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Neue Osnabrücker Zeitung vom 11.09.2017 und Märkische Oderzeitung vom 15.09.2017, laut genios.de, Titel: "Undankbar" und "Ist Polen undankbar?"


 

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs (1939-45) hatte die ehemalige DDR zunächst Reparationszahlungen wegen des Blitzkrieges und der Besetzung Polens durch Nazi-Deutschland geleistet. Im August 1953 verzichtete jedoch die damalige polnische Regierung auf Anraten der sowjetischen Führung auf weitere Reparationszahlungen an Deutschland, um einen Beitrag zur Lösung der deutschen Frage im Geiste der Demokratie und des Friedens zu leisten.
Jetzt, 72 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs, fordert jedoch die in Polen regierende PiS-Partei von Jaroslav Kaczynski erneut Reparationszahlungen in Milliardenhöhe von Deutschland. Begründung: Die Erklärung auf Reparationsverzicht habe Polen nicht als souveräner Staat abgegeben.
Mag sein, aber Deutschland war von 1933-45 auch kein souveräner und demokratischer Staat, deren Bürger frei und unabhängig über die Art der Regierung, das Rechtssytem und die Gesellschaftsordnung innerhalb und außerhalb des Staatsgebietes mitbestimmen konnten. Viele deutsche Bürger waren auch Opfer des NS-Regimes und stalinistischer Vertreibung und sind deshalb nicht verantwortlich für barbarische Angriffskriege, den Holocaust und die Westverschiebung Polens und Deutschlands.

Im Übrigen setzte der ehemalige Bundeskanzler Willy Brandt mit seinem Kniefall vor dem Ehrenmal für die Toten des Warschauer Ghettos am 07.12.1970 ein eindeutiges Zeichen für Versöhnung und Frieden zwischen Polen und Deutschland. Brandts Ostpolitik sorgte schließlich für Entspannung zwischen den verfeindeten ideologischen Systemen von Kommunismus und Kapitalismus und bewirkte letztendlich die Öffnung des Eisernen Vorhangs in Europa. Deutschland hat sich seitdem immer für die Aufnahme Polens in die NATO und die EU eingesetzt, wovon Polen nachhaltig sicherheitspolitisch und wirtschaftlich profitierte. Sind die erneuten Reparationsforderungen an Deutschland nun der Dank dafür und gleich mehrere Schritte zurück in die längst gemeinsam bewältigte und leidvolle Vergangenheit beider Staaten?

Roland Klose, Bad Fredeburg

Kommentare  

# ..Reparationszahlungen.....Alois Sepp 2017-09-11 09:50
Ja, bekanntlich stinkt Geld nicht. Also fordert Gott und die Welt unter den fadenscheinigsten Begründungen heute immer heftiger Geld von Deutschland. Und unsere Regierungsmannschaft macht fleißig mit, indem sie sich alles gefallen lassen und kuschen!

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