Es ist Bundestagswahlkampf in Deutschland. Zu dem Schilderwald auf den Straßen gesellen sich Wahlplakate mit zweifelhaften Botschaften und seriös wirkenden oder lächelnden Politikern. Im Fernsehen laufen unaufhörlich teilweise schwachsinnige Wahlwerbespots unter anderem auch mit Otto-Normalfamilien, die mal für die FDP und mal für die NPD werbewirksam durch die Landschaft radeln.

Nicht genug der geistigen Umweltverschmutzung und Verblödung. Bundespräsident Joachim Gauck setzt höchstpersönlich ein Zeichen gegen die Politikverdrossenheit im Lande. Er diskutiert mit Jugendlichen über die entscheidende Wahl und die Gnade der Freiheit, in geheimer Wahl recht unterschiedliche alternative Parteien und Politiker wählen zu können. Dabei kamen ihm die Tränen, weil das in der DDR nicht selbstverständlich wahr. Und dann seine Motivation zum unbedingten Wählen gehen an die erstaunten Jugendlichen: "Wer nicht wählen geht, dem erscheine ich im Traum!"

Auch das noch. Noch nicht einmal im Traum lassen einen die Politiker in Ruhe. "Angenehme Träume mit Joachim Gauck", "Ein Engel namens GAUCK" oder "Albtraum (Nightmare), Joachim Gauck"!? Auf jeden Fall, wie es Martin Luther King einmal ausdrückte: "I have a dream." - mit Joachim Gauck!

Roland Klose, Bad Fredeburg

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