17.000 Bootsflüchtlinge sind auf dem Weg nach Europa bereits ertrunken. Deshalb hat der britische Ökonom Paul Collier einen skurrilen Einfall zur humanitären Regelung der Einwanderung nach Europa: eine Einwanderer-Lotterie. Meine Meinung dazu: Die spinnen die Briten! Oder vielleicht doch eine Einwanderer-Lotterie z. B. 100 aus 100 Millionen Menschen? Aber beachten Sie bitte, Glücksspiel kann süchtig machen, deshalb fragen Sie bei Nebenwirkungen ihren Arzt oder Apotheker? Nein, das wäre nicht fair und nur der besagte Tropfen auf den heißen Stein. Armuts- und Elendsflüchtlinge brauchen nicht das Prinzip Hoffnung, einmal in der Einwanderer-Lotterie den ersten Preis gewinnen zu können, sondern Hilfe zur Selbsthilfe - und das zu allererst in ihren Heimatländern. Dafür müssen die reichen Staaten der Erde endlich ihre Entwicklungshilfe drastisch aufstocken und im Gegenzug ihre Waffenlieferungen in die Entwicklungsländer einstellen. Keine Waffenlieferungen in Krisengebiete und in Armutsländer!
Sollte sich die EU aber dennoch wegen Ideenlosigkeit und der Unfähigkeit zur Problemlösung für eine Einwanderer-Lotterie entscheiden, dann hätte ich noch weitere innovative Lotterie-Vorschläge. Wie wäre es z. B. mit einer Lotterie für alle Bürger, deren Erlöse ausschließlich dem Staatsschuldenabbau zugute kämen, oder staatlichen Lotterien, bei denen Subventionen und Rettungsgelder für Staaten, Banken, Unternehmen, soziale Einrichtungen, Tafeln, Krankenhäuser, Altenheime etc. verlost würden? Nicht fördern und fordern, sondern ganz einfach auf das Glück vertrauen in der sog. Bundes(republik)lotterie Deutschland oder in der Europäischen (Lotterie)union!
Roland Klose, Bad Fredeburg
Bundeslotterie Deutschland
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- Geschrieben von: Roland Klose
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