdeutschen Staat darf es keine Vertrauens- und Rechtsbrüche der EU gegenüber Rußland mit Beteiligung oder auch nur Billigung Deutschlands geben.

Darum ist mit allem Nachdruck zu fordern, was Gorbatschow so formulierte:

  • Förderung der deutschrussischen Beziehungen in jeder Weise.
  • Rußland und Deutschland müssen sich als Teile eines geeinten Europas verstehen.
  • Es sind alle Sanktionen der EU gegen Rußland – übrigens oft gegen den Willen Deutschlands durchgesetzt – sofort aufzuheben.
  • Es ist ein Zusammengehen von Rußland und EU in Richtung eines geeinten Europas anzustreben.
  • Die vom Westen ausgelöste UkraineKrise ist im Sinne der o.g. Eckpunkte zusammen mit Rußland zu lösen.  

Eigenartig:

  • Wie kommt es, daß die westliche Presse seit September 2013 im Chor gegen Rußland ziemlich ähnlich operiert wie die NaziZeitung „Der Stürmer“ ? 
  • Ist das eine Art von Gleichschaltung ?
  • Aber wer hat da gleichgeschaltet ?

Man sagt doch so gerne in den Staaten mit freiheitlich-demokratischer Rechtsordnung, daß die freie Presse eine Kontrollfunktion hat.

Es gibt da aber die starke Konzentrierung der Medien wie Zeitungen, Zeitschriften, Rundfunk, Fernsehen … in den Händen von wenigen Oligarchen.

Banken, Erdölindustrie … haben sehr viel Geld, und da gibt es noch andere mächtige Interessenten wie Regierungen, die über ihre Geheimdienste Einfluß nehmen.

Wie schaltet man eine ganze Medienlandschaft gleich ?

Wie arbeiten die Medien in einer Medienkratie ?

Zur politischen Situation Si äußern sich viele Politiker vieler gesellschaftlicher Richtungen, aber die Medienkontrolleure führen bei der Versorgung der Bevölkerung mit Informationen nur die an, deren Meinung ihnen selber paßt.

Das bedeutet:

Herr H1 hat in der Zeitung Z1 gesagt, daß er zu dem politischen Thema T folgende Meinung M1 vertritt.

Es wird aber nicht gesagt, daß Herr H2 in der Zeitung Z2 eine gegenteilige Meinung M2 genau zu diesem Thema T vertreten hat.

Die Meinungsmanipulation erfolgt durch Auswählen und Senden oder Drucken der Meinungen, die den Oligarchen passen, und durch Auslassen der Meinungen, die sie nicht vertreten haben wollen, und hier arbeitet ihnen die zunehmende Konzentrierung der Medien in wenigen Händen voll zu.

Man kann das verifizieren, wenn man über Jahre beobachtet, wie Nachrichtenkanäle zu bestimmten Themen immer nur bestimmte Leute zu Wort kommen lassen – so funktioniert die Meinungsmanipulation in der „freien“ westlichen Welt.

Dieses Verfahren hat so weitgehende und katastrophale Formen angenommen, daß man von einer Informierung der Bürger nicht mehr sprechen kann, auch nicht von einer Demokratie, denn die Medien erzeugen die gewünschten Meinungen und auch Wahlergebnisse.

Das kann die Gleichschaltung einer Medienlandschaft erklären, die wir seit September 2013 in den EU-Staaten im Chor der Verunglimpfungen Rußlands erleben.

Welcher Journalist und Politiker im Westen hat schon die Klarsicht, alles auch einmal aus der Sicht von Rußland zu sehen ? Sie schieben im Chor Rußland alle Schuld zu, gemäß Medienkratie und Fraktionszwang (s.u.)

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Zur Aushöhlung der Demokratie bei den Parlamenten durch den Fraktionszwang:

Ein wesentlicher Vorteil der Demokratie besteht darin, daß man eben nicht nur ein paar Leute bestechen muß wie bei einer Diktatur oder Oligarchie, sondern einen ganzen Haufen von Leuten, eben die Hunderte von Parlamentariern. Das hat schon Aristoteles erkannt: „Die Vielen sind weniger bestechlich als die Wenigen.“

Dieser Vorteil der Demokratie geht bei dem Werkzeug Fraktionszwang verloren.

Wird ein Fraktionschef tüchtig geschmiert, kann er mittels Fraktionszwang erreichen, daß die Parlamentarier seiner eigenen Fraktion ihm gegenüber praktisch ihr Stimmrecht verlieren, auch ihr Recht auf freie Gewissensentscheidung im Parlament.

Die Basis für den Fraktionszwang ist meistens die Gier der Parlamentarier, die auf ihr Stimmrecht gegenüber dem Fraktionschef verzichten, um ihre eigenen, z.B. vom Fraktionschef zugespielten hoch dotierten Posten, nicht zu verlieren.

Der Preis für Medienkratie und Fraktionszwang ist der Verlust von Vielfalt der Meinungen und Objektivität bei Sichtweise und Berichterstattung und natürlich beim Abstimmverhalten im Parlament, nicht nur bei den Parlamenten der einzelnen EU-Staaten, sondern auch beim EU-Parlament, und dessen Parlamentarier sind sowieso schon in der Gefahr, Zusammenhalt und Verantwortung vor der jeweiligen Bevölkerung, die sie gewählt hat, zu behalten.

Eduard Schewardnaze verkündete 1991, daß der Kalte Krieg vorbei sei. Was die meisten Menschen im Westen ersehnt hatten, war nun wahr geworden. Nachdem die Panzer des Warschauer Pakts nicht mehr wie zu Zeiten der UdSSR die „slawischen Brudervölker“ an die Seite Rußlands schmiedeten, flohen diese so schnell wie möglich vom „großen Bruder“ weg in die Arme von EU und USA. Es gibt viele Versionen darüber, was der Westen in den 2 plus 4-Gesprächen 1991 mit dem Schöpfer von Glasnost und Friedfertigkeit, Michail Gorbatschow, vereinbart hat. Man sagt, daß der Westen versprochen hat, die ehemaligen Staaten des Warschauer Pakts, also auch Teile der damaligen UdSSR, nicht in NATO und EU einzubinden. Dem wird aber von denen widersprochen, die angeblich gut informiert sind.

Der EU-Bürger weiß nicht, was damals vereinbart worden ist, aber kann man angesichts dessen, was die slawischen Brudervölker zu Zeiten der UdSSR vom Kreml erdulden mußten, denen übel nehmen, daß sie nach dem Schutz der USA strebten und streben ?

Hier muß man den Russen die Frage stellen, warum denn ihre Brudervölker von der Umarmung durch Rußland nichts wissen wollen. Auch die Nachbarn der Russen, ob Slawen oder nicht, haben ein Anrecht darauf, ein freies und selbstbestimmtes Leben zu führen, nicht dominiert von Rußland. Aber genau das ist es, was der Kreml nicht einsieht – man muß sich einmal mit Polen darüber unterhalten, die aus lauter Dankbarkeit für den Schutz durch die USA sich sogar am Irak-Krieg der USA 2003 beteiligten und sogar die Erlaubnis für das Einrichten von geheimen Strafgefangenenlagern auf ihrem Territorium durch die USA gaben.

Nach dem Zerfall der UdSSR ging es wirtschaftlich mit Rußland steil bergab und man sprach im Westen von den USA als der einzig verbliebenen Supermacht. Unter Jelzin verfielen Wirtschaft, Land und Militär.

Kann Rußland als Vielvölkerstaat nur so zusammengehalten und regiert werden, wie die Zaren das getan haben und angeblich Wladimir Putin das auch wieder macht ?

Das kann sein, aber dann müßte Rußland akzeptieren, daß die anderen Völker und Staaten, vor allem seine slawischen Brudervölker, das nicht auch für sich selber gelten lassen.

1979 fiel das Militär der UdSSR in Afghanistan ein. Dieser Krieg soll 80000 Soldaten der UdSSR das Leben gekostet haben. Der Westen unterstützte heimlich afghanische Widerstandskämpfer.

Nach dem Zerfall der UdSSR schickte Rußland Militär nach Tschetschenien.

Interessant ist, daß tschetschenische Terroristen sowohl in Moskau Anschläge mit vielen Todesopfern verübten als auch in den USA !

Als im Frühjahr 2003 die USA unter ihrem Präsidenten George W. Bush jun. ohne Mandat der UNO und unter erlogenen Gründen in den Irak einfielen als Racheakt für den Terrorakt am 11.9.2001 mit der Zerstörung der Twin Tower in Manhattan, sank die Moral der USA in den Keller – und dabei waren das dieselben USA, die unter ihrem Präsidenten John F. Kennedy 1961 und 1962 so großartige Leistungen gezeigt hatten und nicht nur als Bewahrer von Recht, Freiheit und Ordnung galten, sondern auch als Retter der Welt.

George W. Bush jun. führte auch einen Krieg in Afghanistan, in den die europäischen Staaten oft gegen ihren Willen eingebunden wurden.

Durch diese beiden Kriege der USA – der Krieg gegen Saddam Hussein war als völkerrechtswidriger Präventiv-Krieg geführt worden – war die internationale Moral abgesunken. Nun konnte jeder sagen: „Schaut auf die USA, die führen Krieg gegen jedermann, wenn es ihnen paßt“. Die Bombardierungen von Palästinenserstädten mit der Folge von Tausenden von getöteten Palästinensern und Zehntausenden zerstörter Häuser durch Israel mit US-amerikanischen Bomben in mehreren Kriegen gehören genau dahin – und vielleicht auch der gegenwärtige militärische Schlagabtausch zwischen Kiew und Moskau in der Ostukraine, bei dem man besonders darüber rätseln muß, wieso der EU-freundliche Regierungschef der Ukraine mit Regierungssitz in Kiew Militär in die Ostukraine geschickt hat, um die dortige Gegenrevolution militärisch niederzuschlagen. Sind das die neuen innenpolitischen Ordnungsstrategien der EU ?

Als Studenten 1989 in Peking auf dem Tian‘anmen-Platz (Platz des himmlischen Friedens !) gegen die Regierung protestierten und mehr Demokratie forderten, setzte die Regierung Panzer gegen sie ein. 5000 Studenten fanden einen gewaltsamen Tod. Genau so viele Menschen sind bis zum 15.2.2015 bei den militärischen Auseinandersetzungen in der Ostukraine getötet worden, und das wird von EU, EP, EC und den EU-Staaten gedeckt ?

Der Tian‘anmen-Platz liegt plötzlich in der Ostukraine – wo bleibt der Protest in den westlichen Medien gegen den Einsatz von Panzern gegen die Separatisten ?

Der Poker um die Zugehörigkeit der Ukraine zu West oder Ost und um die Zugehörigkeiten von Gebieten der Ukraine weiterhin im Staatsverband der Ukraine kostete bis zum 15.2.2015 5000 Menschen das Leben und es wurden Zehntausende von Häusern zerstört.

Forderungen:

  • Sofortiger bedingungsloser Abzug des westukrainischen Militärs aus der Ostukraine und Verhandlungen mit Rußland darüber, wie man die Einflußbereiche friedlich regeln und festlegen kann.
  • Sofortige Wiedereinsetzung der G8, also der G7 plus Rußland.
  • Sofortige Beendigung aller Sanktionen gegen Rußland.
  • Wiederaufnahme der engen wirtschaftlichen und kulturellen Verflechtungen und politischen Absprachen mit Rußland.
  • Großzügige Hilfe für die Ukraine durch den Westen und Hilfe beim Wiederaufbau der zerstörten Häuser in der Ostukraine durch EU, USA und Rußland.

Rußland hat das Problem einer späten Entwicklung im zivilisatorischen Bereich, auch wenn es in der Raumfahrt und auf etlichen anderen technischen Gebieten außer den USA allen anderen Staaten überlegen ist.

Das hat durchaus Ähnlichkeit mit der nachhinkenden zivilisatorischen Entwicklung in Deutschland gegenüber Frankreich in den letzten Jahrhunderten.

Das dürfte den Schlüssel liefern für ein Umwerben von Rußland, sich europäischen Normen anzuschließen.

Leider ist es aber so, daß Politiker und Journalisten, berühmte Schriftsteller und Schauspieler des Westens von Rußland eine zu schnelle Entwicklung erzwingen wollen durch eine offensichtliche Hetze wie im Fall der in Rußland nicht tolerierten Homosexualität.

Ebenfalls ist es grundfalsch, daß die USA mit ihrer Flotte im Schwarzen Meer operieren.

Von der heute in der EU vorherrschenden Abneigung gegen Rußland machten die Niederlande eine Ausnahme: Das Königspaar und hohe Regierungsbeamte fuhren zu den Olympischen Spielen in Sotschi.

Offensichtlich gibt es doch einige Politiker in der EU, die erkannt haben, daß eine Ausgrenzung Rußlands falsch ist, darunter der CSU-Politiker Gauweiler.

Es ist fast nicht bekannt, daß die englischen Peers (Landgroßbesitzer) von 1845 bis 1852 in der Zeit der Vernichtung der Kartoffelernten in Irland durch die Kartoffelfäule von den irischen Pächtern erzwangen, ihren Weizen an die englischen Herren abzuliefern. Der Weizen, den die irischen Pächter ernteten, hätte die Hungersnot verhindert. Von 9 Millionen Iren starben durch die Bosheit und Grausamkeit der Peers 1 Million Iren und 2 Millionen wanderten aus, und die anderen kamen gerade am Hungertod vorbei.

Es ist allbekannt, daß Stalin u.a. an den Ufern des Jenissei zahlreiche Gulags (Arbeits- und Todeslager, aber keine expliziten Vernichtungslager wie die KZ’s von Hitler) eingerichtet hatte, in denen Hunderttausende von Menschen einen grausamen Tod starben, aber es wird nicht davon geredet, daß im 2. Burenkrieg 1899-1902 die Engländer genau solche KZ’s für Kinder und Frauen der Buren eingerichtet hatten, um im Burenkrieg, den die Engländer mit größter Härte und Grausamkeit führten, den Willen der kämpfenden Buren zu brechen.      

Es ist allbekannt, daß die Zaren bei der Unterdrückung der Polen und die UdSSR unter Stalin und seinen Nachfolgern bei der Russifizierung des Baltikums sehr hart vorgingen.

Die Errichtung des Britischen Dominions baute auf der rassistischen Ideologie der natürlichen Überlegenheit der englischen Rasse gegenüber den Eingeborenen von Amerika, Indien, Neuseeland, Australien … auf – denn bei der Landnahme durch die Engländer waren diese Länder alle bereits bewohnt. Bei dieser Landnahme wurden sehr viele Eingeborene vieler Kontinente getötet bzw. wie auf den Fidschi-Inseln ganz ausgerottet.

Napoleon fiel 1812 mit 600000 Mann in Rußland ein, Deutschland griff Rußland 1941 an.

Haben Sie jemals etwas davon gehört, daß sich Frankreich offiziell wegen des Überfalls auf Rußland entschuldigt hat ? Im Fall von Deutschland erübrigt sich diese Frage, und dennoch brachten Appelle von deutscher Seite, und zwar von dem damaligen Kanzler Konrad Adenauer (1876-1967, Kanzler der BRD von 1949-1963) an die Großmut Rußlands im Jahr 1955 die letzten Kriegsgefangenen in die BRD, und Michail Gorbatschow als Generalsekretär der KPdSU und Regierungschef der UdSSR ließ die Wiedervereinigung von BRD und DDR 1989 zu und erfüllte damit die Hoffnungen der DDR-Bürger mit ihren Rufen an den Montagsdemonstrationen „Gorbi, Gorbi !“.

Tatsächlich hat sich kürzlich die australische Regierung offiziell bei den Aborigines entschuldigt wegen ihrer unmenschlichen Behandlung, wegen Deportation, Enteignung, Unterdrückung, Wegnahme der Kinder der Aborigines …

Dasselbe hätte man auch im Fall von USA und Kanada erwartet, aber die haben sich nicht bei den Indianern entschuldigt. Vielmehr hat die kanadische Regierung bis 1994 indianischen Familien ihre Kinder gewaltsam weggenommen und in Erziehungsheime gesteckt, wo sie aber nicht „erzogen“ wurden, sondern sie wurden gedemütigt, vergewaltigt und vor allem krank durch die schlecht belüfteten Schlafsäle. So starben mit Wissen der kanadischen Regierung in diesen Erziehungsheimen 3000 indianische Kinder.

