Im Jahr 2015 erlischt das Urheberrecht an "Mein Kampf", weil der Tod Adolf Hitlers dann 70 Jahre zurückliegt. Dann könnte theoretisch der ehemalige Bestseller und die Bibel des Nationalsozialismus wieder in Druck gehen, die ab 1936 in jedem Standesamt Deutschlands kostenlos an die Ehepaare verteilt wurde. Bereits heute wirbt das Satiremagazin TITANIC aus gegebenem Anlass auf ihrer Homepage mit Angela Merkels Version von "Mein Kampf" mit Hitler-Bärtchen und dem reißerischen Hinweis: "Das trifft mich im Kern" - Plagiatsvorwürfe gegen Merkel!
Haben wir Deutsche ein Problem damit? Ich meine mit der Veröffentlichung von Hitlers "Mein Kampf" ab 2015. Anscheinend ja, denn die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde von München und Oberbayern, Charlotte Knobloch, will das besagte Buch prompt verbieten lassen. Dabei müsste es meines Erachtens Pflichtlektüre im Geschichtsunterricht an Schulen werden, damit wir Deutsche auch wirklich aus unserer verkorksten Geschichte lernen können. Und außerdem gibt es in Deutschland doch Gottseidank die Presse- und Meinungsfreiheit, die seit 1949 durch das Grundgesetz geschützt wird. Deshalb können wir nicht einerseits Dr. Strepps (CSU) Umgang mit dem ZDF verurteilen, andererseits aber Charlotte Knoblochs angestrebtes Verbot von Hitlers "Mein Kampf" für gut heißen!
Roland Klose, Bad Fredeburg
Knoblochs Kampf
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- Geschrieben von: Roland Klose
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