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um Artikel in der Zeit „Hilfe, wir haben den Präsidenten geschrumpft“

Hallo? Welche Urteile ermöglicht Kunst zu Frauenrechten und Grundgesetz?

Ich hätte die Ausstellung gerne besucht, so stand ich bereits gemeinsam mit meinem Sohn mit einem Zeitungsartikel und einem selbst verfassten Fachessay vor ein paar Jahren vor Schloss Bellevue. In meiner Kindheit war Hape Kerkelings legendärer Besuchsversuch verkleidet als Beatrix in aller Munde. Ich hatte allerdings ein ernstes Anliegen und bat meinen Sohn einen Film zu machen, was dieser fürchterlich peinlich fand.

Meinen Brief übergab ich dann am Eingang den Kontrollen. Zuvor war ich in einen fremdverschuldeten Autounfall geraten 2019, wurde sehr schwer verletzt, aber die Haftung wurde nicht übernommen, da interne Aufprallkräfte berechnet wurden. Ich war dann in einer 2022 ausgezeichneten Dokumentation „Herstory, die Ungleichbehandlung von Frauen in der Medizin, das Schleudertrauma als Beispiel mit dem Unfall zu sehen. In der Dokumentation erläutert eine Ingenieurin Frau Dr. Linder die unzureichend realistisch abgezeichnete Verletzungswahrscheinlichkeit der Frau. Daraus entwickelte sich 2021 eine Mediendiskussion auch um Frauendummies. Dann wurde es still und das Thema verschwand. In Gerichtsverfahren werden offenbar Frauen in vielen Fällen wegen der Messungenauigkeiten betrogen, hinzu kommt die Beweispflicht der Opfer, die die Betroffenen auch noch die Kosten des Rechtssteits tragen lässt. Ein unhaltbarer Zustand und den machten Ingenieure transparent, ich schrieb einen Fachessay. Ich bekam damals eine Antwort vom Bundespräsidialamt. Herr Steinmeier beteuerte das Problem in seine Gespräche einfließen zu lassen.

Da weder ich persönlich Unterstützung erfuhr und sich am strukturellen Problem offenbar nichts änderte und auch nicht viel Diskussion entstanden zu sein schien, schrieb ich vor geraumer Zeit, was denn die versprochenen Gespräche so ergeben hätten, leider erhielt sich darauf noch keine Antwort. Ich hätte die Ausstellung gern besucht, aber es waren schon alle Karten vergriffen. Im Artikel wird betont, Kunst würde die Urteilsfähigkeit stärken, letztlich ja auch die politische. Unter dem Aspekt der Gleichberechtigung bringt die Ausstellung ja das Bild einer Bundespräsidentin zur Diskussion. Eine Frau gab es ja bisher noch nicht. Die Installation mit dem Schrei soll wohl auch auf die Problematik anspielen, in einer medialen Welt um Aufmerksamkeit schreien zu müssen, um Wichtiges zu kommunizieren, auch eigentlich Vernünftiges oder Systemfehler. Da ich selbst mit einem sehr schweren Schicksal in dem Medien zu sehen war und dies aus heutiger Sicht problematisch finde wegen des realen Umgangs damit, möchte ich die Installation erweitern um die Frage, ob eine Präsentation in den Medien ohne eine hinreichende Lösung eines präsentierten Problems nicht auch eine Art Voyeurismus erzeugen kann, der auch Facetten von Perversion enthält.

Trolley 1 mit Eva wirft aus meiner Sicht delikate Fragen auf aus dem Grund, dass es ja in einem politischen Gebäude präsentiert wird. Im Hintergrund schwingen die Epstein-Akten in Gedanken dabei und der tiefsitzende Schock, welche Verstrickungen sich in dem Zusammenhang offengelegt haben. Eine völlige Entwertung der Frau als Objekt im Kontext einer männlichen Machtdemonstration. Frau Giuffre nahm sich das Leben nachdem sie ein Buch veröffentlicht hatte. Welcher Druck auf ihr gelastet hat, mag ich im Kleinen nachvollziehen im Versuch den Betrug an weiblichen Unfallgeschädigten aufzudecken. Es ist ein schreckliches Gefühl zu wissen, dass andere Menschen etwas schlimmes, das geschah immer wieder in den Medien sehen zu können, das Problem politisch leicht lösbar wäre, aber nichts geschieht, es wird nur betrachtet. Es ist ein zerstörerisches Gefühl.

Wenn die Künstlerin mit dem Werk eine fehlgeleitete männliche Perspektive zur Diskussion bringen möchte, so ist die Präsentation im gedanklichen Kontext der Epstein-Akten in einem politischen Setting schon problematisch aus meiner Sicht. Ich hätte mir gewünscht, dass eher der Betrug an den Opfern -besonders den weiblichen- politisch beendet wird: Die Daten finden sie in Beleg auf dieser Internetseite:

https://www.strukturelle-gewalt-an-frauen.de/

Clarissa Borcherding


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Ein Kommentar

  • Danke für die Info. Es ist m.E. bedenkenswert, wie Tatsachen in Vergessenheit geraten. Einzelschicksale sind of dramatisch - und ein Unrecht kann m.E. nicht durch ein anderes Unrecht "ausgelöscht" werden. Dennoch teile ich die Meinung, dass hier der Begriff "Genozid" völlig daneben liegt.


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