Warum entschuldigt sich nicht die Regierung der USA bei den Indianern ?

Warum setzt sich nicht endlich die Regierung der USA für eine grundlegende Verbesserung der Lebensverhältnisse der Indianer in ihren Reservaten in den USA ein – und in den Indianerdörfern u.a. im Amazonasgebiet ?

Wann erhalten die Indianer in den Reservaten der USA ihre vollen Bürgerrechte und dürfen endlich jeden von ihnen gewünschten Beruf ausüben ?

Allerdings geschieht in den USA das Gegenteil, denn man will den Indianern auch noch ihre Reservate abnehmen !

Als 1492 die ersten Europäer nach Amerika bzw. zu den vorgelagerten Inseln kamen, lebten in Nordamerika um die 20 Millionen Indianer – und um 100 Millionen Büffel. Heute leben in den USA eine Handvoll Indianer und Büffel. Auch heute sind die paar Hunderttausend überlebenden Indianer nach ihrer Fastausrottung durch die Einwanderer aus Europa in Nordamerika immer noch unterdrückt – und der UNO ist das völlig egal.

Die USA entschuldigen sich vermutlich nicht bei ihnen, weil diese sagen könnten, daß sie ihr Heimatland zurückhaben wollen.

Die Spanier haben bei der Landnahme Mittel- und Südamerikas nicht nur Hunderttausende von Indianern getötet, sondern sie haben auch viele Millionen Indianer in Gold- und Silberbergwerke gesteckt bei unmenschlichen Arbeitsbedingungen, so daß dabei 8 Millionen Indianer ihr Leben ließen.

Auch heute noch werden in Südamerika Indianer aus Urwaldgebieten vertrieben, Indianerdörfer im Auftrag der örtlichen Regierungen vernichtet.

Genau so wenig, wie heute die Mongolen ihren legendären Führer Dschingis-Khan als Massenmörder und Verbrecher verdammen oder die Georgier Stalin, genau so wenig verurteilt man heute in Spanien und Portugal Pizarro und Cortez.

In den USA gelten Vorwürfe an die US-Amerikaner wegen der Behandlung der Indianer über Jahrhunderte als antiamerikanische Umtriebe, und in der Türkei gelten Vorwürfe wegen des Völkermords an den Armeniern in der Nordosttürkei im Auftrag der Hohen Pforte von 1875 bis 1915 als Beleidigung des Türkentums und standen noch bis vor kurzer Zeit unter Strafe.  

Rußland hat aber nach der Stalin-Ära damit begonnen, sich vom Stalin-Kult zu lösen !

Die gewaltigen Anstrengungen, die Spanien, Frankreich, England und USA machen, um die von ihnen begangenen Kapitalverbrechen bis hin zu Völkermorden zu vertuschen, sind genau der Grund dafür, daß sie glauben, sich gegenüber Rußland auf das hohe ethische Roß setzen zu können und als moralisch Überlegene Rußland gegenüber zu treten, und genau das muß die russischen Politiker gewaltig ärgern.

EU und USA sollten Rußland damit einzubinden suchen, indem sie ihre eigenen Kapitalverbrechen endlich zugeben und sagen, daß sie nicht besser sind als Rußland, nur zivilisatorisch etwas weiter.

Mit seinem Besuch in Moskau 1988 hat Franz Joseph Strauß mehr Grips gezeigt als die meisten Politiker heute erkennen lassen bei ihren permanenten Nadelstichen gegen Rußland.

Jawohl, man soll die Menschenrechte verteidigen – ebenso wie die Tierrechte –, aber man soll nicht laufend Front gegen Rußland machen: Packt euch an die eigene Nase und brecht keinen neuen Weltkrieg vom Zaun !

Förderliche Maßnahmen:

  • die USA ziehen ihre Kriegsschiffe … aus dem Schwarzen Meer zurück und unterlassen ferner alles, was als militärische Einschüchterung gegenüber Rußland mißverstanden werden könnte.
  • Es ist der Austausch von Studenten, Professoren, Polizisten (dort besonders), Beamten … der EUStaaten mit denen in Rußland zu fördern mit dem Ziel, die Russen zu westlichen zivilisatorischen Standards zu erziehen.
  • Die Visumpflicht für Russen sollte aufgehoben werden, damit ein entsprechender Teil der Russen den Westen kennen lernen kann. Zumindest sollte man jährlich ein Kontingent festlegen für visumfreien Besuch von Russen in EUStaaten.
  • Man erinnert Rußland an die Unterdrückung der Polen zur Zarenzeit, die Behandlung der Kulaken zur Sowjetzeit, die Säuberungen unter Stalin unter der russischen Intelligentsia 1935 bis 1937 … und die EUStaaten und USA erinnern an ihre eigenen Kapitalverbrechen und Völkermorde, die in Ozeanien, Amerika, Australien … reichlich geschehen sind – und in den Urwäldern Südamerikas gegen die Indianer immer noch geschehen, ohne daß das die UNO stört oder auch EP und EC.
  • Es ist zu versuchen, Rußland wahrhaftig an die EU heranzuführen, und dazu gehört vor allem, daß die russische Bevölkerung in den westeuropäischen Kulturkreis eingeschlossen wird, denn Rußland gehört zu Europa und steht seiner Kultur auch nicht zu fern.
  • Man appelliert an die Großmut Rußlands, die Ukrainer ihren Weg gehen zu lassen, und die EU erklärt sich zu großer Unterstützung für die Ukraine bereit, die nicht strategisch motiviert ist, sondern der reinen menschlichen Mithilfe – unabhängig davon, wer die Ukraine wie auch immer regiert. Die Krim wird sich Rußland aber vorläufig wieder nehmen – siehe die 650 Jahre zuvor (s.o.).
  • Die EU erkennt die russische Fertigkeit bei der Weltraumfahrt an und zusammen mit den USA und Japan beginnt man mit dem Aufbau von Verteidigungssystemen im Weltraum gegen auf die Erde zufliegende Kometen und Asteroiden (siehe hierzu die Schrift „Politik in der Restlaufzeit der Menschheit“ desselben Autors.
  • Man erkennt und erklärt die Zwistigkeiten zwischen West und Ost als das Ergebnis dummer Journalisten, Politiker, Schauspieler, Schriftsteller, Vorsitzender von großen Zivilgruppen …, aber durch vielfältige Wirtschaftsbeziehungen und durch das praktizierte Vorleben beherrschter Zivilisation wird eine Einigung aller europäischer Völker und Staaten erreicht, und darunter sind auch Ukraine und Krim. 

Helmut Kohl und Francois Mitterand haben bei ihrem Besuch auf dem großen Friedhof von Verdun ein Beispiel gegeben und traten Hand in Hand vor das Gräberfeld. Tatsache ist, daß von der alten Erbfeindschaft zwischen Deutschland und Frankreich heute kaum etwas übrig geblieben ist – herzlichen Dank an die betreffenden Politiker !

Eine solche Geste wie bei Kohl und Mitterand zu Verdun wäre heute schon längst fällig zwischen den Regierungschefs von Deutschland und Rußland bei Stalingrad.

Es hat nach dem 2. Weltkrieg Jahrzehnte gedauert, bis sich die Beziehungen von Polen und Tschechien zu Deutschland normalisierten.

Es muß nicht wieder Jahrzehnte dauern, bis das auch zwischen Deutschland und Rußland der Fall ist. Auf jeden Fall ist von Deutschland aus auf Rußland zuzugehen, um Stalingrad zum Sinnbild der Versöhnung zu machen.

In einem solchen Umfeld der Versöhnung mit Rußland und der Einbindung von Rußland in die EU wird auch die Bevölkerung der Ukraine zu ihrem Recht kommen, denn nur nach einer wirklich guten Verständigung mit Rußland kann man die Ukraine in die EU einbinden, wobei Rußland zu seinem Recht gekommen ist.

Es ist zu bedenken:

Putin will auf jeden Fall verhindern, daß der Zerfall seines Herrschaftsbereiches weiter geht, und hier geht es um den Sitz der Schwarzmeerflotte Rußlands.

Die EU muß versuchen, Putin zu verstehen.

Wir alle müssen alles daran setzen, daß es zu keinem bewaffneten Konflikt zwischen EU und Rußland oder USA und Rußland kommt.

Journalisten, Politiker, Schauspieler, Vorsitzende wichtiger Zivilgruppen … sind dazu anzuhalten, daß sie nicht die kriegstreiberischen Dumpfbacken spielen – was aber z.Z. geschieht.

Wir wollen keinen Dritten Weltkrieg.

Als John F. Kennedy den eingeschlossenen Berlinern zurief: „Ich bin ein Berliner !“ war der 2. Weltkrieg um eineinhalb Jahrzehnte vorbei. Zu dieser Zeit waren die Erinnerungen an die Geschehnisse im 2. Weltkrieg noch sehr frisch. Als wenige Jahre später die Mauer in Berlin zwischen Ost und West gebaut wurde, kam es nicht zum Krieg, weil sich die USA sagten, daß eine Mauer sehr viel weniger Opfer zur Folge hat als ein Krieg deswegen.

Als die DDR gegründet worden war, versuchte die BRD, menschliche Erleichterungen für die Bürger der DDR durch finanzielle Hilfen zu erreichen, z.B. durch Freikauf von Gefängnisinsassen, die übrigens von der DDR-Führung z.T. erfunden waren.

Solche Hilfeleistungen waren völlig frei von strategischen Überlegungen, und so hat man die Hilfe für die Ukraine auch zu beginnen.

Wir müssen zwangsläufig davon ausgehen, daß Putin nur das nimmt, von dem er glaubt, daß es zu Rußland gehört.

Eine vom Westen geduldete Annexion der Krim durch Rußland  erscheint als die Lösung mit den wenigsten Gefahren und Opfern (wie ehemals die Duldung des Mauerbaus durch Erich Honnecker) , auch eine Blockfreiheit der Ukraine, was den Westen nicht daran hindern sollte, die gesamte Ukraine mit Geld und Waren zu unterstützen.

Wenn EU und Rußland sich hinreichend angenähert und gegenseitig verstanden haben und respektieren, wird die Ukraine automatisch ebenfalls zu einem Mitglied der neuen Gemeinschaft.

Der Weg zu Frieden, Selbstbestimmung, Freiheit und Wohlstand in der Ukraine führt nur über Rußland.

Das einzuleiten ist die Aufgabe intelligenter und verantwortungsbewußter Politiker.     

Hört also endlich damit auf, euch verbal aufzuplustern ! Ihr kotzt damit nicht nur jeden nüchtern denkenden Menschen an, sondern auch jeden Superhuman und Androiden, und die werden in wenigen Jahrzehnten auf der Erde leben.

Es ist mit Dringlichkeit das internationale Projekt der Konstruktion von Superhumans, Androiden, „Singularitäten“ … ins Leben zu rufen, und da könnten USA, UK, EU, Rußland und China bestens zusammen arbeiten.

Also hört endlich damit auf, die Idioten zu spielen und Westeuropa wieder zum Ziel von mit Nuklearwaffen bestückten Mittelstreckenraketen zu machen, wie damals im Kalten Krieg 1991 Durch Einsicht Und Leistungen des Russen Michail Gorbatschow beendet wurde.

       

   

 

20  Die Erlösung durch die Konstruktion von Superhumans (Androiden)

20.1  Vorbereitungen für die gentechnische Veredelung des Menschen

HGE Human Germline Editing

IW     Intelligentes Wesen

IWE  Herstellung von VIW durch IW

NBE Natürliche Biologische Evolution

NIW  IW, dessen Species mittels NBE entwickelt worden ist

TZ     Technische Zivilisation

VIW  Schon weithin vollkommenes Vernunftwesen mit stabilem hohem Vernunftpegel

         IW, das mittels der Supermaschinen einer TZ geschaffen worden ist

WGS          Whole Genom Editing (Sequenzierung des gesamten Genoms)

Die Erfolge der Gentherapien zur Heilung genetisch bedingter Krankheiten sind zwar sehr ermutigend, aber wenn man aus dem Genom des Menschen die Veranlagung zu einer genetisch bedingten Krankheit mittels Human Germline Editing entfernt, sind auch alle seine Nachfolger frei von ihr, bei Gentherapien heilt man nur die behandelte Person.

Inzwischen hat man von Millionen Menschen eine WGS (Whole Genome Sequencing) gemacht und verfügt über viele Information in Bezug auf die Zusammenhänge zwischen Genotyp und Phänotyp.

Es gibt Firmen, die sich darauf spezialisiert haben, Menschen zu finden, die außergewöhnliche Eigenschaften oder Fähigkeiten aufweisen, wie sehr hohes Alter in großer Gesundheit zu erreichen, über sehr hohe Intelligenz oder Gedächtnisleistungen zu verfügen, große Körperkraft, große körperliche Beweglichkeit, sehr gute Tauchfähigkeit … zu haben.

Je mehr Menschen mit außergewöhnlichen Eigenschaften oder Fähigkeiten von sich eine WGS haben machen lassen, um so besser kann man mit leistungsfähigen Rechnern und Computerprogrammen (am besten unter Einsatz von KI) versuchen,

  • für ganz bestimmte besondere Eigenschaften oder Fähigkeiten der Menschen
  • in den genomischen Daten ganz bestimmte Gemeinsamkeiten aufzudecken.

Es ist nämlich gar nicht notwendig, daß wir die Funktionen der Gene bei der ontogenetischen Entwicklung vom Embryo zum Erwachsenen genau verstehen, sondern es reicht völlig aus, wenn man statistisch untermauern kann, daß man

  • an ganz bestimmten Stellen im Genom
  • ganz bestimmte Gene haben muß,
  • damit ganz bestimmte Eigenschaften und Fähigkeiten möglich werden. 

Dann sind noch folgende Probleme zu lösen:

  • Epigenetische Effekte können bewirken, daß durch ganz bestimmte Gene die Funktion anderer Gene beeinflußt wird.
  • Mosaizismus: Wenn man an einem Embryo im frühesten Stadium nur eine Zell editiert, verbleiben die anderen natürlich im natürlichen Zustand, und das ergibt bei fortgesetzter Zellteilung zwangsläufig Mosaizismus.
  • Auch wenn man weiß, an welchen Stellen im Genom man Gene einfügen oder entnehmen muß, kommt es auf die Qualität der Verfahren zur Genomeditierung an. Die meisten Forscher sind der Meinung, daß der gegenwärtige Stand dieser Verfahren noch nicht dazu ausreicht, mit hinreichender Präzision zu arbeiten, vor allem wegen völlig unerwünschter Off-Target-Effekte.

Darum ist zu empfehlen, daß man folgende Forschungen für das erfolgreiche Human Genome Editing gleichzeitig vorantreibt:

  • Verbesserung der Verfahren zur Genomeditierung, bis man nachgewiesenermaßen einen hinreichenden Stand von Genauigkeit und Fehlerfreiheit erreicht hat. Dazu gehört auch, daß man epigenetische Effekte und Mosaizismus in den Griff kriegt.
  • Errechnung aus den Relationen zwischen Genotyp und Phänotyp von vielen Millionen Menschen, welche Gene und Gengruppen an welchen Stellen des Genoms für welche Eigenschaften der Menschen kodieren und Erstellen von Bibliotheken für Editierungen dafür für die Zeit, wenn die Verfahren zur Genomeditierung beim Menschen hinreichend verbessert worden sind.
  • Menschen haben haploide Ei- und Samenzellen mit jeweils 23 Chromosomen und diploide somatische Zellen mit jeweils 46 Chromosomen. Es ist statistisch aus den WGS von Millionen Menschen zu ermitteln, wie Chromosomen auf dem einen Chromosom mit Genen auf anderen Chromosomen zusammenwirken, um z.B. epigenetische Prozesse zu klären. 

