
Münchner Merkur vom 30.10.2017 laut genios.de
Korrumpiert von der Macht, hat die SPD spätestens mit der Agenda 2010 ihre Wurzeln verloren: Das „S“ in SPD.
Dieses „S“ hat sie zur Volkspartei gemacht und ihr, weil es jetzt fehlt, dieses Attribut auch wieder genommen: 20%.
Jetzt schreiben alle Positionspapiere. Gut so. Aber in Richtung auf die Wähler gesehen, sinnlos.
Denn solange die SPD nicht die Kraft findet, jede Person, die in der Gestaltung der Agenda 2010 Verantwortung trug, in die zweite oder dritte Reihe zu verdammen, wird sie das Vertrauen der Wähler nicht zurückgewinnen.
Auch der abrupte Zurückzug in die Opposition, hat nur dann Sinn, wenn er dabei hilft, die Kerben Gerhard Schröders durch eine vollständige personelle Neugestaltung wieder zu füllen.
Der Rückzug wäre auch gar nicht nötig gewesen: es hätte gereicht die Koalition mit der CDU/CSU auszuschließen, solange sie von Angela Merkel geführt wird.
Sollte es Neuwahlen geben, ist das (die personelle Neuaufstellung in Verbindung mit der Ablehnung der Person Merkel) der einzige Weg wieder mehr Stimmen zu gewinnen und der AfD das Gewicht zu entreißen.
Michael Maresch
Bürgerredaktion.de
