.    Die Bürger red! Aktion  Home of Leserbrief

SymbolBenutzer SymbolAdressenschw SymbolA Zschw SymbolA Zschw SymbolSuchen SymbolMenue

Für den Erhalt der demokratischen Vielfalt: Ihr Leserbrief. ↓Hier↓
Dauerhaft. Nicht gekürzt. Unzensiert. Kostenlos.

 

NEU:  Die beliebtesten:
Schlagwörter Leserbriefe

Liebe Freunde und Bekannte

3. Fastensonntag 2026

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes, Kap. 4, 5-42

Die Frau am Jakobsbrunnen

Duccio di Buoninsegna: Jesus Christus und die Samariterinimage001.jpg

In jener Zeit kam Jesus zu einer Stadt in Samarien, die Sychar hieß und nahe bei dem Grundstück lag, das Jakob seinem Sohn Josef vermacht hatte. Dort befand sich der Jakobsbrunnen. Jesus war müde von der Reise und setzte sich daher an den Brunnen; es war um die sechste Stunde.  Da kam eine Frau aus Samarien, um Wasser zu schöpfen. Jesus sagte zu ihr: Gib mir zu trinken!  Seine Jünger waren nämlich in die Stadt gegangen, um etwas zum Essen zu kaufen. Die Samariterin sagte zu ihm: Wie kannst du als Jude mich, eine Samariterin, um etwas zu trinken bitten? Die Juden verkehren nämlich nicht mit den Samaritern.  Jesus antwortete ihr: Wenn du wüsstest, worin die Gabe Gottes besteht und wer es ist, der zu dir sagt: Gib mir zu trinken!, dann hättest du ihn gebeten und er hätte dir lebendiges Wasser gegeben.  Sie sagte zu ihm: Herr, du hast kein Schöpfgefäß und der Brunnen ist tief; woher hast du also das lebendige Wasser?  Bist du etwa größer als unser Vater Jakob, der uns den Brunnen gegeben und selbst daraus getrunken hat, wie seine Söhne und seine Herden?  Jesus antwortete ihr: Wer von diesem Wasser trinkt, wird wieder Durst bekommen; wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, wird niemals mehr Durst haben; vielmehr wird das Wasser, das ich ihm gebe, in ihm zu einer Quelle werden, deren Wasser ins ewige Leben fließt. Da sagte die Frau zu ihm: Herr, gib mir dieses Wasser, damit ich keinen Durst mehr habe und nicht mehr hierherkommen muss, um Wasser zu schöpfen!  Er sagte zu ihr: Geh, ruf deinen Mann und komm wieder her! Die Frau antwortete: Ich habe keinen Mann. Jesus sagte zu ihr: Du hast richtig gesagt: Ich habe keinen Mann.  Denn fünf Männer hast du gehabt und der, den du jetzt hast, ist nicht dein Mann. Damit hast du die Wahrheit gesagt. Die Frau sagte zu ihm: Herr, ich sehe, dass du ein Prophet bist.  Unsere Väter haben auf diesem Berg Gott angebetet; ihr aber sagt, in Jerusalem sei die Stätte, wo man anbeten muss. Jesus sprach zu ihr: Glaube mir, Frau, die Stunde kommt, zu der ihr weder auf diesem Berg noch in Jerusalem den Vater anbeten werdet.  Ihr betet an, was ihr nicht kennt, wir beten an, was wir kennen; denn das Heil kommt von den Juden.  Aber die Stunde kommt und sie ist schon da, zu der die wahren Beter den Vater anbeten werden im Geist und in der Wahrheit; denn so will der Vater angebetet werden. Gott ist Geist und alle, die ihn anbeten, müssen im Geist und in der Wahrheit anbeten.  Die Frau sagte zu ihm: Ich weiß, dass der Messias kommt, der Christus heißt. Wenn er kommt, wird er uns alles verkünden.  Da sagte Jesus zu ihr: Ich bin es, der mit dir spricht.  Inzwischen waren seine Jünger zurückgekommen. Sie wunderten sich, dass er mit einer Frau sprach, doch keiner sagte: Was suchst du? oder: Was redest du mit ihr?  Die Frau ließ ihren Wasserkrug stehen, kehrte zurück in die Stadt und sagte zu den Leuten:  Kommt her, seht, da ist ein Mensch, der mir alles gesagt hat, was ich getan habe: Ist er vielleicht der Christus? Da gingen sie aus der Stadt heraus und kamen zu ihm.  Währenddessen baten ihn seine Jünger: Rabbi, iss!  Er aber sagte zu ihnen: Ich habe eine Speise zu essen, die ihr nicht kennt.  Da sagten die Jünger zueinander: Hat ihm jemand etwas zu essen gebracht?  Jesus sprach zu ihnen: Meine Speise ist es, den Willen dessen zu tun, der mich gesandt hat, und sein Werk zu vollenden.  Sagt ihr nicht: Noch vier Monate dauert es bis zur Ernte? Sieh, ich sage euch: Erhebt eure Augen und seht, dass die Felder schon weiß sind zur Ernte!  Schon empfängt der Schnitter seinen Lohn und sammelt Frucht für das ewige Leben, sodass sich der Sämann und der Schnitter gemeinsam freuen.  Denn hier hat das Sprichwort recht: Einer sät und ein anderer erntet.  Ich habe euch gesandt zu ernten, wofür ihr euch nicht abgemüht habt; andere haben sich abgemüht und euch ist ihre Mühe zugutegekommen.  Aus jener Stadt kamen viele Samariter zum Glauben an Jesus auf das Wort der Frau hin, die bezeugt hatte: Er hat mir alles gesagt, was ich getan habe.  Als die Samariter zu ihm kamen, baten sie ihn, bei ihnen zu bleiben; und er blieb dort zwei Tage.  Und noch viel mehr Leute kamen zum Glauben an ihn aufgrund seiner eigenen Worte.  Und zu der Frau sagten sie: Nicht mehr aufgrund deiner Rede glauben wir, denn wir haben selbst gehört und wissen: Er ist wirklich der Retter der Welt.