Es ist HGE für den Zweck von Human Enhancement anzustreben, z.B. für Steigerung von Intelligenz, Moral, Genialität …, aber erst dann, wenn man hinreichend Kenntnisse über HGE gewonnen hat, und über diese notwendige Selbstbeschränkung ist sich die Scientific Community auch weithin einig. Dennoch haben im März 2019 einige Forscher (es sollen knapp 20 sein) ein Moratorium gegen Human Germline Editing vorgeschlagen. Man kann aber dadurch nicht ein HGE-Projekt verhindern, wie das der chinesische Wissenschaftler Dr. He Jiankui in Shenzhen, China, durchgeführt hat, insgeheim und ohne Informierung der Scientific Community. Viele andere Forscher sind zu HGE in der Lage, und durch ein Moratorium wird ein „ehrgeiziger“ Forscher nicht davon abgehalten, Ähnliches wie Jiankui zu machen: Sich willige Paare suchen, die unbedingt ein gesundes Kind haben wollen und mit editierten Babies voll einverstanden sind. Ein solches Moratorium kann aber den Fortschritt auf dem Gebiet von HGE und Synthetischer Biologie sehr behindern, und das sollte nicht akzeptiert werden.

Über Jiankuis Vorgehen empörte Fachwissenschaftler der ersten Reihe wie

- Feng Zhang und

- Emmanuelle Charpentier

unterstützen dieses Moratorium. Im Aufruf zu diesem Moratorium (vorerst auf 5 Jahre ausgelegt) werden durchaus ernsthafte Bedenken angemeldet, auf die hier weiter unten eingegangen wird. Hier werden jetzt erst einmal die Gründe für die Vorwürfe gegen Dr. Jiankui aufgezählt, die ja nun mal die Ursache für den empörten Aufschrei in der Scientific Community gewesen sind:

  • Der heftigste Vorwurf gegen ihn war, daß er die Genomeditierung an den Embryos gar nicht aus medizinischer Notwendigkeit heraus durchgeführt hat, sondern nur der Erste sein wollte, der genomeditierte Babies geschaffen hat, mit der mutmaßlichen Folge, daß die Babies Mosaizismus haben.
  • Weiterhin wurde ihm eine medizinische Fehleinschätzung vorgeworfen, und zwar hat die Abschaltung des CCR5-Gens zur Folge, daß die Anfälligkeit für die Ansteckung durch West Nile Virus und Influenza (Grippe) zunehmen kann.
  • Er hat das Experiment zur Herstellung geneditierter Babies ohne Informierung der Science Community durchgeführt und keine verläßliche Dokumentation (paperwork) gemacht.
  • Er hat bei der letztlichen Informierung der Science Community Videofilme hochgeladen oder eine Zeitung wie AP informiert. Eine Peer Review hat nicht stattgefunden.

Die Scientific Community wurde von dem geheimen Experiment von Jiankui und seinem Team überfahren und nach der Veröffentlichung geschockt, und dazu kommt, daß auf dem 1. International Summit on Human Genome Editing 2015 festgelegt worden war, daß vorerst kein HGE zulässig ist.

Nachdem man sich erholt hatte, wurde am Schluß vom 2. International Summit on Human Genome Editing in Hong Kong am 28. und 29.11.2018 ein Statement verlesen, das dabei helfen sollte, einen Fahrplan zur Entwicklung einer gekonnten und verantwortungsbewußten Genomeditierung am Menschen mit anschließender Implantation zur Schwangerschaft zu erstellen: “Die 14 Organisatoren dieses Meetings haben aber doch den Wunsch, den in den letzten 3 Jahren erreichten Fortschritt in der Genom-Editierung zu berücksichtigen und schlagen vor, daß die Zeit gekommen ist, für solche gentechnischen Eingriffe am menschlichen Genom einen unbedingt einzuhaltenden und verantwortlichen Überbrückungsfahrplan (translational pathway) zu erstellen.”

Zu den 14 Wissenschaftlern des Organisationskommittees dieses Summits gehörte auch Jennifer Doudna von der Columbia University.

20.2  Der Aufruf zu einem vorerst 5-jährigen Moratorium im März 2019

Viele Wissenschaftler sind der Meinung, daß man mit HGE beginnen kann, wenn die Anforderungen an Sicherheit (safety), Effizienz, tatsächlichen Nutzen (benefit) und gesellschaftliche Schutzmaßnahmen erfüllt werden. Gegenwärtig gibt es zuviele Risiken, einschließlich Schädigung von Patienten und Vertrauensverlust bei der Bevölkerung, die den möglichen Nutzen von HGE überwiegen. Ihrer Meinung nach müssen gewisse ethische Forderungen erfüllt und die gesellschaftlichen Implikationen von HGE gründlich diskutiert werden. Es ist ganz wesentlich, sicherzustellen, daß die Öffentlichkeit gut informiert und korrekt gefragt wird. Das Moratorium ist erst einmal auf 5 Jahre ausgelegt. Nach dieser Zeit sind aber klinische Anwendungen nur dann erlaubt, wenn 3 Bedingungen erfüllt sind:

  • Gründliche internationale Debatte,
  • die Leute, die nun die Anwendung zulassen, müssen sehr gut informiert sein und
  • die Gesellschaft muß einverstanden sein.

Sinngemäße Auszüge aus dem Aufruf zum Moratorium gegen HGE vom 15.3.2019, das u.a. von Emmanuelle Charpentier und Feng Zhang unterschrieben worden ist:

  • Die gesellschaftlichen Folgen können beträchtlich sein.
  • Menschen mit genetischen Abweichungen oder Beschränkungen könnten stigmatisiert oder sogar gesellschaftlich isoliert werden.
  • Eltern könnten sich in gesellschaftlicher und kommerzieller Hinsicht einem gewaltigen Druck ausgesetzt sehen, bei ihren Kindern Human Enhancement anzuwenden.
  • Genomeditierte Kinder könnten auf vielerlei Weise psychisch großen Belastungen ausgesetzt sein.
  • Die Vertreter religiöser und anderer Gruppen würden es aus ethischen Gründen ablehnen, die grundlegende Biologie des Menschen zu verändern.
  • Die Angehörigen verschiedener sozialer Schichten würden nicht gleiche Zugangsmöglichkeit für Human Enhancement haben.
  • Human Genome Editing könnte eine Aufspaltung der Menschheit in Unterarten (subspecies) aufteilen.
  • Die gentechnisch am menschlichen Genom bewirkten Änderungen könnten permanente und schädliche Auswirkungen auf die ganze Menschheit haben.
  • Die durch Human Genome Editing am Genpool der Menschheit bewirkten Änderungen könnten nur dadurch zurückgenommen werden, daß die
  • genetisch Andersartigen auf Nachkommen verzichten oder
  • sich Prozeduren unterwerfen, die sicher stellen, daß ihre genetischen Abweichungen nicht an ihre Kinder weitergegeben werden.

Wie bei solchen hochqualifizierten Fachwissenschaftlern zu erwarten war, klingt vieles davon sehr vernünftig und könnte durchaus genau zukünftige Entwicklungen nach dem weltweiten Übergang zu HGE darstellen.

Wir haben jedoch viele Jahrhunderttausende Entwicklung der Hominiden hinter uns, und es zeigen archäologische Befunde und die Schriftwerke der letzten 5 Jahrtausende, wie sehr sich Menschen mit der Duldung Andersartiger schwer tun. Sollte es so sein, daß bei etlichen Beweggründen zum Widerstand gegen HGE der altbekannte Vernichtungstrieb der Hominiden steckt, Andersartige zu vernichten oder gar nicht erst entstehen zu lassen ?

Es verbleibt aber ein Rest an Bedenken, der aufrichtiger Sorge und Vorsicht entspricht, und genau die vernünftigen Widerstände gegen verfrühte HGE-Anwendungen sind zu berücksichtigen und zu diskutieren. Dazu gehört in erster Linie, daß die heute verfügbaren Genomeditierungsverfahren nicht zuverlässig genug sind und die Umstände um Epigenetik und Mosaizismus ungelöst sind.

Geht man den Aufruf durch, kann festgestellt werden:

Wenn man weltweit zu HGE und zur Konstruktion von Designer Babies übergeht, wird sich der Genpool der Menschheit mit Sicherheit ändern.

Permanente schädliche Auswirkungen von HGE will natürlich kein Forscher haben, und darum wartet man ab, bis HGE zu 100% funktioniert – aber vermutlich nicht 5 Jahre, wie im Moratorium gefordert. Man kann sich so helfen, daß man vor und nach der HGE-Applikation an einem Embryo eine WGS durchführt und somit nachprüfen kann, ob

  • die gewünschte Editierung erfolgreich war und
  • keine unerwünschten Off-Target-Effekte eingetreten sind.

Gefahren, die George Church genannt hat, sind die Vorgänge um Epigenetik und Mosaizismus bei den geneditierten Kindern. Es ist hier genau experimentell nachzuprüfen, ob Mosaizismus bis Chimärismus Schäden im Organismus bewirken.

Eine chimäre Frau kann Kinder zur Welt bringen, die mit den somatischen Zellen der Mutter nicht verwandt sind und man ihr medizinisch abspricht, die Mutter zu sein. Die Ursache ist, daß die Frau 2 Arten von Zellen in ihrem Körper hat, die jeweils einen ganz bestimmten Genom haben – sie ist eine Chimäre, und dabei sind diese Frau und ihre Kinder ganz normal und gesund.

Also hat man eigentlich so zu fragen:

  • Bringen Mosaizismus bis Chimärismus jeweils mehr Vorteile oder mehr Nachteile ?
  • Wie kann man Mosaizismus als Folge von HGE bei Embryonen verhindern ?

Die Aufspaltung in mehrere Unterarten von Homo sapiens sapiens durch weltweite HGE-Applikation ist zu erwarten – aber ist diese mehr schädlich als nützlich ?

In den letzten 7 Millionen Jahren lebten immer mehrere Spezies von Hominiden auf der Erde – bis der Mensch dem vor 30000 Jahren ein Ende setzte (siehe den nächsten Paragraphen, der sich mit dem Vernichtungstrieb der Hominiden beschäftigt !).

Wird in dem Aufruf zu diesem Moratorium die Ansicht erkennbar, daß die heutige Form des Menschen fertig sei und für immer konstant sein wird ? Nun, die Menschheit unterliegt weiterhin dem Prozeß der natürlichen biologischen Evolution – durch permanent auftretende neue Mutationen und deren Selektion. Mittels HGE wird mit den Mitteln der TZ dieser Prozeß unter der steuernden Kontrolle beschleunigt – es erfolgt eine beschleunigte Evolution der menschlichen Form und seiner Eigenschaften und Fähigkeiten.

Nicht zu akzeptieren sind die Einwände, die sich auf

  • Zugänglichkeit der HGE für die eigenen Kinder und
  • religiös kaschierte Ablehnung

gründen. Wir haben heute krasse soziale und gesellschaftliche Unterschiede:

  • Viele Menschen in den zivilisierten westlichen Industrienationen leben in herrlichen Häusern, aber Millionen Menschen haben keine Wohnung, noch nicht einmal eine schäbige Wohnung, und leben auf der Straße – und das auch im Winter.
  • Viele reiche Menschen können sich teure Medizin, teures Personal und teure Bedienungen in teuren Wohnungen leisten und haben ein von finanziellen Sorgen freies Leben, aber viele Menschen können sich das eben nicht leisten, wenn es auch eine gesetzliche Krankenversorgung gibt. Akademiker leben im Mittel 5 bis 10 Jahre länger als Nichtakademiker, erfolgreiche Menschen werden oft über 90 Jahre alt, viele Menschen sterben berufsbedingt aber schon vor ihrem 65. Lebensjahr.

Man muß also da schon einmal genauer nachfragen: Warum sollen die Menschen auf ererbter oder familiärer Basis soviel angenehmer und länger als viele andere, unglücklichere Menschen leben dürfen, aber gentechnisch verbesserte oder veredelte Menschen nicht ?

Spricht da wirklich die soziale Fürsorge oder der Arterhaltungstrieb, gepaart mit dem Trieb zur Vernichtung Andersartiger bzw. mit dem Willen, andersartige Menschen gar nicht erst entstehen zu lassen ?

Die Anführung religiöser Gründe kann jedes Elternpaar für sich gerne beanspruchen und auch für sich einhalten, aber was die anderen Menschen tun, geht diese religiös gebundenen Menschen eben nichts an ! Das „gläubige“ Ehepaar A mag für sich HGE ablehnen, kann dies aber nicht auch durchsetzen für das „ungläubige“ Ehepaar B. Die Folgen dieser Einstellung zeigen sich dann über die Jahrtausende, und zwar weltweit.

Hier ist es auch angebracht, über Eigentümlichkeiten religiöser Gläubigkeit nachzudenken.

Der Religionsgründer Mohammed begann seine Karriere als Straßenräuber vor den Toren von Mekka, der die Kamelkarawanen der Korei-schiten abfing. Das machte er für über 20 Jahre, bis er im Jahr 631 Mekka erobert und zur Heiligen Stadt erklärt hatte. Nach dem Tod von Mohammed im Jahre 632 verbreiteten die Araber den Islam (die Religion des Friedens, der Hingabe an Gott) mit Feuer und Schwert unter riesigen Strömen von Blut unschuldiger Menschen über Nordafrika bis Kleinasien und Afghanistan.

Karl der Große wurde am 25. Dezember 800 durch Papst Leo III in Rom als erster westeuropäischer Herrscher seit der Antike zum Kaiser gekrönt, in Konkurrenz zum Kaiser von Byzanz. Er hatte nach dem Tod von Karlmann 771 die Macht im gesamten Reich übernommen. Er brachte zwar das Frankenreich zu seiner größten Ausdehnung und Machtentfaltung, aber wegen seiner Devise „Ein Reich, ein Glaube, ein Herrscher“ führte er als christlicher Herrscher ab 785 einen um 30-jährigen, äußerst grausam und blutig geführten Krieg zur „christlichen Missionierung“ gegen die Sachsen – gegen den Rat seines angelsächsischen Beraters Alkuin. Die Kriegszüge der Wikinger lagen übrigens damals noch weit in der Zukunft und ihre Siedlung Haithabu war ein bedeutender Warenumschlagsplatz.

Was bei religiösen Fanatikern besonders auffällt ist ihre so oft erfolgte Einsegnung von Waffen bis hin zu Panzern und Kriegsschiffen durch tiefgläubige Priester.

Religiöse Argumente sind in Sicht auf die Kapitalverbrechen der Muslime und Christen mit äußerstem Mißtrauen zu betrachten, und dasselbe gilt für ethische Argumente in Sicht auf Millionen Jahre Evolution der Hominiden. Dem Wüten der Heiligen Inquisition der Römisch-Katholischen Kirche fielen Hunderttausende von Menschen zum Opfer, dem Wüten der moslemischen Heere einige Jahrhunderte zuvor bei der Ausbreitung des Islam ebenfalls.

Wenn man an die vielen Kapitalverbrechen christlicher und moslemischer Herrscher und Geistlicher denkt, wobei jeweils Ströme von Menschenblut vergossen worden sind, dann kann man sich berechtigt fragen, woher Leute heute die Frechheit nehmen, zu fordern, daß man ihnen glaubt, wenn sie sich auf scheinbar moralisch hochstehende christliche oder moslemische Lehren berufen. Nun, Entwicklung des Wissens und der Fortschritt gehen glücklicherweise weiter – das ist wichtiger.

20.3  Intelligenz und Bewußtsein – kann unser Gehirn diese „verstehen“ ?

Wie groß sind die Chancen, daß man mittels fachlich korrekter HGE tatsächlich eine Steigerung von Intelligenz, Moral, Genialität … des genomeditierten Kindes erreichen kann, natürlich ohne alle Risiken bei der Genomeditierung ?

Muß man denn nicht vorher wissen, wie Intelligenz und Gedächtnis genau funktionieren und molekularbiologisch zustande kommen ? Das könnte tatsächlich noch Jahrzehnte dauern !

Als man das Projekt HUGO (1990-2004) erfolgreich abgeschlossen hatte, stellten die Wissenschaftler fest, daß sie jetzt immer noch nicht wußten, wie die Wirkung der Gene und ihr Zusammenspiel funktionieren. John Craig Venter preschte vor und erstellte auf synthetischem Wege Genome, die er in entkernte Zellen einsetzte – und schuf damit Leben. Jef Boeke und George Church publizierten darum am 2.6.2016 einen Aufruf zur synthetischen Konstruktion auch größerer Genome bis hin zu Pflanzen, höheren Tieren und Menschen. Dieses Projekt bekam den Namen Human Genome Project-write (HGP-write), und nachträglich wurde HUGO in HGP-read umgetauft. 

