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Der Leserbriefschreiber definiert Würde als eine Verbindung zwischen einem Achtung gebietenden Verhalten gegenüber der Welt und einem die Selbstachtung pflegenden Umgang mit sich selbst. Die Begehung des Holocaust – Gedenktages am 27. Januar ist ein würdevoller Umgang der deutschen Nation mit ihrer Geschichte. Der viertgrößte Rüstungsexport der Welt ist mit dem Rückblick auf zwei von Deutschland verschuldete Weltkriege,  auf den von Deutschland verschuldeten Holocaust und unter Missachtung der mahnenden Worte Willy Brandts, dass von deutschem Boden nie wieder Krieg ausgehen solle, ein würdeloser Vorgang.  Die Belieferung des türkischen Staatspräsidenten Erdogan mit Kriegsgerät für den Völkermord an den Kurden ist einer von mehreren traurigen Höhepunkten des deutschen Rüstungsexportes. Kleiner Nachhilfeunterricht für Ignoranten: die Kurden sind keine Terroristen, sondern ein Volk wie die Deutschen und die Türken, für die das Selbstbestimmungsrecht der Völker genau so gilt wie für alle anderen Völker der Welt, und die schon länger in Anatolien gelebt haben als die später zugewanderten Türken. Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs wurde den Kurden im nichtratifizierten Vorortvertrag von Sèvres in den Artikeln 62 und 64 ein eigener Staat in Aussicht gestellt, eine Zusage, die bis heute nicht erfüllt worden ist. Die fortdauernde türkische Unterdrückung der Kurden hat die PKK produziert, die nun wiederum als Terrororganisation eingestuft worden ist. Das Verbrechen an den Kurden findet damit seine Fortsetzung, dass Präsident Trump in einem Telefongespräch mit Erdogan diesem zugesichert hat, die Unterstützung der Kurdengruppe YPG, die den USA im Kampf gegen den Islamischen Staat gute Dienste geleistet hat, einzustellen und dass die Türkei mit Panzern aus deutscher Produktion der YPG „den Rest“ geben wird. Es hat nichts mit der Würde der Deutschen Nation zu tun, dass Deutschland der Abschlachtung der Kurden kommentarlos zusieht. Der Leserbriefschreiber fordert die Gastgeber des Volkes ohne Staat, der Kurden, nämlich die Türkei, den Iran, den Irak und Syrien, auf, sich auf einer Friedenskonferenz für den Nahen Osten darauf zu einigen, den Kurden auf ihrem Siedlungsgebiet endlich den schon vor 100 Jahren in Aussicht gestellten Staat zur Verfügung zu stellen, damit dort endlich sowohl Ruhe als auch Frieden einkehrt.  Außenminister Gabriel könnte sich dort nützlich als „ehrlicher und friedenstiftender Makler“ betätigen, damit die bisherigen Konfliktparteien am Konferenztisch nicht übereinander herfallen. Otfried Schrot

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