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Münchner Abendzeitung vom 26.03.2018, laut genios.de, Titel: "Unter dem Joch"


US-Präsident Donald Trump verzichtet vorerst auf Strafzölle für Alu- und Stahlimporte aus der EU und Deutschland. Dafür trifft es China mit aller Härte. Trumps Credo: Es sei unter anderem nicht fair, wenn insbesondere Deutschland mehr Waren in die USA exportiere - im Jahr 2017 für 111,52792 Milliarden Euro - als aus den USA zu importieren - im gleichen Zeitraum für nur 61,066864 Milliarden Euro. Der daraus resultierende Exportüberschuss in Höhe von 50,461056 Milliarden Euro müsse unbedingt von Deutschland ausgeglichen werden.

Was ist wirklich unfair im Leben? Wenn die ganze Welt deutsche Qualitätsprodukte "Made in Germany" haben will? Nein, natürlich nicht. Unfair ist dagegen, wenn sich die USA als vermeintlicher Weltpolizist überall in Kriege einmischt, notfalls auch ohne UN-Mandat, die sie eigentlich nichts angehen und dabei die Verbündeten mitmarschieren und mitbezahlen sollen, weil den USA langsam diesbezüglich das Geld ausgeht. Unfair ist es des Weiteren, wenn die USA auf eine notwendige Bankenregulierung verzichtet und so eine weltweite Finanzkrise auslöste, die mit der Pleite der New Yorker Bank Lehman Bros. am 15. September 2008 einen traurigen Höhepunkt erreichte. Deswegen kam es in Deutschland zu einer Erhöhung der Staatsverschuldung in Höhe von über 500 Milliarden Euro. Unfair ist außerdem, wenn die USA Freund und Feind gleichermaßen mit Rüstungsgütern ausstatten und so gewaltsame Konflikte provozieren, aber die daraus resultierenden Flüchtlingsströme einfach der EU und Deutschland überlassen.  

Was will Trump wirklich von der EU und speziell von Deutschland? Sie sollen ihre Ausgaben für Rüstung und Verteidigung im Rahmen der NATO auf 2% des Bruttoinlandsproduktes steigern. Und als Waffendealer der Rüstungsindustrie will Trump, dass insbesondere die EU und Deutschland natürlich die Kriegswaffen in den USA kaufen sollen, damit sie auf diesem Wege ihren Exportüberschuss gegenüber den USA abbauen können. Dafür riskiert Trump viel, nämlich einen Handelskrieg, ein weltweites Börsenbeben und die Abschwächung der Weltkonjunktur. Frei nach dem Motto: "America First, the World Last! Koste es, was es wolle."

Roland Klose, Bad Fredeburg
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