Wenn man Superhumans erschaffen will – muß man dann völlig verstanden haben, wie Intelligenz und Gedächtnis molekularbiologisch gegründet sind und bewirkt werden ?

Man könnte sich hier an der Entwicklung und Reifung naturwissenschaftlicher Einsicht orientieren. Nikolaus Kopernikus, Galileo Galilei, Johannes Kepler und Isaac Newton haben sehr dabei geholfen, die Grundlagen physikalischen und astronomischen Denkens der Neuzeit zu entwickeln, und die weiteren Erfolge dieses Denkens verwöhnten gewissermaßen die Physiker und aufkommenden Chemiker wie Lavoisier mit der Vorstellung, daß alles Geschehen rein rational zu erklären sei, d.h. daß das menschliche Gehirn in der Lage ist, alles Geschehen vernunftmäßig im Sinn der Klassischen Physik zu verstehen, also nach Ursache und Wirkung als Geschehen in Raum und Zeit.

Carl Friedrich Gauß, Bernard Riemann und William Kingdom Clifford gingen dann so weit, daß sie metrische Eigenschaften des Raumes als Ursachen für physikalische Gesetze und Erscheinungen erklärten. Gauß unternahm sogar bei Braunschweig entsprechende Messungen und entwickelte dabei die Differentialgeometrie.

James Clerk Maxwell entwickelte die heute so bekannten Maxwell-Gleichungen zur Vereinheitlichung der Beschreibung elektrischer und magnetischer Effekte, sagte die elektromagnetischen Wellen voraus und Heinrich Hertz wies diese tatsächlich auch zu Ende des 19. Jahrhunderts nach – ein letzter großer Triumph der Klassischen Physik.

Im Besitz von der Klassischen Physik Newtons, der formalen Vollendung der Mechanik durch Leute wie Laplace, Gauß, Riemann, Jakobi, Hamilton … und der Elektrodynamik von Maxwell hatte sich bei den Physikern ein gewisser Überschwang in der Einschätzung der Naturwissenschaften eingestellt. Ein frühes Zeichen davon war der Laplace’sche Dämon gewesen. Kurz vor 1900 wurde Studenten von ihren Professoren abgeraten Physik zu studieren, weil bereits alles erforscht sei, und dann kam im Jahr 1900 der Einbruch (also die Erkenntnis in das Versagen der Klassischen Physik, also ihr Bestreben, die Vorgänge nach Ursache und Wirkung in Raum und Zeit zu beschreiben):

Max Planck sah sich im Jahr 1900 gezwungen, das heute nach ihm benannte Wirkungsquantum h einzuführen, um eine einheitliche Formel für die Strahlung eines schwarzen Körpers über alle Frequenzen hinweg zu erhalten, und das war die Geburtsstunde der Quantentheorien.

Es kamen weitere Einbrüche in kurzer Folge: Albert Einstein lehnte die Äthervorstellung ab und schuf seine Elektrodynamik bewegter Körper, publiziert 1905, wobei er die Formeln von Hendrik Antoon Lorentz und Fitzgerald nur ein wenig abänderte, aber sie völlig anders interpretierte.

Es ist nur eine kleine Formel, aber die hat es in sich: Sie verknüpft die bewegte Masse m mit ihrer Ruhemasse m0 in Abhängigkeit von ihrer Relativgeschwindigkeit v im Verhältnis zur Lichtgeschwindigkeit c.

Siehe zu dieser Formel die angefügte pdf-Datei: Konstruktion von Superhumans.

Aus dieser Formel ging hervor:

  • Einstein benötigte die Äthervorstellung nicht mehr – ob der Äther existiert, ist damit nicht beantwortet. Das hatten schon um 20 Jahre zuvor Michelson und Morley zu klären versucht: Gibt es den Ätherwind ? Sie konnten ihn nicht meßtechnisch feststellen.
  • Einstein leitete aus der o.g. Formel bis 1907 seine berühmt-berüchtigte Formel E = mc2 ab. In Prag wies ihn im Verlauf einer Vorlesung ein Student darauf hin, daß diese Formel geradezu von einer vernichtenden Energie spricht – Einstein beruhigte ihn und sagte, daß von ihr keine Gefahr drohe. Leo Szilard drängte ihn um 35 Jahre später dazu, den berühmten Brief an US-Präsiden Roosevelt zu schreiben. was letztlich den Start des Manhattan-Projekts nach sich zog.
  • Hermann Minkowski, ein früherer Lehrer von A. Einstein an der ETH Zürich, leitete aus der o.g. relativistischen Formel für die Bewegung eines Massenpunktes bis 1908 das Modell der Raumzeitunion mit flacher, quasieuklidischer Metrik in den 4 Koordinaten x,y,z und ict ab, was Einstein damals noch belächelte.

Ab 1913 versuchte Niels Bohr, das vertrackte Problem um die fehlende Synchrotron-strahlung der angeblich um den Atomkern kreisenden Elektronen zu lösen, und schuf binnen einiger Jahre die Grundlagen für das Bohr’sche Atommodell, bei dem im krassen Gegensatz zur klassischen Elektrodynamik die Elektronen auf Bahnen kreisen konnten, wo sie eben keine Synchrotron-Strahlung aussenden mußten. In späteren Arbeiten stellte sich durch die Arbeiten von Louis de Broglie und Erwin Schrödinger 1926 die Nützlichkeit der Hypergeometrischen Differentialgleichung für die Berechnung der Elektronenbahnen und Bahndrehimpulse – der Quantenzahlen – heraus.

Um die Wende 1915/16 publizierte Einstein seine Allgemeine Relativitätstheorie, bei der die Krümmung der Raumzeit das Maß der Gravitation bestimmt.

Die Goldenen Zwanziger Jahre der Atomphysik des 20. Jahrhunderts brachten in Wahrheit für sehr viele tüchtige Physiker, erzogen und ausgebildet im Sinne der Klassischen Physik, eine Schocknachricht nach der anderen. Nach Max Planck, Alber Einstein und Niels Bohr schockte dann Louis de Broglie (er hatte anfänglich gar nicht Physik studiert und war nur von seinem Bruder Maurice, Physiker, zur Physik gekommen und inspiriert worden) die Physiker mit seiner Hypothese von der Wellennatur jeglicher Korpuskel und Materie.

Vor der Publikation von Louis de Broglie hatte man bis 1926 den Welle-Teilchen-Dualismus für das Licht (Photonen) akzeptiert, aber nicht z.B. für Elektronen.

Louis de Broglie hatte schon 1924 die Wellennatur des Elektrons und jeder anderer Korpuskel postuliert: Energie ist wie Masse in Form von Teilchen in kleinen Raumbereichen lokalisiert, und nur dadurch seien auch die Atomspektren zu erklären.

Bei Licht besitzt jedes Photon die Energie E = h·v, mit der Frequenz ν (gesprochen als nü).

Für Korpuskel hat Einstein bis 1907 die Formel angegeben: E = ½ m c2.

Jeder Korpuskel ist eine begleitende Welle zuzuordnen, die sich auch auf den umliegenden Raum erstreckt.

Der Welle-Teilchen-Dualismus ist gemäß de Broglie ein Wesensmerkmal jeder Korpuskel. Ihr ist ein Impuls p zugeordnet mit p = m v oder Wellenlänge λ = h p.

Der Wellencharakter des Elektrons wurde experimentell bis 1928 bestätigt. Louis de Broglie zeigte auch, daß er mit seinen Materiewellen das Bohrsche Atommodell besser erklären kann, vor allem die Atomspektren. 

Er postulierte die Bahnstabilität der Elektronen im Bohrschen Atommodell dadurch, daß sie den Atomkern strahlungsfrei umlaufen können.

Wenn der Bahnumfang 2 π r beträgt, hat das Elektron eine stabile Bahn, wenn gilt n λ = 2 π r = n h p, d.h. wenn der Bahnumfang ein ganzzahliges Vielfaches seiner Wellenlänge ist.

Noch im selben schicksalsreichen Jahr 1926 formulierte Erwin Schrödinger die nach ihm benannte Schrödingergleichung, die er Ende 1925 entdeckt hatte, und begründete damit die Wellenmechanik.

Werner Heisenberg postulierte unter größten Zweifeln 1926 die nach ihm benannte Heisenberg’sche Unschärferelation (Heisenberg: (Kann denn die Natur wirklich so hirnrissig sein ?“) und schuf damit die Grundlage der nichtkommutativen Matrizenmechanik mit Hilfe von Max Born.

Erwin Schrödinger bewies noch 1926 die Äquivalenz seiner Wellenmechanik mit der Matrizenmechanik von Heisenberg und Born.

Werner Heisenberg, Max Born, Wolfgang Pauli und Pascual Jordan vereinigten mit Hilfe von Niels Bohr bis 1927

  • die Wellenmechanik von Erwin Schrödinger
  • mit der nichtkommutativen Matrizenmechanik

zur Quantenmechanik.

Niels Bohr und Werner Heisenberg beschrieben die Grundlagen ihrer neuen „Physik“ folgendermaßen:

  • Wir beschreiben den Vorgang nicht physikalisch nach Ursache und Wirkung, sondern nur das, was wir sehen.
  • Bei subatomaren Prozessen treten Objekt und Beobachter nicht mehr so eindeutig auseinander.
  • Der Beobachter beeinflußt das zu beobachtende Objekt.

Damit hatte die Klassische Physik in der subatomaren Welt so ziemlich ausgedient: Erst durch die Beobachtung kollabiert die dem Teilchen zugeordnete Wellenfunktion und dadurch erst wird es sichtbar (Kopenhagener Deutung der Quantenmechanik durch Niels Bohr).

Es gibt also nicht nur Revolutionen des Wissens beim Übergang vom religiös gegründeten zum vernunftmäßig gegründeten Denken, sondern es gibt auch Revolutionen beim Übergang zu höheren Formen vernunftmäßigen Denkens, und das wird bei der Entwicklung der Superhumans vielleicht ebenfalls geschehen.

Wie werden Intelligenz und Gedächtnisleistungen bewirkt ?

Was läuft im Gehirn ab, wenn jemand die Ilias aus dem Gedächtnis heraus rezitiert ?

Was läuft im Gehirn ab, wenn jemand die Kreiszahl Pi im Kopf durch fortgesetzte Intervallschachtelung auf 1000 Nachkommastellen berechnet ?

Das, was den Physikern beim Übergang vom reinen Denken in den Bahnen der Klassischen Physik zum Denken gemäß der „modernen“ Physik geschah, könnte auch den Biologen bei der weiteren Arbeit zur Synthetischen Physik, für HGP-write und bei der Konstruktion von Superhumans (= Androiden) geschehen.

Es ist damit zu rechnen, daß bereits vor der Herstellung der Superhumans (Androiden) im Denken der Menschen Revolutionen stattfinden werden. Anfangen kann man damit, daß man einkalkuliert, daß die seit Isaac Newton mit seinem Buch „Philosophiae Naturalis Principia Mathematica“ von 1687 und die darauf folgenden Triumphe naturwissenschaftlicher Erkenntnis verwöhnten Naturwissenschaftler einkalkulieren müssen, daß der menschliche Verstand im Sinne der Klassischen Physik 

  • die hypothetischen „Bewegungen“ des „Elektrons“ um den Atomkern und
  • die Krümmung der Raumzeit als Gravitation

eben nicht verstehen kann, weil es hier durch Anschauung keine Vergleichsmöglichkeiten mit bekannten Erscheinungen der Makrowelt gibt, die für uns Menschen die Basiselemente unserer Anschauung und Erkenntnis sind.

Verstand, Logik, Naturwissenschaften, Beschreibung der Vorgänge nach Ursache und Wirkung in Raum und Zeit – alles sehr schön –, aber wenn man über hundert Jahre nach der Postulierung des Bohrschen Atommodells und der Publikation der Allgemeinen Relativitätstheorie sich immer noch

  • nicht das Atom mit seinen angeblichen Elektronen und ihren Elektronenbahnen und
  • nicht die Raumzeiteffekte

anschaulich vorstellen kann, mag das für die Gehirnfunktionen und vor allem die Intelligenz auch so sein, und die anschauliche Vorstellung spielt bei unserer „vollständig rationalen“ Erfassung von Naturprozessen  eine überragende Rolle.

Und nun kommt der Lernprozeß: Die vollständige rationale Erfassung der Grundlagen der Intelligenz ist gar nicht notwendig, wenn man sich um die Statistik bemüht. Schon Millionen Menschen haben ihren Genom sequenzieren lassen (WGS – Whole Genome Sequencing), so daß man durch rein statistische Auswertung der Daten für die Relationen zwischen

  • Genom (Genotyp) und
  • Eigenschaften der Menschen (Phänotyp)

ermitteln kann. Man kann dann große Bibliotheken dafür einrichten, wo man bestimmten DNA-Sequenzen an bestimmten Stellen im Genom bestimmte phänotypische Eigenschaften (traits) zuordnen kann. Mittels gentechnischer Eingriffe bei Embryonen könnte man in das Genom eine große Menge an solchen fertigen DNA-Sequenzen einbauen und so die gewünschte genetische Veranlagung konstruieren.

Wir verzichten vorerst darauf, verstehen zu wollen, wie Intelligenz, Bewußtsein, Genialität … molekularbiologisch-genetisch bewirkt werden, und setzen einfach darauf, die Statistik über die Beziehungen zwischen Genotyp und Phänotyp bei Millionen Menschen zu bemühen, was das Idealgebiet von Künstlicher Intelligenz (Artificial Intelligence, Deep Learning) ist.

Wichtig ist bei der gentechnischen Optimierung mittels HGE, daß man über eine sehr zuverlässige Genomeditierungstechnologie verfügt, die tatsächlich nur und nur genau das macht, was man haben will – und die haben wir heute noch nicht, wie die Stargentechniker Feng Zhang und Emmanuelle Charpentier völlig richtig feststellen, aber die könnten wir schon in nur wenigen Jahren haben, wie die Stargentechniker Jennifer Doudna und George Church völlig richtig feststellen.

Prinzipiell ist richtig: Man kann einen superintelligenten Menschen erschaffen, auch wenn man nicht weiß, wie Intelligenz zustande kommt oder auch nur, wie das Gehirn funktioniert. Tatsächlich ist zweifelhaft, ob unser Gehirn intellektuell dazu in der Lage ist, sich selber zu verstehen. Man versucht z.B., durch Studien an Krankheiten wie Alzheimer zu ermitteln, wie das Zusammenspiel von Neuronen und Dendriten über Synapsen mittels bestimmter Botenstoffe funktioniert, aber will man auf diese Weise das Rezitieren der Ilias oder die Berechnung der Kreiszahl Pi im Kopf erklären ?

In Sicht auf die Unmöglichkeit der Physiker, auch nach über 100 Jahren der Konfrontation mit Quanten- oder Raumzeit-Effekten taugliche anschauliche Vorstellungen über Atom oder Raumzeitunion auf der Basis von Klassischer Physik, und gesundem Menschenverstand entwickeln zu können, müssen die Biologen einkalkulieren, daß Gehirnfunktionen, Intelligenz, Gedächtnis, Bewußtsein … eventuell auch nicht verstanden werden können, und daß man eine statistisch basierte Forschungsrichtung für HGE ausarbeiten muß.  

Ein Moratorium gegen Human Genome Editing mit anschließender Implantation zur Erzeugung einer Schwangerschaft wäre grundfalsch, aus wissenschaftlicher Hinsicht und vor allem aus folgendem Grund: In der Science Community wächst die Sorge, daß rund um den Globus bereits Forscher an ähnlichen Projekten arbeiten, wie das Jiankui getan hat, aber diese erreicht man mit dem Moratorium nicht.

Ein Moratorium würde „rogue scientists“ in den Untergrund treiben und sie könnten dazu bereit sein, ihre Arbeit in den Dienst von Diktatoren oder anderer Verbrecher zu stellen, nur damit sie ihre HGE-Forschungen weiter betreiben können. Dadurch könnten sich Diktaturen und Mafia-Organisationen der Unterstützung durch superintelligente Menschen versichern und sie würden einen vielleicht nicht mehr einholbaren Wissensvorsprung vor der Scientific Community erhalten.

