Sehr geehrte Damen und Herren,
fassungslos nehme ich die jüngsten Einlassungen der Altkanzlerin Angela Merkel wahr, der angesichts der jüngsten AfD-Wahlerfolge in Sachsen-Anhalt „das Herz blutet“.
Wer jedoch die Ära Merkel präzise analysiert, kommt an einer bitteren Wahrheit nicht vorbei.
Angela Merkel ist mit ihrer politischen Strategie die Hauptverantwortliche für den Aufstieg und die Etablierung der AfD.
Ihr politisches Kalkül der „asymmetrischen Demobilisierung“ zielte jahrelang darauf ab, Richtungsstreits und ideologische Konflikte bewusst einzuschläfern, um dem politischen Gegner die Angriffsfläche zu nehmen.
Dies funktionierte jedoch nur um den Preis einer systematischen Entkernung der CDU.
Um die Anschlussfähigkeit an den Links-Mitte-Zeitgeist zu sichern, räumte Merkel die traditionelle konservative Flanke ihrer Partei fast kampflos.
Spätestens mit der Euro-Rettungspolitik und der Flüchtlingskrise 2015 riss sie ein riesiges Vakuum auf dem rechten Spektrum auf.
Das eiserne Dogma von Franz Josef Strauß, dass es rechts von der Union keine demokratisch legitimierte Partei geben dürfe, wurde leichtfertig über Bord geworfen.
Wie tief der Zynismus des Kanzleramtes damals saß, belegen Analysen des Merkel-Lagers aus jener Zeit.
Ihr damaliger Lieblingsdemoskop Matthias Jung verkündete 2015 ernsthaft die These von der „AfD als Chance der Union“.
Man glaubte tatsächlich, eine etablierte AfD könne als „rechter Mülleimer“ dienen, um die CDU dauerhaft vom Vorwurf zu befreien, selbst rechts zu sein, und so Mehrheiten in der Mitte zu zementieren.
Diese Strategie war nicht nur hochgradig arrogant, sondern brandgefährlich.
Man hat den Geist bewusst aus der Flasche gelassen, um taktische Spielchen zu spielen.
Dass die Altkanzlerin bis heute jede echte Selbstreflexion verweigert und die Schuld lieber auf die sozialen Medien schiebt, zeigt eine fundamentale Entfremdung von den Konsequenzen ihres eigenen Handelns.
Angela Merkel hat die Diskurslandschaft in Deutschland polarisiert, indem sie Abweichungen von ihrem Kurs als „alternativlos“ deklarierte.
Wer die politische Mitte derart nach links verschiebt und Konservative heimatlos macht, darf sich über das bittere Erwachen im Wahllokal nicht wundern.
Die AfD ist kein Unfall der Geschichte, sie ist das direkte Produkt der (postum unglückseligen) Ära Merkel.
Freundliche Grüße
Alfred Kastner





