Nun hat sich etwas Unerwartetes ereignet. In Thüringen ist eine Regierungskoalition zustande gekommen, mit der niemand gerechnet hat. Alsbald hat ein heftiges Gackern im politischen Hühnerhof begonnen, als ob ein hungriger Fuchs eingebrochen wäre.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, nun bewahren Sie doch die Ruhe!

Geben Sie der „unerwarteten Koalition“ – und damit der AfD – doch erst einmal eine Chance! Vielleicht beweist ja die AfD in der Regierungsverantwortung, dass mehr in ihr steckt als das Ausstreuen von hasserfüllter Propaganda! Wenn diese Koalition die „Chance der ersten 100 Tage“ nicht ergreift und scheitert, kann man immer noch Neuwahlen verlangen. Es gibt überhaupt keinen Grund, anzunehmen, dass Neuwahlen zum jetzigen Zeitpunkt ein völlig anderes Ergebnis bringen. Und dann?

Der Vorsitzenden der CDU ist zu empfehlen, sich nicht in die inneren Angelegenheiten Thüringens einzumischen. Unsere Demokratie ist auf dem Prinzip des Föderalismus aufgebaut und kein Zentralstaat wie China, wo die „Oberen“ die „Unteren“ zurückpfeifen oder einsperren. Es ist auch wenig hilfreich, wenn in Niedersachsen Protestdemonstrationen gegen die Regierungsbildung in Thüringen stattfinden. Das bringen die Thüringer schon allein „auf die Reihe!“ Otfried Schrot


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