Die Traubenernte ist dieses Jahr sehr gut, vor allem die Qualität, sagen die Winzer. Mit der Sonne reifen die Trauben. Auch die Sonnenernte durch Photovoltaik ist dieses Jahr sehr gut und übertrifft schon jetzt den Vorjahreswert. Wie bei allen landwirtschaftlichen Produkten stellt sich auch bei der Ernte von Solarstrom die Frage wohin mit all dem Segen. Keiner würde auf die Idee kommen bei einem Überschuss an Trauben von Traubenmüll zu sprechen, ebenso wird bei großer Getreideernte nicht von Getreidemüll gesprochen.
In diesem Sinne sollte man auch große Mengen von geerntetem Solarstrom nicht als Solarmüll bezeichnen und disqualifizieren, vielmehr zu Erntedank auch für die Ernte von Solarstrom danken. Denn fürs tägliche Leben sind wir heutzutage auf Nahrungsmittel und auch auf Strom angewiesen.
So wie ein Überschuss an Obst nicht weggeworfen, sondern zu Marmelade, Wein etc. verarbeitet wird und damit später zur Verfügung steht, sollte man den Überschuss an Solarstrom in der Mittagszeit verwerten, indem man ihn in großen Batterien speichert und abends nutzt. Solarstrom achten wie das tägliche Brot, das man auch nicht wegwirft, ist das Gebot der Stunde.
Das Gesetzesvorhaben der Wirtschaftsministerin Reiche Solarstrom auf den Dächern auf 50% abzuregeln, passt dazu überhaupt nicht. Denn beides, gesunde Lebensmittel und sauberen Strom, am besten dezentral und zur Sicherheit vom eigenen Dach, brauchen wir mehr denn je zum täglichen Leben!

Andreas Krone

 

 


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