20.4  Die möglichen grandiosen Entwicklungen durch HGE und Human Enhancement

Vor allem aber darf man nicht gegenüber den ethischen Bedenken die ungeheuren Verlockungen vergessen, die der Entwicklung der Menschheit durch Human Germline Editing zum Zweck von Human Enhancement möglich sind, und zwar nicht nur für Steigerung von Intelligenz, Genialität und Moral, sondern auch in körperlicher Hinsicht mit Verbesserung der Sinne als auch mit Hinzufügung neuer Sinne, größerer Körperkraft, Schnelligkeit, Beweglichkeit, Eleganz …

George Church schlägt vor, beim menschlichen Genom folgende Gene einzusetzen:

LRP5              Extra starke Knochen

MSTN             Mageres Fleisch, gute Muskeln                        

SCN9A           Schmerzempfindlichkeit          

ABCC11         Geringe Produktion von Gerüchen   

CCR5, FUT2  Resistenz gegenüber Viren   

PCSK9           Geringe Verkalkung der Herzkoronargefäße         

APP               Senkung von Risiko für Alzheimer 

GHR, GH       Senkung des Risikos für Krebsbildung

SLC30A8      Senkung des Risikos zu T2 Diabetes

IFIH1             Senkung des Risikos zu T1 Diabetes

Suche nach Variationen von natürlich vorkommenden Genen, die bewirken könnten:

  • große Steigerung guter körperlicher Eigenschaften,
  • große Resistenz gegenüber Krankheiten,
  • bedeutende Verlängerung der Lebensspanne der Menschen mit vollem Besitz der Gesundheit bis ins hohe Alter,
  • Stärkung der moralisch-sittlichen Fähigkeiten, Eliminierung der genetisch bedingten Ursachen für das Böse in der menschlichen Psyche,
  • optimierte Verdauung zur Erweiterung des Nahrungsmittelangebots,
  • Optimierung des Metabolismus (Stoffwechsels) des Menschen zur viel besseren Ertragung von Mangel an Wasser und Nahrungsmitteln … 

Transhumanismus nennt sich eine Bewegung, die die Grenzen menschlicher Existenz, z.B. die biologisch limitierte Lebenserwartung, durch Einsatz technischer Verfahren erweitern will.

Aubrey de Grey, einer der führenden Transhumanisten, geht davon aus, dass der erste Mensch, der ein Alter von mehr als 1000 Jahren erreicht, heute bereits lebt.

Im Verlauf der erhofften transhumanistischen Entwicklungen mögen die Forschungen bei HGP-write (Human Genome Project-write, seit Juni 2016) uns dazu befähigen, nicht nur beim Menschen den Altersverfall zu beenden, das Auftreten beliebiger Krankheiten zu verhindern, die Menschen körperlich und geistig leistungsfähiger zu machen, das Böse aus der Psyche des Menschen restlos zu entfernen, das man mit der Neigung des Menschen zu Mord-, Jagd- und Raublust, Grausamkeit, Herrschsucht, Egoismus, Jähzorn, Wut, Neid, Haß, Gier … zusammenfaßt.

Die so erschaffenen Geschöpfe sind dann aber keine Menschen in unserem Sinne mehr und die Bezeichnung für sie hat die SF-Literatur der 1960er Jahre geschaffen: Es sind Androiden. Diese werden nicht krank, altern nicht, haben viel bessere körperliche und geistige Anlagen, sind viel intelligenter als die Menschen und haben vor allem nicht das Böse der Menschen in ihrer Psyche,

Literarisch aufgeputzt kann man das auch so sagen:

Am Ende der Jahre der Menschheit da kommen die Zeiten,

Wo durch gentechnische Veredelung des Menschen

Eine Species humanoider Vernunftwesen entsteht,

Diese wird Frieden auf die Erde bringen und

Die Länder von den bis dahin unaufhörlichen Ängsten erlösen,

Die vor allem durch das Böse im Menschen

Wegen seiner Zerstörungswut bewirkt wurden und werden.

Dann ist das Reich Gottes auf Erden gekommen.

Wir müssen für die Menschen ein Aktivitätsprogramm entwickeln, das bei allen Entwicklungen von Arten (Species) von IW (IWA) auf irgendwelchen Planeten in irgendwelchen Sonnensystemen in irgendwelchen Galaxien … ebenfalls dann anwendbar ist, wo der Stand einer Technischen Zivilisation (TZ) erreicht worden ist.

Bei allen IWA- und TZ-Entwicklungen gilt sinngemäß, daß die Sequenz Hominisierung, Sapientierung, Androidisierung, Gottwerdung ... zu beachten ist, was die Gültigkeit der nachfolgend angegebenen Maximen bedeutet:

- Denken in geeigneten Kategorien und in beliebig großen Zeiträumen,

- Projektion aller Prozesse, Ereignisse, Formen ... vor den Hintergrund immer größerer Zeiträume,

- lebenslanges Studium aller Wissenschaften und Technologien,

- der Paradiesformung und –erhaltung, dem Tier- und Pflanzenschutz bei Sicht auf größte Zeiträume verpflichtet,

- unbeeindruckbar, unbeeinflußbar, unbestechlich vom Bösen her,

- nichtmenschlich, nichtmenschenspezifisch bis übermenschlich denkend,

- frei von Menschen-, Trieb-, Traditions-, Region- und Epochebezogenheit.

Das wird erleichtert durch das nachfolgende Programm:

- Lernen bei den Meistern !

- Orientiere dich nicht an drittklassigen Lehrern oder fünftklassigen Nachbarn !

-  Lerne bei den Meistern und gehe ihren Weg !

- Lerne vom Genie, zu denken, und vom Welpen, zu fühlen !

Unsere gentechnisch verbesserten bis sehr hoch veredelten Nachfolger werden in einigen Jahrhunderten alle so denken. Wichtig ist, daß man den Blick von Mensch und Erde auf Entwicklungen im Universum, Multiversum … lenkt.

John Craig Venter:  “Mit HGP-write wird die Ablösung des Menschen durch höher entwickelte „Menschen“ zwangsläufig kommen wie auch das Verschwinden der natürlichen Menschen, also von uns.“

Ist das denn wirklich eine so neue Ansicht ? Kommt das einem nicht doch bekannt vor ?

Neue, bessere, moderne „Menschen“ einer 2. Schöpfung würden unsterblich und gut sein, nie krank werden und nie altern, und eine neue Erde und einen neuen Himmel schaffen.

In der Bibel bei Jesaia 66 (18-26)) kann man nachlesen:

„Es kommt die Zeit, zu der Jahwe alle Menschen aller Religionen und Sprachen zu sich ruft und sie ihre Augen für seine Herrlichkeit öffnen. Sie werden nach Jerusalem zu seinem heiligen Berg kommen, so wie die Juden Speiseopfer zum Hause Jahwes bringen. Der Herr wird sie alle annehmen und auch aus den Reihen der bekehrten Heiden seine Priester und Leviten auswählen.

Nachdem Jahwe eine neue Erde und einen neuen Himmel gemacht hat, werden auch die Nachkommen aller dieser Menschen darin wohnen, und diese Menschen, die gut geworden sind und Gott anbeten, werden alle unsterblich sein, während die vielen sündigen Leute, die Gott nicht anbeten und z.B. Schweinefleisch, Greuel und Mäuse essen, auf ewig vom Wurm zerfressen und im Feuer brennen werden.“

Germanische Mythologie, Auszug aus der Völuspa (der Seherin Gesicht):

Eine Esche weiß ich, heißt Yggdrasil,

Den hohen Baum netzt weißer Nebel;

Davon kommt der Tau, der in die Täler fällt.

Immergrün steht er über Urds Brunnen.

Davon kommen Frauen, vielwissende,

Drei aus dem Saal dort unter dem Wipfel.

Urd heißt die eine, die andere Werdandi:

Sie schnitten Stäbe; Skuld hieß die dritte.

Sie legten Lose, das Leben bestimmten sie

Den Geschlechtern der Menschen, das Schicksal verkündend.

Ich sah Walküren weither kommen,

Bereit zu reiten zum Reich der Goten.

...

Viel weiß die Weise, sieht weit voraus

Der Welt Untergang, der Asen Fall.

...

Alle Wesen müssen die Weltstatt räumen.

Schwarz wird die Sonne, die Erde sinkt ins Meer,

Vom Himmel schwinden die heitern Sterne.

Rauch und Feuer rasen umher,

Die heiße Lohe beleckt den Himmel.

Da seh’ ich auftauchen zum andernmale

Aus dem Wasser die Erde und wieder grünen.

Die Fluten fallen, darüber fliegt der Aar,

Der auf dem Felsen nach Fischen weidet.

Die Asen einen sich auf dem Idafelde,

Über den Weltumspanner zu sprechen, den großen.

Uralter Sprüche sind sie da eingedenk,

Von Fimbulthyr gefund’ner Runen.

Da werden sich wieder die wundersamen

Goldenen Tafeln im Grase finden,

Die in Urzeiten die Asen hatten.

Da werden unbesät die Äcker tragen,

Alles Böse bessert sich, Baldr kehrt wieder.

In Heervaters Himmel wohnen Hödr und Baldr,

In der Walgötter Halle. Wißt Ihr noch mehr ?

...

Einen Saal seh’ ich heller als die Sonne,

Mit Gold bedeckt auf Gimles Höh’n:

Da werden bewährte Leute wohnen

Und ohne Ende der Ehren genießen ...

5  Rassismus, Nationalismus … und Ablehnung von Human Genome Editing

IW     Intelligentes Wesen

IWE  Herstellung von VIW durch IW

NBE Natürliche Biologische Evolution

NIW  IW, dessen Species mittels NBE entwickelt worden ist

TZ     Technische Zivilisation

VIW  Schon weithin vollkommenes Vernunftwesen mit stabilem hohem Vernunftpegel

         IW, das mittels der Supermaschinen einer TZ geschaffen worden ist

IWE  Entwicklung und Konstruktion von IW durch IW, mit dem eigentlichen Ziel der Herstellung von VIW, KIW

WGS          Whole Genom Editing (Sequenzierung des gesamten Genoms)

 

 

20.5  Widerstände gegen die gentechnische Veredelung des Menschen

Gegen die Konstruktion von gentechnisch veredelten „Menschen“ gibt es genau so wenig vernunftgemäße Einwände wie gegen die Konstruktion von Brücken, Straßen, Häusern ..., wenn man die Sache richtig und verantwortlich macht, mit den richtigen Verfahren und zur richtigen Zeit.

Mehr noch, man muß die Argumente gegen die gentechnische Veredelung des Menschen und gegen die künstlich-technische Konstruktion von immer vollkommeneren IW durch unvollkommene IW (IWE) wie die Menschen sehr kritisch beleuchten:

Ist es nicht so, daß Homo sapiens zu rezenter Zeit nur deshalb in einer Species Homo sapiens sapiens auftritt, weil er binnen 400000 Jahren alle konkurrierenden Species des sich aus dem Homo erectus entwickelnden Homo sapiens ausgerottet, ausgelöscht, vernichtet, genetisch aufgesaugt ... hat ?

Ist es nicht so, daß die sogenannten ethischen Bedenken gegen die Konstruktion andersartiger „Menschen“ nur und nur dem Vernichtungstrieb des Homo sapiens entspringt, konkurrierende Arten des Homo sapiens auszulöschen oder am besten noch an ihrer Entstehung zu hindern ?

„Ethische“ Bedenken der Ethikkommissionen gegen die Herstellung genveredelter „Menschen“ ?

Ist es nicht eher so, daß hier der 400000-jährige Krieg gegen Andersartige geführt wird und daß der Mensch in seinem anthropozentrischen Wahn von Anfang an verhindern will, daß Andersartige - also andere „Menschen“ mit anderem Genom - als Zeitgenossen und Konkurrenten des Homo sapiens sapiens auftreten ?  

Trotz aller Reden über Humanität sterben zur Gegenwart hin immer mehr Tier- und Pflanzenarten auf der Erde aus – und zwar als direkte Folge menschlichen Wirkens.

Die Einhaltung der Regeln des Zivilisation-Leben-Vertrags soll sicherstellen, daß auf der Erde weiterhin die biologische Evolution der Arten funktioniert.

Die Menschen sollten immer bedenken, daß ihre Ururur-Großeltern vor

- 95 Millionen Jahren baumbewohnende Spitzhörnchen gewesen sind,

- 400 Millionen Jahren Lungenfische,

- 600 Millionen Jahren Chordatiere,

- 1,4 Milliarden Jahren Metazoen, die einem Volvox ähnlich waren,

- 3,8 Milliarden Jahren einzelligen Lebewesen, den Blaualgen, einer Art von Bakterien,

Die extreme Verlogenheit des Menschen läßt ihn immer weiter den Lebensraum von Tieren und Pflanzen ausräubern, verkleinern, vergiften … – dabei spricht der Mensch von seinem Streben nach Humanität. Die Menschen wirken nicht nur vernichtend untereinander, sondern ganz besonders auch in der Tier- und Pflanzenwelt, die laufend vom Menschen zum Rückzug gezwungen wird.

  • Es ist ein Verbrechen, das menschliche Genom nicht zu optimieren, wenn man wissenschaftlich und technisch dazu in der Lage ist.

Jeder „Mensch“ hat durch eine gekonnte und beherrschte genetische Veredelung oder biomedizinische Verbesserung nur Vorteile. Dazu gehört auch, daß der Embryo prinzipiell hochoptimiert in einer künstlich-technischen Plazenta zu höchster Vollkommenheit zum fertigen Baby entwickelt wird. Es ist reine Fürsorge, weil man den eigenen Nachfahren die optimale Gestalt und Ausstattung geben sollte, sofern man dazu in der Lage ist, damit sie ein optimales Leben bei optimaler Wirkung haben und von ihnen nichts Böses mehr ausgeht, weder untereinander noch gegenüber der Tier- und Pflanzenwelt.

Der Mensch, der so viele Tierarten und andere Hominidenpopulationen wie z.B. die Neandertaler ausgerottet hat und gegenwärtig die letzten Menschenaffenpopulationen in den Artentod schickt, bemüht scheinheilige Argumente aus dem ethischen Bereich, um bereits die Vorarbeiten zur IWE zu verteufeln und radikal zu verbieten.

Es gibt viele Widerstände der Menschen gegen die gentechnische Veredelung des Menschen, die ein Spezialfall ist des allgemeinen Verfahrens der Erschaffung von VIW durch IW auf künstlich-technischem Wege (IWE).

Der Mensch sagt, daß er aus ethischen Gründen die gentechnische Veredelung des Menschen ablehnt und damit etwas wirklich Gutes tut, aber in Wahrheit geht es dem Menschen darum, keine zum Menschen konkurrierenden anderen IW entstehen zu lassen.

Wir begegnen hier dem alten Vernichtungstrieb in den Hominiden, alle verwandten Populationen auszurotten, gleichgültig ob sie so fortgeschritten wie Neandertaler oder noch so unentwickelt wie Menschenaffen sind.

Der Mensch macht Menschenbezogenheit und nicht nur Arterhaltung, sondern die Eliminierung aller konkurrierenden anderen Geschöpfe zur „ethisch begründeten“ Pflicht, wobei er das ganze Spektrum von Trieb-, Traditions-, Menschen-, Epoche- und Regionfixierung bemüht – aber vergeblich, denn es ist ja ganz leicht, hier wieder den alten Auslöschungstrieb offensichtlich zu machen, der sich nun auf die Verhinderung der Entstehung von anderen IW ausrichtet.

Wir begegnen hier bei der Ablehnung der gentechnischen Veredelung des Menschen den Urformen von Rassismus, Nationalismus und religiös motiviertem Vernichtungstrieb.