Predigt

Gespräche können lebensverändernde Wirkung haben. Das war wohl bei dem Gespräch Jesu mit der Frau vom Jakobsbrunnen so. Und ich möchte dieses Gespräch vergleichen mit dem Gespräch Jesu mit dem Schriftgelehrten Nikodemus. Bleiben wir einen Moment zunächst bei Nikodemus. Wir erinnern uns vielleicht nur an das nächtliche Gespräch zwischen ihm und Jesus. Wichtig aber sind zwei Angaben über Nikodemus, die wir wohl nicht im Kopf haben. Nikodemus hat nämlich Jesus vor dem Hohen Rat verteidigt und gefragt: Wie kann man jemanden verurteilen, wenn man nicht vorher nach seinen Gedanken und seiner Schuld gefragt hat? Und nach Jesu Kreuzigung bringt Nikodemus kostbares Salböl, damit Jesu Leib vor seiner Beisetzung gesalbt werden kann. Offenbar hat das nächtliche Gespräch mit Jesus ihn verändert.

Und nun zurück zu der Frau vom Jakobsbrunnen, deren Namen wir leider nicht kennen. Aber wir wissen: Sie war keine Jüdin, sondern Samariterin, gehörte zu einer Abspaltung von den Juden, die auch den Messias erwarteten und sich verpflichtet sahen, Jahwe nicht in Jerusalem anzubeten, sondern auf dem Garizim. Das Gespräch der Frau mit Jesus beginnt mit etwas Äußerlichem: Jesus ist durstig und bittet die Frau um Wasser. Sie macht gleich einen Sprung in die Heilsgeschichte und die Theologie: Wie kannst Du – ein Jude – mich eine Samariterin ansprechen. Das tut man doch nicht. Jesus macht einen weiteren Sprung im Gespräch: Wenn Du wüsstest, wer mit Dir spricht, würdest Du ihn um ein ganz anderes Wasser bitten, das Deinen wirklichen Durst für immer löschen würde. Und sie darauf ganz schön frech: Gib mir dieses Wasser, dann müsste ich nicht immer den weiten Weg zum Brunnen machen. Und nun sind wir bei meiner These: Das Gespräch, das Gespräch besonders mit Jesus, der Austausch mit ihm ist schon das lebendige Wasser. Es ist das Wasser für die Seele. Es ist die Flüssigkeit, nach dem unsere Seelen sich insgeheim sehnen. Oder sehnen wir uns nicht insgeheim nach jemandem, mit dem wir uns über unsere tiefsten Wünsche austauschen können, dem wir unsere Sorgen, Fragen, Hoffnungen anvertrauen können, vor dem wir uns nicht genieren, bei dem wir offen sein können. Im Allgemeinen haben wir doch Angst, uns jemandem gegenüber wirklich zu öffnen. Und bei der Frau ist im Hintergrund vielleicht ihr schlechtes Gewissen über ihre Wechsel von einem Mann zum Nächsten. Sie versteckt sich zunächst gegenüber Jesus und lügt ganz frech: Ich habe keinen Mann. Und Jesus legt seinen Finger in die Wunde: Fünf hast du gehabt und der jetzige ist nicht Dein Mann. Jesus hat den