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Heinz27082026


Zu FAZ: "Ist der Kuß des Mohren noch zeitgemäß?" am 15.auf Seite 9


Gegenmohriger Meinungsrassismus

Ist Ihre fremdelnde Schilderung des Biedenkopfer Mohren samt Grenzgang sachgemäß oder skandalgeneigt?

Der mohrige Tambourmajor könnte eine weltläufige Weiterenwicklung des geländekundigen Köhlers sein, zu dessen Beruf Schwärze gehört. Er ist eine hoch angesehene Führungsfigur; der Wangenkuß von ihm eine begehrte Zuwendung. Also das Gegenteil von Herabsetzen! Wer jedoch Mohren nicht mag, möge schweigen statt Andere zu verdächtigen.

Auch sonst erwuchs der legendäre Mohr als Leitgestalt; sei es unter den Heiligen Drei Königen, als heilkundigen Werber für Apotheken, als dunkelhäutigen hohen Gast, als lateinischen Namensgeber weißer Sippen. 

Die Bezeichnung Mohrenkopf für eine Süßware, selbst für eine mit weißem Überzug, würdigt die Leistung der Kakaobauern. Sie ist so achtbar wie der feinmehlige & zuckerbegossene Amerikaner, süße Berliner, LeibnizKeks, MozartKugel oder knackige Wiener. 

Legendär auch wegen der fließenden Vorstellung vom Mohren über Jahrhunderte hin; etwa dem Ausdehnen der Bezeichnung für Dunkelhäutige am Südrand des Mittelmeeres während des Römischen Reiches auf noch Dunkelere, nachdem die europäische Seefahrt der Bewohner Zentralafrikas ansichtig wurde.

Die Promotionsschrift eines der Ihren in Halle 1734 handelte "de iure maurorum in europa".

Siehe: Vordergründige Ideologiekritik schafft sich ihren Gegenstand nach ihrem Bilde. Mit Kenntnismangel & Fehldeuten zum Herabsetzen.

Näheres zum Wortwandel im Aufsatz Ulrich van der Heyden, Der Mohr ist unschuldig. Anmerkungen zu einem nicht enden wollenden, ahistorischen Streit in Berlin.....

 Ulrich J. Heinz

Zu Sandra Kegels  Schilderung des Streits um den Biedenkopfer Mohren samt Grenzgang ( "Ist der Kuß des Mohren noch zeitgemäß?", Gedruckt F.A.Z.vom 25.August).

Der Mohr ist unschuldig

 

Der mohrige Tambourmajor könnte eine weltläufige Weiterenwicklung des geländekundigen Köhlers sein, zu dessen Beruf Schwärze gehört. Er ist eine hoch angesehene Führungsfigur; der Wangenkuß von ihm eine begehrte Zuwendung. Also das Gegenteil von Herabsetzen! 

Auch sonst erwuchs der legendäre Mohr als Leitgestalt; sei es unter den Heiligen Drei Königen, als heilkundigen Werber für Apotheken, als dunkelhäutigen hohen Gast, als lateinischen Namensgeber weißer Sippen. Die Bezeichnung Mohrenkopf für eine Süßware, selbst für eine mit weißem Überzug, würdigt die Leistung der Kakaobauern. Sie ist so achtbar wie der feinmehlige & zuckerbegossene Amerikaner, süße dBerliner, LeibnizKeks, MozartKugel oder knackige Wiener. 

Legendär auch wegen der fließenden Vorstellung vom Mohren über Jahrhunderte hin; etwa dem Ausdehnen der Bezeichnung für Dunkelhäutige am Südrand des Mittelmeeres während des Römischen Reiches auf noch Dunkelere, nachdem die europäische Seefahrt der Bewohner Zentralafrikas ansichtig wurde.

Näheres zum Wortwandel im Aufsatz Ulrich van der Heyden, "Der Mohr ist unschuldig. Anmerkungen zu einem nicht enden wollenden, ahistorischen Streit in Berlin".

 Ulrich J. Heinz

 


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