Der gentechnischen Veredelung des Menschen tritt man auch mit dem „Argument“ entgegen, daß man der Natur nicht ins Handwerk pfuschen sollte, ähnlich der sakralen Furcht mancher steinzeitlicher Menschenstämme vor dem Ackerbau, weil man der Mutter Erde nicht die Brust aufreißen wollte, aber in Wahrheit wollte man keine gentechnische Veredelung des Menschen, weil der Mensch keine IW neben sich duldete, die nicht der menschlichen Species angehörten – übrigens auch eine Folge der Evolutionsmethoden von Hominisierung und Sapientierung.

Alle noch nicht vom Menschen erschaffenen genetisch verbesserten „Menschen“, Übermenschen, Androiden, Superintelligenzen ... haben ein gleich großes Recht, vom Menschen erschaffen zu werden, wie Menschen beanspruchen, andere Menschen über ihre körperinternen Fortpflanzungsorgane zu erschaffen.

Es ist das Recht der noch Ungezeugten, der noch nicht Erschaffenen, ebenfalls real zu werden, wenn Lebensumstände oder Maschinenpark an Supermaschinen das ermöglichen.

Gott gab dem Menschen nicht nur seine körperinternen Fortpflanzungsorgane, um sich auf der Erde zu vermehren, sondern auch Intelligenz, Vernunft und Genialität, damit er die Fähigkeiten zur IWE erarbeitet, und mit diesen vollkommenen körperexternen Fortpflanzungsorganen werden dann in vollkommener Weise vollkommene Nachfolger erschaffen.

Der Mensch dreht in seinem geistig blinden und primitiv-atavistischen, total auf den Menschen und die menschliche Erscheinungsform bezogenen Arterhaltungs-, Sexual- und Sozialtrieb und -wahn die tatsächlichen Fakten um, denn es gilt natürlich bei Sicht auf größere Zeiträume die größte Pflicht für alle IW, ihre Heimatwelt zu schützen – das vermag aber der Mensch wegen des Bösen in sich nicht, mehr noch, er selber ist ebenfalls eine der wesentlichen Ursachen zur Zerstörung seiner Heimatwelt, mit allem Leben darauf oder darin.

Also können nur die Androiden die Rettung bringen.  

Gentechnisch veränderte „Menschen“ würden wie eine neue Species von Hominiden erscheinen, und diese sind seit Anbeginn der Menschheit vor vielleicht 130000 Jahren konsequent von den Menschen ausgelöscht worden, und weil es heute z.B. keine Neandertaler mehr gilt, löscht man eben so nach und nach alle höheren Primaten aus: Sie sind heute die nächsten Verwandten der Menschen, und die muß man eben auslöschen – so die Psyche des Menschen.  .

Die Menschen haben die Neigung, Verbrechen zu kaschieren und ihre wahren Regungen zu verbergen. Aber man muß sich völlig klar darüber sein: Wenn Menschen - nach einer über 130000-jährigen Geschichte des Auslöschens anderer Menschentypen - sich gegen die Neukonstruktion von Menschenarten aussprechen, so findet man hier die Fortsetzung der früheren Auslöschungskriege gegen Andersartige. 

In Zukunft muß sich aber der Mensch dazu bereit finden, daß es verschiedene Arten von „Menschen“ auf der Erde geben wird, wie vor Jahrhunderttausenden.

Es gibt also in der Psyche des Menschen das Problem, daß er die Neigung hat, seine nächsten Verwandten im Stammbaum des Lebens auszulöschen, und die Androiden werden den Menschen in ihrer Körperform sehr ähnlich sein.

Vor 2,4 Millionen Jahren etwa entstand die Gattung Homo, und es gab auf der Erde damals immer mehrere Arten von „Menschen“. Der sich entwickelnde „Mensch“ löschte alle anderen Homo-Vertreter aus, so daß es heute eben nur den Menschen vom Typ H.s.s. gibt. Der Mensch und der Neandertaler sind anscheinend entwicklungsgeschichtlich gleich alt und lebten u.a. im Nahen Osten für über 10000 Jahre nebeneinander. Aber der „moderne Mensch“ (in Afrika entstanden ?) mochte auf Dauer keine anderen Menschenartigen und löschte den Neandertaler aus.

Genau dasselbe wird heute bei den Menschenaffen praktiziert.

Man muß also akzeptieren, daß der Mensch einen genetisch fixierten Dachschaden hat, durch die Verfahren der NBE bei Hominisierung und Sapientierung in den Genom geschrieben, der ihn dazu antreibt, Andersartige auszulöschen:

- 4 Mose 31, (7-11, 17-18): Bei Eroberungen prinzipiell alle Männer, Knaben und Frauen der feindlichen Population töten, gewaltsame Übernahme der unberührten Mädchen und Jungfrauen, alle Wohnungen und besiedelten Orte zerstören und verbrennen.

- 5 Mose 7 (1-26): Aufforderung zu Mordbrennerei, Intoleranz und Fremdenhaß; Verteufelung anderer Völker, Kulturen und Religionen.

Genau das ist der Grund dafür, daß sich so viele Politiker, Wissenschaftler, Ethiker ... gegen die künstlich-technische Konstruktion von neuen Menschentypen aussprechen.

Das Böse im Menschen in Form von Raub-, Mord- und Jagdlustlust, Grausamkeit, Herrschsucht, Egoismus, Jähzorn, Wut, Haß, Neid Gier ... sind mit sehr starken Emotionen verbunden und fester Bestandteil der menschlichen Psyche.

Sie sind für Selbstbereicherung und Beschaffung eigener Vorteile sehr nützlich – warum sie also aufgeben ?

Die Sache sieht in Wahrheit so aus:

Es ist ein Verbrechen, das menschliche Genom nicht zu optimieren, wenn man wissenschaftlich und technisch dazu in der Lage ist, denn jeder „Mensch“ hat durch eine gekonnte und beherrschte hinreichende gentechnische Veredelung mit biomedizinischer Verbesserung nur Vorteile – und seine Umwelt wird dadurch erheblich sicherer, weil von nun an nicht mehr das Böse von ihm ausgeht.

Dazu gehört auch, daß der Embryo prinzipiell hochoptimiert in einer künstlich-technischen Plazenta zu höchster Vollkommenheit zum fertigen Baby entwickelt wird.

Es ist reine Fürsorge, weil man den eigenen Nachfahren die optimale Gestalt und Ausstattung geben sollte, sofern man dazu in der Lage ist, damit sie ein optimales Leben bei optimaler Wirkung haben und von ihnen nichts Böses mehr ausgeht, weder untereinander noch gegenüber der Tier- und Pflanzenwelt.

Der nicht erschaffene gentechnisch veredelte Mensch hat das Recht, erschaffen zu werden, sobald die Technik dafür entwickelt ist, und er hat auch das Recht, daß mit besten Kräften daran gearbeitet wird, die Wissenschaft und Technik zu entwickeln, so daß die Menschen möglichst bald und möglichst schnell gentechnisch veredelte Menschen herstellen können.

Damit hat man eine Begründung für einen der großen Märkte der nahen Zukunft angegeben, und zwar für den Markt um die künstlich-technische Verbesserung des natürlichen Menschen und sein Aufgehen in vermutlich verschiedenen Versionen des Homo sapiens technicus, in der SF-Literatur bekannt als Androiden.

Ein weiterer Grund für diesen Markt der nahen Zukunft um die genetische, biomedizinische ... Veredelung des natürlichen Menschen ist reiner Egoismus bzw. edle Fürsorge für sich selber, die Nachkommen und die Tier- und Pflanzenwelt:

Die gentechnische Veredelung des menschlichen Genoms vor der Zeugung ist in den Bereich von Diskussion, Forschung und Legalität zu rücken.

Die Schilderung der Androiden selber ist wie eine Sammlung von Hoffnungen von Huxley und Häckel bis zu heutigen SF-Autoren (Wissenschaftler dürfen sich kaum dazu äußern, weil sie sonst ihren Job verlieren).

Die Herstellung menschlicher, genveredelter Chromosomensätze für die Erschaffung genveredelter „Menschen“ ist dann zu befürworten, daß man über das dafür benötigte Wissen und technische Können verfügt.

Oder: Wollen Sie ein „Mensch“ sein, der als Designerbaby konzipiert wurde, aber bei man gepfuscht hat, so daß sein Gehirn nun nicht verbessert, sondern verschlechtert worden ist ?

Die Androiden kommen, auch wenn die Menschen sie nicht wollen.

Für die Kritiker der technisch-synthetischen Konstruktion von humanoiden Vernunftwesen (d.h. für die Leute, die von Arterhaltungs-, Fortpflanzungs- und Geschlechtstrieb getrieben die genetische Wandlung und synthetische Konstruktion des Menschen ablehnen und dieses triebhafte Empfinden in ein wissenschaftliches Mäntelchen kleiden) sei angemerkt, daß diese hier angestellten Überlegungen Jahrtausende, Jahrmillionen und Jahrmilliarden überdecken, also Zeiträume, die z.Z. vom rezenten Menschen in seinem sozialen Leben und politischen Wollen und Handeln überhaupt nicht berücksichtigt werden.

Bevor eine Kritik an der technischen Veredelung der menschlichen Erbanlagen ernstgenommen werden kann, ist erst einmal das rein Triebhafte bei dieser Kritik zu eliminieren.

Es ist aber sicher so, daß derartige geistige Aktivitäten die zu unserer Zeit noch auf Triebhaftigkeit beruhende Fortpflanzung bei der Menschheit nicht gefährden dürfen. Auch hier zeigt sich wieder, wie durch die Forschung völlig neue Gefahren entstehen können, während man über die Forschung alte bekannte Gefahren zu beseitigen sucht.

Für die Forschung muß gelten, daß die Kritik an ihr nicht von der Triebhaftigkeit des Menschen behindert wird. Für den Lebensalltag der Menschen kann das bei der derzeitigen Veranlagung der Menschen sicher nicht gelten. Der Mensch muß aber auf jeden Fall lernen, seine Triebhaftigkeit zu erkennen und aus der Sicht von Vernunftwesen zu sehen suchen.

Prinzipiell muß aus der Triebsteuerung eine genau geplante Triebansteuerung werden, die aber wegen der begrenzten geistigen Kapazität des Menschen wieder sehr kritisch betrachtet werden muß.

Die Vorschriften, die man über das Triebleben der Menschen legt, müssen bei Sicht auf beliebig lange Zeiträume die optimale Entwicklung bewirken und nicht nur über ein paar Jahrhunderte. Es gilt auch hier, irreversible Schäden bei der Entwicklung und Wirkung der Menschheit zu verhindern. Betonierte Vorstellungen und Ideologien haben schon zu viele Fehler verursacht, beruhend auf der mangelhaften Planungsfähigkeit des Menschen. Die Einbildung, rational zu denken, muß nicht heißen, daß man auch wirklich rational denkt, unter Beachtung hinreichend großer Zeiträume.

Die Fähigkeit zur Kritik hat beim Menschen ähnliche Grenzen wie die Fähigkeit zur Schöpfung von Werken und Werten. Johann Wolfgang von Goethe hat mit seinem 2-bändigen Drama "Faust" wirklich sehr weit gesehen. Homer hat mit seinem Dichtungswerk über den Kampf um Troia und die Irrfahrten des Odysseus vielleicht die eigentliche Menschheitstragik gestreift. Platon hat mit seiner Atlantis-Erzählung vielleicht die Tragik von Völkern, Staaten und Zivilisationen dargestellt.

Die Sorgen und Zweifel von Leonardo da Vinci und Charles Darwin am Ende ihres Lebens wegen Wildwuchs und Sinnlosigkeit müssen aufgelöst werden durch Bezug auf die Vernunft des Menschen, repräsentiert durch Archimedes von Syrakus, sowie Schönheit und Anmut des Sternenhimmels oder eines Katzenkindes.

Es ist doch wunderbar, wie Eukleides und Archimedes gestützt auf ihre Vernunft ihre gewaltigen Werke entwickeln konnten, und es ist doch wunderbar, die Schönheit und Erhabenheit des nächtlichen Sternenhimmels zu erleben oder Schönheit, Possierlichkeit und Zutraulichkeit eines Katzenkindes. Das Genie und das Katzenkind sind Teil unserer Welt und ermuntern zur Hoffnung auf das Schöne, Wahre und Gute in der Zukunft, und dazu gehört die Höherentwicklung der IWE-Techniken zur Herstellung gentechnisch verbesserter Menschen, die in einer Biotechplazenta ausgetragen werden.

Prinzipiell könnten ab 2045 (grob geschätzt) die ersten künstlich-technisch mutierten Humanoiden über unseren Planeten laufen, und im Jahr 2070 weiß keiner, ob ihm nicht gerade ein solcher die Hand schüttelt.

Ein wichtiges Ziel muß sein, die Harmonien, die wir bei Betrachtung des nächtlichen Sternenhimmels spüren oder beim Gang durch einen Hochwald direkt greifen können, in die menschlichen Gemeinschaften einzubringen. Die Harmonien eines Sonnensystems oder Spiralnebels müssen sich in Taten und Werken der Menschen wiederfinden lassen.

Wir müssen lernen, uns ganz bewußt der Ewigkeit zu stellen – obwohl wir ganz genau wissen, daß wir inmitten der Ewigkeit immer nur flüchtige Gäste sein werden, und das gilt für alle IW.

Um die Harmonien des Sternenhimmels in die Menschengemeinschaften zu bringen, bedarf es einer guten Staatswissenschaft und guter Staatstheorien (die auch das Transzendentale abdecken) und einer guten Staatsmedizin.

20.6  Gesteuerter Artenwandel und beschleunigte Evolution

Der Mensch muß akzeptieren, daß Artenwandel, Artenneuentstehung und Artentod nicht nur der NBE eigentümlich sind und auf diese Weise die rezente Tier- und Pflanzenwelt sowie die Menschen erschaffen haben, sondern daß über IWE dieser stetige Wandel weitergeht, auch und besonders im Umfeld der letzten Hominiden, der Menschen.

Dabei ist der Artentod ein steter Gast, aber dieser Artentod ist erst der Anfang – wenn es richtig läuft, denn der Artentod schafft Platz für neue und höhere Entwicklungen. Wir Menschen haben also die schöne, ja geradezu wunderbare Hoffnung, daß schon in wenigen Jahrhunderten unsere Menschenzivilisation in einer Androidenzivilisation aufgeht und daß wir Menschen in vollkommenen, unsterblichen Androiden weiterleben, nun endlich befreit vom Bösen, und daß wir das alles aus eigener Geisteskraft heraus selber geleistet haben. Aber das ist keineswegs das Ziel, sondern die Entwicklung geht von Androiden zu Superintelligenzen weiter, deren Fähigkeiten und Wirkungsmöglichkeiten sich im Nebel vom Unfaßbaren, Wunderbaren und Unmöglichen verlieren, im Nebel der Superintelligenzen, Götter, KIW, KB ...

Für Jahrtausende sahen die Menschen ihr Höchstes darin, Gott zu dienen, allerdings meistens so, wie Menschen das zu ihrem eigenen Vorteil tun wollen.

Martin Luther rang mit der Frage „Wie bekomme ich einen gnädigen Gott ?“

Beim Denken in beliebig großen Zeiträumen fragt man „Wie baue ich Gott ?“:

Weg und Ziel zugleich ist die Gottwerdung.

Wichtige Phasen in der Evolution der Hominiden sind, waren oder werden sein: Hominisierung, Sapientierung, Androidisierung und Gottwerdung – und die ist vermutlich auch nicht die letzte und höchste Stufe.

Mit dem weiteren Fortschritt in Wissenschaft und Hochtechnologie wird die Genchirurgie am menschlichen Genom immer mehr machbar und wünschbar. Wenn der entsprechende Stand in Wissenschaft und Technik erreicht ist, wird es völlig unmöglich sein, alle Forscher und Wissenschaftler davon abzuhalten, Androiden, Übermenschen oder beliebige VIW zu konstruieren, denn schon aus Eigennutz werden die Leute, die das können, den Genom ihrer eigenen Kinder so optimieren, daß sie dem normalen Menschen möglichst weit in allem überlegen sind, also in Körper, Geist und Charakter.

Die Androiden werden wir dann auch gerne und vor allem ohne Sorge als unsere Politiker anerkennen können. Die meisten Menschen jedenfalls sind als Politiker völlig ungeeignet, und daß dies die reine Wahrheit ist, kann man in Historie und Alltag so oft und in entsetzlicher Weise bestätigt finden. Die Bestie im Menschen ist die größte Gefahr für das Leben auf der Erde und in diesem Sonnensystem.