Mut, den Finger in die Wunde der Frau zu legen. Er zeigt: Solche Wunden still zu übergehen, macht den Austausch oberflächlich. Zum Herzen kommt man nur, wenn man Wunden nicht vermeidet. Jesus schaut ihr ins Herz, verurteilt sie nicht, aber sein Blick zeigt ihr, dass in ihrem Leben etwas schief gelaufen ist. Zwischenbemerkung: Beichte heißt: Ehrlicher Blick auf sich selbst und die Erkenntnis, dass da was falsch gelaufen ist und Umkehr nötig ist. Das Gespräch mit Jesus führte die Frau zur Selbsterkenntnis und zu dem Lichtblick: In dem Mann, der mit Dir spricht, scheint Gott durch, Jesus scheint der Messias zu sein. Das blitzt in ihr auf und sie rennt ins Dorf, holt die Dörfler: Draußen am Brunnen sitzt der Messias.

Gespräche können das Leben verändern. Das war bei der Frau mit den vielen Liebhabern so. Und das war bei Nikodemus so. Bei Nikodemus waren es theologische Fragen. Bei der Frau am Brunnen war es Neugier und Staunen: Wie kann der Jude mich die Samariterin ansprechen? Diese beiden Gespräche sind wohl die längsten und tiefschürfendsten des ganzen Neuen Testamentes. Wie wärs, wenn wir versuchten, mit dem einen oder anderen Mitmenschen mal ein tiefer gehendes Gespräch anzuzetteln. Vielleicht wünscht er sich das sogar. Vielleicht hängen dem Anderen die unzähligen Tagesgespräche über Wetter, Fußball und Bahnverspärungen zum Hals heraus. Vielleicht sehnt sich eine Seele ebenso wie die Deine nach einer Vertiefung. Vielleicht sehnt sich der Andere ebenso wie ich nach dem Wasser, das die Seele fruchtbar macht und ihr Blumen wachsen lassen. Vielleicht spricht aus der Seele des Gesprächspartners Jesus Christus selbst zu Dir. Amen

Aus dem Buch Exodus, Kap. 17, 3-7

In jenen Tagen dürstete das Volk nach Wasser und murrte gegen Mose. Sie sagten: Wozu hast du uns überhaupt aus Ägypten heraufgeführt, um mich und meine Söhne und mein Vieh vor Durst sterben zu lassen?  Mose schrie zum HERRN: Was soll ich mit diesem Volk anfangen? Es fehlt nur wenig und sie steinigen mich.  Der HERR antwortete Mose: Geh am Volk vorbei und nimm einige von den Ältesten Israels mit; nimm auch den Stab in die Hand, mit dem du auf den Nil geschlagen hast, und geh!  Siehe, dort drüben auf dem Felsen am Horeb werde ich vor dir stehen. Dann schlag an den Felsen! Es wird Wasser herauskommen und das Volk kann trinken. Das tat Mose vor den Augen der Ältesten Israels.  Den Ort nannte er Massa und Meriba, Probe und Streit, weil die Israeliten gehadert und den HERRN auf die Probe gestellt hatten, indem sie fragten: Ist der HERR nun in unserer Mitte oder nicht?

