zum Kommentar von M. Schiermeyer in der STZ am 30.3.22

Selten hat mir ein Kommentar so intensiv aus der Seele gesprochen wie der Kommentar zum Maßhalten. Unsere Gesellschaft hat - zum Glück - zu über 90% keine Erfahrungen mit Krieg, aber so entsteht auch ein Bequemlichkeitsdenken. Wenn Herr Schiermeyer etwas versteckt formuliert, erhöhte Ausgaben zur Bewahrung einer lebenswerten Umwelt seien unverzichtbar, so möchte man ihm zurufen: Lauter! Leider haben die Meisten die prekäre Klimasituation noch nicht verstanden und wähnen sich im Dürre- oder Überschwemmungs-freien Schlaraffenland. Ob mit oder ohne Ukraine-Krise.

Vielen Dank vorab, und

mit freundlichen Grüßen,

Ihr Abonnent

Matthias Pfaff


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Ein Kommentar

  • #Maßhalten — Dipl.Ing.(FH) Gerhard Schöttke, Umweltschutz 2022-03-31 20:10 Leider kenne ich den Ihrem Leserbrief zugrunde liegenden Kommentar nicht und kann dazu deshalb nicht Stellung nehmen. Die Klimasituation ist aber sicher in breiten Bevölkerungsschichten nicht unverstanden, nur denke ich, überschätzen Sie absolut extrem die Einflußmöglichkeit, die wir durch „Maßhalten“ haben. Nehmen wir das derzeit diskutierte Gas als Beispiel: Lediglich ca. 30% verbrauchen die privaten Haushalte den Rest braucht unsere Wirtschaft. Der Einfluss Deutschlands auf den Klimawandel wird mit etwa 4% abgeschätzt. Durch „Maßhalten“ also umweltfreundlicheren Umgang mit Energie können Sie etwa 2-3 % Ihres Verbrauches einsparen. Nehmen wir nun an, daß ALLE mitmachen, dann reduziert sich der Anteil bei konstanter Umweltbelastung auf 3.97%, also 0.03%-Punkte Einsparung. Dieses Rechenexempel ist natürlich nicht ganz realistisch, aber die Kleinheit der Zahlen zeigt die Einflussmöglichkeiten und das sind, frei nach Hilmar Kopper, Peanuts.