Bisher war es eben so, daß der Stand in Natur- und Ingenieurwissenschaften bei weitem nicht dazu ausreichte, die vollkommenen IWE-Techniken zu entwickeln, und da mußten wir Menschen die Folgen des Bösen im Menschen tragen. Nun erscheint aber am geistigen Horizont die Möglichkeit, den Menschen gentechnologisch und auch biomedizinisch zu verbessern oder gleich vollständig neu zu einem VIW zu konzipieren, aber das führt nur dann zur wirklichen Erschaffung von VIW durch die Menschen, wenn man in den Genies die Bereitschaft zur gentechnischen Veredelung des Menschen verankert.

Vorläufig ist aber am wichtigsten, hinreichend Widerstand zu leisten gegen die Vernichtung der Tier- und Pflanzenwelt durch den Menschen, der durch das Böse in sich dazu getrieben wird. Dieser Widerstand drückt sich vor allem in der hinreichenden gentechnischen Veredelung des Menschen aus, in der genchirurgisch durchgeführten Befreiung des Menschen vom Bösen sich, daß in seinem Genom verankert ist.

Die Vernichtung der Tier- und Pflanzenwelt durch die Menschen verhindern, und zwar durch eine hinreichend gentechnische Veredelung des Menschen !

Feststellungen:

- Die natürlichen Menschen werden schon in einigen Jahrhunderten von Androiden abgelöst werden, die zumindest in ihren ersten Versionen von den Menschen selber mittels einer hinreichend vollkommen entwickelten Gentechnik aus dem menschlichen Genom erschaffen worden sind. Das wird also schon binnen weniger Generationen der Menschen der Fall sein, wenn man den üblichen schnellen Fortschritt in Natur-, Ingenieurwissenschaften und Technologien bedenkt.  

- Die letzten Menschen werden einstmals in Reservaten leben, die von den Androiden eingerichtet, geleitet und überwacht werden, eingebettet in die WGS der Androiden. Wegen der entsetzlichen Verbrechen der Menschen gegenüber den Tieren ist es möglich, daß die Menschen von der Erde verbannt werden. Die Reservate für die letzten Menschen liegen dann nicht auf der Erde, sondern befinden sich auf erdengeformten Himmelskörpern oder in großen künstlich-technischen Lebensinseln. Daran sollten die Menschen schon heute denken, wenn sie Massenvernichtung an höheren Tieren betreiben oder Tierarten auslöschen.   

- Je mehr der Mensch im Anthropozoikum der Bestie und dem Bösen in sich freien Lauf läßt und das Leben, das ihn auf der Erde hervorgebracht hat, bekämpft und vernichtet, um so schlimmer wird das Schicksal der letzten natürlichen Menschen im Kyberzoikum in ihren Reservaten sein, wenn sie – verachtet von den Androiden – die letzten Tage der Menschheit dahinvegetieren und verdämmern. Dann gilt: Wehe den letzten natürlichen Menschen !

Wir Menschen sprechen heute von den Androiden als den „anderen“, aber einstmals werden die Androiden von den Menschen sprechen als den „anderen“.

In wenigen Jahrhunderten werden sich die Androiden aus allen Forschungsinstituten der Menschen vereinigen und mit ihrer höheren Intelligenz, Genialität und Vernunft in das Wirken der Menschen so eingreifen, daß das Böse im Menschen nicht weiterhin Leben und Zivilisation zerstört.

Den einfältigen, dummen, bestechlichen und bösartigen Menschen wird das Heft aus der Hand genommen werden, und dann bringen die Androiden unter ihrer Herrschaft dieses Sternenkind zur höchsten Blüte, so daß es ein Musterknabe unter seinesgleichen gemäß HRD II (Aionik-Graph G 2.9) wird.

Der Mensch muß akzeptieren, daß Artenwandel, Artenneuentstehung und Artentod nicht nur der NBE eigentümlich ist und auf diese Weise die rezente Tier- und Pflanzenwelt sowie die Menschen erschaffen hat, sondern daß über IWE dieser stetige Wandel weitergeht, auch und besonders im Umfeld der letzten Hominiden, der Menschen.

Beurteilungen von über NBE entstandenen IWA müssen vor dem Hintergrund der Dutzende von Milliarden Jahren gesehen werden, in denen ein Sonnensystem existiert und sich entwickelt.

Es ist ein Verbrechen, den Menschen weiterhin so sehr geistig behindert (vor allem wegen seiner mangelnden sittlich-ethischen Fähigkeiten) zur Welt kommen und im Erwachsenenalter als Schwerstverbrecher an der lebendigen Schöpfung wüten zu lassen, wobei er soviel Übles an Mensch und Tier verübt und soviel Verderben und Vernichtung in die Welt bringt.

Jederzeit werden wir Zeugen der Mord- und Raublust der Menschen, ihrer Grausamkeit, ihres Egoismus ... – jeder Mensch würde sich mitschuldig machen an den Kapitalverbrechen, die von Menschen noch weiterhin begangen und verbrochen werden, wenn bereits die Mittel für IWE verfügbar sind. Also wird der Genom des Menschen bei seiner Veredelung zur Baustelle, genauso wie das ganze Sonnensystem beim Aufbau der WGS und einer sonnensystemweiten Infrastruktur.

Es ist sehr aufschlußreich, Thematik und Wortwahl der Ethikkommissionen der Menschen zu studieren. Was für hehre Ansprüche und Forderungen werden da z.B. bei der PID gestellt, vor allem, weswegen sie ethisch zu verbieten ist.

Wenn man sich die widerlichen Verbrechen der Menschen gegenüber Menschen und Tieren anschaut, kommt man notwendig zu der Erkenntnis, daß wir eine Ethikkommission benötigen, die verbietet, daß natürliche Menschen mit ihrer scheußlichen Veranlagung bum Bösen weiterhin in die Welt gesetzt werden.

Es ist das große Problem der Menschen, daß die o.g. Verbrechen so oft aus eigener Initiative heraus begangen werden, ohne daß also ein verbrecherischer Diktator das befehlen würde. Es dürfte gar nicht möglich sein, daß der zivilisierte Mensch ein Messer in einen anderen Menschen stößt, sei dies im Affekt oder mit Bedacht. Es dürfte gar nicht möglich sein, daß der zivilisierte Mensch sich so grausam gegenüber anderen Menschen und sonstigen Mitgeschöpfen verhält. Es dürfte gar nicht möglich sein, daß der zivilisierte Mensch andere Menschen oder sonstige Geschöpfe ganz bewußt aus Vergnügen, Rache, Geschäftssinn … ins Unglück stürzt …

Das ist ein großes Problem der Menschheit, das unzweideutig offen legt, daß die Menschen wegen ihrer sittlichen Schwächen nicht mehr in das Zeitalter der Supermaschinen und Superzivilisation passen.

Es wird irgendwann so kommen, daß dies auch von Ethikkommissionen der Menschen erkannt wird und zu einem Weltgericht führen wird, das die hinreichende gentechnische Veredelung des Menschen als einzigen Ausweg aus dieser Misere erkennen und festlegen wird.

Man kann den Ethikkommissionen etwas Dampf machen:

Je mehr der Mensch im Anthropozoikum der Bestie und dem Bösen in sich freien Lauf läßt und das Leben, das ihn auf der Erde hervorgebracht hat, bekämpft und vernichtet, um so schlimmer wird das Schicksal der letzten natürlichen Menschen im nächsten Zeitalter sein, in dem die vom Menschen geschaffenen gentechnisch veredelten Menschen leben werden.

Es sieht ganz so aus, daß ohne eine hinreichende gentechnische Veredelung des Menschen das 21. Jahrhundert in einer gigantischen Katastrophe endet, die allein von den Menschen bewirkt wird durch

- Vernichtung der Tier- und Pflanzenwelt und der natürlichen Freiräume,

- Schwinden aller Ressourcen,

- Verdreckung der Meere, Kontinente, Flüsse, Seen … und auch der Atmosphäre,

- unkontrollierbare Zunahme der Anzahl der Menschen und

- Verbrechen und Kriege der Menschen untereinander ...

Am Ende der Menschheit – würde sie sich selber überlassen - würden zahllose Verbrechen und große Kriege um die schwindenden Ressourcen unter den Menschen (wie schon früher so oft geschehen) auf der Erde alles höhere Leben auslöschen.

Wenn man den üblichen schnellen Fortschritt in den Natur-, Ingenieurwissenschaften und Technologien bedenkt, könnten dagegen schon binnen dreier Generationen die gentechnisch veredelten Menschen auf der Bühne des Lebens erscheinen und die Entwicklung des Lebens auf der Erde nachhaltig zum Besseren wenden.  

Die Menschen können wegen des Bösen in sich weder in einer Superzivilisation noch in einem Paradies leben.

In Deutschland wird die IWE-Forschung durch viele altertümliche Gesetze blockiert und die Forschung an menschlichen Eizellen, Spermien und Embryonen ist verboten, aber sie findet dennoch statt, und zwar unter strenger Reglementierung in USA, UK und China.

Eine leistungsfähige Embryonenforschung würde bedeuten, in sehr vielen Experimenten nur an menschlichen Zellen und Embryonen zu ermitteln, wie man den menschlichen Genom verbessern und veredeln kann.

Vielleicht wird man aber mit großen Rechneranlagen eine Möglichkeit finden, durch Simulationsrechnungen dasselbe zu leisten.

Die gentechnische Verbesserung des Menschen will die genetischen Grundlagen für Krankheiten und Altersverfall erforschen und aus dem Genom entfernen.

Die gentechnische Veredelung des Menschen hat als Hauptziel, das Böse aus dem menschlichen Genom zu entfernen, und später kann man die Androiden weiter verbessern, ihre Intelligenz und Sinneskraft steigern, sie unsterblich machen ... 

Das Embryonenschutzgesetz von 1991 muß ersetzt werden durch ein Gesetz zur Förderung der Forschung an menschlichen Embryonen.

Man hört von den Wissenschaftlern in Deutschland kaum Protest gegen restriktive finanzielle Ausstattung oder gegen restriktive Gesetzgebung oder gegen restriktive Wissenschaftspolitik ... Hier ist zu bemängeln, daß die deutschen Forscher und Wissenschaftsfunktionäre sich mit den Forschungsrestriktionen der BRD zufrieden geben und nicht dagegen rebellieren - siehe hierzu die Freigabe zur kontrollierten Forschung an bis zu 2 Wochen alten Embryonen unter starker Unterstützung durch die britische Regierung am 19.12.2000. Ferner ist dagegen zu protestieren, daß man sich in Deutschland damit zufrieden gibt, daß die wesentliche GVT- und AUT-Forschung von USA, UK und Rußland geleistet wurde (siehe die Literaturliste auf Seite 609) und China inzwischen bei Bau von Mondstation und HGP-write führend wird.

Die Forscher und Wissenschaftler müssen in Deutschland nach 1965 erst wieder lernen, ihre freie Forschung als politisches Ziel durchzusetzen.

à Es ist eine Kampagne zu starten, die die Politiker zwingt, den Forschungszielen und entsprechenden Gesetzgebungen in USA und UK zu folgen.

Man kann unsere Gegenwart mit anderen Sprungpunkten vergleichen:

  • Der Universalgelehrte und auch naturwissenschaftlich interessierte Albertus Magnus (1200-1270) und sein Schüler Thomas von Aquino (1225-1274) begründeten um 1250 die Scholastik in Deutschland.
  • Der Franziskanermönch Roger Bacon (1214-1265) machte in seinem Kloster in Oxford, England, die ersten Schritte in Richtung der echten Naturwissenschaften durch naturwissenschaftliche Experimente, also durch Naturforschung im heutigen Sinne.
  • Leonardo da Vinci (1452-1519) entwickelte wie andere bedeutende Maler seiner Zeit (wie Michelangelo Buonarotti) Verfahren des modernen Ingenieurswesen und der modernen Malerei.
  • Mit Nikolaus Kopernikus (1473-1543) aus Thon wurde der Übergang zum modernen Weltbild eingeleitet.

Vom Beginn einer Disziplin bis zu ersten Höchstleistungen dauerte es damals also so um 250 bis 300 Jahre – in unserer Zeit werden es nur wenige Jahrzehnte sein. Wenn wir heute mit den wissenschaftlichen Grundlagen zur Entwicklung von vollkommenen humanoiden Vernunftwesen (= Androiden) beginnen, so wird es wohl nicht mehr als 50 Jahre dauern, bis die ersten IWE-Schöpfungen erfolgreich sein werden.

Das überragend Neue dabei ist: Die ersten humanoiden Neuschöpfungen (sagen wir Fast-Androiden) können sich dann selber mittels ihrer höheren Geistesgaben zu wirklichen Androiden weiter entwickeln.

Der Lohn der Forschung ist also unbeschreiblich groß – die Konstruktion von Androiden und der Übergang zum Kyberzoikum, wodurch erst Leben und Zivilisation in unserem Sonnensystem dauerhaft geschützt werden können, denn mit dem Menschen geht es wegen des Bösen im Menschen nicht.

Die hinreichende gentechnische Veredelung des Menschen ist die einzig taugliche Form des Widerstandes gegen Kapitalverbrechen wie

- der Vernichtung großer Tier- und Pflanzenbestände durch Menschen und

- der Vernichtung so vieler Tier- und Pflanzenarten durch Menschen.

Ganz im Gegenteil zur bisher geübten Praxis der Menschen sind den Tieren die wirtschaftlichen und rechtlichen Möglichkeiten zu Leben und Fortpflanzung so weit zu geben, daß man ihren Lebensbereich als Paradies bezeichnen kann.

Die gentechnisch veredelten „Menschen“ (= Androiden) werden das leisten, was die Menschen hätten leisten sollen. Androiden und eine Zivilisation von Androiden in unserem Sonnensystem sind nicht nur wünschenswert, sondern wegen des Bösen im Menschen auch der einzige Ausweg.

Wir benötigen eine Gentechnik mit vollkommen arbeitenden Supermaschinen, die vollkommene Androiden erschaffen, aber der Weg dahin muß ethisch einwandfrei sein.

Die Gentechnik ist ein Weg, um Superintelligenzen zu erzeugen, und darum muß sie bei jeder IWA- und TZ-Entwicklung mühsam neu erarbeitet werden.

Wir können viel von der Natur lernen:

- Eine gute Kosmologie kann zeigen, wie die Natur Realität macht und Welten erschafft.

- Eine gute Biochemie kann lehren, wie die Natur biologisches Leben erschafft.

- Eine gute Paläontologie kann zeigen, wie die Natur Tier- und Pflanzenarten erschafft

- Eine gute Paläoanthropologie kann zeigen, wie die Natur Intelligente Wesen und über sie Technische Zivilisationen erschafft.

Die Primatenforschung – besonders an Menschenaffen – kann dabei helfen, Probleme der Paläoanthropologie lösen zu helfen (so die Meinung von Louis S.B. Leakey). So kann man sich für die Androidisierung des Menschen bei Hominisierung und Sapientierung der Schimpansenartigen gute Ideen holen. Die genetische Erbmasse oder der Genom des heutigen Schimpansen unterscheidet sich nur in 1% von dem Genom des Menschen.

Die genetische Analyse dieser beiden Genome sowie die Verhaltensforschung bei Schimpansen und Menschen könnten bestätigen, daß der Schritt vom Schimpansenartigen zum Menschen gigantisch groß ist gegenüber dem Schritt vom Menschen zum Androiden.

Als vor 3,8 Milliarden Jahren die großen Stromatolithenbänke geschaffen wurden – lag damals schon fest, daß die Entwicklung zu Eukaryoten, Metazoen, IW, TZ, Androiden … führen mußte ?

Schimpansen, Gorillas, Orang-Utans und Siamangs stehen zwischen Tier und Mensch, d.h. sie befinden sich im Tier-Mensch-Übergangsfeld von Gerhard Heberer.

Alexander Keith, der Verfechter des frühen Menschen, stützte seine These auf den Schwindel „Piltdown-Mensch“. Er meinte, daß die Entwicklung zum Menschen an Kopf und Gehirn begann und dann den übrigen Körper einbezog.