Fürbitten

Herr Jesus Christus, wir bitten dich um Frieden im Nahen und Mittlerem Osten. Schenke den Verantwortlichen auf beiden Seiten die Einsicht, dass ihre Völker Frieden wollen. Christus höre uns

Herr Jesus Christus, wir bitten dich auch um Frieden zwischen der Ukraine und Rußland. Gib Präsident Putin die Einsicht, dass er unendliches Leid verursacht und schuldig wird. Christus höre uns.

Herr Jesus Christus, gib den Christen in den wohlhabenden Ländern die Gnade, die Fastenzeit wirklich ernst zu nehmen, den Hungernden zu helfen und die Kranken zu besuchen. Christus höre uns.

Herr Jesus Christus, schenke den Verantwortlichen in der Kirche Deinen heiligen Geist, damit sie erkennen, wie sie den Vater Jesu Christi und den Mann am Kreuz überzeugend verkünden können. Christus höre uns

Eberhard von Gemmingen

Falls Sie noch ein Geschenk suchen, so käme vielleicht so etwas in Frage. Bitte aber nicht bei mir bestellen, sondern im Buchhandel.

    


Eberhard von Gemmingen


Teilen, Hinweis der Redaktion, Kommentieren und Bewerten in den sozialen Netzwerken und in der Bürgerredaktion:
  • Hinweis der Redaktion: Dies ist ein ungekürzter, unzensierter Originalleserbrief. Die Bürgerredaktion ist neutral. Verantwortlich für den Inhalt (auch der Kommentare) ist ausschließlich der Autor. Gedruckter Text ist farbig. Bewerten am Ende des Beitrags. INFO zum Autor, auch alle seine weiteren Artikel: klicken Sie bitte oben bei den Schlagwörtern den Namen des Autors. Wenn der Artikel nicht vollständig angezeigt wird (...), klicken Sie bitte auf den Titel. Ende des Hinweises.

Keine Kommentare


Zeitungsportal der Leserbriefe druckenden Zeitungen

Um zu sehen ob und wo Ihr Leserbrief gedruckt wurde, nutzen Sie Genios.de. Suchen Sie dort nach Ihrem Namen in Anführungszeichen z.B.: "Maxi Musterfrau". Das Portal zeigt Ihnen dann ob, wo und wann Artikel von Ihnen gedruckt wurden.

Unten die 118 Logos von allen Zeitungen, die Leserbriefe der
Bürgerredaktion.de
gedruckt haben. Aktuellste Informationen aus diesen großen deutschsprachigen Zeitungen? Direkt mit einem Klick zum Internetauftritt der Zeitungen? Sofort und ohne Umwege einen Leserbrief an diese Zeitungen schreiben? Klicken Sie drauf! Sie können dann auch sehen, ob und welchen Leserbrief die jeweilige Zeitung von den Artikeln der Autoren der Bürgerredaktion.de gedruckt hat und wie viel davon.

Adressenliste. E-Mail Adressen von 120 Zeitungen die Leserbriefe drucken.

Bitte beachten Sie, dass Artikel, die älter als vier Jahre sind, nur angemeldeten Besuchern angezeigt werden.


Alle gedruckten Artikel in der Badischen Zeitung. zur Homepage der Badischen Zeitung. Alle gedruckten Artikel im Kurier. zur Homepage des Kurier  

Datenschutz || Impressum || Kontakt

Idee, Design, Programm, Administration und Copyright  ©2026 by Michael Maresch