Zum Artikel der süddeutschen Zeitung: Aufregung um die angebliche Rente mit 70 vom 22.05.2026
Das ist ja ein klassisches "Deja vue": Die "Bildzeitung" berichtet in schönster "Bildmanier" Unwahrheiten und tritt damit eine Debatte los, welche bewusst dazu beitragen soll, die Bevölkerung noch mehr zu verunsichern und der Regierungskoalition einen weiteren Sargnagel zu verpassen. Genauso wie es damals bei dem erst halbfertigen "Heizungsgesetz" geschah: Interessierte Kreise stachen eine unwahre "Meldung" durch und "Bild" trat dann eine monatelange Kampagne los, geprägt von Übertreibungen, Halbwahrheiten und Lügen, welche nicht unwesentlich zum späteren Aus der Ampel beitrug. Ich bin davon überzeugt, dass die rechtslastige "Bild" bewusst am Scheitern der Koalition arbeitet und das weitere Erstarken der AFD nicht nur in Kauf nimmt, sondern aktiv unterstützt. Das fällt ihr umso leichter, als die millionenfache Leserschaft der "Bildzeitung" mit Teilen vermutlich ein nicht unwesentliches Reservoir für die Wählerschaft der AFD bildet.
Und die Regierung? Gerät in Panik, dementiert und wird wohl kaum den Mut aufbringen, dem vielleicht doch noch kommenden - richtigen - Vorschlag der Rentenkommision zur Erhöhung des Renteneintrittalters zu folgen. Denn natürlich schreien Gewerkschaften, Linke und Sozialverbände jetzt schon - die ewigen Neinsager ohne eigene nennenswerte Ideen.
Warum schafft es unsere repräsentative Demokratie nicht, nach dem Ringen um Lösungen mit Parlamentsmehrheit das erkannt Notwendige zu tun, ohne sich von täglichen Umfragen und dem Geschrei der Lobbyverbände lähmen zu lassen?
Es ist deprimierend, wie reformunfähig Deutschland sich mehr und mehr zeigt.
Wolfgang Theine












































































