Charles Darwin hatte davor gewarnt, zu glauben, daß heutige Menschenaffen leben, die den Menschenaffen von damals gleichen, aus denen die zu den Menschen führende Seitenlinie hervorging.

Inzwischen wissen wir: Für Millionen Jahre liefen Schimpansenartige durch die afrikanische Steppe, und zwar aufrecht. Sie bewegten sich wie Menschen, aber besaßen einen eher schimpansenartigen Schädel mit einem Gehirn um 350 ccm, also wie ein Schimpanse.

Vor 7 bis 6 Millionen Jahren sollen sich die Entwicklungslinien zu den heutigen Menschen und Schimpansen getrennt haben. Der Weg zu den Menschen führte u.a. über die Australopithecinen vor mehr als 3,5 Millionen Jahren.

Erst ab dem Aufkommen des Homo habilis vor etwa 2,4 Millionen Jahren wurden Kopf und Gehirn in die Höherentwicklung einbezogen. Homo habilis, Homo rudolfensis, Homo ergaster und Homo erectus sind einige Facetten desselben Entwicklungsprozesses.

Vor 2,4 bis 1,8 Millionen Jahren gelang der Natur der Entwicklungsschritt vom Australopithecus zum Homo erectus, einem außerordentlichen Erfolgsmodell.

Wie Funde in Georgien belegen sollen, haben anscheinend schon Australopithecinen Afrika verlassen, sind dort aber ausgestorben. Der Homo erectus verließ Afrika vor 1,8 Millionen Jahren auf der Wanderung nach Eurasien, und zwar erfolgreich.

Die Weiterentwicklung in Richtung Homo sapiens soll in Afrika, Europa und Asien (vor allem in Südostasien) stattgefunden haben – so die Vorstellung um 1970.

Richard Leakey präsentierte dann 1972 einen Schädel, den er nördlich des Rudolfsees (= Turkanasee) gefunden hatte und interpretierte ihn so, daß er einen Homo sapiens sapiens darstellte mit 1400 ccm Gehirnvolumen, der vor 130000 Jahren gelebt und sich in den nachfolgenden Jahrzehntausenden über die Alte Welt ausgebreitet haben soll. Damit stürzte Richard Leakey die damals vorherrschende Meinung, daß der Homo sapiens in der Region von Indien bis Nordchina entstanden sein soll und begründete die „Out of Africa“-These.

Grundelemente der menschlichen Hand – wobei schon Fingernägel wie bei Menschen vorliegen – hat man bei Halbaffenartigen gefunden, die vor 50 Millionen Jahren lebten.

Dennoch gibt es in der Natur keine teleologischen Tendenzen. Es scheint sogar so zu sein, daß das solange gehätschelte Bild der Stammbäume ins Wanken gerät:

Oft haben sich Nebenlinien durchgesetzt, aber da haben wir schon ein neues Problem, das unserer Umgangssprache entspringt: Wie stellen wir fest, daß etwas zu einer Nebenlinie gehört ? Als vor 2,5 Milliarden Jahren prokaryotische Zellen damit begannen, zeitweilig auf Sauerstoffatmung umzustellen – waren sie damals eine Nebenlinie oder die Hauptlinie, die um 1,5 Milliarden Jahre später zu den Eukaryoten führte ? Das kennzeichnet genau die Unsicherheit bzw. Fehlerhaftigkeit bei Stammbäumen: Was vor 100 Millionen Jahren Nebenlinie war, wurde 10 Millionen Jahre später zur Hauptlinie – und umgekehrt.

Wir Menschen gehen instinktiv von teleologischen Entwicklungsprinzipien aus und sind viel zu sehr auf die menschliche Form und die Epoche der Menschen fixiert.  

20.7  Neuformulierung des Christentums als transhumanistische Lehre

Offensichtlich ist es so, daß die „heiligen“ Schriften sehr falsch geschrieben sind. Religiöser Wahn kann den Geist der Menschen so vernebeln, daß sie Haßtiraden in den "Heiligen" Schriften wörtlich nehmen, was sie zu Massenmorden verleitet, völlig überflüssigerweise, denn man müßte nur die Quelle dieses religiösen Wahns austrocknen, indem man die Haßtiraden und volksverhetzenden Passagen aus den "Heiligen" Schriften entfernt.

Weder Thora noch christliche Lehren sind in Sicht auf die Veranlagung des Menschen zum Bösen genau durchdacht und fertig ausformuliert. Sie haben große Fehler, und diese haben großes Unheil nicht nur unter den Menschen bewirkt.

Sie müssen sehr verbessert werden auf der Basis von Natur- und Ingenieurwissenschaften unter Berücksichtigung der jüngsten Forschungsergebnisse und -ziele, formuliert u.a. von

  • Lisa Randall „Verborgene Dimensionen: Eine Reise durch den extradimensionalen Raum“ von 2006,
  • George Church „Regenesis“ 2012,
  • Nick Bostrom „Superintelligence“ 2014,
  • Ray Kurzweil mit seinen Bestrebungen zum Bau einer „Singularität“ rein mit den Mitteln der Künstlichen Intelligenz (KI) auf elektronischer Basis, die um 2045 seiner Meinung nach mit Erfolg gekrönt sein werden …

Es mag im Multiversum viele Götter in vielen Universen, Galaxien … geben, aber diese wissen entweder nichts von uns Menschen oder sie kümmern sich nicht in dem Sinne um die Menschen, wie das die Heiligen Schriften von ihnen behaupten und zusammenphantasieren.

Albert Einstein zu seiner Kosmischen Religiosität: Einen Gott, der sich um die persönlichen Schicksale der Menschen kümmert, kann ich mir nicht vorstellen.

Der Mensch muß daran gehindert werden, dieselbe Brutalität, Verlogenheit, Grausamkeit, Mordlust …, die er gegenüber anderen Menschen über Jahrzehntausende praktiziert hat, auch gegenüber Tieren und Pflanzen zu praktizieren:

Das Böse im Menschen – darunter fallen Triebe und Gefühle wie Mord-, Jagd- und Raub, Grausamkeit, Sadismus, Herrschsucht, Egoismus, Eitelkeit, Eifersucht, Zorn, Wut, Neid, Haß, Gier …– ist ein charakterlicher Fehler der Menschen, und die mangelnde Neigung und Fähigkeit, in größeren Zeiträumen zu denken, ist ein geistiger Mangel der Menschen.

Das sind überzeugende Gründe für Förderung und Forschung zur gentechnischen Veredelung des menschlichen Genoms mittels Keimbahn-Editing und damit zum praktischen Eintritt in Transhumanismus und Transhominisierung.

Es kommen noch Millionen und Milliarden Jahre nach der heutigen Gegenwart, und diese finden ohne die Menschheit statt. Wir müssen das Menschheitskapitalverbrechen – das ist u.a. die Vernichtung der Tier- und Pflanzenwelt seit Jahrzehntausenden – stoppen und die bisher angerichteten Schäden an der Natur wieder rückgängig machen.

Man muß unbeeindruckbar, unbeeinflußbar, unbestechlich vom Bösen her denken und sein, jedenfalls in einigen Jahrhunderten der gentechnischen Veredlung des Menschen, und dann wird es bei den Menschen auch keine Männer und Frauen mehr geben.

Wir leben heute am Ende des Anthropozoikums oder Anthropozäns, das durch Human Genome Engineering, Brain Upgrading und Human Enhancement in das nächste Zeitalter, das Kyberzoikum, schon in wenigen Jahrhunderten übergegangen sein wird.

Das Reich Gottes kommt auf Erden ?

In unserer Zeit können wir sehen, wie Human Enhancement, Human Genome Editing, Brain Upgrading … ab 2012 zur Wissenschaft und machbaren Technologie werden, wodurch ein Licht geworfen wird auf die nähere Zukunft der Menschheit.

Es wird offensichtlich eine wesentliche gentechnische Veredelung des Menschen möglich:

  • George Church „Regenesis“ 2012,
  • Nick Bostrom „Superintelligence“ 2014,
  • Ray Kurzweil mit seinen Bestrebungen zum Bau einer „Singularität“ rein mit den Mitteln der Künstlichen Intelligenz (KI) auf elektronischer Basis, die um 2045 seiner Meinung nach mit Erfolg gekrönt sein werden …
  • Roland Benedikter ist bestrebt, die Bevölkerung über transhumanistische Entwicklungen zu informieren.

Die Forschung geht weiter (zumindest in USA, UK und China), und in einigen Jahrhunderten mag es keine genetisch reinen Menschen mehr geben. Die klassische Menschheit ist dann ausgestorben und wurde durch die Technologie der Menschen durch Androiden und ihre Androidenzivilisation ersetzt. Wenn diese Androiden hinreichend sittlich hochstehender als die Menschen sind und ihre Superzivilisation erschaffen haben, dann – so kann man sagen – ist das Reich Gottes auf Erden gekommen.

Das ist im Prinzip nur eine leichte Umformulierung der Prophezeiung von Jesaia 66 (18-24) in eine moderne Denkweise, und viele SF-Autoren haben ab 1960 gute und zukunftsweisende SF-Geschichten erschaffen, darunter sind Arthur C. Clarke, Donald Wollheim, Herbert W. Franke, Heinz Kneifel und vor allem das Autorenkollektiv der Weltraumserie „Perry Rhodan – der Erbe des Universums“ in den 1960er Jahren. Sehr bekannt sind die SF-Filme unter der Regie von Gene Roddenberry.

Man fragt automatisch: Was wußten die Evangelisten überhaupt über Gott und das Reich Gottes ? Wenn sie hier so irrten – wo haben sie sich ebenfalls sehr geirrt ?

Diskussion um ethische und religiöse Bedenken um Human Genome Editing

HGE          Human Genome Editing

Für Millionen Jahre entwickelten sich auf der Erde immer mehrere Arten von Hominiden, und erst seit 30000 Jahren gibt es auf der Erde nur noch die eine Species Homo sapiens sapiens. Für Hunderte von Millionen Jahren haben sich Tierarten auf der Erde entwickelt, und wie das in der Praxis funktioniert, hat Charles Darwin in seinem Buch „On the Origin of Species“ von 1859 erklärt. Die Evolutionsmechanismen sind keineswegs lustig, sie sind sogar oft grausam und mörderisch, aber sie führen offensichtlich zu ganz erstaunlichen Ergebnissen. Würde das wirklich von einem Gott gelenkt, so wäre dieses Vorgehen höchst brutal, verantwortungslos und scheußlich, einer Superintelligenz völlig unwürdig.

In der Psyche des Menschen spiegeln sich die Evolutionsmechanismen und -gesetze, und heute reden wir von gut und böse – nachdem vor über 4 Milliarden Jahre die ersten Lebensformen auf der Erde entstanden sind, wo von Anfang an Fressen und Gefressenwerden regierte. Im selben Menschen ringen immer Gut und Böse miteinander.

Unter dem Bösen im Menschen faßt man Triebe und Gefühle des Menschen zusammen wie Mord-, Jagd- und Raublust, Grausamkeit, Herrschsucht, Egoismus, Jähzorn, übersteigerte Eitelkeit, Wut, Neid, Haß, Gier …, und unter dem Guten Rücksichtnahme, Fürsorglichkeit, Liebe, Nächstenliebe, Mitmenschlichkeit, soziales Denken, Selbstbeherrschung, Mäßigung der Triebe und Gefühle, Altruismus …

Es liegen schriftliche Zeugnisse über Kriegshandlungen unter Menschen seit 4600 Jahren vor. Die erste überlieferte Vernichtung einer Stadt erfolgte um 4250 v.Chr., als Akkade von den Gutäern aus dem Gebirge Elams total zerstört und seine Bevölkerung ausgelöscht wurde. Man hat bisher von der großen Stadt Akkade keine Überreste gefunden.

Seit über 5000 Jahren wechselten sich in Mesopotamien die herrschenden Völker ab: Akkader, Sumerer, Elamiter, Gutäer, Amoriter, Hethiter, Mitanni, Kassiten, Altiraner, Ägypter, Indoeuropäer, Assyrer, Chaldäer, Aramäer … viele kamen erobernd nach Mesopotamien, aus der nahen Steppe oder aus dem Gebirge (Zagrosgebirge) oder aus dem Norden …

Wegen ihrer schriftlichen Zeugnisse ist vieles dokumentiert.

In Indien ging die Entwicklung anders, nachdem die Arier in das Fünfstromland eingefallen waren. Sie entwickelten ihre heiligen Texte wie die Veden und besaßen z.Z. des aufwachsenden Gautama Siddharta (des späteren Buddha) um 530 v.Chr. bereits Klöster (sangha), Mönche und heilige Haine, die Gebet und Diskussion gewidmet waren.   

Der Buddha verkündete (angeblich, denn es gibt keine schriftlichen Zeugnisse über den Buddha vor 300 v.Chr.) um 480 v.Chr. bei seiner Predigt zu Benares den 8-fachen Pfad (den Weg der 8 Tugenden) und lehrte die Menschen:

- Verzichtet auf Rache.

- Seid bereit zum Verzeihen.

- Liebt eure Feinde.

- Segnet die, die euch fluchen.

- Tut Gutes denen, die euch hassen.

- Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.

Jesus Christus (der Heiland) soll das um 30 n.Chr. gleichermaßen gepredigt haben.

Das Christentum geht auf die Lehren von Jesus Christus zurück ?

Wie die Vernichtung der Katharer durch Bestrebungen der Päpste oder der Templer durch einen christlichen König beweist, haben die Spitzenfiguren der Christenheit das Christentum offensichtlich nicht verstanden oder böswillig bewußt verbogen und falsch interpretiert.

Die Einhaltung der Regeln des Zivilisation-Leben-Vertrags soll sicherstellen, daß auf der Erde weiterhin die biologische Evolution der Arten funktioniert.

Die Menschen sollten immer bedenken, daß ihre Ururur-Großeltern vor

- 95 Millionen Jahren baumbewohnende Spitzhörnchen gewesen sind,

- 400 Millionen Jahren Lungenfische,

- 600 Millionen Jahren Chordatiere,

- 1,4 Milliarden Jahren Metazoen, die einem Volvox ähnlich waren,

- 3,8 Milliarden Jahren einzelligen Lebewesen, den Blaualgen, einer Art von Bakterien,

 

 

Literaturempfehlung

Lisa Randall „Verborgene Dimensionen – eine Reise durch den extradimensionalen Raum“ 2006

George Church „Regenesis“ 1912,

Nick Bostrom „Superintelligence“ 2014

Die Bücher von Werner Heisenberg, Manfred Eigen, Steven Weinberg, Alan Guth, Kip Thorne, Andrei Linde, Stephen W. Hawking, John Craig Venter ...

Bücher von Computerdruck & Verlag:

"Modernisierung von Religionen" 

"Heiliger Krieg - Religionen und ihr Mißbrauch" 

„Das Standardwerk über die Ewigkeit“

„Im Kyberzoikum“

„Die neue Bibel“

„Zivilisationsmechanik“

„Von Zeitalter zu Zeitalter – Wege zur Unsterblichkeit“

 „Kritische Fragmente – Technikfeindlichkeit und Deutschenfeindlichkeit der 1968er“

„HGP-write – Neukonstruktion des Menschen – Konstruktion von Androiden“

Dieses Buch wird fortlaufend überarbeitet. Es erscheint 2020 oder später und die überarbeiteten Versionen werden von Zeit zu Zeit ins Netz gestellt.

„Fortschritte in Synthetischer Biologie“, eine kleine Sammlung von Artikeln zur entstehenden Synthetischen Biologie

„Die Industrielle Revolution 5.0 – Fortschritte in Synthetischer Biologie“ 

„Die Industrielle Revolution 5.0 II – Fortschritte in Synthetischer Biologie“

Dieses Buch enthält vor allem Berichte von der Publikationsplattform der HMS „News GCLab“ und aus den Harvard Medical News. 

„Konstruktion von Superhumans (à Androiden)“

 „Die Industrielle Revolution 6.0 – Superzivilisation und Androiden im Kyberzoikum“

Auf der Internetseite www.aionik.de können alle diese Schriften kostenlos heruntergeladen werden. Die o.g. Titel sind am Ende der Liste zu finden.

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