Zum Interview mir Ex-Sternekoch Jürgen Richter, HNA 4.5.2026
Die Promotion Kampagne der HNA für den "Ex-Sternekoch" und neuen Küchenchef des Herbsthäuschens Jürgen Richter geht mit dem heutigen Interview unvermindert und ohne jeden Faktencheck weiter. Wir waren neugierig und statteten dem Lokal am 2. Mai gegen Mittag einen Besuch ab. Das Ergebnis war ernüchternd. Die junge, sympathische und sehr bemühte Servicecrew im gut besuchten, aber keineswegs proppenvollen Außenbereich erwies sich leider als überfordert. Gerichte wurden zu unterschiedlichen Zeiten gebracht, das Besteck verzögert nachgereicht, Pfeffer und Salz zum dringend erforderlichen Nachwürzen musste man selbst organisieren, Zahlung per Karte ging nur im Innenbereich und dauerte ewig, ein falscher Bon wurde einem in die Hand gedrückt, ein Gast beschwerte sich über sehr langes Warten auf seine Bestellung. Getoppt wurde all dies durch die mäßige Qualität der Küche: Kalte, muffige Bratkartoffeln, nahezu ungewürzter Salat mit Schmand in homöopathischer Dosierung, passierte und nicht weiter verfeinerte Tomaten als geschmacksarme "Soße" zu klebrigen Spinatknödeln, um nur die gravierendsten Mängel zu nennen. Auch wenn den Betreibern offenbar die Party zum 1. Mai in den Knochen steckte, ist hier noch Luft nach oben. So sehr Herr Richters Engagement für das Herbsthäuschen zu begrüßen ist, wäre er besser beraten, weniger Interviews zu geben und stattdessen handwerklich gut zu kochen. Gerne würden wir dem beliebten Ausflugslokal und seiner neuen Leitung eine zweite Chance geben.
Ulrich Etscheit











































































































