Mit den Kriegen in Afghanistan und im Irak hat die US-amerikanisch Bush-Familie und Bush-Administration den gesamten Nahen Osten in Brand gesetzt und den Terrorismus gefördert statt ihn wirksam zu bekämpfen. Al Quaida, die Taliban, Hisbollah, Hamas und jetzt die ISIS sind der Beweis dafür. Anfänglich waren die USA noch stolz auf ihr kriegerisches Können, als sie die Taliban und Saddam Hussein besiegten. Doch schon bald merkten sie, das Unkraut des Terrorismus kann mit Kriegen allein nicht ausgerottet werden. Oder wie es Johann Wolfgang von Goethe im Zauberlehrling ausdrückt: "Die ich rief, die Geister, Werd’ ich nun nicht los."
Deshalb wundert es mich besonders, dass gerade der Friedensnobelpreisträger Barack Obama nun doch wieder auf das Mittel des Krieges zurückgreift, um die islamistische ISIS im Nordirak mit Bombenangriffen zu vernichten. Hat die USA aus zwei Irak-Kriegen nichts gelernt? Manchmal habe ich den Eindruck, die USA sind mit ihrem Latein und ihrer Politik - der Staatskunst - am Ende, weil sie den Krieg nicht mehr als letztes, sondern als erstes Mittel der Krisenbewältigung ansehen.
Roland Klose, Bad Fredeburg
Die ich rief, die Geister...
- Details
- Geschrieben von: Roland Klose
- Zugriffe: 485
- Hinweis der Redaktion: Dies ist ein ungekürzter, unzensierter Originalleserbrief. Die Bürgerredaktion ist neutral. Verantwortlich für den Inhalt (auch der Kommentare) ist ausschließlich der Autor. Gedruckter Text ist farbig. Bewerten am Ende des Beitrags. INFO zum Autor, auch alle seine weiteren Artikel: klicken Sie bitte oben bei den Schlagwörtern den Namen des Autors. Ende des Hinweises.




