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ReetzUwe350

Bildung am Abgrund?
Sind wir morgen schon einen Schritt weiter?

Angesichts der Entwicklung des Bildungssystems und der Tatsache, dass öffentliche Mittel eher in andere Dinge wie Krieg oder den Kampf gegen den Klimawandel, Energiewende und Gender-Gerechtigkeit gesteckt werden, stellt sich unweigerlich die Frage, wohin uns diese Entwicklung wohl führen kann.


Noch vor gar nicht so vielen Jahren wurde auf Inklusion gesetzt. Die Gleichberechtigung der Kinder mit körperlichen und geistigen Einschränkungen. Damals dachte man noch, dass es gar nicht schaden kann, wenn Kinder ohne jegliche Probleme, durch den Kontakt wieder auf dem Boden der Tatsachen ankommen könnten und dadurch ihr gottgegebenes Potenzial entfalten möchten.
So kam es dazu, dass Einzelfallbetreuer die Klassenzimmer füllten. Ihre Aufgabe war und ist es allerdings nicht, den Kindern mit deren Betreuung sie beauftragt wurden, auch beim Lernfortschritt behilflich zu sein. Nein, ihr Auftrag ist es, ihre Emotionen positiv zu beeinflussen.
Also eher, sie im Zaum zu halten.
Selbst Kindergärtner, jeglichen Geschlechts, klagen darüber, dass ihr einst pädagogischer Auftrag sich dahingehend gewandelt hat, das Chaos zu verwalten.
Hinzu kommt, stetig wachsend, ein Problem mit dem vor Jahren wohl niemand gerechnet hat.
Ein nicht wesentlicher Teil der Schutzbefohlenen spricht in exotisch anmutenden Sprachen.

Nebst den aufgeführten Problematiken stellte sich dann heraus, dass die Motivation in der Bevölkerung, Einfluss auf die geistige Führung unserer Gesellschaft zu nehmen, auf ein Mindestmaß zurückgegangen zu sein scheint.
Kurz gesagt, offenbar will kaum noch jemand Lehrer oder Erzieher werden.
Nun gut, die Gesellschaft, in Form der „grauen Eminenzen“ hat reagiert. Es ist nun möglich, ohne einen pädagogisch ausgerichteten Lehrberuf Leitfigur des Bildungssystems zu werden.
Die sogenannten „Quereinsteiger“ erobern das Feld und gerade infrastrukturschwache Gebiete, wie die Uckermark, werden regelrecht geflutet.
Oftmals mit erstaunlichen Qualitäten, aber manchmal....... ?
Laptops oder eben Tablets und White Boards, so scheint es, sollen diesen Mangel ausgleichen.
Nun gut, Kinder spielen gern und das angebotene Bildungswerkzeug wird daher sehr gut angenommen.
Skeptiker wie „Manfred Spitzer“ meinten bereits vor Jahren dazu:
„Den Lernwilligen wird’s nicht schaden, aber denjenigen unter den Schülern, die pädagogische Betreuung dringend brauchen, wird es den Rest geben.“ (sinngemäß)

Schulleiter oder Lehrer, die verbeamtet sind und dementsprechend eine jahrelange Ausbildung in Pädagogik und Psychologie genossen haben, reißen vielerorts die Arme hoch. Doch wer den Versuch startet, auf Missstände hinzuweisen oder gar mit Überlastungsanzeigen aufwartet, erfährt schnell, dass man das in den Burgen der „grauen Eminenzen“ ungern hört und schon gar nicht liest. Wer hingegen seine ihm übertragenen Pflichten wahrzunehmen sucht und von seiner „Remonstrationspflicht“ Gebrauch macht, landet vermutlich in einer Klinik die sich mit Symptomen wie Burn-Out oder Schizophrenie beschäftigt.


Ja so kommt es auch vor, dass Menschen die unsere deutsche Sprache nur rudimentär, sei es durch fehlendes Interesse, Können oder Geburt mächtig sind, als Bildungsmultiplikator fungieren.
Schulleiter, deren Räte oder Minister weisen an oder sollen umsetzen, dass die letztendlich übrig gebliebenen „Willigen“ positiv bestätigt werden.
Um dies alles etwas humoristisch betrachten zu können, möge nun der folgend kritisch und futuristisch verfasste Zeitungsartikel aus dem Jahr 2035 unseres Herren dienen.

Der Uckermark-Kurier, September 2035


PRENZLAU. Gestern war Einschulung, doch von der einstigen Aufbruchstimmung blieb
in der „Bildungs-Verwahranstalt 4“ – der ehemaligen Pestalozzi-Grundschule – kaum mehr als ein digitales Rauschen übrig.
Während eine monotone KI-Stimme die 45 Erstklässler in der Aula begrüßte, kämpfte der einzige anwesende „Lernbegleiter“, ein umgeschulter Logistiker mit Schnupperzertifikat,
verzweifelt mit den instabilen Servern der staatlichen Einheits-Tablets.
In dieser Endstufe brandenburgischer Effizienz ist die analoge Welt zur verdächtigen Nostalgie verkommen; wer heute noch einen Stift halten kann, gilt fast schon als Bildungsverweigerer.
Die Kinder wischen über glatte Oberflächen, während ihre kognitive Ausdauer die Tiefe eines sommerlichen märkischen Pfuhls kaum mehr übersteigt.
Längst hat eine schleichende Bildungs-Apartheid das Land gespalten:
„Wer es sich leisten konnte, hat seinen Nachwuchs in privaten Lern-Clustern hinter der Berliner Stadtgrenze in Sicherheit gebracht, während in der Rest-Uckermark die institutionelle Kapitulation verwaltet wird.“
Hier regiert die pädagogische Stille einer sozialen Dauerschleife aus Mal-Apps und stiller Beschäftigung.
Gerüchten zufolge soll in Angermünde kürzlich ein echtes Buch aus Papier aufgetaucht sein – die Behörden prüfen noch, ob es sich um gefährliches Kulturgut oder bloß um vergessenes Brennmaterial handelt.
Aktives „Spielen“ wurde längst durch die „neue Bildungsoffensive“ als zu gefährlich eingestuft, so dass mit keinerlei Lärmbelästigungen in der Umgebung zu rechnen ist.
Erfreulich ist, dass es der KI gelungen ist, Sprachbarrieren zu überwinden, allerdings ausschließlich über die zur Verfügung gestellten Einheits-Tabletts.
Auch der durch unser Wirtschaftsministerium herausgegebene Erlass verbietet es manuell einsetzbares Spielzeug auf den Markt zu bringen, jedes neu zu vermarktende Spielzeug wird an technologischen Standards gemessen und muss zwingend das vorangegangene Niveau übersteigen.
Das Gesundheitsministerium hat die Gefahr der Zoonosen auf ein Mindestmaß begrenzt, der Biologieunterricht erfolgt nun ausschließlich durch die Verwendung von 3D-Animationen.
Wir wünschen allen Schuleinsteigern: „Viel Erfolg!“
Uwe Reetz


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