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Pater Eberhard v. Gemmingen SJ
zu seinem runden Geburtstag. Laudatio aus dem Vatikan

 

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Liebe Freunde und Bekannte, ich wünsche Ihnen allen ein gesegnetes Osterfest

Ostersonntag 2026

Der Herr ist wahrhaft auferstanden

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Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes, Kap.20, 1-9

Am ersten Tag der Woche kam Maria von Magdala frühmorgens, als es noch dunkel war, zum Grab und sah, dass der Stein vom Grab weggenommen war. Da lief sie schnell zu Simon Petrus und dem anderen Jünger, den Jesus liebte, und sagte zu ihnen: Sie haben den Herrn aus dem Grab weggenommen und wir wissen nicht, wohin sie ihn gelegt haben.  Da gingen Petrus und der andere Jünger hinaus und kamen zum Grab; sie liefen beide zusammen, aber weil der andere Jünger schneller war als Petrus, kam er als Erster ans Grab.  Er beugte sich vor und sah die Leinenbinden liegen, ging jedoch nicht hinein.  Da kam auch Simon Petrus, der ihm gefolgt war, und ging in das Grab hinein. Er sah die Leinenbinden liegen und das Schweißtuch, das auf dem Haupt Jesu gelegen hatte; es lag aber nicht bei den Leinenbinden, sondern zusammengebunden daneben an einer besonderen Stelle.  Da ging auch der andere Jünger, der als Erster an das Grab gekommen war, hinein; er sah und glaubte.  Denn sie hatten noch nicht die Schrift verstanden, dass er von den Toten auferstehen müsse.

Predigt

Wir feiern die Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus. Aber es stellt sich gleich die Frage: Was ist Auferstehung, was feiern wir da eigentlich? Es ist gar nicht so leicht, darauf zu antworten. Auferstehung scheint ein Mysterium zu sein. Ich erlaube mir, mit Gedanken von Papst Benedikt zu beginnen, die die ganze Bedeutung des heutigen Festes zeigen: Benedikt schreibt in seinem Buch „Jesus von Nazareth“: „Was ist an Ostern geschehen? Das war offenbar für die Zeugen, die dem Auferstandenen begegnet waren, nicht einfach zu sagen. Sie waren mit einer für sie selbst ganz neuen Realität konfrontiert, die ihren Erfahrungshorizont sprengte.“ Benedikt erinnert auch daran: Schon beim Abstieg vom Berg der Verklärung hatten die Apostel sich gefragt, was das denn sei „von den Toten auferstehen“. Und Benedikt schreibt schon vorher: Wenn wir wissen wollen, wer Jesus von Nazareth ist, müssen wir wissen, was mit Auferstehung gemeint ist. Wer Jesus ist, hängt an der Frage der Auferstehung. Der Apostel Paulus hatte geschrieben: „Wenn Jesus nicht auferstanden ist, dann ist unsere Verkündigung leer und der Glaube nichtig“. Und Romano Guardini sagt ganz kühn: „Unser Gefühl wehrt sich gegen die Glaubenszumutung, dass Jesus von den Toten auferstanden ist“. Guardini meint sogar: Wenn sich unser Gefühl nicht so dagegen wehrt, dann nehmen wir die Auferstehung vielleicht nicht ernst, nehmen sie nur als Legende. Wörtlich schreibt Guardini weiter: „Was hier behauptet wird, ist etwas Unerhörtes, und das unmittelbare Empfinden hat sich wohl immer dagegen gewehrt.“ Das ist wohl auch der Grund, weshalb die jüdische Aufsichtsbehörde in dem offiziellen Bericht geschrieben hat: Während die Wachen schliefen, haben die Jünger Jesu seinen Leichnam ausgegraben. Soweit Romano Guardini.

Also: nochmals: Was bedeutet eigentlich Auferstehung des Herrn? Es ist sicher keine Rückkehr in ein Leben wie es vor dem Tode war, denn dann würde der Auferstandene ja wieder sterben. Die von Jesus vom Tod auferweckten Lazarus, der Jüngling von Nain, die Tochter des Jairus – sie sind wieder gestorben. Ich denke: Zunächst einmal müssen wir sagen: Auferstehung ist ein Mysterium, ein Geheimnis, das wir letztlich nicht verstehen können. Aber was wir annehmen und glauben können, das sind die Erscheinungen des gekreuzigten Jesus. Denn durch sie kam das Wunder, dass aus den feigen Aposteln mutige Zeugen Jesu wurden. Die Jünger und einige Frauen sahen den Auferstandenen. Sie konnten es zunächst gar nicht glauben. Sie zweifelten, sie fragten sich, ob sie verrückt sind, ob sie spinnen. Aber sie wurden als Einzelne und gemeinsam überzeugt. Jesus kam auf sie zu, sprach mit ihnen, ließ sich berühren und er aß mit ihnen. Er wollte sie überzeugen.

