Meinungsrassismus

Na, Des is der Gipfel von "Promi-Büßen": Einen Hiesigen aus einer vereinbarten Sendung ausschließen, weil er eine gebräuchliche Sachbezeichnung verwandte und weil er das Deutschland-Lied sang.

Für meine Generation sind Mohrenkopf und Negerkuß wertschätzende Bezeichnungen für wohlschmeckende Süßware, damals selten erhältlich, meist erst bei der Kerwe; auch mit einem Hauch Weltläufigkeit. Wenn heutige Meinungsmacher diese Namen als rasssistisch erfinden, sollen sie sich damit begnügen, sie selber zu meiden, aber nicht Anderen über das Maul fahren!   

Das republikanische 'Lied der Deutschen' verbannen, weil es auch die SA sang? Nach diesem Maßstab müßte man 'Volkswagen' vom Verkehr ausschließen, denn die Nazis förderten ihn; auch um ihr eigenes Ansehen zu erhöhen. Und die Autobahnen aus dem 'Dritten Reich' müßten brach fallen, weil sie mit Pflicht zum 'Reichsarbeitsdienst' entstanden.

Gemeinschaftsförderlich jedoch ist es, das republikanische 'Lied der Deutschen' von 1841 in seinem ursprünglichen Sinne zu gebrauchen: in großräumiger Einheit und Freiheit sich vertragen statt fürstlicher Kleinstaaterei und Abkapseln mit engem Blicke und Gebietsverlust.

Laut Umfragen meinen 4/10 der Leute, man könne hier seine Meinung nicht schadlos sagen. Dafür sorgen angeblich korrekte Zensoren wie bei 'pro Sieben'. 

Wie auch die Verfechter der angeblich gendergerechten Sprachregelungen, die jedoch sachwidrig geschlechtsgerichtet sind; bis hin zum Notenabzug bei "gender"-freien Studienleistungen. 1/2 Hundert solcher Beispiele belegt das junge Buch 'Genderzwang. Wie Sprachpolitik die Freiheit des Sprechens gefährdet'.

Ulrich J. Heinz


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