Quo vadis Grüne Frankfurt?
Am 02.05.1996 habe ich als Büroleiter des ehemaligen Frankfurter Stadtkämmerers und Umweltdezernenten Tom Koenigs meine Arbeit in Frankfurt aufgenommen. Ab dem Jahr 2000 habe ich dann die Kommunikation der FES geleitet; inzwischen befinde ich mich im Ruhestand. Über 27 Jahre habe ich somit die Frankfurter Grünen begleitet, wenn ich auch meinem Kreisverband Kassel treu geblieben bin.
Früher war nicht alles besser, eher anders. Es gab viele Auseinandersetzungen mit der grünen Fraktion über den richtigen Weg in der Finanz- und Umweltpolitik. Was es aber immer gab waren Impulse der Frankfurter Grünen, die nicht nur auf ganz Hessen ausstrahlten sondern auch bis zu den Grünen im Bund. Diesen Input habe ich schon in den letzten aktiven Dienstjahren vermisst. Und nun: Beschäftigen sich die Grünen mit sich selbst. Zugegeben das Wahlergebnis vom 15.03.26 war ernüchternd und es ist immer unschön eigene Dezernenten abzuwählen. Das Hauen und Stechen ist in diesen Momenten verständlich, weil damit jede Menge Verletzungen einhergehen. Was mich aber am meisten irritiert, dass es nun bald einen neuen grünen Superdezernenten im Magistrat geben wird: Verkehr, Immobilien, und dann künftig noch die Bildung und Kultur - wow! Dabei hätte ich mir mehr Verve und Engagement bei der Umgestaltung der Berliner Straße oder der Sperrung des Mainufers gewünscht, auch mehr Entsiegelung von Verkehrsflächen um dem Klimawandel vorzubeugen, oder die Aufenthaltsqualität auf Plätzen zu steigern, etc. Am meisten irritieren mich aber nach wie vor fehlende Impulse für die hessische oder die Bundespolitik der Grünen aus Frankfurt. Aber klar, wenn man mit sich selbst zu tun hat, bleibt keine Zeit um sich um das große Ganze zu kümmern. Ich bin gespannt, wie es weitergeht.
Vielen Dank und mit freundlichen Grüßen
Michael Werner











































































































