“Tempo 30 gegen den Krach” vom 18.10.2013 von Markus Lorenz
Ober - und unterhalb der Grafik dicht besiedelte Wohngebiete der noch nicht erfassten Fluglärmbetroffenen.
Dank Ihrem Redakteur wurde auch der Lärm der vielen Flugzeuge auf Grund des innerstädtischen Flughafens ein Thema des Berichtes. Diese besonders lautstarke Seite des Hamburger Verkehrs wird von den Verantwortlichen meistens gern heruntergespielt. Doch auch im Vergleich zum Straßenlärm muss man trauriger Weise feststellen, dass der Flugverkehr leider mindestens genau so zerstörend auf das Leben und die Gesundheit der Menschen einwirkt:
Die am höchsten betroffenen Menschen - die besonders dicht an den Flugbahnen wohnen - sind bereits mit 86 000 Personen erfasst und sind einem Dezibelwert von 75 ausgesetzt. (Protokoll 206 der Fluglärmschutzkommission Hamburg vom 19.10.2012)
Die restlichen Lärmbetroffenen, die in den direkt angrenzenden Gebieten wohnen und ebenso unter diesem Lärm leiden, aber nicht erfasst sind, ergeben dann doppelt so viele Menschen. Das wären über 170 000 Betroffene. Und so kommen wir allmählich zu realistischen Zahlen.
Hamburgs Verkehrspolitik auf den Straßen und in der Luft kann man somit als bisher gescheitert ansehen. Die Aussage der Lärm – und Fluglärmschutzbeauftragten auf die Frage, ob denn Hoffnung auf Änderung sei, wurde definitiv mit einem Nein beantwortet.
Karin Wagner Big Fluglärm Hamburg
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