Oft glaubt man, wenn man die Freiheit oder die Menschen- und Bürgerrechte verteidigt, verteidigt man die Demokratie. Das stimmt auch, aber es fängt viel früher an.

Wer die Demokratie verteidigen will, muss bei den Wörtern anfangen. Er muss die Wörter verteidigen. Denn jedes Modevieh knabbert an ihnen zu seinen Gunsten rum oder versucht sie zu seinem Vorteil zu instrumentalisieren: mit Verboten, mit Mobbing, mit Hatepostings in den sozialen Netzwerken, mit der WHO, den Zeitungen und Fernsehsendern, den Parteien, selbst mit kleinen schwedischen Mädchen. Jeder kocht sein modisches Süppchen zu Lasten der Wörter und die Demokratie hat's auszubaden.

Rauchen, Diesel, Erderwärmung und Neger, gar Vater und Mutter, um nur wenige Beispiele zu nennen, bei welchen der ursprüngliche Informationscharakter der Wörter in den letzten Jahren emotional, manchmal bösartig, immer aber modisch, überlagert wurde.

Da braucht man von Volksidentität und Nazi oder von der ganzen Genderproblematik, mit ihren Sprachvergewaltigungen, nicht mehr zu reden. Beim Gendern wird Worttöten gar zum hochbezahlten Lehrstuhl.

Wer also heute die Demokratie verteidigen will, achte vor allem auf die Sprache: dass er sich nicht zu viel Wörter verbiegen und verbieten lasse.

Auch wenn er dafür von den Modeeseln geschimpft wird.

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Michael Maresch

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Ein Kommentar

  • #1Unter den Talaren.... — Handwerksmeister Alois Sepp  2019-07-01 22:01 Absolut richtig. Nur hört vor lauter Dummheit, Blindheit und Medienhörigkeit keiner hin und alles wird nur schlimmer!!