Der GroKo-Streit über die Transitzonen für Flüchtlinge spitzt sich zu. Doch der eigentliche Skandal ist die Unterbringung der Flüchtlinge in Deutschland kurz vor dem Winter. 42.000 Flüchtlinge leben und frieren in unbeheizten Zelten und mitten in Berlin, ganz in der Nähe von Bundesmutti Angela Merkel, campieren sogar Flüchtlinge vor einem Registrierungshäuschen wochenlang im Freien, die seit ihrer Ankunft in Deutschland noch nie in den Genuss einer notdürftigen Unterbringung in Zelten gekommen sind. Hardcore-Campen made in Germany.

Da bekommt Merkels Ausspruch, "Wir schaffen das", einen überaus zynischen Beigeschmack. Er stammt ohnehin nur aus einem Manager-Seminar, der die Kraft des positiven Denkens für Veränderungen nutzen will. Dabei ist doch statt denken jetzt handeln angesagt. Wenn notwendige Unterkünfte fehlen, dann müssen statt Schulen und Turnhallen auch andere Einrichtungen für die Flüchtlingsunterbringung herhalten. Wir wäre es z. B. Frau Dr. Merkel, wenn Sie, Herr Bundespräsident Gauck und die Abgeordneten des Deutschen Bundestages das Bundeskanzlerinamt, das Schloss Bellevue und den Reichstag in Be(ä)rlin als Winterquartiere für Flüchtlinge zur Verfügung stellen würden? Sie können ja unter freiem Himmel bei Lagerfeuer-Romatik weiter tagen und diskutieren. Wenn "WIR das schaffen", dann schaffen Sie das doch sicher auch, oder?

Roland Klose, Bad Fredeburg

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