Wir moderne Menschen haben dennoch Zweifel, ob es nicht doch nur eine fromme Einbildung war, eine Halluzination, ein kollektiver Wunschtraum.

Gegen diese Interpretation habe ich meine ganz persönliche Ansicht. Historisch gesehen wurden die elf Jünger und noch viele andere Anhänger Jesu so überzeugt, dass sie mutige, neue Menschen wurden. Offenbar waren aus den Feiglingen, die Jesus verlassen hatten, mutige Zeugen Jesu geworden. Wenn das nicht so gewesen wäre, gäbe es heute keine Kirche. Es ist wirklich das Wunder geschehen, dass die geistig etwas einfachen und feigen Männer, die Jesus verlassen hatten, kühn gegen den Mainstream angingen. Das ist für mich das Wunder. Sie gingen nicht nur kurzfristig in Begeisterung gegen die öffentliche Meinung an, die Jesus ablehnte, sondern langfristig. Und sie folgten nicht einem gesellschaftlichen Trend der jüdischen Gesellschaft, sondern scherten aus offiziellem Denken aus und behaupteten allen Zweifeln zum Trotz: Jesus von Nazareth war der Messias und ist der Messias. Das Ganze nennen wir das Pfingstwunder. Die geistige Kraft, die die Umwandlung der feigen Männer vom See Genezareth bewirkte, nennt man seither: Heiliger Geist. Und dieser Heilige Geist ist eben nicht nur eine neue Weltanschauung, sondern eine Verwandlung der Menschen. Wenn diese Menschen nicht so verwandelt worden wären, gäbe es heute keine Glaubensgemeinschaft der Christen. Und dazu kam: Diese Menschen, die von Jesus als dem Messias sprachen, wurden verfolgt oder für Spinner gehalten. Zunächst haben nur jüdischen Mitbürgern sie für Häretiker angesehen und verfolgt. Denken wir an Stephanus. Und dann später waren die Christen für den römischen Staat gefährlich und wurden verfolgt. Die Römer verlangten von ihren Staatsbürgern die Anerkennung der römischen Götter. Ihnen musste man wenigstens äußerlich Rauchopfer darbringen – ob man glaubte oder nicht. Wer das nicht tat, wurde umgebracht. Hunderttausende von Christen starben, weil sie sich weigerten, den römischen Göttern zu opfern. Es war also in den Christen eine Gruppe von Meschen entstanden, die ihr Leben in dem auferstandenen Christus verwurzelten. Und dies ist bis in unsere Tage weitergegangen. Auch heute werden Millionen von Menschen, die sich in Christus verwurzeln, verfolgt und umgebracht. Wenn das kein Wunder ist! Offenbar lebt der Auferstanden auch heute. Man kann sich in unseren Tagen in ihm verwurzeln. Amen.

Lesung aus der Apostelgeschichte, Kap.10,34a und 37-43

 In jenen Tagen begann Petrus zu reden und sagte: Ihr wisst, was im ganzen Land der Juden geschehen ist, angefangen in Galiläa, nach der Taufe, die Johannes verkündet hat:  wie Gott Jesus von Nazaret gesalbt hat mit dem Heiligen Geist und mit Kraft, wie dieser umherzog, Gutes tat und alle heilte, die in der Gewalt des Teufels waren; denn Gott war mit ihm.  Und wir sind Zeugen für alles, was er im Land der Juden und in Jerusalem getan hat. Ihn haben sie an den Pfahl gehängt und getötet.  Gott aber hat ihn am dritten Tag auferweckt und hat ihn erscheinen lassen, zwar nicht dem ganzen Volk, wohl aber den von Gott vorherbestimmten Zeugen: uns, die wir mit ihm nach seiner Auferstehung von den Toten gegessen und getrunken haben.  Und er hat uns geboten, dem Volk zu verkünden und zu bezeugen: Dieser ist der von Gott eingesetzte Richter der Lebenden und der Toten.  Von ihm bezeugen alle Propheten, dass jeder, der an ihn glaubt, durch seinen Namen die Vergebung der Sünden empfängt. 

Fürbitten

Herr Jesus Christus, Du von den Toten Auferstandener. Wir bitten dich um Frieden für die ganze Welt, vor allem für den Nahen Osten, für die Ukraine und für den Sudan. Schenke uns Frieden. Christus höre uns

Herr Jesus Christus, Du Auferstandener. Schenke allen Getauften den festen Glauben, dass Du von den Toten auferweckt worden bist und lebst. Christus höre uns

Herr Jesus Christus, gib allen, die sich auf die Taufe vorbereiten einen immer festeren Glauben und verankere sie in der Kirche. Christus höre uns

Herr Jesus Christus, schenke allen, die jetzt in diesen Stunden mit dem Tode ringen, den festen Glauben an die Auferstehung. Christus höre uns

Falls Sie noch ein Geschenk suchen, so käme vielleicht so etwas in Frage. Bitte aber nicht bei mir bestellen, sondern im Buchhandel.

     


Eberhard von Gemmingen


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